Roadbike Rookie-Alarm 😉 Wusstest du diese 6 Dinge über den Rennradsport?

Mountainbikerin auf Abwegen, denn vor einigen Wochen teilte mir Sigma mit, ich darf das Team-Lotto-Kernhaus im Teamfahrzeug begleiten. Und zwar auf der zweiten Etappe der Deutschlandtour.

Und auch wenn ich selbst lieber Mountainbike Wettkämpfe bestreite, so fahre ich zum Training auch viel Rennrad.

Und nachdem Pascal Ackermann die erste Etappe der Deutschland Tour gewonnen hat, versprach die zweite Etappe viel Spannung.

Die Strecke startet in Marburg und führt von dort aus nach Göttingen.Mit 202 Kilometer ist sie die längste Etappe der Deutschlandtour. Der flache Kurs könnte allerdings für Überraschungen sorgen.

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Quelle: https://www.deutschland-tour.com/de/deutschlandtour

Um pünktlich nach Marburg zu kommen beginnt mein Tag um 5 Uhr morgens mit der Zugfahrt von Jena. Und schon eine Stunde vor Start ist dort wahnsinniges Treiben, viele große Teams sind dort vor Ort. Rookie Weisheit Nummer 1 die ich gelernt habe, man unterscheidet zwischen Kontinental Teams, Professional Kontinental Teams und World Tour Teams.

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Neben dem Team Lotto-Kernhaus waren noch viele andere bekannte Teams vertreten. So konnte man Bora Hansgrohe, Quickstep, Katucha Alpecin, Trek Segafredo und viele mehr Hautnah erleben. Überall wurden Selfies gemacht, Autogramme geschrieben und den Profis zugeschaut.

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Der Teamchef Florian Monreal, welcher das Team 2013 gegründet hat, bot mir einen Platz in seinem Teamfahrzeug an. Damit kommen wir zur Rookie Weisheit Nummer 2. Jedes Team fährt mit zwei Materialfahrzeugen, eines hat eine schwarze Nummer und fährt vorn, und eines hat eine rote Nummer und fährt hinten. Rookie Weisheit Nummer 3 Am ersten Tag wird die Reihenfolge der Fahrzeuge ausgelost, und hier hatte Lotto- Kernhaus auf der 1. Etappe Glück. Sie waren das erste Auto. Denn ab dem zweiten Tag ergeht die Reihenfolge anhand der Ergebnislisten.

Heute hatten wir die Nummer 17 und waren somit mitten drin, statt nur dabei. Rookie Weisheit Nummer 4, Neutralisierter Start. Auch ich kenne es von Marathons, dass es einen neutralisierten Start gibt, beim Rennrad ist es aber deutlich anders. Nach einer knapp 7 km langen neutralisierten Phase, zeichnete sich ein 38 km/h Schnitt ab. Am Ende dieser Neutralen Zone stand dann das Schild, Km 0. Beim Mountainbike gehört auch die neutralisierte Phase bereits zur Strecke.

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Schön war definitiv, dass fast überall an der Strecke der Rand von Zuschauern gesäumt war, welche kräftig anfeuerten und Fotos machten.

Anfangs hielt sich das Feld noch sehr schön zusammen, aber je länger wir unterwegs waren fiel das große Feld in kleinere Felder zusammen.

Rookie Weisheit Nummer 5, nach dem Einrollen setzen sich durch Sprints verschiedene Gruppen zusammen. Sobald diese gebildet wurden, gibt es eine gemeinsame Pinkel Pause 😉 #kannmanmalmachen

An die Fahrt musste ich mich erst einmal gewöhnen 😉 Abstand halten gibt es hier nicht 😉 Dafür wird gehupt, es hat mich definitiv an unsere Geschäftsreise nach Ägypten vor ein paar Monaten erinnert.

Und egal ob es für mich chaotisch wirkte, es schien als gäbe es definitiv ein System dahinter, denn schließlich wurde keiner verletzt 😉

Nach den ersten Bergen kamen bereits die ersten abgehängten Fahrer an uns vorbei. Und damit kommen wir zu Rookie Weisheit Nummer 6. Im Mountainbike wird man aus dem Rennen genommen sobald man 80% langsamer ist als der Erste. Im Rennrad Sport liegt die Grenze bei 12%, danach wird eine so genannte Bagage gebildet, die Materialwagen fahren durch und der Rennradler wird aus dem Rennen genommen.

Immer wieder wurden wir per Funk informiert welche Fahrer in der Ausreisergruppe mitfuhren, wie viele und natürlich wie der Abstand zur Verfolgergruppe ist. Dazu kam ein zweites Funkgerät mit dem wir mit dem Team verbunden waren.

Das Rennen war wirklich spannend und es ging richtig zur Sache. Durch die Mischung von KT Fahrern und Worldtour Fahrern gab es für mich einige Überraschungen. Auch wenn ich mich im Rennrad nicht gut auskenne, so hatte ich gehofft dass einer der deutschen Fahrer, vor dem heimischen Publikum einen Sieg einfährt.

Viele Namen kannte ich zwar nicht, aber ich freute mich dafür umso mehr wenn bekannte Namen fielen wie Pascal Ackermann, Marc Cavendish, Nils Polit und so weiter.

100 Kilometer vor dem Ziel setzte sich der Belgier remco allein vorne ab. Am Berg zog er mit einer Attacke allen anderen davon.

Auf den letzten Kilometern in Göttingen wurde er jedoch noch einmal eingeholt und musste die lange Strecke allein büßen.

Als wir in Göttingen zur ersten Durchfahrt ankamen waren wirklich viele Zuschauer da.

Radsport ist in Deutschland einfach eine Randsportart, deshalb ist es umso schöner wenn viele Zuschauer an der Strecke stehen und anfeuern. Gerade auf so einer langen Distanz profitieren die Fahrer sicher von den Anfeuerungsrufen am Schluss!

Ich würde mich wirklich freuen wenn der Radsport in Deutschland immer mehr wachsen würde. Denn zumindest ich, habe bei dieser Etappe Feuer gefangen und werde sicher noch das ein oder andere Radrennen mitverfolgen 😉

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