Der Outdoor Award Baden-Württemberg und mein persönlicher Favorit -Mountainbiken im Bottwartal

Im letzten Jahr haben die einen oder anderen unter euch sicher vom Outdoor-Award in Baden-Württemberg gehört. Dieser Preis wird jedes Jahr in Kooperation mit der Stuttgarter Zeitung und der CMT für eine touristische Attraktion im Bereich der Outdoor Aktivitäten vergeben. Mir ist der Award letztes Jahr ins Auge gestochen, weil Albstadt ihn beworben hatte. Es ging um die Bikezone Albstadt, welche sich als Bike Region beworben hatte und dann unter den fünf Besten gelandet ist. Albstadt hat sich dort mit seinen verschiedenen ausgeschilderten Mountainbike-Strecken repräsentiert.

Der Award 2020 steht unter dem Motto „wilder Süden“. Und ich kann euch jetzt schon verraten, die Aktivitäten lohnen sich, sind tatsächlich wild. Wer bei der Abstimmung teilnimmt, hat sogar noch die Chance auf einen Gewinn 😉

Foto: Giulio Groebert

Für die Attraktionen können für die Anbieter sehr wertvolle Marketingleistungen gewinnen. Deshalb möchte ich euch ermutigen, eure Stimme zu nutzen, um eurem Favoriten eure Stimme zu geben.

Gemeinsam mit meinem Drehpartner Giulio Groebert, haben wir für dich fünf coole Freizeitlocations getestet. Fünf Locations, die wir vorher als Baden-Württemberger auch noch nicht kannten. Ich war selbst überrascht, welche Outdoor Aktivitäten Baden-Württemberg zu bieten hat, denn ich hatte immer das Gefühl, mich hier gut auszukennen.  

Foto Giulio Groebert Mountainbike Trails

Das erste und für mich persönliche Highlight war das Mountainbiken im Bottwartal, Auf perfekt ausgebauten Trails des Vereines Trailsurfers ging es auf verschiedenen Strecken Bergauf und ab.

Die Trailsurfers sind ein Verein mit vielen Bikern mit völlig unterschiedlichen Ambitionen. Sie alle verbindet aber die Liebe zum Biken, sich um die Natur zu kümmern und Trails zu bauen. Wie viel Leidenschaft hinter diesem Projekt steckt, erfährt man schnell im Gespräch mit dem Vorstand. Denn auch dieser Verein muss mit Widerstand kämpfen, da die Mountainbiker nicht überall gern gesehen sind.

In vielen Gemeinden haben Mountainbiker in Baden-Württemberg immer noch mit Vorurteilen und der 2 Meter Regel zu kämpfen. Öffentliche Trails sind deshalb immer noch Mangelware. Viele scheuen das Risiko und den Aufwand zur Pflege, nicht so aber die Trailsurfers.

Foto: Giulio Groebert Model: Andrew Autumn

Wer sich auf der Seite der Trailsurfer umsieht, findet in der Galerie unzählige Bilder der letzten Jahre.  Man spürt die Gemeinschaft, egal ob beim Winterride, bei der Waldputzaktion oder beim jährlichen Memorial-Bike-Day.

Die Trailsurfer versuchen die Region mit einzubinden. Sie sprechen offen mit den umliegenden Gemeinden, Städten und Gastronomien über das Mountainbiken. Und markieren ihre Partner dann mit einem Aufkleber an der Türe. Das Symbol ist ein grünes Herz mit der Aufschrift: Ein Herz für Trailsurfer. Diese Aktion gefällt mir persönlich sehr gut.

Für mich war der Tag in Beilstein der erste Besuch bei den Trailsurfern, aber sicher nicht der letzte. Ausgestattet mit coolen Enduro Bikes von Pivot, ging es für uns hier auf die Trails.

Für mich war dies dadurch eine völlig neue Erfahrung. Wer mich und meine Bike-Aktivitäten verfolgt, sieht auf den ersten Blick, dass ich hauptsächlich auf meinem Mountainbike (Ghost Lector Hardtail) unterwegs bin. Zum Training seht ihr mich auch häufig auf meinem Rennrad und über den Winter auch auf dem Cyclocross-Bike, aber Fully?

Ich kann euch garantieren, auf dem Fully (vollgefedertes Bike, Federung vorne und hinten) habt ihr mich noch nie gesehen. Denn es war meine erste Erfahrung auf einem Fully. Jetzt, wo etwas Zeit vergangen ist seit dem Ausflug, würde ich immer noch sagen ich bleibe meinem Hardtail treu. Mit dem Fully fehlt mir persönlich zu viel vom Fahrgefühl, bei mir darf es gerne ruckeln 😊 Und für meine momentanen Cross-Country Rennen ist ein Fully auch absolut nicht notwendig und dafür deutlich schwerer.

Foto: Giulio Groebert

Für Neulinge wie mich stehen auf der Homepage des Vereines alle Strecken zum Download zur Verfügung. Bei Fragen kann man sich auch jederzeit direkt an den Verein wenden.

Was als erstes auffällt, sind die auffälligen orangen Schilder durch den Wald. Diese weisen den kompletten Trail mit knapp über 30 Kilometer aus. So macht Trailfahren Spaß! Ohne Nachdenken, mit dem Bikecomputer streiten, oder sonstiges. Einfach den Schildern nachfahren und los geht’s.

Auf diesen Trails wird dir garantiert nicht langweilig, denn alle paar Meter wartet das nächste Hindernis in Form von Baumstämmen, Steinen oder steilen Abfahrten auf dich. Hier war ich wirklich froh über meine absenkbare Sattelstütze.

Die Trails sind wirklich super und machen riesen Spaß! Fahrtechnik ist hier aber zwingende Voraussetzung 😊

Foto: Giulio Groebert

Für uns startete die erste Tour mit der Route beginnend in Beilstein. Danach wechselten wir aber zur zweiten ausgeschilderten Route nach xxxx.

Auch bei dieser Route ist Fahrtechnik gefragt. Ist der Einstieg noch für jeden fahrbar, kommen ab der Mitte der Strecke einige Drops dazu.

Der Einstieg führt einen die idyllischen Weinberge entlang nach oben auf den Berg. Die meiste Zeit wechselt hier der Untergrund zwischen Wiese und Schotter. Oben angekommen geht es mit Vollgas eben durch den Wald. Diese kurzen Antritte, Kurven und Hügel, so etwas macht mir Spaß. Wenn es aber nach unten geht, dann habt ihr wieder feinste Trails und Drops vor euch! Über Baumstämme, selbst gebaute Sprünge oder auch Steine, springt ihr Stück für Stück ins Tal.

Auf dieser Strecke steht das Bild, das dieses Jahr zum Internethype geworden ist. Die Trailsurfers legen nämlich sehr viel Wert auf den Naturschutz, deshalb sind nicht alle Strecken zu allen Jahreszeiten befahrbar. Klar gemacht haben sie dies durch ihr Schild -> Don´t fuck the fuckers.

Dieses Schild wurde rund um den Globus geteilt und wurde zum richtigen Hit.

Im Tal schließt ihr euren Tag mit einem besuchen beim Winzer ab. Giulio und ich haben den Familien Betrieb Sankt Annagarten besucht. Der Wein war himmlisch, und die beiden Besitzer wahnsinnig sympatisch. Wir haben uns gleich wirklich wohl gefühlt. Es war eine tolle Atmosphäre dort, die beiden haben dem Wein eine Geschichte gegeben und allein dadurch wurde der Wein zu etwas ganz besonderem!

Ich möchte euch mit diesem Beitrag alle ermuntern, euch die Trailsurfer einmal genauer anzuschauen. Und ihnen im nächsten Frühjahr einen Besuch abzustatten. Falls euch das Engagement und das Video genauso gefallen haben, dann gebt eure Stimme dem Verein.

Die Abstimmung findet ihr hier

Die Homepage der Trailsurfer findet ihr hier

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