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Urlaub in Deutschland: Aktivurlaub und Entspannung im Westerwald

2. Juni 2022

Radfahren und Wellness in Hachenburg.

Anzeige. Urlaub in Deutschland ist wieder in! Ein Urlaub im Westerwald bietet vielfältige Attraktionen und Möglichkeiten zu Aktiv- und Entspannungsurlaub, zum Radfahren und Wandern.

Urlaubsregion Westerwald: Östlich von Bonn, zwischen Siegen und Koblenz, liegt inmitten des Westerwaldes unser Urlaubsort Hachenburg. Nur etwa 60km von Bonn entfernt erwarten uns im rheinischen Mittelgebirge idyllische Natur und Ruhe. Natürlich haben wir unsere Fahrräder mit dabei und einiges geplant!😊

Fahrradfahren am Dreifelderweiher

Ausflug zur Westerwälder Seenplatte

Ausgestattet mit unseren Mountainbikes, Wanderrucksack und festem Schuhwerk erreichen wir zur Mittagszeit den Westerwald. Erster Halt ist das „Haus am See“ (der Name ist Programm) direkt am Dreifelder Weiher. Bei durchgehend warmer Küche essen wir mit 1A Seeblick einen Elsässer Flammkuchen – typisch für Rheinland-Pfalz – und leckeren Fisch mit hausgemachtem Kartoffelsalat. Zum Nachtisch gibt es noch frische Waffeln, im Urlaub darf man das!😉

Speisekarte Haus am See. Steinebach
Waffel und Lagebesprechung, Dreifelderweiher

Nach der leckeren Stärkung sind wir gut angekommen und wollen natürlich direkt los, die Gegend erkunden. Das machen wir selbstverständlich am liebsten mit dem Rad!

„Radrundweg Seenplatte“: 20km und 225Hm

Startpunkt Seen Runde

Geplante Strecke ist der 20 Kilometer lange „Radrundweg Seenplatte“, vom Hotel in Hachenburg ca. 10km entfernt. Los geht unsere Radtour direkt vom „Haus am See“ auf dem offiziellen Radrundweg um den Dreifelder Weiher, den Mittelpunkt der Seenplatte. Die im Mai frisch blühenden, den weiherartigen See umgebenden Laubbäume sorgen für frühsommerliche Stimmung entlang des gesamten Radweges, der auch von Familien mit Kindern entspannt absolviert werden kann.

Wechselnd zwischen Asphaltwegen, schmalen und kaum befahrenen Landstraßen, Forst- und Waldwegen, nehmen wir den abwechslungsreichen und gut ausgeschilderten Rundweg unter die Stollenräder. Ein Highlight für Kinder stellt sicher auch der Abenteuer-Waldspielplatz dar! Hier kann man mit Kindern sicher den ganzen Tag verbringen, inklusive Grillstelle.

Abenteuer Spielplatz

Wir sind dafür etwas zu alt und fahren weiter am Wasser entlang, relativ eben mit wenigen und sehr flachen Anstiegen, die für Jung und Alt gut geeignet sind – auch ohne E-Bike.

Ein besonderes Highlight ist für uns der Skulpturenpark, der sich super in die Runde integrieren lässt. Besonders toll hat uns die Schlange gefallen.

Nach gut einer Stunde Fahrtzeit und einer sehr entspannten und entspannenden Tour erreichen wir mit 225 Höhenmetern auf unseren Tachos wieder den Ausgangspunkt am Haus am See.

Dreifelder Weiher

Ich entscheide mich, auch noch die übrigen knapp 10 Kilometer zum Hotel mit dem Rad zu fahren. Sandro bringt das Auto und unser Gepäck 😀

Blöderweise erleidet meine Federgabel auf den letzten drei Kilometern einen Defekt, der sich ohne Werkzeug nicht beheben lässt. Nach kurzer Rücksprache mit unserem Mechaniker kann aber nichts passieren und so fahre ich weiter, nur eben tiefergelegt 😊

Unsere Base: Das Parkhotel Hachenburg mit Wellness-Bereich

Fast gleichzeitig treffen wir im Parkhotel Hachenburg ein, das ruhig gelegen mit schöner Parkanlage direkt vor dem Hotel aufwartet. Östlich des Hotels befindet sich unmittelbar die sehenswerte und fußläufig zu erreichende Altstadt, westlich davon blicken wir aus unserem Zimmer über die Weiten des Westerwaldes. Die Parkanlage mit der unverbaubaren Aussicht lassen die äußerst zentrale Lage nicht erwarten und lädt zur Entspannung ein. Für unsere Fahrräder gibt es extra einen abschließbaren, videoüberwachten Fahrrad-Raum.

Parkhotel Hachenburg

Im sehr schönen Hotel-Restaurant ist es auch schon Zeit zum Abendessen: Es gibt Buffet und somit ist für jeden etwas dabei! Besonders empfehlen können wir den zarten Kassler Braten und die würzigen Kartoffel-Wedges.

Auf einen Drink zieht es uns noch in die Lobby-Bar des Hotels, ehe wir den gelungenen Abend entspannt im Wellnessbereich ausklingen lassen.

Cocktail Hachenburg parkhotel
Zimmer Hachenburg parkhotel

Radrundweg Hachenburger Westerwald: 75 km, 1281 Hm

Mit etwas müden Beinen der hinter uns liegenden intensiven Trainingswoche steht uns die „Königsetappe“ unseres Kurztrips am zweiten Tag bevor. Sandro absolviert dennoch bereits um sieben Uhr seine ersten Bahnen im 13 Meter langen Hotelpool. Den Radrundweg um den Hachenburger Westerwald planen wir als Tagestour.

Parkhotel Hachenburg Schwimmbad

Der Start erfolgt nach ausgiebigem Frühstück kurz vor 11 direkt ab dem Hotel, vorbei an der malerischen Altstadt mit Einrollen runter zum Bahnhof. Nach dem Ende des Wohngebietes erreichen wir einen kleinen Bach, an dem wir zunächst unter grünem Blätterdach entlangfahren, ehe uns die ersten Anstiege erwarten. Keine extremen Steigungen, eher ein mäßiges, dafür konstantes Bergauf.

Bach in Hachenburg

Trotz der Mittelgebirgslage des Westerwaldes bewegen wir uns auf unserer heutigen Tour auf Höhen um zwischen 300-500 Metern, spürbar auch am Wechsel von Laub- und Nadelbäumen. Immer wieder passieren wir kleine Orte und Dörfer mit Fachwerkhäusern und rheinland-pfälzischen Baustilen, dazwischen weitläufige Wiesen und Felder, gepaart mit Waldpassagen. Wer Ruhe sucht, wird hier fündig!

Hachenburg Radtour

Unsere Mittagspause haben wir ziemlich genau bei der Hälfte der Tour in der „Hammermühle“ geplant. Nachdem wir die 35 Kilometermarke überschreiten, stellen wir jedoch fest, dass wir diese offenbar schon verpasst haben. Schade, ich hatte mir schon vorab ein Essen ausgesucht 😀  

Da uns noch einiges an Strecke bevorsteht, entscheiden wir uns gegen eine Umkehr und fahren wie geplant und als GPX-Datei auf unseren Sigma-Fahrradcomputern als Navigationsunterstützung aufgespielt, den Radrundweg weiter. Anstatt Mittagessen gibt es einen Dextro Energy Riegel. Mehr als die Hälfte der angegebenen Höhenmeter liegen hinter uns, die zweite Hälfte wird flacher.

Gegen 15 Uhr holt uns nach mehr als 62km doch der Hunger ein und wir erreichen zufälligerweise einen kleinen Imbiss am Straßenrad. Hier bekommen wir vielleicht nicht das nahrhafteste Essen, dafür aber Tipps für Sehenswürdigkeiten von einheimischen Radfahrern. Dazu eine kühle Fanta und Spezi und schon sind wir bereit für die finalen Kilometer.

Radtour Hachenburg

Hindurch zwischen hohen Gräsern, vorbei an vielen Pferde- und Bauernhöfen, erreichen wir bekannte Streckenabschnitte vom Vortag im Umfeld des Dreifelder Weihers. Unsere Tour führt uns weiter hinauf nach Alpenrod. Auf über 500 Metern Höhe erreichen wir den höchsten Punkt der Verbandsgemeinde Hachenburg. Hier treffen Motorradfahrer auf Radler und Wanderer. Neben gut besuchtem Biergarten befindet sich hier auch ein Aussichtsturm mit 30 Meter hoher Aussichtsplattform. Von dort aus geht es fast nur noch Bergab, zurück zum Parkhotel.

Nach rund 4.5 Stunden Fahrzeit kommen wir müde und voller Eindrücke wieder im Hotel an.

Alpenrod Aussichtspunkt

Abendessen in der urigen Hachenburger Altstadt

Hachenburg ist nicht nur ein staatlich anerkanntem Erholungsort, sondern übrigens auch das heimliche Kulturzentrum des Westerwaldes. Am „Alten Markt“, einer rechteckigen Anordnung von Fachwerkhäusern mit in der Mitte befindlichem Marktbrunnen aus dem 17. Jahrhundert, kehren wir ein in den urigen Kronenkeller. Ritterschwerte und Holzvertäfelungen zieren hier die Wände, herzhaft zubereitete Speisen komplettieren das kulinarische Erlebnis.

Spaziergang Hachrnburg

Mit vollem Magen und wieder aufgefüllten Energiespeichern steuern wir erneut die Lobby-Bar und den Wellnessbereich unseres Hotels an. Im unteren Innen- und Außenbereich findet eine Hochzeit statt, sodass auch wir bei Live-Musik den Abend ausklingen lassen können.

Die Krone in Hachenburg, war an dem Samstagabend komplett reserviert. Wer sich auf sein Abendessen in der Krone freut, sollte deshalb am besten vorab reservieren.

Essen Krone Hachenburg

Wandern im Westerwald

Am dritten Tag lassen wir die Fahrräder im Keller und schnüren die Wanderschuhe! Zur Auswahl stehen drei ausgeschilderte Wanderrouten, blau, orange, rot, mit unterschiedlichen Distanzen. Wir wählen die rote Route mit 8 Kilometern.

Die Routen heißen Löwenspur, und sind dementsprechend mit Löwentazen markiert.

Löwenspur rot Hachenburg

Die Wanderung durch den Westerwald startet wieder direkt im Park des Hotels. Erneut geht es in Richtung Altstadt und durch das Wohngebiet, ehe wir die entlegenen Wälder erreichen. Nach etwa drei Kilometer sehen wir eine Kneippanlage, die heute leider ohne Wasser ist. Auf die kühle, aktive Regenration hätten sich unsere Beine sicher gefreut.

Hachenburg

Die Wanderoute führt immer wieder zwischen Wäldern und Feldern, nur ganz selten treffen wir auf andere Menschen. Ist ja aber auch erst kurz nach 7 an einem Sonntagmorgen. Die Luft ist dafür umso erfrischender und außer Vogelgezwitscher und einem leichten Wind ist nichts zu hören.

Nach dem „Andachtwald Hachenburg“ führt uns unsere Route auf den Rückweg nach Hachenburg. Relativ nah zum Ort treffen wir nun auch auf ein paar Joggerinnen und Spaziergänger mit Hunden. Vor dem Ende der acht Kilometer führt unser Weg noch vorbei am Landschaftsmuseum, von dem man Teile auch von außen sehen kann.

Stadt Hachenburg Wald

Wir müssen leider zurück zum Hotel, um auszuchecken. Kurz vor 11 noch schnell einen zweiten Kaffee am Frühstücksbuffet genießen und dann heißt es, Koffer packen. Freundlicherweise dürfen wir aber auch nach dem Checkout noch ein letztes Mal den Wellnessbereich nutzen und unsere letzten Bahnen im Pool ziehen, ehe wir das Parkhotel Hachenburg verlassen und uns auf den Weg zum Pumptrack begeben.

Himmel Hachenburg

Pumptrack Hachenburg

Ein Pumptrack ist eine spezielle angelegte Mountainbikestrecke, zumeist mit eng aufeinanderfolgenden „Wellen“, die man im Idealfall ohne Treten durch Auf- und Ab- Bewegungen absolvieren kann.

Der Pumptrack Hachenburg bietet gleich zwei nebeneinanderliegende Pumptracks, einer mit kleineren, eng beieinander liegenden Wellen und ein größerer. Wir starten mit der kleinen Runde und wechseln dann auf die große, wo bereits ein paar Jungs ihre Runden drehen.

Pumptrack Hachenburg

Das war unsere letzte sportliche Aktivität im Westerwald und wir begeben uns zum Abschluss noch ein letztes Mal zum Alten Markt, um im Flammkuchenrestaurant „La Flamme“: Flammkuchen zu essen 😀 Super lecker und direkt aus dem Holzofen!

Flammkuchen la Flamme

Sportlich und kulinarisch ein sehr gelungener Kurztrip in den Westerwald, oder wie es hier heißt, „auf dem Westerwald“.

„Hui. Wäller? Allemol.“!

Weitere Informationen gibt es auf der Seite des Westerwaldes.

Amstel Gold Race – Tour Edition 2022

11. April 2022

Das Ergebnis nach 100 Kilometer durch die wunderschöne Niederlande.

Am 10.04.2022 startet die Profi Elite auf dem Rennrad beim legendären Amstel Gold Race.

Doch auch wir Hobby Biker haben die Möglichkeit, Teile der Strecke zu erkunden. Zwischen 65 Kilometern und 240 Kilometern standen zur Auswahl, die alle TeilnehmerInnen in flexiblen Startzeiten erfahren dürfen. Zwischen 8:30 und 11 Uhr konnte jeder seine eigene Startzeit bestimmen.

Durch meinen langjährigen Sponsor Elite Italy erhielt ich die exklusive Möglichkeit, zwei Sponsoren-Startplätze über Elite und Shimano zu erhalten. Shimano gehört zu den Hauptsponsoren des Amstel Gold Race!

Sandro war wie immer 😉 für die kürzeste Distanz mit 65 Kilometern; ich dagegen wollte gerne die 125 Kilometer fahren. Demnach einigten wir uns auf die 100 Kilometer Strecke. Und der Roadtrip ging los.

Ausgestattet mit dem besten Equipment von Elite natürlich: Mit dem Radträger Monte Ramp, den Fly Bottles für ein möglichst leichtes Bikesetup und die Carbon Flaschenhalter Vico, welche bald durch die glitzernden Vico Glam ersetzt werden.

Um den Stress etwas zu reduzieren, ging es für uns am Vortag bis nach Aachen in ein Hotel. Von dem Hotel bis nach Valkenburg bei Limburg waren es lediglich 25 Minuten mit dem Auto. Und so ging es nach einem ausgiebigen Hotelfrühstück mit leckeren frischen Waffeln auf zum Shimano Experience Center in Valkenburg, in welchem die Startnummernausgabe stattfand. #wafflesmakemefast

Der Morgen begann mit strahlendem Sonnenschein während dem Frühstück. Dies änderte sich schlagartig, als wir aufbrachen und es begann ein Unwetter mit einem Gemisch aus Hagel und Schnee. Die Temperaturen fielen auf einen Schlag bis auf 0 Grad. Der Blick von Sandro sagte mir bereits, dass seine Teilnahme auf der Kippe stand 😉

Auf dem Weg nach Valkenburg änderte sich das Wetter jedoch genauso schnell wieder zum Positiven. Bei Ankunft auf dem Parkplatz waren es immerhin 4 Grad und Sonne. Damit sah alles schon viel besser aus! Die Wetterapp versprach nur noch einen kleinen Regenschauer um 11 Uhr. Kleiner Spoiler am Rande, das war eine fette Lüge.

Da wir kurz vor Ende der Startnummernausgabe ankamen, war die Akkreditierung tiefenentspannt. Zusätzlich zu der Lenkernummer und der Rückennummer, gab es einen Sticker mit den kommenden „Bergen“. Allerdings ist dieser Begriff für jemanden, der aus Süddeutschland kommt, doch sehr flexibel gewählt, da es sich bei den bezeichneten Bergen meist um 500-700 Meter lange Rampen mit ungefähr 10% Steigung handelte.

Als wir über die Startlinie rollten, war um uns herum gähnende Leere. Nach einem stimmungsvollen Start mit lauter Musik und dem üblichen Rennzirkus, trafen wir auf den ersten Kilometern nur vereinzelt FahrerInnen und ich hatte schon ein bisschen Sorge, die ganzen 100 Kilometer ohne Gruppe fahren zu müssen. Dies bewahrheitete sich später auch, machte trotzdem riesen Spaß😉

Die ersten 2 Kilometer verliefen komplett durch die Stadt, was etwas schwierig war, da die Straßen relativ eng gebaut und nicht für den Autoverkehr gesperrt waren. Nachdem wir dies allerdings geschafft hatten, bogen wir auf den ersten Radweg ab und trafen die ersten Radgruppen. Die Stimmung war überall sehr gut und so stieg meine Freude über den Tag noch mehr.

Bereits nach 5 Kilometern sahen wir die ersten Radler in einem Café eine Pause machen und wortwörtlich die Füße hochlegen. Das fanden wir doch sehr lustig! Nach dem darauffolgenden Anstieg ging es die ersten Kilometer bergab. Einige Kilometer führten durch die typisch niederländische Natur. Was mir hier besonders gefallen hat, war diese grüne Landschaft.

Genau wie meine Wahlheimat im Osten von Deutschland, war die Landschaft sehr weitläufig und nicht so verbaut. Dazu wenig Autoverkehr.

Nachdem wir die nächste Stadt erreicht hatten, zeigte sich die Radinfrastruktur in den Niederlanden von ihrer besten Seite. Von da an ging es quasi konstant 90 Kilometer bis zum Ziel über breite und beste Radwege. Meistens sogar inklusive Mittellinie.

Die Häuser unterschieden sich doch sehr stark zu Deutschland. Selbst gegenüber Norddeutschland sind hier fast alle solch klassische Steinhäuser mit Vorgarten, inklusive eigener Hühner, Schweine, Schafe oder anderen Tieren. Das sah wirklich hübsch aus, generell wirkte alles sehr ländlich und entspannt.

Nach und nach konnten wir immer mehr FahrerInnen einsammeln und um uns herum wurde es immer lebhafter. Was mich besonders freute: Es waren super viele Frauen dabei! Ich glaube, ich habe noch nie ein Rad-Event mit so vielen Frauen gesehen.

Vor der ersten Verpflegungsstation wartete ein besonderes Highlight. Wir fuhren direkt am Flughafen Maastricht/Aachen entlang. Es schien reger Betrieb zu sein, über uns mehrere Maschinen, direkt neben der Strecke der Flughafentower.

Über eine spezielle Radfahrer-Brücke führte die Strecke weiter zur ersten Verpflegung bei Kilometer 35. Die erste Verpflegungsstation haben wir ausgelassen, da es sich nicht gelohnt hätte. Wir haben bisher jeder eine große Fly Bottle mit Wasser und Iso getrunken und uns mit einem Dextro Energy Riegel verpflegt.

Bis zu diesem Zeitpunkt sind wir immer noch allein unterwegs gewesen, das änderte sich aber hier. An der Verpflegungsstation standen und saßen mehrere hunderte Leute. Dementsprechend wurde es dann sehr voll auf der Straße im weiteren Rennverlauf. Vorne, hinten, links und rechts, die Straße war voller gutgelaunter RadlerInnen. Auf der kommenden Abfahrt war dies gar nicht so einfach. Da der Radweg nur Platz für eine radfahrende Person bot und wir zu dieser Zeit meistens mindestens 3 RadfahrerInnen in Windkante und in der Gruppe waren.

Durch die Abgrenzungen zum Autoverkehr musste man hier wirklich aufpassen und durchgehend Handzeichen geben, damit sich keiner verletzt. Die wenigen entgegenkommenden Autos machten das ganze nicht leichter.

Am nächsten Berg war dann wirklich Highlife. Hier wären wir am liebsten auf die Straße ausgewichen. An diesem Streckenabschnitt konnte man nur das Beste daraus machen und den Berg zur Erholung nutzen.
Allerdings sahen das nicht alle so. Oben war ein reinstes Spektakel an pausierenden Radfahren. So etwas haben wir noch nie gesehen. Dies zog sich über jeden Berg durch und war super interessant anzusehen 😊 Es ist einfach toll, dass immer mehr Menschen das Radfahren für sich entdecken und es einfach machen!

Da die Straße oben wirklich komplett frei war und niemand in Sichtweite, nutzten wir den Moment, um auf der Straße an der Menschengruppe vorbei zu radeln.

Mittlerweile hatten wir ungefähr die Hälfte des Rennens hinter uns und das Wetter hatte sich bisher von seiner schönsten Seite gezeigt. Und das änderte sich wieder einmal abrupt. Strömender Regen durchweichte uns in wenigen Minuten. Leider wurde es dementsprechend auch deutlich kälter und wir versuchten, die Stimmung weiterhin oben zu halten. Immer noch ohne passende Gruppe unterwegs, konnten wir die langen ebenen Flächen natürlich nicht zu 100% nutzen. Die Hackordnung war deshalb, wie immer, viel nebeneinander zum Unterhalten, oder ich hinten und Sandro vorn.

Nachdem wir unzählige Platte und Defekte gesehen hatten, folgte nun leider auch der erste Verletzte. Gute Besserung! Amateurevents werden leider oft sehr waghalsig angegangen.

Wenige Kilometer später gab es eine stillstehende Radschlange. Da ich keine Ahnung hatte, auf was wir warten, stellte ich mich einfach brav in die Reihe. Des Rätsels Lösung war eine Kfz-Durchfahrtssperre, die es einzeln zu umgehen ging. Dadurch gab es einen enormen Stau. Zum Glück hatten wir es nicht eilig und konnten es ganz entspannt sehen, sowie einen weiteren Riegel essen.

Wenige Kilometer später erreichten wir dann die zweite Verpflegungsstation. Die Niederländer sind bei Radevents auf einem ganz anderen Level unterwegs 😉 Die Verpflegungsstation hatte einen DJ! Komplett in einem Glitzeranzug gekleidet, schallten die neuesten Hits durch den Ort. Die Auswahl an Snacks war riesig, von Obst über belgische Waffeln, bis hin zu Haribos. Hier gab es wirklich für jeden etwas. Durch einen erneuten Wetterumschwung war es jedoch ziemlich kalt und wir machten uns direkt wieder auf den Weg.

Die zweite Verpflegungsstation bedeutete für uns, 64 Kilometer von 100 liegen hinter uns. Fünf Berge noch zu fahren. Durch immer wiederkehrende kurze Schauer, war es höchste Zeit, sich auf den Rückweg zu machen.

Nach der zweiten Verpflegung kamen Stück für Stück immer mehr Strecken zusammen und das Gewusel an RadfahrerInnen wurde immer wilder. Kein Wunder; welche Country-Touren-Fahrt hat ansonsten 15.000 (!) TeilnehmerInnen?

Durch die vielen Radfahrenden verlangsamte sich das Tempo noch einmal, dafür wurde es laut und lustig! Am Fromberg war eine richtige Party und an die Hundert zuschauende Fans. 

Noch schnell ein Dextro Energy Gel, um die letzte Stunde von vier auch noch erfolgreich hinter uns zu bringen.

Und dann erwartete uns auch schon in die letzte Abfahrt, von Fahren waren wir hier allerdings weit entfernt. Es war ein Pulk von mehreren hundert Radfahrenden. Und wie es kommen musste, schaffte es eine Frau vor Sandro leider nicht, rechtzeitig aus dem Pedal auszuklicken und verursachte einen Dominoeffekt mit den Fahrern um sie herum. Da Sandro schnell reagierte und auf den Bordstein auswich, blieb er unversehrt.

Leider nicht sein Vorderrad 😉 Und so absolvierte er die letzten 2 Kilometer mit einem Plattenreifen. Da es nur noch den 13% steilen Cauberg und die Zielgerade zu absolvieren galt, war das auch mit plattem Reifen einigermaßen möglich. Und einmal selbst über die legendäre und zuschauerüberflutete letzte Steigung und Zielgerade des Amstel Gold Race zu fahren, ist ein ganz besonderes Erlebnis!

Wie immer, haben wir erneut ein tolles Abenteuer erlebt! Ich freue mich auf die ersten Radrennen in diesem Jahr. Für mich stehen an:

16.04.2022 Asch in Tschechien, XCO

23.04.2022 MTB Marathon Heubach

07.05.2022 Gonso Classic Albstadt

19.-25.06.2022 Tour Transalp, Rennrad (Mixed Team + Sandro)

03.-09.07.2022 Bike Transalp, Mountainbike (Mixed Team + Sandro)

Trainingslager auf dem Rennrad 2022 – Quer über Gran Canaria

5. April 2022

8 Tage mit Rennrad auf den Kanaren.

Mitte März in Deutschland und das Wetter zeigt sich von seiner sonnigsten, aber auch kältesten Seite. Die Trails in Albstadt sind bereits ein Traum. Der Wadenbeißer in Albstadt ist schon offen und die Spitzkehren können in Angriff genommen werden. Die Trails sind trocken durch den wenigen Regen und ständigen Wind.

Die Tage werden wieder länger und die Saisonhighlights sind geplant: Die Bike Transalp, die Tour Transalp, und mehrere Marathons stehen dieses Jahr auf der Liste.

Für die langen Touren müssen weitere Kilometer gesammelt werden. Das war dieses Jahr auf Gran Canaria geplant. Gemeinsam mit Kerstin Kögler und Silke von Wheelsports ging es für mich ab Stuttgart mit dem Flieger in 4 Stunden 10 Minuten auf die Insel.

Die Entscheidung für Gran Canaria und gegen Mallorca haben wir keine Minute bereut! Während es auf Mallorca ziemlich unbeständiges Wetter zu unserer Zeit hatte, hatten wir schön Wetter Garantie.

Gran Canaria Rennrad fahren

Gran Canaria gehört zwar zu Spanien, liegt aber geografisch auf Höhe von Afrika. Dadurch ist das Wetter recht beständig und die Sonne zeigt sich bereits im März von ihrer schönsten Seite. Laut Wetterbericht sollten wir konstant 20-22 Grad vor Ort haben. Allerdings wurden wir vor Ort positiv überrascht und hatten zum Teil bis zu 26 Grad!

Zum Radfahren war das Wetter optimal, unsere Touren starteten täglich gegen 9:30 Uhr und wir konnten direkt mit Trikot und Hose in kurz-kurz unsere Tour starten. Für die Abfahrten steckten wir noch eine Windweste ins Trikot. Durch den frühen Start konnten wir die Tage jeweils danach am Pool oder am Strand ausklingen lassen.

Für unsere Unterkunft entschieden wir uns für die Playamar Bungalows am Playa del Ingles. Da es für mich das erste Mal auf dieser Insel war, war ich sehr glücklich, Silke mit dabei zu haben, die quasi heimisch auf der Insel ist. Der Playa del Ingles ist ein super Ausgangspunkt für alle Radfahrer, da man schnell aus der Stadt draußen ist und die Berge in Angriff nehmen kann.

Die Vulkaninsel ist meiner Meinung nach perfekt zum Radfahren geeignet. Die Natur ist unglaublich schön und dazu auch noch abwechslungsreich, Autofahrer sind sehr an Radfahrer gewöhnt und meistens wird man mit mehr als 2 Metern Abstand überholt. Außer es sind Touristen …

Die Insel Gran Canaria ist die 3. größte Insel der Kanaren. Zu den Kanaren gehören unter anderem Teneriffa, Lanzarote und la Palma. Geografisch liegen sie auf Höhe von Afrika.

Geografische Ansicht Kanaren

Generell hat es auf der Insel in den Bergen aber sehr wenige Autos und man kann die Fahrt einfach genießen. Egal ob kurze oder lange Runden, hier ist alles möglich. Auf jedem Gipfel wartet ein Imbisswagen mit leckerer kalter Fanta, Obst und sonstigen frischen Snacks. Auch Cafés sind in ausreichender Anzahl vorhanden.

Egal ob schnell oder langsam, Bergfloh oder Rennhummel, hier kommt jeder auf seine Kosten. Und von Tag zu Tag wird es ja auch leichter 😉 Dafür ist man schließlich hier.

Tag 1 – Die Ankunft auf Gran Canaria

19,11 km; 182 hm

Nach einer extrem kurzen Nacht ging es für Kerstin und mich um 3 Uhr morgens ab nach Stuttgart an den Flughafen. Dort haben wir uns mit Silke getroffen. Durch die frühe Abflugzeit von 6 Uhr, Wochentag und keine Ferien, war der Flughafen ziemlich ausgestorben. Dadurch hatten wir extrem viel Zeit und konnten noch entspannt einen Kaffee trinken und die Ruhe vor dem Flug genießen.

Durch die Zeitverschiebung von Minus 1 Stunde zu deutscher Zeit und einem überpünktlichen Eurowings Flug, waren wir bereits um 10 Uhr vor Ort. Das war super, so hatten wir Zeit und konnten erst einmal einkaufen und auch etwas essen sowie uns an den Pool legen. Gegen 14 Uhr ging es dann los, um die Räder abzuholen. Ungefähr 4 Kilometer zu Fuß, die uns nach dem langen Flug wirklich gut getan haben.

Zwecks Rennräder haben wir uns für Cyclo Gran Canaria, mit dem österreichischen Inhaber Andreas, entschieden. Andreas hatte uns verschiedene Bikes reserviert, inklusive Pedale, bei denen wir anschließend nur noch unsere SQlab Sättel montierten. In der häuslichen Tiefgarage konnten wir die Bikes direkt austesten und kleinere Einstellungen vornehmen.

Am Abend hieß es für mich dann, die Gegend erkunden. Und so machte ich mich allein auf die Socken, um eine Stunde gemütlich durch die Gegend zu rollen.

Gefühlt waren so viele Radfahrer wie Autofahrer unterwegs, die Motivation und die gute Laune waren direkt riesig.

Scott carbon Rennrad

Tag 2 – Hühnerleiter – Mogan – Playa de Mogan – Boot – Puerto Rico – Playa del Ingles

77 km + 1425 Höhenmeter

Der zweite Tag startete für alle sehr früh. Neue Umgebung, neue Betten und Vorfreude. So richtig gut schlafen konnte in dieser Nacht niemand. Macht aber nichts, wir freuen uns alle auf den großartigen Tag, der vor uns liegt.

Bevor wir uns gemeinsam auf das Rad schwingen, starten wir mit einem Body und Brainfit mit Kerstin. Dabei erfahren wir am eigenen Körper, wie wir unseren Körper positiv beeinflussen können, um beweglicher und leistungsfähiger zu werden. Mit kleinen Übungen erweiterten wir spürbar unseren Bewegungsradius.

Vor der heutigen Tour hatte ich großen Respekt, so war es doch schon einige Monate her, dass ich über 1000 Höhenmeter in meiner Tour hatte.

Der Anfang war auch ziemlich holprig. Der Berg setzte mir ordentlich zu und ich brauchte immer wieder eine Pause. Die Aussicht war wirklich ein Traum, aber der Berg wurde immer steiler und steiler.

Team Bild Rennrad Gran Canaria

Als wir die sogenannte Hühnerleiter erreicht hatten, habe ich auch den Namen verstanden. Die Straße hatte wirklich sehr sehr viele Schlaglöcher 😉 Sobald wir oben waren, war aber sowieso alles vergessen und nur noch eine traumhafte Aussicht in Sicht. Serpentine für Serpentine schlängelten wir uns nach unten nach Mogan. Am Hafen von Mogan kannte Silke ein sehr kleines und superleckeres Restaurant. Bei bestem Wetter haben wir uns in die Sonne gesessen und unser erstes Bocadillo der Woche gegessen.

Bocadillos werden dort wie bei uns Sandwiches gegessen. Meist ist darauf Serano-Schinken, Käse und Tomaten. Von Restaurant zu Restaurant unterscheidet sich dies allerdings.

Nach der kleinen Pause ging es für uns auf den Rückweg. Mit dem Boot.

Fähre nach Puerto Rico

Aufgrund einer abgebrochenen Straße fuhren wir mit der Fähre von Mogan nach Puerto Rico. Die Überfahrt betrug nur ca. 15 Minuten, danach ging es für uns mit den Rennrädern auf direktem Weg zurück an unseren Playa del Ingles.

Die Abende verbrachten wir immer mit gemeinsamem Kochen und Zeit am Pool.

Selfie Fähre

Tag 3 – San Bartolomé de Tirajana – Mojones – Santa Lucia de Tirajana – Juan Grande

74,19km; 1427hm

Der dritte Tag stand uns bevor und die Beine machten sich bereits bemerkbar. Wieder stand ein Tag mit vielen Höhenmetern und einigen Stunden im Sattel an.

Das Ziel für das heutige Bocadillo war in San Bartolomé. Ein kleines Dorf mit vielen Einkehrmöglichkeiten für Touristen wie uns.

Die Insel war heute bereits wieder überschwemmt mit Radfahrern, ein wirkliches Paradies. Auch das Wetter zeigte sich erneut von seiner schönsten Seite.

Bis auf 26 Grad stieg das Thermometer, kaum Wolken und wenig Wind.

Wie auf Gran Canaria üblich, ist der einzige Weg zum Ziel: Steil 😀

Getreu dem Motto „steil ist geil“, war es eine wunderschöne Anfahrt nach San Bartolomé. Endlose Serpentinen, kleine Cafés am Straßenrand und eine atemberaubende Landschaft!

Landschaft gran Canaria

Der Ausblick war so schön, da war das Leiden auf dem Fahrrad sofort vergessen.

Gestartet sind wir in einer sehr steinigen und wüstenartigen Landschaft. Dies änderte sich sofort mit Erreichen des höchsten Punktes. Oben war es sehr grün und fast schon waldig. Die ständigen landschaftlichen Veränderungen machten die ganze Tour sehr kurzweilig.

Die Verpflegung ging ich jeden Tag ähnlich an. Eine große Flasche und eine kleine Flasche ISO von Dextro Energy, sowie die Riegel mit Peanut Salty Geschmack, ab Überschreiten von einer Stunde Trainingszeit.

Nach dem Beenden der Tour sofort ein Dextro Energy Protein Shake. Mittlerweile bin ich ein großer Fan von veganem Proteinpulver. Auch wenn ich mich nicht vegan ernähre, regeneriert mein Körper deutlich schneller mit veganem Protein.

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Dextro Energy Riegel

Nach 1,5 Stunden Serpentinen gab es zur Stärkung ein Bocadillo und Wassernachschub.

Auch das heutige Bocadillo war wieder sehr lecker. Für Kerstin und Silke gab es als Vorspeise noch gesalzene grüne Paprikas.

Nach der Mittagspause wurden wir mit einer entspannten Abfahrt ins Tal belohnt. Auf Gran Canaria sollte man unbedingt immer eine Windweste im Gepäck haben für die langen Abfahrten. Gerade wenn man bergauf durch die hohen Temperaturen schwitzt, ist es mit Weste doch um einiges angenehmer.

Hinab durch das Tal schlängelten wir uns Stück für Stück zurück an die Küste, um dann vom Flughafen zurück Richtung Maspalomas zu radeln.

Tag 4- Los Palmitos – Ayagaures – Playa del Ingles

34,33 km; 535 hm

Am Morgen des vierten Tages fühlte ich mich sehr erschöpft. So beschloss ich, eine kleine Runde wäre ausreichend für heute.

Mein Hunger wurde von Tag zu Tag größer. Die Müslischüssel wurde von Tag zu Tag voller und immer mehr Riegel wurden während der Fahrt gegessen. Langsam merkte ich auch, dass ich trotz aller Anstrengung nicht ausreichend getrunken hatte. So aus dem Winter kommend, ist es mir schwergefallen, direkt wieder so viel zu trinken, wie ich ausgeschwitzt habe.

Obwohl das Iso-Pulver wirklich frisch und lecker schmeckt, habe ich es schlichtweg vergessen.

Allgemein fühlte ich mich auf dem Rad aber durchweg Stück für Stück wohler und es machte mir große Freude. Allerdings wusste ich auch, wie viele Tage mir noch bevorstehen und ich wollte nicht überziehen.

Nach dem letzten Trainingslager auf Mallorca war ich über eine Woche komplett platt. Diesmal musste ich direkt am Tag nach dem Heimflug arbeiten und konnte mir so etwas nicht erlauben.

Landschaft gran Canaria

Die Kaffeerunde war wie immer von Silke super geplant. Und so wurden wir für unseren Willen mit einem großen Stück Kuchen direkt am Wasser belohnt.

Die Runde bleibt mir immer noch sehr in Erinnerung, weil sie besonders schön war. Die Serpentinen waren ein Traum und die Straße zurück hat sich angefühlt, als fährt man über den Wolken. Links und rechts ist nur ein steiler Abhang und kein Land. Nur diese eine Straße. Traumhaft!

Tag 5 – Ruhetag – Pizza, Pasta und Dünen

Endlich Ruhetag. Dank meinem SQLab Sattel hatte ich keine Gesäßschmerzen,aber der ganze restliche Körper hatte definitiv genug :D. Da wir aber noch ein paar Tage vor uns hatten, beschlossen wir, einen kompletten Ruhetag einzulegen. Mit einer Schwimmeinheit, einigen Kilometern spazieren und leckerem Soulfood! Da wir die restlichen Tage selbst gekocht haben, auch eine willkommene Abwechslung.

Tag 6 – Queen Stage – San Bartolomé – Pico de las Nieves-Valle de los nueve – Telde – Agüimes – Santa Lucia

114,84 km; 2729 hm

„Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.“

Der Tag startete super schön wie immer. Die Sonne zeigte sich bereits früh und wir drei haben unser gemeinsames Frühstück genutzt, um zusammen den Tag zu planen. Auf den Gipfel wollten wir heute. Allerdings war mein Körper doch schon sehr mitgenommen durch die vielen Radtage und ich beschloss, eventuell abzukürzen.

Start war in Richtung San Bartolomé, das kannte ich bereits. Das Wetter zeigte sich auch im weiteren Verlauf erneut von seiner besten Seite. Viel Sonne und wenig Wind. An unserem bereits bekannten Café in Fataga gab es nach 1,5 Stunden die erste Pause.

Daraufhin beschlossen wir, uns zu trennen. Ich wollte bis San Bartolmé fahren und dann zurück. Wie es der Zufall manchmal so will, traf ich auf dem Weg dorthin am Berg eine super nette Gruppe von 4 norwegischen Radfahrern. Diese fuhren in einem angenehmen Tempo und so reihte ich mich am Berg ein. Wir gerieten immer mehr ins Gespräch und ich ging schließlich mit ihnen zum Pasta essen. Die Gruppe hatte sich vorgenommen, jeden Tag Pasta Bolognese zu essen und so gab es für mich heute Pasta anstatt Bocadillo. 😉

Nach dem Essen beschloss ich, der Einladung spontan zu folgen und mit ihnen auch weiter bis zum Gipfel zu radeln.

Es war ein großer Spaß. Und wir fuhren gemeinsam Stück für Stück auf den Piko. Sogar über den Wolken waren wir schlussendlich und hatten einen grandiosen Ausblick.

Radfahren verbindet einfach und bringt jede Menge neue Freundschaften. Deshalb liebe ich diesen Sport einfach!

Tag 7 – Roll out – Ready to go home

Lomo Galeon- El Sao – El Horno

47,56 km; 543 Hm

Wie immer, sind 8 Tage viel zu kurz. Morgen schon steht der Abflug an; Zeit, sich von der Insel mit einer letzten Tour zu verabschieden.
Und Danke zu sagen an eine großartige Reisebegleitung durch Silke und Kerstin!

Zum Abschuss gab es noch eine lockere Tour durch das wellige Gelände auf der Suche nach einer Fanta. 😉

Die letzte Runde durch das Gelände war großartig, um noch einmal die tolle Aussicht zu genießen. Das Wasser hat doch eine magische Anziehungskraft.

Die Straße an der Küste bietet einen Kilometerlangen Ausblick auf das tiefblaue Meer.

Alle Touren findest du auf Strava. Für deine Gran Canaria Reise!

Aktivurlaub auf den Kanaren: Sport und Erholung auf Lanzarote

14. März 2022

(ad. Rennrad, Mountainbike, Laufen, Schwimmen, Fitness und Yoga)

Das ganzjährig milde und warme Wetter lockt Sportler wie Urlauber zu jeder Jahreszeit auf die Kanarischen Inseln vor der Westküste Afrikas. Wir sind Ende Februar bis Anfang März auf der zu Spanien gehörigen Inselgruppe unterwegs.

Für uns ist dieser Trip als reiner Urlaub geplant, und nicht als Trainingslager. Das Trainingslager ist für später geplant, wie du später erfährst. Die zwei bis drei Sporteinheiten am Tag sind für uns zum reinen Vergnügen.

Sandro und Lelia im Urlaub

Von Skimarathon zu Sommerurlaub

Am Samstagmorgen stand noch unser erster Skilanglaufwettkampf im Vogtland an, am Sonntag in aller Früh folgte in Berlin der Abflug aus dem winterlichen, kalten Deutschland Ende Februar, ab auf die Kanarische Insel Lanzarote. Die Flugzeit beträgt von unserem neuen „Stammflughafen“ BER Berlin Brandenburg über Stuttgart, Lyon, die Pyrenäen, über Madrid und Portugal nach ACE Acceriffe 4:40 Stunden.

Von minus drei Grad Celsius bei unserer vermutlich letzten Skilanglauf-Einheit im Winter 2021/2022 hin zu über 20 Grad und Sonnenschein – ein angenehmer Kontrast und gute Aussichten für eine optimale Regeneration von den anstrengenden 28 Ski-Kilometern.

Lanzarote Meerblick

Ganzjährig milde und sommerliche Temperaturen

Angekommen in Lanzarote empfängt uns die Insel mit einem kräftigen Atlantikwind und etwas bewölktem Himmel bei angenehmen 20 Grad, dem kältesten Tag der Woche. Die Palmen und die gute Luft lassen direkt Urlaubsstimmung aufkommen. Mit dem Shuttle, einem kompletten Reisebus zunächst nur für uns zwei, werden wir zu unserem Hotel direkt am Meer geshuttlet, wo wir im The Mirador vom überaus freundlichen Personal empfangen werden.

Wir sind bereits zur Mittagszeit vor Ort, bekommen dennoch schon vor unserem Check-In die Koffer abgenommen und kostenlos das Mittagsbuffet angeboten. Mit Blick auf den Pool können wir uns im Restaurant zunächst stärken, ehe wir die Hotelanlage erkunden.

Urlaub the mirador papagayo

Sonnenterrasse mit Meerblick als Yoga-Spot

Besonderes Highlight ist die den Pool mit dem Atlantik verbindende Sonnenterrasse mit Blick auf´s Meer und die Traumstrände der Playa de Papagayo. Diese Sonnenterasse wird unser täglicher Yoga-Spot vor dem Frühstück. Mit einem gut ausgestatteten Fitnessstudio, einem Wellnessbereich, mehreren Bars und einer Poolbar haben wir hier alles direkt vor Ort.

Auch vom Balkon unseres Zimmers haben wir eine wunderschöne Aussicht auf den Hotelpool und das Meer, in dessen Buchten die wechselnd ankernden Segelboote und Yachten zu beobachten sind. Die ruhige Lage des Hotels zwischen den Sandstränden und dem Hafen gefällt uns besonders!

Aktive Insel: Früher Start in den Tag

Der Tag beginnt hier früh mit dem Sonnenaufgang gegen 7 Uhr. Beim Yoga in der aufgehenden Morgensonne kann man mit Blick auf das Meer die vielen und verschiedenen Sportler der Insel beobachten, die bereits ihre erste Laufeinheit absolvieren. Das Rätselraten um die Hauptsportarten der vorbeilaufenden Menschen ergänzt unsere morgendliche Yoga-Routine. Neben Läufern und allgemeinen Hobbysportlern sind insbesondere auffällig viele Triathleten an der Strandpromenade aktiv unterwegs.

Wir starten allerdings mit Dehn- und Stabi-Übungen in den Morgen, verlegen unsere Kraft- und Ausdauereinheiten auf den restlichen Tag. Gerade Dehnen kommt bei uns häufig zu kurz. Umso wichtiger ist es, dass wir Yoga hier auf Lanzarote täglich mit in unseren Tag integrieren. Bei dieser Aussicht fällt das auch nicht besonders schwer 😉

Yoga in der Sonne

Abwechslungsreiche Küstenlinie

Nach unserer Yoga-Einheit freuen wir uns auf das reichhaltige Frühstücksbuffet ab 8 Uhr, ehe wir uns zum Entspannen an den Pool in die Sonne begeben. Das tolle Wetter motiviert zu weiteren sportlichen Aktivitäten und so machen wir uns auf den Weg in Richtung Hafen, wo wir die Bike Rental Shops aufsuchen und die Gegend mit einem gemütlichen Spaziergang an der Promenade entlang erkunden.

Von steiler Steinküste bis zu feinstem Sandstrand wechselt die Küstenlandschaft mehrmals innerhalb weniger Kilometer, was der Region einen besonderen und abwechslungsreichen Charme verleiht. Besonders die weißen Sandstrand-Buchten zwischen den Felsklippen sind super schön anzusehen und laden zum Baden im Atlantik ein.

Wir hatten uns für ein All-Inclusive Hotel entschieden, das ist in dieser Lage aber definitiv kein Muss. Entlang des Wassers laden zahlreiche Bars und Restaurants zum verweilen ein. Landestypisch mit vielen Meeresfrüchten und Reis.

Früchte und Gemüse sind selbst zu dieser Jahreszeit geschmacklich richtig gut.

Rennräder, MTBs und E-Bikes bei den Radverleihern auf Lanzarote

Im ersten Radverleih sind die Rennräder in unserer Größe schon nicht mehr verfügbar, Mountainbikes sind noch vor Ort. Wir bevorzugen aber zunächst Rennräder und begeben uns kurzerhand zu einem kleinen, aber sehr freundlichen Radverleiher, bei dem alle Räder in ausreichender Anzahl verfügbar sind. Der Radshop Sunnyrent liegt direkt im Einkaufszentrum am Strand.

Ich nehme mir ein stylisches, rotes WRC Rennrad, Sandro ein graues Carbon-BH, für 22€ pro Tag. Schnell die eigenen Pedale und Sättel dran und ab nach draußen, zurück zum Hotel – es gibt Mittagessen!

Dashbike cycling kit

Mit dem Rennrad in die Berge: Felsen und Vulkangestein in allen Farben

Nach einer Verdauungspause am Pool starten wir gegen Nachmittag mit unseren Rennrädern eine erste Tour in Richtung der Berge im Landesinneren. Die konstante Steigung mit einem mäßigen, inseltypischen Gegenwind verleihen unserer ersten Rad-Einheit eine gewisse Intensität. Wie so oft, belohnt uns aber auch hier die Aussicht über die Insel auf dem mühsam erklommenen Berg.

Die abwechslungsreiche Landschaft mit den Felsen und verschiedenen Vulkangesteinen in schwarzen, braunen, roten und grauen Farben, lassen uns auf dieser Rennradtour einiges entdecken. Angenehmer Nebeneffekt sind die rücksichtsvollen Autofahrer, die uns auf dem Rad trotz zusätzlich vorhandener Fahrbahn als Radweg mit weitaus mehr als 2 Metern Abstand auf der Gegenspur überholen. Im Sonnenuntergang begeben wir uns bei immer noch warmen Temperaturen in die Abfahrt hinunter zu unserem Hotel zum Abendessen und anschließend in die Bar.

„Strade Bianche“ auf Lanzarote

Unsere Touren haben wir im Vorfeld auf Strava geplant und bequem auf unsere Sigma-Rox 12.0 und Evo 11.1 Fahrradcomputer übertragen. Die Navigation funktioniert selbst zwischen den Bergen optimal und sehr präzise. Weniger optimal ist dabei die auf Strava ausgewählte, als „Rennradtour“ markierte Strecke: Wir landen nach wenigen Metern auf Schotter.

Als Mountainbiker soll und das nicht abschrecken und so fahren wir weiter, einige Kilometer über die „Strade Bianche“, bis wir erkennen müssen, dass dies wohl auch im weiteren Verlauf keine Rennradtour werden wird. Kurzerhand drehen wir ab auf die nächste Straße und fahren „frei Schnauze“ der Nase nach über die asphaltierten Inselstraßen in Richtung Süden und durch die kleinen Städte zurück.

Sandro und Lelia dashbike cycling kit

Einfache Trikotwahl: Kurz-kurz bei konstanten 22 bis 26 Grad

Am dritten Rennrad-Tag fahren wir flach zwischen Palmen auf sehr breiten Straßen in ausgezeichnetem Zustand. Teilweise durch Neubaugebiete mit zweispurigen Richtungsfahrbahnen ohne ein einziges Auto und an der Küste entlang mit Meerblick und einigen Surfern rechter Hand, sowie den Bergen auf der anderen Seite. Perfekte Gelegenheit für einige Sprints, Windschattenfahren und Schnattertouren. Die Trikotwahl ist hier übrigens sehr einfach: Kurz-kurz ist angesagt, Sonnencreme für die bleiche Winterhaut essentiell und das Wetter konstant zwischen 22 und 26 Grad Celsius, meistens mit dem für Inseln typischen Wind.

Palmen Lanzarote

Radwechsel: Vom Rennrad aufs Mountainbike

Nach drei Rennradtouren entscheiden wir uns doch noch dafür, die Insel abseits der Straße erkunden zu wollen und können unsere Rennräder kurzfristig gegen Mountainbikes tauschen. Wir starten direkt in das steppen- und wüstenartige Gelände, das mich etwas an Israel und den Samarathon Bike-Marathon erinnert. Westlich der Sahara sind wir ja auch in etwa ähnlich weit südlich unterwegs.

Der grobe und trockene, teils geröllartige Untergrund verlangt zumindest fortgeschrittene Fahrtechnik-Fähigkeiten. Von breiteren Wegen wechseln wir sehr schnell auf Singletrails mit Aussicht auf Berge und Meer, ehe wir mit Blick auf den Hafen von San Bartolomé eine Pause einlegen und unsere Äpfel in der trockenen Steinwüste mit einer Eidechse teilen. Das Cross-Country artige Streckenprofil bringt uns bei wolkenlosem Himmel ganz schön ins Schwitzen. Da freuen wir uns schon auf den Nachmittag am und im Pool.

Das ist Thüringen auf Lanzarote

Neuer Ergänzungssport: Schwimmen

Das Schwimmen haben wir auf Lanzarote wieder für uns entdeckt und teilen uns den 25 Meter langen Pool mit Triathleten und gemütlicheren Hotelgästen. Ergänzend zu unseren Radsport-Trainingseinheiten absolvieren wir aufbauend Distanzen zwischen 1000 Metern bis 1750 Metern im Brustschwimmen.

Schwimmen macht bei diesem sommerlichen Wetter im beheizten Pool im Freien deutlich mehr Spaß, als in einem düsteren Hallenbad. Ganz nebenbei erhält man hier auch schon die sommerliche Ganzkörperbräune und kann das Sonnenbad ideal mit Sport verbinden. Zudem finde ich Schwimmen super, um Herz und Lunge zu trainieren und die Sauerstoffaufnahmefähigkeit zu erhöhen.

Nach 2 Jahren Schwimmabstinenz sind die ersten Versuche nicht sonderlich ökonomisch. Stück für Stück kann ich mich allerdings wieder an die Technik erinnern und bekomme wieder Kraft in meine Schwimmzüge.

Neuer alter Sport: Fitness und Krafttraining

Vor meiner Zeit im Radsport war ich Kraftsportlerin und habe mehrere Jahre im Fitnessstudio trainiert, ehe ich das Radfahren für mich entdeckte. Hier im hoteleigenen Studio kann ich in meine Trainings wieder super easy Krafteinheiten integrieren und insbesondere an meiner Rumpfmuskulatur arbeiten.

Da ich ja diese 8 Tage zur Verfügung habe, entscheide ich mich für Ganzkörpertraining. Beginnend mit einem kleinen Warmup, Freihanteltraining und danach noch an den Geräten.Mal schauen, vielleicht melde ich mich Zuhause auch wieder im Studio an.

Der Rumpf ist bei vielen Radfahrern eine Schwäche, und dabei bergab in den Trails Goldwert. Im Winter habe ich meine fehlende Rumpfmuskulatur oft beim Langlaufen gespürt. Bei langen Skieinheiten merke ich die fehlende Stabilität.

Lanzarote wüste
Sandro auf dem Mountainbike

Einsame Bilderbuch-Badebuchten mit goldgelbem Sandstrand

Beim Laufen und mit den Mountainbikes erkunden wir die malerischen Buchten mit überraschend warmen Atlantikwasser. Von den Klippen herab eröffnet sich ein traumhafter Blick auf einsame und weitläufige Sandstrände, Dünenlandschaften und kleinen Buchten mit Höhlen.

Einige Buchten sind nur über das Wasser erreichbar, oder bei Ebbe über den Strand zu Fuß. Von oben herab sind diese nicht zugänglich und dementsprechend wenig frequentiert. Ideale Voraussetzungen für einen entspannten Strandurlaub und einen aktiven Sporturlaub.

I´ll be back, Canaries

Das Wetter, die Ruhe und Trainings- sowie Erholungsmöglichkeiten von Lanzarote und den Kanaren sind einfach toll! Diese werde ich noch einmal nutzen und habe bereits eine weitere Woche auf den Kanarischen Inseln, diesmal Gran Canaria, gebucht.

Ende März geht es für mich mit Kerstin und Silke in ein richtiges Trainingslager mit vielen Stunden auf dem Bike zur Saisonvorbereitung. Vermutlich werde ich auch wieder zwischen Rennrad- und Mountainbike Einheiten wechseln. Schließlich geht es im Sommer gleich zwei mal über die Alpen, einmal mit dem Rennrad bei der Tour Transalp und einmal mit dem MTB bei der Bike Transalp. Ich kann es kaum erwarten!

The mirador papagayo

Kammlauf 2022- 26 Kilometer Skimarathon

7. März 2022

„If your dreams don’t scare you, they aren’t big enough.“

Ein Satz den ich in vielen Bereichen meines Lebens eindeutig befolge.

Am 26.02.2022, habe ich mich erneut einer großen Herausforderung gestellt, und meine Grenzen ausgetestet.

Seit einem Jahr, habe ich bereits das Ziel, an einem Skimarathon teilzunehmen.

Für mich in freistil Technik. Die klassische Langlauftechnik habe ich bisher noch nicht ausprobiert.

Diesen Wettkampf wollte ich einfach zum Spaß machen, um über den Winter fitzubleiben und meine Kondition zu verbessern.

Ebinger Loipe, Skiverein Ebingen

Über zwei Jahre bin ich auch Crossrennen im Winter gefahren. Allerdings war dies für meine Motivation langfristig nicht die beste Variante. Ich brauche auch immer eine fahrradfreie Zeit. In dieser mache ich gerne Crossläufe, Langlaufen oder auch eine Schwimmeinheit.

Im Dezember und Januar habe ich mein Training stark auf Grundlagen im GA 1 und GA2 Bereich begrenzt. Zweimal habe ich auch an einem Zwift-Rennen teilgenommen. Aktuell ist mein Puls aber noch sehr hoch, deshalb werde ich auch die nächsten Wochen noch meinen Fokus auf die Grundlagen legen.

Erstes Skilanglauf-Rennen: Meldung zum internationalen Kammlauf

Als ich den Kammlauf entdeckt habe, habe ich aller Vernunft zum Trotz direkt zwei Startplätze für Sandro und mich gebucht.

Am 26.02.2022 war es endlich so weit. Der internationale Kammlauf feierte sein 50-jähriges Jubiläum und wir waren dabei. Mit verschiedenen Läufen am Samstag und Sonntag gab es für jeden die passende Distanz. Von Kindern bis SeniorInnen war hier jeder gut aufgehoben.

Der Familienlauf bot eine Distanz von 5 oder 10 Kilometern. Der Volkslauf dagegen war mit 26 Kilometern und über 400 teils steilsten Anstiegen, zumindest für mich, eine wunderbare Herausforderung.

Sandro war anfangs für eine kurze Distanz, ich dagegen wollte mir mit den 26 Kilometern eine richtige Challenge setzen, da ich bisher, glaube ich, auch noch nie mehr als 20 Kilometer gelaufen bin.

Wie in einer guten Beziehung üblich, haben wir dann einen Kompromiss geschlossen und sind die 26 Kilometer gelaufen. 😉

Sandro und Lelia, Kammlauf 2022

Gute Vorbereitung ist alles!

Der größte Unterschied zu einem Radrennen lag für mich in der Vorbereitung. Die Vorbereitung ging deutlich schneller. Und mit nur 2 Taschen waren wir bereits fertig für das Rennen.

Am Tag vor dem Rennen wurde das Holmenkol Bügeleisen angeworfen und die Ski heißgewachst. Wir bevorzugen immer noch Heißwachs gegenüber flüssigem Wachs, nutzen allerdings auch Flüssigwachs, wenn es schnell gehen muss.

Mit dem Heißwachs und dem Wachsblock wird Stück für Stück der Ski betropft und anschließend mit dem Bügeleisen verteilt und in den Ski eingearbeitet. Ein Bügeleisen mit Temperaturregler ist sehr zu empfehlen, da du dadurch das Wachs bei der perfekten Temperatur auftragen kannst.

Nach dem Auftragen lässt du das Wachs ein paar Stunden einwirken. Das Wachs kannst du dann problemlos mit deiner Holmenkol Spachtel wieder abschaben. Wichtig: Mit speziellem Werkzeug kannst du am Schluss die Rille in der Mitte deiner Ski noch vom Wachs befreien.

Abgesehen von Langlauf-Ski, Skistöcken, Schuhen und deiner Kleidung braucht es hier gar nicht viel. Zumindest keinen Werkzeugkoffer, Ersatzlaufräder, CO2 Kartuschen und so weiter 😉

Verpflegungsstrategie im Skilanglauf

Dafür spielt auch hier die Verpflegung eine genauso wichtige Rolle. Wichtig ist, zu bedenken, dass der Körper durch die Kälte noch mehr Energie verbraucht. Leider kommt der Durst und Hunger bei vielen Menschen im Winter nicht so deutlich hervor wie im Sommer, wodurch eine bewusste Verpflegung noch wichtiger wird.

Über deine Leistungsdiagnostik kannst du deine Kohlenhydratzufuhr bis aufs Gramm bestimmen lassen. Solltest du dazu aktuell diese Möglichkeit nicht haben, gilt als Faustformel 1g Kohlenhydrate pro Stunde pro Kilogramm Körpergewicht.

Beispielsweise du wiegst 60 Kilogramm, dann benötigt dein Körper ca. 60 Gramm Kohlenhydrate in der Stunde.

Durch die besondere Konstellation von Stöcken und Handschuhen, empfehle ich die Gels von Dextro Energy. Dank der Quetschie Eigenschaft und der extrem flüssigen Konsistenz sind sie gerade im Winter für die Rennen perfekt geeignet.

Dextro energy Verpflegung für den Wettkampf

Der Start des Kammlaufes

Der Start des Kammlaufs war um 11 Uhr für unsere 26 Kilometerrunde. Dadurch konnten wir von Jena ganz entspannt am Morgen anreisen. Für mich als Baden-Württembergerin ist es immer eine Freude, neue Orte in meiner neuen Heimat kennenzulernen.

Extra für den Kammlauf war an diesem Samstag ausschließlich Freistiel gespurt. Normalerweise kommen hier aber klassische Läufer genau wie Skater auf Ihre Kosten.

Bereits bei Ankunft herrschte großer Trubel an skibegeisterten Sportlern. Der Gastgeberverein VSC Klingental hatte sich große Mühe gegeben und einen großen Startbereich, inklusive Sprecher und Verpflegungsstation sowie Festzelt, aufgebaut.

Am Start standen fast 300 Skibegeisterte, vor Corona erreichte der Verein zum Teil 1500 Teilnehmer. Dies tat der Stimmung allerdings keinen Abbruch und alle Athleten waren voller Vorfreude. Gestartet wurde in zwei Startblöcken. Die schnellen Athleten und Profis vorn, die Volksläufer im zweiten Block.

Als der Startschuss fiel, gab es direkt ein wildes Getümmel, welches nach wenigen hundert Metern am Berg direkt beendet wurde und durch einen Stau ersetzt. Das Getümmel löste sich aber in der Startgeraden rasch wieder auf und die Läufer positionierten sich schnell in dem großen Starterfeld an ihrer Position.

Hektischer Start – Rennfieber – Motivation  

Typisch – durch das Rennfieber angestachelt – bin ich den ersten Berg für mich doch etwas zu schnell angegangen. Bereits am ersten Berg standen viele Zuschauer, die uns Sportler kräftig anfeuerten und motivierten.

Durch die Kombination der 26km-Sportler mit den 10 Kilometer LäuferInnen kam eine tolle Rennstimmung auf.

Da ich bisher die Kammloipe noch nicht kannte, war ich super gespannt auf die Landschaft. Die Loipen waren anfangs sehr breit und zum Teil auch richtig steil. Das stellte mich vor eine Herausforderung, die ich meistern musste. Bereits am ersten Berg war mein Puls bei knapp 200.

Also galt es, die Ebene zum Erholen zu nutzen. Das Laktat stand mir wortwörtlich direkt in den Beinen. Aber nach einem Kilometer war noch nicht an das Ziel zu denken 😀

Durch die Erholung auf der Ebenen und die bessere Einteilung bei den kommenden Anstiegen wurde es auch Stück für Stück besser.

Ski-Newbies: Luft nach oben

Da es mein erster Skiwettkampf war, war ich sehr geduldig mit mir, und versuchte mir alle Verbesserungspotentiale zu merken um mich hier zu verbessern. Auch bei Sandro gab es hier etwas 😉 Wenn man seine Sport Uhr seit einem Jahr im Schrank liegen hat, sollte man sie davor einmal ausprobieren. Damit es mit dem GPS suchen auch klappt 😉

Bei mir wäre es vorteilhaft, eine Sportuhr zu nutzen. Mit meinem Bikecomputer in der Tasche war nur ein Raten möglich, wo ich mich aktuell befinde. Der 13 Kilometer-Wendepunkt war anfangs mein einziger Anhaltspunkt.

Doch bereits nach wenigen Kilometern kam eine Verpflegungsstation mit gut gelaunten VerpflegerInnen und warmen Teebechern. Da ich noch nicht wirklich wusste, wie ich später an meine Flasche mit dem Dextro Energy Iso komme, war ich über den Tee wirklich froh.

Hier erkannte ich mein Learning Nummer zwei: Es wäre schlau gewesen, Trinkflasche rausholen und Stöcke von den Handschuhen abzuklippsen im Voraus geübt zu haben. Dafür war es nun aber zu spät. Im Verlauf des Rennens passierte mir aber genau dieser grobe Schnitzer. Beim Angeln meiner Trinkflasche aus dem Gurt, machte diese einen Abgang in den Schnee.

Tolle Langlaufbedingungen im Vogtland

Auf dem gesamten Track wurde es definitiv nicht langweilig. Die Loipe bot ständige Abwechslung, bergauf und bergab ging es durch die Wälder. Da ich immer wieder zu den Bedingungen in Oberhof für einen Skiurlaub befragt werde, kann ich nun noch eine weitere Gegend in meiner neuen Wahlheimat empfehlen.

Beim Rennen sind wir von Mühlleiten aus gestartet, alternativ kann aber auch in Johanngeorgenstadt eingestiegen werden.

Das Loipennetz bietet den Skifahrenden 36 Kilometer.

Große Ziele

In der Nähe von Johanngeorgenstadt war dann auch die erste Hälfte des Rennens geschafft. Mit zwei Frauen und einem Mann in der Gruppe machten wir uns auf den Weg zurück.

Laut Streckenposten hätten wir das schlimmste geschafft 😉 Im Nachhinein würde ich diese Aussage als Lüge bezeichnen. Zu dem Zeitpunkt wurde meine Motivation dadurch noch einmal angehoben. Zu diesem Zeitpunkt war mir endgültig klar, wie groß mein selbstgestecktes Ziel war. Und ich war hoch motiviert, es ins Ziel zu schaffen.

In diesem Jahr werden Sandro und ich sowohl die Tour Transalp mit dem Rennrad, als auch die Bike Transalp mit dem Mountainbike bestreiten. Dafür ist dieses mentale Durchhalten und nicht Aufgeben definitiv eine gute Übung.

Erschöpfung und Totalausfälle

Der Rückweg zeigte mir, dass ich sehr dankbar sein muss, dass es mir körperlich sehr gut ging, abgesehen von der Erschöpfung. Mehreren Teilnehmern ging es leider nicht mehr gut und sie wurden von Spaziergängern und Langläufern betreut und gemeinsam auf den Arzt gewartet. Ich hoffe, alle Teilnehmer sind mittlerweile wieder wohlauf.

Ab Kilometer 10 zum Ziel kam die perfekte Schlussmotivation. Jeden Kilometer kam ein Schild, mit der verbleibenden Distanz bis zum Ziel.

Und so quälte ich mich Stück für Stück bis ins Ziel. Leider kam ich nicht richtig an mein letztes Gel und so beschloss ich, dieses weg zu lassen. Mit Handschuhen und Stöcken ist das einfach deutlich schwieriger als auf dem Rad. Schlussendlich war das wohl die dümmste Entscheidung des Tages.

Bei noch 1.5 Kilometer zum Ziel kam endgültig der Mann mit dem Hammer und ich war grau bis zum geht nicht mehr.

Als die letzten 200 Meter Berg anstanden, dachte ich kurzzeitig wirklich daran, mich hier hinzusetzen und abholen zu lassen. Durch die Motivation eines weiteren Teilnehmers der mich noch bis ins Ziel brachte, habe ich es irgendwie geschafft.

Wie immer war der Leistungsunterschied zu Sandro riesig und so war er bereits eine Stunde im Ziel. Worauf ich mächtig stolz war! Er empfing mich mit bester Laune im Ziel.

Danach gab es direkt einen Protein Shake mit Schokolade von Dextro, um die Muskeln bei der Arbeit zu unterstützen. Da wir aber beide total ausgepowert waren, machten wir uns mit Bratwurst im Gepäck auf den Weg nach Jena.

Zieleinlauf Kammlauf 2022

Verdiente Erholung!

Am nächsten Morgen ging es für uns nach fünf Stunden Schlaf direkt nach Berlin zum Flughafen, um nach Lanzarote zu fliegen. Denn jetzt startet für uns die Rennsaison 2022.

Kammlauf 2022, es war uns eine Freude! Wir sehen uns im nächsten Jahr.               

Leistungsdiagnostik auf deinem Fahrrad – Fit ins Jahr 2022 mit Way to Win

15. Februar 2022

Sorge gut für deinen Körper. Es ist der einzige Ort, den du zum Leben hast.“
– Jim Rohn

Während viele Radfahrer noch auf Langlaufski im Schnee unterwegs sind, sind andere bereits im Süden und genießen ihre Grundlagenkilometer in der Sonne.

Aktuell genieße auch ich noch meine letzten Kilometer auf den Langlaufski im Thüringer Wald und fahre trotzdem auch schon einige Kilometer rund um Jena mit dem Mountainbike und Rennrad. Die Zeit außerhalb der Saison finde ich immer sehr schön. Man kann in Gruppen fahren, alle haben Zeit, kein Wettkampfdruck, kein Trainingsplandruck.

Thüringer Wald langlaufen, skating

Speziell Jena ist das reinste Radfahrermekka! In unserer „Fast and Female“-Gruppe tummeln sich mittlerweile über 35 radbegeisterte Frauen jeden Alters. Die meisten fahren selbst Rennen und so kann man das Training auch immer nutzen, um sich auszutauschen. Speziell natürlich bei den Grundlageneinheiten, bei Intervallen wird das Ganze schwieriger 😉

In diesem Jahr möchte ich mich mehr auf Marathons konzentrieren. Auch wenn ich Cross-Country deutlich lieber mag, mit meinem sehr begrenzten Zeitfenster macht dieser Sport mit wenig Training einfach keinen Sinn.

Trotzdem möchte ich versuchen, wieder mehr Zeit ins Training zu investieren. Und mir wieder mehr Freiräume zu schaffen.

Dazu war es mir wichtig, erst einmal den Status Quo zu bestimmen. Denn meine alten Werte der Leistungsdiagnostik von 2017-2019 sind wohl nicht mehr aktuell. Leider im negativen Sinn.

Seit 2021 wird unser Team, CIS Women Racing, von Way to win betreut. Ein Trainingszentrum für Leistungssportler sowie Breitensportler zu gleichen Teilen.

Way to win Leistungsdiagnostik

Hier habe ich neulich einen ganzen Tag verbracht, um mich einmal von Kopf bis Fuß beim Bikefitting vermessen zu lassen und durch die Leistungsdiagnostik mit Trainingsberatung die nächsten Monate Vollgas geben zu können.

Eine Leistungsdiagnostik ist sehr ähnlich zu einem Wettkampf. Das bedeutet, der Tag beginnt eigentlich schon eine Woche davor 😉

Wie bereite ich mich auf eine Leistungsdiagnostik vor?

Um optimal bei der Leistungsdiagnostik zu performen, sind die Schlüsselfaktoren, dass du ausgeruht und optimal verpflegt bist.

Wenn du deinen Leistungsdiagnostiktag planst, dann versuche, 2-3 Tage zwischen einem Wettkampf zu haben. Auch im Training solltest du dich die beiden Tage vor dem Test nicht übernehmen. Gehe die beiden Tage vor der Leistungsdiagnostik ganz locker an. Gönne dir einen Ruhetag oder ganz lockeres Grundlagentraining.

Mein Körper mag solche „Aktivierungstage“ vor einem Wettkampf nicht, das weiß ich aus meiner eigenen Erfahrung. Allerdings ist hier jeder Körper unterschiedlich. Mir tut dafür ein lockeres Stretching am Vortag sehr gut.

Mittlerweile kenne ich meinen Körper sehr gut und weiß, was er mag und was nicht. Das hat allerdings einige Jahre gedauert.

Auch bei der Ernährung höre ich auf meinen Körper und meine Erfahrung. Mit Müsli und Obst habe ich bisher nie schlechte Erfahrungen gemacht, eher im Gegenteil.

Wie bei einem Wettkampf auch, solltest du 2,5 bis 3 Stunden vorher nichts mehr essen.  

Ist eine Leistungsdiagnostik auch für Freizeitsportler?

Eine Leistungsdiagnostik für den Radsport oder auch für Laufsportler ist für Jeden sinnvoll, der sich verbessern und seine sportlichen Ziele erreichen möchte. Ganz egal, ob für einen Wettkampf, oder für sich selbst. Wer sich verbessern will, muss seine Werte kennen und seinen Fortschritt messen. Denn Zahlen lügen nicht 😉 Zudem finde ich es super spannend, rückblickend bei Auswertung der regelmäßigen Leistungsdiagnostiken seine Entwicklung über die Zeit dokumentiert beobachten zu können.

Viele Hobbysportler trainieren häufig zu schnell, wenn sie langsam fahren sollten. Dabei sind Grundlagen, wie schon der Name sagt, das Fundament des Ganzen. Dafür muss man aber natürlich seine Werte kennen.

Wie ist der Ablauf einer Leistungsdiagnostik?

Der Ablauf einer Leistungsdiagnostik ist in den verschiedenen Trainingszentren unterschiedlich. Früher war ich im Olympiastützpunkt in Erfurt. Hier wird ein reiner Stufentest gemacht und dabei über das Blut der Laktatwert bestimmt.

Diesmal war ich bei Way to Win in Bayern. Hier gibt es für den Athleten deutlich mehr Werte und eine Trainingsempfehlung am Schluss ist ebenfalls inklusive. Da ich aktuell ohne Trainer unterwegs bin, war dies für mich besonders interessant. Denn die korrekte Umsetzung der richtigen Empfehlungen ist ebenso so relevant wie die Leistungsdiagnostik an sich.

Bei Way to win wird die Leistungsdiagnostik in 2 Steps aufgeteilt:

  1. Sprinttest

Mein absoluter Favorit! Ich liebe diese kurzen knackigen Sprints, all out! Das macht mir jedes Mal riesen Spaß. Hier darfst du dich 15 lange Sekunden komplett austoben, und das Wattbike All-Out maximal zum Glühen bringen 😉

Sprinttest all out

Danach beginnt der entspannte Teil. Während du dich erholst, wird dir am Ohrläppchen Blut abgenommen, um deine Maximale Laktatbildungsrate zu bestimmen.

Achtung: Es ist zwar selten, aber manchen Menschen kann das viele Laktat ganz schön zusetzen. Ich musste mich kurz hinlegen 😉 Für die Werte war es das aber vollkommen wert. Das Team von Way to win ist hier sehr erfahren und unterstützt die Athleten, wieder in den Normalzustand zurückzukommen. Mein Ziel von 1000 Watt habe ich leider trotzdem knapp verpasst. Nächstes mal dann, man braucht ja Ziele im Leben.

Laktat Messung, Leistungsdiagnostik
  • Spiroergometrie

Sobald du vollkommen erholt bist, geht es weiter. Der Stufentest steht an. Für mich war es super interessant, dass dieser zweite Test gar nicht schlimm ist. Ich hatte etwas Respekt vor zwei Tests direkt nacheinander. Definitiv aber vollkommen unbegründet.

Der Rampentest steigert sich kontinuierlich bis zur völligen Erschöpfung bzw. dem Abbruch. Die Maske ist übrigens nicht unangenehm, nur gewöhnungsbedürftig. Sobald du aber im Testmodus bist, merkst du davon nichts mehr. Dann merkst du eher deine Beine!

Spiroergometrie Fahrrad

Was sind die wichtigsten Werte in einer Leistungsdiagnostik?

Für mich sind es die Wattwerte, für andere die Pulswerte, anhand denen ich im späteren Training, meine Intensitäten sauber fahren kann.

Die VO2Max gibt dir einen generellen Überblick über deine Fitness. Sie stellt dar, was die maximale Sauerstoffaufnahme in der Ausbelastung ist. Je höher die VO2Max, desto leistungsfähiger ist der Körper.

  • Körperfettmessung

Nach beiden Tests folgt noch ein letzter Check! Um deine Werte richtig einzuordnen, wirst du mit einem Caliper vermessen. Hier wird bspw. am Arm, am Bauch, oder auch der Brust gemessen, um deinen Körperfettanteil genau bestimmen zu können.

Der Caliper sieht etwas aus wie eine Zange und misst die Haut-/Fettfalten. Die Körperfettmessung ist eine der genauesten Methoden, da sich die Verteilung von Fett im Unterkörper und Oberkörper meist sehr unterscheiden. Das können die meisten im Einzelhandel erhältlichen Körperfettwaagen nicht richtig detektieren.

  • Auswertungsgespräch und Trainingsempfehlung

Bei Way to win gibt es die Möglichkeit, sich nach der Leistungsdiagnostik entspannt zu duschen und umzuziehen. In dieser Zeit werden deine Daten ausgewertet und analysiert.

Ein Sportwissenschaftler aus dem Trainerteam wird sich dann mit dir in einem Auswertungsgespräch deine Werte anschauen und diese analysieren. Speziell in meinem Fall fand ich die Verpflegungsstrategien interessant. Seit ich hier meine Fehler kenne, läuft mein Training in den letzten beiden Monaten deutlich besser. Der Heißhunger nach dem Training und an trainingsfreien Tagen ist seither weg.

Dazu hat sich meine Regeneration verbessert und die Müdigkeit während der Trainingseinheiten setzt später ein.

Anhand der Ergebnisse wurden detailliert konkrete Trainingsempfehlungen mit auf den Weg gegeben, sodass ich nun alles Werkzeug an der Hand habe, um es umzusetzen. Nun liegt es an mir 😊 Ein beruhigendes Gefühl, wenn man die Dinge wieder selbst in der Hand hat und seine Ziele gezielt umsetzen kann.

Fertig nach der Leistungsdiagnostik
Wattwerte
Kaffe vor der Leistungsdiagnostik

Bildrechte liegen bei Simon Feder:

https://instagram.com/simon_fdr

/http://www.shutterstock.com/g/simon-feder

ski Sport

Langlaufen im Thüringer Wald: Biathlonzentrum Oberhof

14. Januar 2022

Der Winter ist da und der erste Schnee ist auch schon vor einiger Zeit gefallen. Wenn auch für Ende November relativ spät. Einige Wetterprognosen prophezeien dafür aber einen kalten, schneereichen Winter 2021/2022. Ich würde mich freuen; wir werden sehen…

Beste Voraussetzungen

Auf alle Fälle bin ich – jedenfalls materialtechnisch – bereits top vorbereitet. Letzten Winter habe ich mir neue Fischer Skating-Langlaufski zugelegt und auch Sandro welche zu Weihnachten geschenkt. Unsere zukünftigen Wettkämpfe finden also schon mal unter fairen Bedingungen statt 😉. Neue Skistöcke habe ich zu Weihnachten dazu bekommen, in pink. 

Meine neue Partnerschaft mit Holmenkol hilft mir dabei, mit meiner neuen Skilanglauf-Ausstattung schnellstmöglich über die Loipen zu gleiten. Verschiedene Wachse, unterschiedliche Temperaturen zum Aufbringen von Skiwachs, sowie wechselnde Schneebedingungen- und Temperaturen machen die Präparierung der Ski zu einem besonderen Thema, dem man fast mehr Zeit widmen könnte, als der Trainingseinheit selbst 😉

Vorbereitung ist Alles

Neben dem passenden Belag auf den Langlaufski, ist die Wahl des richtigen Wachses jedoch auch ein wichtiger Baustein für einen spaßigen, sportlichen Tag auf den Skiern. Für einige mag das regelmäßige Ski Wachsen nicht zu den beliebtesten Aufgaben gehören. Dennoch gehört es für mich einfach dazu. Nebenbei schont ein gut präparierter Ski auch den Belag. 

Damit die Vorbereitung in Zukunft leichter und schneller vonstattengeht, habe ich mir einen Wachstisch bestellt. Das bisher dafür genutzte, ausrangierte Bügeleisen hat damit endgültig ausgedient. Je nach Trainingsdauer und gelaufener Distanz, wachse ich persönlich jedes zweite bis dritte Mal meine Ski. Bei erheblich wechselnden Schneebedingungen oder vereister Loipe auch früher. Der Belag sollte für optimale Gleiteigenschaften immer schwarz sein und keine weißen Stellen durchscheinen lassen. Nur dann bildet sich ein feiner Wasserfilm zwischen Ski und Schnee, über den man gleitet. 

Um den Ski perfekt vorbereiten zu können, empfiehlt es sich, sich vorab über die geplante Strecke zu informieren. Besonders über die Temperatur, Schneedicke, Schneezustand und Streckenprofil. In meiner Heimat, auf der Schwäbischen Alb, ist das für mich sehr leicht, denn die meisten Loipen liegen höchstens 15 Minuten vom Haus entfernt, das Wetter ist daher immer ersichtlich. 

Für meine Trainingseinheiten in Thüringen muss ich mich dabei auf den Online-Wetter- und Schneebericht verlassen, denn von Jena dauert es ca. eine Stunde mit dem Auto bis nach Oberhof. Glücklicherweise gibt es hierfür aktuelle und verlässliche Seiten. 

Von Grün zu Weiß

Die Anfahrt in den Thüringer Wald lohnt sich auf jeden Fall! Oberhof dürfte jedem Skilanglauf-Fan aus dem Wintersport ein Begriff sein. Hier finden regelmäßig Biathlon-Weltcup-Rennen und andere internationale Wettkämpfe statt. Auch wenn entlang der Autobahn noch wenig oder kein Schnee zu sehen ist, sieht es oben im Wald anders aus. Auf den letzten Metern hinauf wird es dann schön weiß und eine dicke Schneedecke lässt die Vorfreude steigen. 

Vorbei am Eiskanal mit der 1354,5 Meter langen Rennschlitten- und Bobbahn, dem Skilift und der Skihalle Oberhof, in der ganzjährig Wintersport betrieben werden kann, geht es auf den Parkplatz der LOTTO Thüringen Arena am Rennsteig. Mit Blick herab in die Arena sind die Schießstände der Biathleten erkennbar. Regelmäßig sieht man hier auch die Athleten bei ihren Trainings in den bekannten Deutschland Outfits. 

Start an der LOTTO Thüringen Biathlon-Arena

Vom Parkplatz am Grenzadler neben der Biathlon-Arena weg erwartet einen das ausgeprägte Loipennetz von über 117km Skating-Loipen und Langlauf-Loipen auf sieben verschiedenen Strecken mit einer Länge von zwei bis 50 Kilometern auf einer Höhe von 774-853 Metern Höhe. Zudem zwei Kilometer Flutlicht-Loipe für die Trainingseinheiten in den Abendstunden.

Für Anfänger und ambitionierte Sportler ist hier für jeden was dabei! Und das ausgedehnte Loipennetz ermöglicht genügend Abwechslung und kurzweilige Trainingsbedingungen.  

Also ab auf die frisch präparierten Ski, Handschuhe an und los geht’s! Zunächst mit einem kleinen Anstieg, sehr human und super zum Aufwärmen. Die Nähe zum Sportzentrum ist hier durch die Athleten aber auch die gut ausgebaute, breite Loipe mit Flutlicht erkennbar. 

„Trainingssportler haben Vorrang“

„Trainingssportler haben Vorrang“. Dieser Hinweis entlang der Strecke lässt bereits vermuten, dass man sich hier genau am richtigen Ort zum Skilanglauf befindet. Besonders gut gefällt mir generell in Thüringen der Hohe Stellenwert des Sports und der damit verbundene gegenseitige respektvolle Umgang miteinander. 

Nach dem ersten Anstieg und flachen Zwischenstück führt die Loipe weiter hinauf in den Thüringer Wald, hindurch durch die schneebedeckten Tannen. Nach einer kurvenreichen Waldpassage mit welligen Höhenprofil erreicht man eine längere, schnurgerade malerische Abfahrt, die zum Genießen einlädt, ehe einen die Gegenrampe mit etwa 20% Steigung zurück auf den Boden der Tatsachen holt. 

Nach der Erholung in der Abfahrt und anschließender 1:1-Technik zwingt einen diese Rampe nahezu, in die 2:1 Bergtechnik überzugehen. Für diesen Anstieg gibt es aber auch einen löngeren und flacheren „Chickenway“😉 

Generell besteht immer wieder die Möglichkeit, die Loipen zu wechseln und abzukürzen oder weitere Kilometer zu spulen. Von Grundlagentraining bis Intervalle und Skating oder Klassisch, ist hier alles möglich. 

Die kleine 2km-Runde Alte Rollerbahn 1

Direkt vom Grenzadler weg befindet sich der Einstieg wenige Meter oberhalb der Sportfördergruppe Oberhof. Auf der kurzen Runde kann man auf 2km Länge 37 Höhenmeter absolvieren, auch mit Beleuchtung bei Dunkelheit. Auf dieser Runde startet man beinahe zwangsläufig und endet auch wieder hier. 

Die Alte Rollerbahn 2

Auf der Alten Rollerbahn 1 angekommen, besteht die Möglichkeit, weitere Meter dranzuhängen und auf die Alte Rollerbahn 2 zu wechseln. Hier erwarten einen ebenfalls in direkter Nähe zur Sportfördergruppe Oberhof 5,4 Kilometer Loipennetz mit 102 Höhenmetern. Der Schwierigkeitsgrad ist bei beiden Loipen mittelschwer und auch mit weniger ausgeprägter Technik gut zu absolvieren. Kondition ist an den Bergen gefragt 😉 

Die Loipe Schützenberg

Der offizielle Loipeneinstieg erfolgt am Harzwald und führ entlang des Sportgymnasiums zum Grenzadler, dem Start- und Endpunkt oberhalb der Biathlon-Arena. Auf einer Gesamtlänge von 7,3 Kilometer können hier knackige 165 Höhenmeter absolviert werden. Diese Strecke ist etwas anspruchsvoller als die beiden Rollerbahnen. 

Die Gustav-Freytag-Stein-Loipe

Wer noch eine Schippe draufpacken will, wählt die Loipe Gustav-Freytag-Stein, die wieder offiziell am Grenzadler startet und mit 150 Höhenmetern auf 9,4 Kilometern aufwartet. Über den Rennsteig führt die Loipe zur Alten Tambacher Straße und über den Rennsteig wieder zurück.

Die Hirtenrasen-Loipe

Diese Loipe ist von der Streckenführung und vom Schwierigkeitsgrad her sehr ähnlich der Gustav-Freytag-Stein-Loipe. Ebenfalls 150 Höhenmeter, aber mit 10,9 Kilometern Strecke etwas länger. 

Die Wachsenrasen-Loipe

Definitiv eine gute Wahl für Sportler und perfekt für intensive, kraftvolle Trainingseinheiten. Neben Kondition benötigt man auf dieser Loipe auch fortgeschrittene Langlauftechnikfähigkeiten. Auf 16,3 Kilometern mit 230 Höhenmetern können die Anstiege mit ordentlich Dampf erklommen werden. Hier reicht auch mal eine Runde 😉

Die Loipe Große Runde Rennsteig

Perfekt für einen sportlichen Sonntag und zeitintensive, ausgedehnte Trainings, ist diese längste Runde über den Rennsteig. 50,3 Kilometer und über 880 Höhenmeter verlangen einiges an Kondition und Motivation. Mit Start am Grenzadler geht es über die bekannten Loipen noch ein großes Stück weiter über den Rennsteig und durch eine tolle Winterlandschaft durch den schönen Thüringer Wald. Auch hier reicht eine Runde und die Regeneration hat man sich danach redlich verdient! 

Je nach Tagesform besteht jedoch glücklicherweise immer wieder die Möglichkeit, auch spontan zwischen den Loipen zu wechseln. Der Spaß und Winterzauber ist hier in Oberhof aber garantiert und die Trainingsmöglichkeiten im Thüringer Wald mit seinem abwechslungsreichen Loipennetz macht es mir etwas leichter, die Albstädter täglich im Langlauf-Training zu sehen, während wir in Jena vom Schnee nur träumen können. 

Urlaubsfeeling im Thüringer Wald  

Bei der Abfahrt fühlt man sich nach einem erfolgreichen Tag im Schnee ein bisschen wie im Urlaub. Oberhof erinnert irgendwie auch an ein wenig an die typischen österreichischen Wintersportorte, mit seinen kleinen Straßen, überall Wintersportler und Sportgeschäfte. Auch die Möglichkeiten zum Apres-Ski – wenn gewollt – kommen hier nicht zu kurz. 😊

Definitiv der Place-to-be! 

fahrrad

Aktivregion Salzburgerland. Stand-up paddeln, Radfahren, Bouldern

27. November 2021

Im Anschluss an die Eurobike Messe, ging es nahtlos zu einem weiteren Highlight!

Für fünf Tage wurde ich gemeinsam mit anderen Bloggern in die Region Salzburgerland eingeladen. Für uns standen vollgepackte Tage mit viel Sport auf dem Programm, genauso wie ich es mag.

Die Anreise war ganz entspannt mit dem Zug geplant. Leider wurde daraus mal wieder nichts …. Der Streik der Deutschen Bahn machte mir einen ordentlichen Strich durch die Rechnung. So ging es mit dem Mietwagen von Friedrichshafen nach Salzburg.

Unser erstes Tagesziel war die Fuschelsee Region. Dort waren wir im Hotel Mohrenwirt untergebracht, das unter Triathleten besonders bekannt ist.  Diesen Tag hatte ich aufgrund einer Terminkollision mit der Eurobike jedoch leider verpasst. Deshalb fuhr ich direkt abends ins Hotel, zu einem leckeren Burger und danach zum Kennenlernen der anderen Teilnehmer.

Da der nächste Tag extrem früh starten sollte, gingen wir dementsprechend auch früh ins Bett.

Wir wollten unsere aktiven Tage mit einem Sunrise Walk zum Gipfel starten. Um 5:15 Uhr war deshalb Abfahrt. Für mich eine ungewöhnlich frühe Uhrzeit, aber als wir oben waren, habe ich es keine Sekunde bereut!

Mit Stirnlampen gewappnet machten wir uns einen anspruchsvollen Aufstieg nach oben. Meine Turnschuhe kamen immer wieder an ihre Grenzen. Wanderschuhe wären deutlich passender gewesen. Da ich sehr selten in den Bergen unterwegs bin, war ich nicht so sonderlich trittsicher wie manch anderer. Umso schöner war es, dass meine Begleiterin Betty eine echte Bergziege ist. Betty half mir an den schwierigen Passagen immer, den perfekten Aufstieg zu finden. Mit etwas mentaler Unterstützung lief es gleich viel besser.

Rund 45 Minuten, 2 Kilometer und etliche Höhenmeter später, erreichten wir das Gipfelkreuz. Leicht verspätet, denn die Sonne war schon unterwegs 😉

Macht aber nichts, der Caffè auf dem Gipfel schmeckt trotzdem wunderbar. Und auch der Aussicht tat das nichts ab.

Insgesamt waren etwa 40 Content-Creator und Blogger ins Salzburgerland eingeladen. Das Thema war #Explorerdays.

Die Teilnehmer waren dabei aus vielen unterschiedlichen Ländern und mit unterschiedlichen Themen unterwegs. Dabei wurde ich in die Gruppe der Sportler und Outdoor-Enthusiasten gepackt. Schon vor beginn des Trips, war ich ganz aufgeregt auf das spannende Programm. Mit Audi als Sponsor machten wir uns mit den neuen E-Audis auf zu den coolen Aktivitäten.

Unsere Gruppe bestand aus Betty, Simeon, Adam, Daniel, Johannes und Vivienne, sowie Fedja.

Die meisten aus unserer Gruppe waren wirklich tolle Fotografen, Johannes und Vivienne betreiben sogar eine Social-Media Agentur und leben auf Bali. Betty und ich dagegen teilen unsere Leidenschaft für Sport auf Social-Media. Simeon ist ebenso Fotograf und Daniel studiert momentan in Göttingen.

Nach unserem Nüchtern-Run, ging es für uns alle zum Frühstücken in das Hotel zurück. Wie es sich für ein Sporthotel gehört, gab es super leckere und gesunde Snacks mit regionalen Eierspeisen.

Frisch gestärkt stand dann direkt die zweite sportliche Aktivität des Tages auf dem Programm:

Bouldern am Fels. Mit der Alpinschule 4 Elements.

Bouldern war ich bereits, bisher allerdings nur in der Halle. Am Fels ist dann doch etwas ganz anderes!

Gemeinsam mit der Kletterschule 4 Alpin ging es erst einmal quer durch den Wald. Das Ziel war der erste von zwei Kletterfelsen, die heute bezwungen werden wollten. Doch bevor es losgehen konnte, wurden wir erst einmal mit Kletterschuhen ausgestattet. Die Sportkleidung hatten wir bereits an.

Dann folgte ein leichtes Warmup, um die Verletzungsgefahr zu minimieren. Mit Knete, Bändern und anderen Spielereien wurde die Gruppe auf das eigentliche Training vorbereitet.

Zuerst wurden uns die Grundlagen der Sicherung durch unsere Kletterguides erklärt. Die beiden Jungs hatten richtig gute Laune und Lust, uns das Bouldern am Felsen näher zu bringen. In den ersten Beispiel-Kletteraufstiegen konnten wir direkt feststellen: Die Jungs haben es drauf 😉

Immer wenn es so super leicht aussieht, weiß man ja, es wird schwer. 😉
Und genau so war es auch. Ich habe keine Höhenangst, aber ich bin trotzdem lieber am Boden. Deshalb kostete es mich doch einige Überwindung.

Der erste Anlauf war direkt ausbaufähig 😉 Mit den super Guides aber gar kein Problem. Der Guide kletterte einfach neben mich, und zeigte mir den richtigen Weg. Das war auch ganz generell für mich der größte Unterschied zum Bouldern in der Halle. In der Halle weisen dir ja quasi die Boulder-Farben den Weg. In der Natur natürlich nicht, da muss man seinen eigenen Weg suchen und geeignete Stellen für Hände und Füße finden.

Nach einigen Durchgängen wechselten wir dann zum nächsten Felsen. Alle Felsen haben unter den „Boulder Locals“ natürlich Namen.

Für mich war nicht nur das Bouldern an sich ein Highlight, sondern auch der Spaziergang durch den Wald. Ich bin einfach super gerne im Wald, egal ob mit dem Mountainbike oder zu Fuß. Jeder Wald sieht anders aus, dieser Wald war besonders schön grün.

Dieses Highlight sollte aber nicht das letzte sein, welches uns das Salzburgerland zu bieten hat.

Aber erst einmal gehen wir uns stärken. In ein neues Restaurant, direkt an einem See gelegen. Zur Belohnung für den langen Tag, gab es einen Mojito und eine leckere Portion Spaghetti.

Danach konnten wir die Zeit nutzen, um uns zu entspannen. Bevor am Abend eine letzte Aktivität auf dem Plan stand: Stand-Up Paddeling in den Sonnenuntergang.

Am Fuschelsee gibt es den Verleih „SupBox Austria“. Der Chef selbst hat sich für uns Zeit genommen, und den Sekt eingepackt 😉

Für mich war es die erste Aktivität auf dem Board. Dafür gab es erst eine kleine Einweisung. Mein Ziel war es, nicht ins Wasser zu fallen. Jeder von uns bekam einen Sack um seine Sachen wasserfest zu verpacken.

Die ersten Meter waren doch sehr ungewohnt und ich beschränkte mich zunächst auf das Paddeln im Sitzen. Nach wenigen Minuten wurde es aber immer besserer und sicherer. Und so beschloss ich, endlich aufzustehen. Einige Tipps später lief es dann endlich rund und es machte großen Spaß.

Das SUP in Richtung Sonnenuntergang war wirklich ein einmaliges Erlebnis. Ich werde auf jeden Fall wieder kommen!

Gemeinsam mit der Gruppe, saßen wir auf dem Wasser, erzählten uns spannende Geschichten, und tranken das ein oder andere Gläschen Sekt 😉 #donttrinkanddrive

Nach diesem langen Tag fuhren wir gegen 22 Uhr zurück ins Hotel und alle fielen müde ins Bett.

Der nächste Tag wartet mit einem ganz besonderen Programmpunkt auf uns….                      

Meine erste E-Bike Tour!

Auch wenn ich immer sehr aufgeschlossen gegenüber neuen Aktivitäten bin … Für mich als jungen, gesunden und fitten Menschen, macht es meiner Meinung nach einfach keinen Sinn. Der Bewegungsmangel ist im Alltag eh schon immer präsent. Da möchte ich mich wenigstens in meiner Freizeit so viel wie möglich bewegen und zwar richtig!

Mit der ganzen Gruppe wurden die E-Bikes abgeholt und wir machten eine landschaftlich spannende Tour über den Berg nach Hallstadt.

Hallstadt ist super beliebt bei den Touristen, allerdings hat das Salzburgerland noch so viel mehr zu bieten.

Die Biketour brachte uns auf die Spuren der Salzkammergut Trophy. Und da war mir klar: Im nächsten Jahr werde ich auch super gerne an diesem Marathon teilnehmen. Speziell die steilen Auffahrten werden Sandro sehr viel Freude bereiten!

Auch wenn das E-Bike definitiv nicht meins war, die Region bekommt von mir 10 von 10 Sternen. Die Wege sind super, überall gibt es schöne kleine Einkehrmöglichkeiten auf den Hütten. Dazu die vielen Brunnen an den Wegen die einem die Möglichkeit geben, die Flasche wieder frisch aufzufüllen.

Und die Landschaft ist einfach ein Traum 😊

Nach der Biketour gab es noch ein weiteres Novum für mich: Mein erster Besuch in einem Fischrestaurant. Direkt an einem kleinen See, in dem die Forellen schwimmen. Ich entschied mich für eine geräucherte Forelle mit Mandeln, dazu Kartoffeln.

Das Restaurant war super urig, nicht zu überlaufen und das Essen wirklich schnell auf dem Tisch. Dazu gab es den regionalen Wein.

Um den Tag noch vollends perfekt zu machen, ging es für uns mit einem kleinen privaten Boot einmal über den See. Vorbei an einem kleinen Wasserfall und schlussendlich zu einer Anlegestelle. Die Anlegestelle war sehr einsam und trotzdem 😉 2 nette Musikanten saßen dort. Mit einer Ziehharmonika und einer Tuba und spielten ein Ständchen und tranken dazu regionales Bier.

Nach dem ausstieg wartete ein kleiner Fußmarsch zu einem See zu uns.

Dies hat mir prinzipiell am Salzburgerland richtig gut gefallen. Überall gibt es Wasser. Kleine Wasserfälle, Seen, Quellen und so weiter.

Am See gab es eine entspannte Pause mit der Crew, es wurde gelacht und Spaß gehabt. Frisch gestärkt und erholt, fuhren wir mit dem Boot zurück zum Eingang des Fisch-Restaurants.

Von dort gab es einen schönen Fußmarsch zurück zum Parkplatz. Der Weg dauerte kurze 20 Minuten und führte an einer kleinen Mühle mit hübschem Wasserrad vorbei.

Für den Abend war ein besonderes Highlight geplant: Gemeinsam durften wir in einer Outdoorküche mit dem Koch Christoph Held kochen.

Der Sirius Kogel erwartet seine Gäste mit einer sehr spannenden und exzellenten Küche.

Gemeinsam mit Christoph wurde in der Outdoorküche gekocht. Allerhand regionale Zutaten standen auf dem Plan. Es war unglaublich lecker. Auch das gemeinsame Kochen war ein Highlight. UNd so wurde auch gleich das Gruppengefühl noch mehr gestärkt. Wir hatten einen super spannenden Abend.

Der Abend wurde mit einem exzellenten Wein abgerundet.

Nach einer Nacht mit viel Spaß und wenig Schlaf, ging es auf zu einem letzten Highlight.

Ausschlafen war angesagt 😉 keine Abreise um 5, sondern gemütlich um 8. So konnte der letzte Tag beginnen.

Gemeinsam ging es auf ein Fest in einem der Nahe gelegenen Orte. Bevor es für uns alle wieder zurück nachhause ging.

Vielen lieben Dank für diese schöne Pressereise ins Salzburgerland. Ich werde definitiv wiederkommen.

Auf der Blockline: Der Familien- und Radurlaub im Erzgebirge

17. September 2021

Der Sommer 2021 kam spät. 

Erst im September wurde es richtig sonnig, ohne Regen und mit Temperaturen teils deutlich über 20 Grad. Perfekt also, um noch einmal einige Zeit auf dem Bike zu verbringen. Diesmal sogar mit der Familie. 

Es geht für uns nach Mittelsachsen ins Erzgebirge, das vor allem durch seine lange Bergbaugeschichte bekannt ist. Für mich bedeutet das Erzgebirge immer Radsport 🙂 Meistens gehe ich zum MTB-Techniktraining in den Bikepark nach Klinovec, wo es mit dem Lift den Berg hinauf geht, oder in den Trailpark Rabenberg, wo Auf- und Abfahrt mit dem Bike bewältigt werden. 

Ein persönliches Highlight ist auch immer der Erzgebirgs-Bikemarathon, den ich diesmal zusammen mit einer Freundin gefahren bin. Zu den Witterungsbedingungen am Renntag nur so viel: Fahrerinnen und Bikes wurden gemeinsam mit dem Dampfstrahler geduscht 😀 

Bei diesem Anblick freuen wir uns umso mehr über den Sonnenschein bei unserer Blockline-Tour. Genauer gesagt geht es diesmal ganz in den Osten des Erzgebirges an die tschechische Grenze, nach Holzhau ins Berghotel Talblick, unserem Start- und Zielort für die nächsten drei Bike-Tage. 

Vom Kurort Seiffen, den die meisten sicher für seine Holzkunst kennen, geht es bis zum Wintersportzentrum in Altenberg, verteilt über drei Tagesetappen. Das Hotel muss durch die zentrale Lage in Holzhau zwischen den Etappen nicht gewechselt werden, Halbpension haben wir ebenfalls gebucht und so können wir uns voll und ganz auf das Radfahren konzentrieren. Und wer schon immer mal nach Dresden wollte, erreicht die Stadt an der Elbe in nur 45 Minuten mit dem Auto. 

Wir wollen aber ab aufs Rad und die Erzgebirgslandschaft entlang der Blockline auf insgesamt 140 Kilometern mit über 3000 Höhenmetern erkunden. Besonders sportliche Biker können die Tour auch an einem Tag bewältigen. Wir nehmen uns dafür jedoch die geplanten drei Tage Zeit und genießen die Zeit mit der Familie auf dem Bike in der Natur. Dabei bewegen wir uns typisch Mittelgebirge überwiegend zwischen 600 und 1000 Metern Höhe. Auf diesen Höhen sind wir auch in unserer Heimatstadt Albstadt, wo auch der UCI MTB Weltcup stattfindet, unterwegs und fühlen uns schon am Ausgangspunkt superwohl. 

Geplant sind 53 km und 1140 Hm auf der ersten Etappe, 52 km und 1010 Hm auf der zweiten, und 66 km mit 1240 Hm auf der dritten Etappe. Für die bestmögliche Vorbereitung kann man sich das Blockline Starterpaket dazu buchen, das Informationen, Geschichten und Rätsel rund um die Blockline enthält. 

Loop 2 der Blockline: 52 km, 1010 Hm 

Entgegen der Planung haben wir uns auf Empfehlung des Berghotels Talblick nach beruflich bedingt verspäteter Anreise für die zweite Loop zum Auftakt entschieden. Diese führt direkt vom Hotel hinab nach Holzhau, über den Kannelberg durch die malerischen Täler des Erzgebirges. Im Gimmlitztal, dem Tal der Mühlen, treffen wir nach den ersten nennenswerten Höhenmetern auf die klare, kalte Gimmlitz, die sich mit ihrem naturbelassenen Flusslauf entlang der Wassermühlen durch das Tal schlängelt. Auch heute sind noch einige der Mühlen funktionsfähig. 

Es geht entspannt weiter flussabwärts nach Mulda, wo wir auf unter 500 m ü.NN auf die Holzstatuen von Blockhausen treffen. Für meinen Papa als Schreiner ganz besonders faszinierend 😉 Holz spielte in dem ehemaligen Uhren- und Geigenmacherdorf eine sehr zentrale Rolle. Im ganzen Erzgebirge wurde generell sehr viel mit der Natur gearbeitet, mit und von der Natur gelebt, haben wir den Eindruck. 

(Sportlichen) Wettkampfcharakter bringt die jährlich stattfindende Weltmeisterschaft im Kettensägen nach Blockhausen. Ein 40 Meter langer Holztisch aus einem einzigen Baumstamm der Holzskulpturensammlung hat es ebenfalls ins Guinness-Buch der Rekorde geschafft. 

In Blockhausen kann man wirklich die Zeit vergessen. Es gibt so viel zu entdecken. Faszinierende Holzskulpturen in allen Größen und Formen, eben ein richtiges kleines Dorf aus Holz. Und auch wir haben die Zeit aus den Augen verloren, was uns später noch ein Rennen gegen die Dunkelheit bescheren wird 😉 

In Dorfchemnitz schauen wir noch schnell den Eisenhammer an, einen der ältesten Handwerksbetriebe Sachsens. Auch hier wird die Kraft des Wassers genutzt, um den Schmiedehammer per Wasserrad anzutreiben und mit dessen Unterstützung Handwerkserzeugnisse herzustellen. 

Mit den verbleibenden Kräften (für Essen hatten wir keine Zeit) und voller neuer Eindrücke fahren wir wieder in den Anstieg auf die König-Friedrich-August-Höhe auf über 700 m hinauf und durch Laub- und Nadelwälder über die Höhenwege mit Rampen und weiteren Anstiegen zurück und erreichen mit den letzten Sonnenstrahlen nach einem tollen Sonnenuntergang unseren Start- und Zielort oberhalb von Holzhau. Vor dem Berghotel werden wir – oben angekommen – auch schon von meiner Mama in der Hollywoodschaukel für das Abendessen erwartet. 

Wer Ruhe und Entspannung in der Natur sucht, ist hier genau richtig. Die absolute Stille und schöne Aussicht dieser Loop belohnt uns für die knackigen Rampen mit dem Bike. Am Ende stehen knapp 56 km und 1221 Hm auf unseren Fahrradcomputern. 

Loop 3 der Blockline: 66 km, 1240 Hm

Die längste und wohl anspruchsvollste Blockline-Loop haben wir uns am zweiten Tag vorgenommen. Für uns ganz klar die Königsetappe und der Loop-Favorit! Rauschendes Wasser, große Nadelbäume und blühende Bergwiesen vereint diese Etappe alles in einem.

Von unserem Berghotel geht es wieder hinab nach Holzhau, weiter Richtung Süden. Vorbei an kleinen Bächen mit Wasserrädern und Teichen fahren wir über die typischen Mittegebirgsanstiege nach Neuhausen und dem bekannten Kurort Seiffen. Teilweise auch auf dem Rundkurs des Erzgebirgs-Marathons, inklusive Trails!

In Seiffen kommt erste Weihnachtsstimmung auf, als wir zunächst auf zwei riesige Nussknacker-Figuren aus Holz treffen und anschließend im “Spielzeugmacherdorf” auf die traditionellen Schwibbögen, Holzpyramiden und urigen Räuchermänner. 

Neben der Weihnachtsstimmung kommen Sandro und mir bei unserer Fahrt durch Seiffen auch die Passagen des Erzgebirgs-Bikemarathons wieder bekannt vor, der hier jedes Jahr in Seiffen startet. Schade, dass das Rennevent dieses Jahr bei 12 Grad und Dauerregen “ins Wasser gefallen” ist, die Start- und Zielexpo wäre perfekt gewesen für einen sonnigen Renntag mit Freunden und bekannten Gesichtern. 

Auf ein bekanntes Gesicht treffen wir am Erzgebirgischen Freilichtmuseum in Seiffen, wo uns schon meine Mama erwartet. Wir gönnen uns nach den sportlichen Anstiegen mit teils über 20% Steigung aber zunächst einmal Kaffee, Kuchen und Apfelstrudel, ehe wir zusammen die vielen kleinen Häuser des Freilichtmuseums erkunden. Eine willkommene uns äußerst interessante Pause! 

Das Freilichtmuseum bildet die Bauwerke und Werkstätten des 19. und 20. Jahrhunderts nach. Besonders interessant war für uns das Reifendrehen des Drechslers. Hier kann man von Anfang bis Ende sehen, wie verschiedene Spielzeuge hergestellt werden.

Sonnig führt uns die Blockline auf einen der höchsten Gipfel des Osterzgebirges. Keine Wälder, nur offene, weitläufige Wiesen und ein toller Rundumblick belohnen den Aufstieg. 

Die Blockline führt uns noch einmal direkt entlang der tschechischen Grenze in die pure Natur, wo uns die angekündigten, mit allen Sinnen erlebbaren Natur-Highlights erwarten: Ein ständiger Wechsel von Laub-, Nadel- und Mischwäldern, artenreiche Quellwiesen und Zuflussbäche führen uns auf der dritten Blockline-Loop über einen anspruchsvollen Uphill zur Rauschenbachtalsperre. Auch der vom Aussterben bedrohte Fischotter weiß diese wasserreiche Landschaft zu schätzen und nutzt die Gebiete rund um die Talsperre zur Jagd. 

Von hier aus machen wir uns auf die letzten Kilometer, durch den märchenhaften Wald mit Moos bedeckten Boden, Pilzen und Wasserläufen. Man kann das Holz und die frischen Gräser wirklich riechen, die klare Luft spüren! Diesmal kommen wir über den Berg von oben an unser Hotel und sparen uns die 18%-ige Steigung von gestern. 

Nach 66 Kilometern und 1462 Höhenmetern freuen wir uns auf das verdiente Abendessen im Berghotel! 

Loop 1 der Blockline: 53 km, 1140 Hm

Heute geht es in Richtung Wintersportort Altenberg und Hermsdorf. “Wo Dich Dachs und Rothirsch grüßen” lautet die Kurzbeschreibung der ersten Loop. Und tatsächlich: In nur fünf Minuten sind wir wieder raus aus dem Ort, im ersten Anstieg etwa 100 Höhenmeter zum Warmup hinauf auf die Steinkuppe, wo man auf “Meister Grimbart” trifft. Der Dachs hat sich hier niedergelassen und die Landschaftsgestaltung um den Steinbruch herum übernommen. 

Über einen stillgelegten (Wintersport-)Bahnhof, auf dessen Gelände noch die Überbleibsel des Bahnbetriebes sowie die Streckenführung der Gleise erkennbar sind, geht es weiter in Richtung des Naturschutzgebietes Hemmschau, wo einen die Grillen und das Bienensummen durch den Nadelwald direkt entlang der tschechischen Grenze begleiten. Hätten wir besser unsere Personalausweise einstecken sollen? 

Auf 800-900 Metern höhe fahren wir weiter über kleine Wellen und kurze Rampen. Wobei wir diese Etappe als die entspannteste empfinden, da die meisten Anstiege auf Asphalt- oder Schotterwegen bewältigt werden. 

Nach einem kurzen Stop am Aussichtspunkt vor Altenberg mit toller Weitsicht über das Erzgebirge und die Talsperre von gestern erreichen wir schließlich das Wintersportzentrum Altenberg! “Hier gehen wir im Winter zum Langlaufen hin!”, sind wir uns sofort einig. Das weitläufige Loipennetz ist anhand der Schilder auch mit dem Bike erkennbar. 

Gegen Ende der Loop erwarten uns noch einmal drei längere Anstiege, die es am dritten Tag durchaus in sich haben, zumal Sandro und mir noch unser Radrennen von vor drei Tagen in den Beinen steckt. Aber: Training beginnt am Ende der Komfortzone und diese haben wir heute definitiv erreicht! 

Nach dem letzten 18% Anstieg merken wir nach 53 Kilometern und 1223 Höhenmetern im Hotel angekommen doch die Höhenmeter der letzten Tage in unseren Beinen und denken nun doch noch über einen Ruhetag in Dresden nach 😉 

Sind ja nur 45 Minuten… Und nach 175 km und 3906 Hm können wir den ganz besonders genießen!

Unser Blockline-Fazit 

Die letzten drei Tage durch das Erzgebirge waren wunderschön! Als sportlich ambitionierte Familie kann man mit 4-6 Stunden Fahrtzeit und 1200-1500 Höhenmetern je Etappe planen. Ein Paradies für Bergziegen! 

Die Strecken sind mega abwechslungsreich und können sogar zur Navigation auf den Fahrradcomputer geladen werden. Langeweile kommt hier garantiert nicht auf! 

Als Ausgangspunkt ist das Berghotel Talblick super geeignet. Wirklich nettes Personal inklusive Insider-Empfehlungen und leckerem Essen. Ganz generell sind die Menschen im Erzgebirge einfach nur freundlich, wirken sehr zufrieden und entspannt. Kein Wunder bei dieser Landschaft! 

Indoor-Training im Sommer? 2021 gerne!

7. September 2021

Anzeige. August, 30 Grad und Sonnenschein! Morgens schon zur ersten Einheit aufs Rad, um auch intensive Trainingseinheiten in der frischen Morgenluft trainieren zu können und den restlichen Tag entspannt in der Sonne genießen zu können. Das ist mein Sommer! Aber wohl nicht dieses Jahr.

„Ich glaube nur noch dem Wetterbericht von gestern“, so die Aussage eines Trainingspartners während einer meiner Group-Rides, natürlich im Regen. Im unwetterartigen Regen, wo Rad und Fahrer von oben gleich wie unten geduscht werden und man kaum mehr als das Hinterrad des Vordermannes sieht. 

Mal ehrlich, wie viele Regentage hatten wir diesen Sommer schon? Auch meine diesjährigen Jahreskilometer liegen laut Strava knappe 1.000km hinter meinem letztjährigen Jahressoll von 6.500km MTB und Rennrad. 

Mit Alternativsportarten wie Laufen habe ich dafür mehr Zeit verbracht als im Vorjahr. So habe ich mich erst letztes Wochenende in Lödla bei der Kombi-Veranstaltung „Lödla crosst“ für einen Trail-Run entschieden und wegen der starken Niederschläge, sowie aus zeitlichen Gründen, auf das MTB-Rennen am Nachmittag verzichtet. Ich musste ja mein neues Orbea Orca Rennrad abholen 😉 

Jedenfalls war selbst dieser Trail-Run die reinste Schlammschlacht und die Läufer waren teilweise auf allen Vieren unterwegs, oder rutschten einfach von der Strecke. Teilweise war auch ich beim Laufen in meinem Ruhepuls unterwegs, weil mit meinen glatten Schuhen an wirkliches Laufen nicht zu denken war. Die wirkliche Herausforderung bestand darin, die Traktion zu bewahren 😀 

Crosslauf Lödla
Matsch Rennen Erzgebirgs Bike Marathon
Dampfstrahler putzen nach der Radtour

Umso dankbarer bin ich deshalb für die vielfältigen Möglichkeiten und Alternativsportarten zum Radsport, auch wenn ich doch am allerliebsten auf meinen Rädern unterwegs bin. Als weitere Sportarten überlege ich aktuell, wieder mit dem Schwimmen anzufangen. Über Skiroller habe ich auch schon nachgedacht. Ob Wasserrad auch als Alternativsportart gilt? 

Erstmal bleibe ich aber auf dem Rad, genauer gesagt, dem neuen Renpho A.I Smart Bike, das neu auf den Markt ist. Ich durfte es schon vorher für euch testen und muss sagen, dass das Fahrerlebnis nicht vergleichbar ist mit Spinning-Rädern oder anderen Ergometern aus dem Studio. 

Das Renpho A.I. Smart Bike bietet einem maßgeschneiderte Workouts. Das A.I. steht übrigens für „Artificial Intelligence“, also künstliche Intelligenz. Das moderne Indoor-Bike lernt dich kennen, passt sich also dir und deiner Leistungsfähigkeit an, mit personalisiertem Training für die individuellen Ziele. 

Das Bike kommt in einem schlichten und modernem Design und ist auch sehr schnell zusammengebaut. Durch die integrierten Rollen lässt es sich recht einfach bewegen und ist schnell an der gewünschten Position platziert und nach dem Training wieder aufgeräumt. 

Um in den Genuss der personalisierten Workouts zu gelangen, benötigt das Indoor-Bike ein paar biometrische Körper- und Leistungsdaten. Über die kostenlose App lässt sich das alles easy konfigurieren und einstellen. Die eigene Leistungsfähigkeit kann dabei in einem in einem 15-minütigen Fitnesstest (bekannt als FTP-Test) ermittelt werden. Generell empfiehlt es sich, diese Tests etwa alle vier bis sechs Wochen regelmäßig durchzuführen, damit das Training an den eigenen Trainingsfortschritt angepasst werden kann. Das Smart Bike überwacht den Trainingsfortschritt dabei durch die künstliche Intelligenz eigenständig und nimmt Trainingsanpassungen vor. 

Neben dem Design fällt vor allem die ergonomische Sitzposition mit bequemen, aber nicht zu weichem Sattel und Lenker auf. Alles natürlich einstellbar. Als erstes ist mir die Laufruhe des Renpho Bikes aufgefallen. Es läuft wirklich sehr ruhig, leiser als die smarten Rollen, und stört dadurch keine Nachbarn oder Mitbewohner. 

Wie auch auf dem Fahrrad draußen, kommt der meiste Spaß aber in der Gruppe auf. Ich liebe Group-Rides. In der Gruppe vergeht die Zeit viel schneller und man pusht sich einfach gegenseitig immer nochmal mehr, als wenn man nur allein für sich fährt. Deshalb möchte ich auch wieder öfters versuchen, zumindest an einem Tag in der Woche spätestens um 17:30 Uhr Feierabend zu machen. 

Momentan habe ich an gemeinsamen Gruppen-Trainingseinheiten sogar mehr Spaß, als in den Radrennen. Und das, obwohl ich ansonsten ein Wettkampf-Typ bin und mir immer ein konkretes Ziel setze, das ich erreichen möchte. Dennoch steht bei mir der Spaß im Vordergrund! Und wenn man etwas gerne macht, wird man darin automatisch besser! 

Durch die Konnektivität des Renpho Trainers kann man auch bei Indoor-Einheiten mit Anderen fahren. Entweder über die eigene AI Gym App, oder über die bekannten Plattformen wie Zwift, usw. Die absolvierten Trainings können auch mit Apple Health oder Google Fit verbunden und getrackt werden. 

Zwift ist jedoch meine absolute Lieblingsplattform für Trainingseinheiten auf dem Indoor-Bike. Hier treffe ich immer bekannte Gesichter – zumindest virtuell. Vor allem lange Grundlagen-Einheiten fahre ich persönlich nicht so gerne auf der Rolle. Durch die Interaktion mit Freunden werden aber selbst diese Einheiten sehr kurzweilig. Neben der Möglichkeit, über Smartphone oder Tablet mit Freunden zu fahren, verfügt das Smart Bike auch noch über ein eigenes kleines Display, das die wichtigsten Trainings- und Fahrdaten gut lesbar anzeigt. 

Mit dem Zugang zu über 70 Fitnesskursen wird mir in nächster Zeit erst mal nicht langweilig und ich habe auch bei schlechtem Wetter vielzählige Alternativen. 

Dennoch steht uns der Winter ja noch bevor und ich hoffe auch im September noch auf ein paar sonnige und warme Tage. Das Licht muss mittlerweile aber wieder standardmäßig ans Rad, gerade bei den Trainings am Abend wird es schon wieder früh dunkel. 

Zusätzlich zum Ausdauertraining baue ich aktuell wieder mehr Dehnübungen in meinen Tagesablauf ein. Auch leichte Stabi- und Krafteinheiten kommen in nächster Zeit wieder auf den Plan. Trotzdem ich nächstes Jahr erst einmal ohne Lizenz fahren werde, möchte ich weiterhin für mich trainieren. Und dieses Jahr habe ich meine Lizenz ja noch. 

Ob ich zum Abschluss noch einmal Cross-Rennen fahre, hängt von meinem Arbeitspensum ab. Ich freue mich aber definitiv schon auf das Skifahren und Skilaufen und hoffe auf einen schneereichen Winter. Nachdem wir ja schon einen regenreichen Sommer hatten, wäre das ein Ausgleich und schon mal eine super Grundlage für eine gute Form in 2022.