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Indoor-Training im Sommer? 2021 gerne!

7. September 2021

Anzeige. August, 30 Grad und Sonnenschein! Morgens schon zur ersten Einheit aufs Rad, um auch intensive Trainingseinheiten in der frischen Morgenluft trainieren zu können und den restlichen Tag entspannt in der Sonne genießen zu können. Das ist mein Sommer! Aber wohl nicht dieses Jahr.

„Ich glaube nur noch dem Wetterbericht von gestern“, so die Aussage eines Trainingspartners während einer meiner Group-Rides, natürlich im Regen. Im unwetterartigen Regen, wo Rad und Fahrer von oben gleich wie unten geduscht werden und man kaum mehr als das Hinterrad des Vordermannes sieht. 

Mal ehrlich, wie viele Regentage hatten wir diesen Sommer schon? Auch meine diesjährigen Jahreskilometer liegen laut Strava knappe 1.000km hinter meinem letztjährigen Jahressoll von 6.500km MTB und Rennrad. 

Mit Alternativsportarten wie Laufen habe ich dafür mehr Zeit verbracht als im Vorjahr. So habe ich mich erst letztes Wochenende in Lödla bei der Kombi-Veranstaltung „Lödla crosst“ für einen Trail-Run entschieden und wegen der starken Niederschläge, sowie aus zeitlichen Gründen, auf das MTB-Rennen am Nachmittag verzichtet. Ich musste ja mein neues Orbea Orca Rennrad abholen 😉 

Jedenfalls war selbst dieser Trail-Run die reinste Schlammschlacht und die Läufer waren teilweise auf allen Vieren unterwegs, oder rutschten einfach von der Strecke. Teilweise war auch ich beim Laufen in meinem Ruhepuls unterwegs, weil mit meinen glatten Schuhen an wirkliches Laufen nicht zu denken war. Die wirkliche Herausforderung bestand darin, die Traktion zu bewahren 😀 

Crosslauf Lödla
Matsch Rennen Erzgebirgs Bike Marathon
Dampfstrahler putzen nach der Radtour

Umso dankbarer bin ich deshalb für die vielfältigen Möglichkeiten und Alternativsportarten zum Radsport, auch wenn ich doch am allerliebsten auf meinen Rädern unterwegs bin. Als weitere Sportarten überlege ich aktuell, wieder mit dem Schwimmen anzufangen. Über Skiroller habe ich auch schon nachgedacht. Ob Wasserrad auch als Alternativsportart gilt? 

Erstmal bleibe ich aber auf dem Rad, genauer gesagt, dem neuen Renpho A.I Smart Bike, das neu auf den Markt ist. Ich durfte es schon vorher für euch testen und muss sagen, dass das Fahrerlebnis nicht vergleichbar ist mit Spinning-Rädern oder anderen Ergometern aus dem Studio. 

Das Renpho A.I. Smart Bike bietet einem maßgeschneiderte Workouts. Das A.I. steht übrigens für „Artificial Intelligence“, also künstliche Intelligenz. Das moderne Indoor-Bike lernt dich kennen, passt sich also dir und deiner Leistungsfähigkeit an, mit personalisiertem Training für die individuellen Ziele. 

Das Bike kommt in einem schlichten und modernem Design und ist auch sehr schnell zusammengebaut. Durch die integrierten Rollen lässt es sich recht einfach bewegen und ist schnell an der gewünschten Position platziert und nach dem Training wieder aufgeräumt. 

Um in den Genuss der personalisierten Workouts zu gelangen, benötigt das Indoor-Bike ein paar biometrische Körper- und Leistungsdaten. Über die kostenlose App lässt sich das alles easy konfigurieren und einstellen. Die eigene Leistungsfähigkeit kann dabei in einem in einem 15-minütigen Fitnesstest (bekannt als FTP-Test) ermittelt werden. Generell empfiehlt es sich, diese Tests etwa alle vier bis sechs Wochen regelmäßig durchzuführen, damit das Training an den eigenen Trainingsfortschritt angepasst werden kann. Das Smart Bike überwacht den Trainingsfortschritt dabei durch die künstliche Intelligenz eigenständig und nimmt Trainingsanpassungen vor. 

Neben dem Design fällt vor allem die ergonomische Sitzposition mit bequemen, aber nicht zu weichem Sattel und Lenker auf. Alles natürlich einstellbar. Als erstes ist mir die Laufruhe des Renpho Bikes aufgefallen. Es läuft wirklich sehr ruhig, leiser als die smarten Rollen, und stört dadurch keine Nachbarn oder Mitbewohner. 

Wie auch auf dem Fahrrad draußen, kommt der meiste Spaß aber in der Gruppe auf. Ich liebe Group-Rides. In der Gruppe vergeht die Zeit viel schneller und man pusht sich einfach gegenseitig immer nochmal mehr, als wenn man nur allein für sich fährt. Deshalb möchte ich auch wieder öfters versuchen, zumindest an einem Tag in der Woche spätestens um 17:30 Uhr Feierabend zu machen. 

Momentan habe ich an gemeinsamen Gruppen-Trainingseinheiten sogar mehr Spaß, als in den Radrennen. Und das, obwohl ich ansonsten ein Wettkampf-Typ bin und mir immer ein konkretes Ziel setze, das ich erreichen möchte. Dennoch steht bei mir der Spaß im Vordergrund! Und wenn man etwas gerne macht, wird man darin automatisch besser! 

Durch die Konnektivität des Renpho Trainers kann man auch bei Indoor-Einheiten mit Anderen fahren. Entweder über die eigene AI Gym App, oder über die bekannten Plattformen wie Zwift, usw. Die absolvierten Trainings können auch mit Apple Health oder Google Fit verbunden und getrackt werden. 

Zwift ist jedoch meine absolute Lieblingsplattform für Trainingseinheiten auf dem Indoor-Bike. Hier treffe ich immer bekannte Gesichter – zumindest virtuell. Vor allem lange Grundlagen-Einheiten fahre ich persönlich nicht so gerne auf der Rolle. Durch die Interaktion mit Freunden werden aber selbst diese Einheiten sehr kurzweilig. Neben der Möglichkeit, über Smartphone oder Tablet mit Freunden zu fahren, verfügt das Smart Bike auch noch über ein eigenes kleines Display, das die wichtigsten Trainings- und Fahrdaten gut lesbar anzeigt. 

Mit dem Zugang zu über 70 Fitnesskursen wird mir in nächster Zeit erst mal nicht langweilig und ich habe auch bei schlechtem Wetter vielzählige Alternativen. 

Dennoch steht uns der Winter ja noch bevor und ich hoffe auch im September noch auf ein paar sonnige und warme Tage. Das Licht muss mittlerweile aber wieder standardmäßig ans Rad, gerade bei den Trainings am Abend wird es schon wieder früh dunkel. 

Zusätzlich zum Ausdauertraining baue ich aktuell wieder mehr Dehnübungen in meinen Tagesablauf ein. Auch leichte Stabi- und Krafteinheiten kommen in nächster Zeit wieder auf den Plan. Trotzdem ich nächstes Jahr erst einmal ohne Lizenz fahren werde, möchte ich weiterhin für mich trainieren. Und dieses Jahr habe ich meine Lizenz ja noch. 

Ob ich zum Abschluss noch einmal Cross-Rennen fahre, hängt von meinem Arbeitspensum ab. Ich freue mich aber definitiv schon auf das Skifahren und Skilaufen und hoffe auf einen schneereichen Winter. Nachdem wir ja schon einen regenreichen Sommer hatten, wäre das ein Ausgleich und schon mal eine super Grundlage für eine gute Form in 2022. 

In alter Manier auf dem MTB und dank meinem neuen Orbea-Rennrad vielleicht auch mal das ein oder andere Rennrad-Rennen.  

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Urlaub in Dorf Tirol- Mountainbiken, wandern und die Sonne genießen

6. September 2021

Das letzte Jahr war für uns alle eine Herausforderung, glücklicherweise gehöre ich zur Gruppe, die mehr Arbeit hatte als jemals zuvor. 

Deshalb wurde es Zeit für einen Urlaub! Zur Auswahl standen Polen, Italien und Tschechien, nachdem ich schon seit langem das Trailgebiet Nove Mesto Pod Smrkem erkunden möchte, welches zwischen Tschechien und Polen liegt.

Schlussendlich wurde es, aufgrund des Wetters, aber dann doch Italien. Nachdem wir letztes Jahr den Gardasee erkundet haben, wollte ich dieses Jahr ein anderes Gebiet sehen. Somit wurde es der kleine Ort Dorf Tirol/Tirolo in Südtirol, direkt über Meran. 2019 waren wir bereits nach dem Hero mehrere Tage in Bozen. Unter anderem sind wir damals von Bozen über den asphaltierten und gut ausgeschilderten Radweg nach Meran geradelt. Mit der halben Familie war das Ganze ein Riesenspaß. 

Dieses Jahr wollten wir eine Mischung zwischen Aktiv- und Erholungsurlaub. Mit Radfahren, Wandern und Schwimmen, aber auch mit Sonne und Pool. 

Das perfekte Hotel haben wir dabei “Am Sonnenhang” gefunden. Das 2020 erbaute Hotel ist ein familiengeführtes Hotel im Herzen von Dorf Tirol. Mit 2 Schwimmbecken, davon ein Salzwasserpool, einem Whirlpool, Fitnessstudio, und täglichen Sportaktivitäten, genau was wir gesucht haben. 

Weinbei Sonnenuntergang
Vine o´clock
Der Pool des Hotel Sonnenhang
Blühende Blumen im Garten

Von Jena ging es deshalb extrem früh los, 7,5 Stunden sagte unser Navi voraus. Das war früher von Albstadt aus doch deutlich näher 🙂 

Über München ging es ab auf die Brennerautobahn, über Bozen, Meran und schließlich hoch nach Dorf Tirol. 

Italien begrüßte uns mit freundlichen 30 Grad und Sonnenschein. Dieses Wetter blieb auch konstant über alle 10 Tage. Eine wahre Freude, nach dem vielen Regen in Deutschland zuvor. Im Hotel angekommen gab es einen abschließbaren Bike-Raum und wir wussten, unsere Bikes sind gut und sicher untergebracht. 

Im Anschluss an die lange Fahrt ging es für uns am ersten Tag nur noch in den Whirlpool mit fantastischem Blick über Meran und das Etschtal und schließlich zum Abendessen, dem hervorragenden Gala-Dinner.  

Jeden Abend gab es zwischen 4 und 5 Gängen, dazu ein riesiges, frisches Salatbuffet. Ein wahrer Traum. So waren wir meist tagsüber aktiv unterwegs und abends wieder im Hotel. 

Da wir relativ viel Sport in der Zeit gemacht haben, war das reichhaltige Frühstücksbuffet perfekt. Viele gesunde und nahrhafte Lebensmittel wurden aufgetischt. Vom frischen Obst, über die regionale Milch, sowie die regionalen Eier und Eierspeisen. Einige Speisen stammen auch direkt von der hoteleigenen Alm. 

Auch im Urlaub mag ich Routine. Jeden Morgen wird im Hotel um 8 Uhr eine Yoga-Session mit der Gastgeberin angeboten. Auf der Dachterrasse kommt man dabei schon am frühen Morgen mit den ersten Sonnenstrahlen ordentlich ins Schwitzen, mit einer Rundum Aussicht auf die malerischen Berge und Täler, inklusive Kirchturm. 

Im Wechsel werden Dehnübungen und Kraftübungen unter Anleitung durchgeführt. Dabei geht es vor allem um die Rumpfmuskulatur, welche für uns Radfahrer und Läufer sehr wichtig ist. Bereits am dritten Tag habe ich eine deutliche Verbesserung gespürt. Physisch und mental. 

Yoga auf der Sonnenterrasse

Fast immer habe ich meine Tage mit Yoga gestartet, dann Zeit am Pool und kitschige Bücher lesen, nachmittags etwas Aktives, abends dann lecker essen und entspannen. Die große Terrasse ist perfekt für einen Wein oder Cocktail, um die warmen Abende mit leiser Musik und toller Aussicht entspannt ausklingen zu lassen. 

Am nächsten Tag ging es auf eigene Faust los zur ersten Radtour, durch das Passeiertal. Genau wie Sandro es liebt, ging es erst einmal nur bergauf. 

Das ganze auch noch ziemlich steil. 

Oben angekommen war ich froh, als wir endlich den Traileinstieg gefunden hatten. Der Trail mit vielen großen Steinen, und einem Wasserfall hat uns für die Auffahrt mit bis zu 22% mehr als entschädigt.

Sandro hat sich dabei direkt für ein Eisbad im frischen Bergwasser für die perfekte Regeneration entschieden. 

Passeiertal Radfahrt
Dorftirol Radfahrer
Steile Auffahrt

Ausgeschilderte Radwege zu finden, war in Tirolo leider wirklich schwierig… Für einen Mountainbike-Urlaub sind sicher andere Orte in Südtirol besser geeignet. Für uns war es allerdings kein Problem, wir wollten sowieso hauptsächlich Urlaub machen und kein Trainingslager.

Nachdem wir uns beim Abendessen mit der Gastgeberfamilie unterhalten haben, hatte diese eine wunderbare Idee: Wir durften mit unseren eigenen Rädern zur E-Bike-Tour mit. 

Um 10.30 ging es los, fix die Räder auf den Anhänger laden, und dann ab in den VW-Bus. So hatten wir auch Gelegenheit, ein paar der anderen Hotelgäste kennenzulernen. Dadurch wurde der Tag zu einer Radtour mit Freunden.

Für die Radtour wurden wir mit dem hoteleigenen Shuttle mit Anhänger. Zur hoteleigenen Alm auf etwa 1400 Metern, wo zum Beispiel die Erdbeeren für das Frühstück angepflanzt werden, über Hafling gefahren. Von diesem idyllischen Startpunkt ging es gemeinsam los auf die geführte 2 Stunden Tour. 



Da die anderen Fahrer auf dem E-Bike unterwegs waren, war es definitiv ein ordentliches Training. Und so ging es auf einer Rundstrecke von Alm zu Alm. 

Ein besonderes Highlight war der Aufstieg zum Stoanerne Mandln. Dieser hat uns einen wunderbaren Blick auf die Dolomiten geboten. 

Der Gipfel liegt auf 2086 Metern Höhe. 

Da unsere Tour einige Steigungen und auch spaßige Trails in sich hatte, kamen am Schluss über 1000 Höhenmeter zusammen. Kleiner Tipp: Kühe,die sich in den Trail legen, erwarten eine Streicheleinheit!

Radfahrt mit Besuch einer Kuh
Stoanernes Mannle

Und einen selbstgemachten Schnaps gab es auf unserer Tour auch noch;) 

Um kein Trainingslager aus unserem Urlaub zu machen, stand am nächsten Tag ein Sightseeing Tag an.

Wir entschlossen uns zu einem langen Spaziergang nach Meran. 

Grob 7 Kilometer sind es von Dorf Tirol in die wunderschöne Innenstadt von Meran. 

Der Weg führt durch die Weinberge, und ist deshalb sehr kurzweilig. 

Meran bietet eine sehr schöne Stadt mit viel Abwechslung. Egal ob Einkaufen, Essen, Erholung oder Sport. Hier kommt jeder auf seine Kosten. 

Sandro und ich haben uns nach unserer Wandertour direkt ein Café an der Etsch gesucht und die Zeit einfach mit einem großen italienischen Eisbecher genossen. In diesem Café waren wir übrigens bereits 2019, als wir nach dem Hero mit der Familie noch ein paar Tage in Bozen verbracht haben. 

Der Weg von Meran nach Tirolo zurück kann auch mit einer lustigen kleinen Seilbahn, eher einem kleinen Einsitzer aus den 50ern, bewältigt werden. Schneller seid ihr allerdings dadurch nicht 😉 Aber es ist ein Touri Highlight. 

Meeran
Meeran Gondel
Weinberg Meeran

Wir haben uns an diesem Tag allerdings für den Fußweg nach oben entschieden. 

Am nächsten Tag stand endlich die erste richtige Wanderung auf dem Programm. Vom Hotel weg spazierten wir zu der Talstation der Gondel. Mit der Gondel ging es in 5 Minuten den Berg hinauf. 

Der Wanderrucksack war übrigens netterweise bereits in unserem Hotelzimmer vorbereitet. 

Die Seilbahn brachte uns direkt auf den Hochmut, auch der Aufstieg von Tirolo ist in 1.5 -2.5 Stunden zu Fuß machbar, aber wir wollten uns lieber direkt oben ein bisschen umsehen und frische Bergluft schnuppern. Die Bergstation liegt auf 1400 Metern, also noch kein Höhentraining, sondern eher eine aktiv Genussrunde 😉 

Nachdem wir uns die Schilder der verschiedenen Routen angeschaut hatten, entschieden wir uns für eine Wanderung zu einer Alm, mit einer Wanderzeit von 2 Stunden. 

Meine letzte richtige Wanderung in den Bergen ist sicherlich 10 Jahre her. Damals war ich mit Freunden auch in Südtirol. 

Deshalb war es anfangs doch erst wieder sehr ungewohnt. Meine Schuhe waren wahrscheinlich auch nicht ganz optimal. Aber von Minute zu Minute wurde es wieder besser und gewohnter und der Respekt vor der Höhe weniger. 

Wanderung Südtirol
Wanderung zusammen in Südtirol
Portrait Foto Wanderung

Je höher wir kamen, umso kühler wurde es, trotz Sonnenschein und wunderschöner Aussicht. Durch die Bewegung konnten wir aber die ganze Wanderung in T-Shirt und kurzer Hose bewältigen. 

Zum Teil gab es sogar noch Schnee und bei mir kam direkt die Vorfreude auf die Skisaison wieder auf. 

Schlussendlich gingen die 10 Tage Urlaub wie immer viel zu schnell vorbei. Trotzdem bin ich immer noch extrem dankbar für diese tolle Zeit in den Bergen Südtirols. 

Mein Leben selbst bestimmen zu können, gefällt mir an der Selbstständigkeit immer noch am besten. 

fahrrad fahrradfahren Sport

Indoor Training, Rollentrainer

11. Februar 2021

Die größten Vorteile des Trainings zu Hause, auf dem eigenen Fahrrad. Kooperation mit Elite.

Spätestens seit den ersten Lockdowns in Europa haben Rollentrainer seit dem letzten Jahr einen extremen Aufschwung erhalten.

So bin ich als ELITE-Ambassador besonders happy, dass ich noch einen smarten Rollentrainer bekommen habe, bevor diese überall ausverkauft waren.

Durch die Ausgangsbeschränkungen war das Ausdauertraining in vielen Ländern lange Zeit nur sehr schwer möglich. Und viele Sportler hatten keine andere Möglichkeit, als auf dem Rollentrainer zu trainieren.

Rollentrainer gibt es in den verschiedensten Ausführungen. Solltest du noch nicht ganz so tief in diesem Thema drin sein, empfehle ich dir diesen Blogartikel

Langweiliges Rollentraining und stupides strampeln gehört mittlerweile der Vergangenheit an. Neue interaktive Rollentrainer garantieren jede Menge Spaß und simulieren ein richtig reales Fahrgefühl. Vor allem Bergauf 😉 Durch anspruchsvolle Intervalltrainings und harte Rennsimulationen wirst du in kürzester Zeit fit!

Mittlerweile gibt es richtig coole Plattformen, die aus deinem Training mehr oder weniger ein Spiel machen. Das hebt die Motivation ungemein und fordert den eigenen Ehrgeiz. Dazu empfehle ich sehr intensives Intervalltraining, dann ist das Training schon nach einer Stunde erfolgreich abgehakt =)

Einige Vorteile des Rollentrainings möchte ich dir hier aufzeigen.

Was brauchst du, um mit dem Rollentraining zu starten?

Elite Direto XR

Ein Fahrrad. Am Besten ein Rennrad, allerdings geht auch ein Mountainbike.

Die meisten Rollentrainer sind für Räder zwischen 20 und 29 Zoll Reifen.

Dazu einen Rollentrainer, mindestens zwei Trinkflaschen, ein Handtuch und optional einen Ventilator.

Denn es wird schwitzig! Auf dem Rollentrainer wirst du teilweise richtig viel Wasser verlieren.

Eine Matte unter dem Rad ist sehr empfehlenswert. Zum einen wegen dem Schweiß, den du natürlich nicht auf deinem Boden haben möchtest, und zum anderen macht es dein Training durch die gedämpfte Geräuschkulisse deutlich leiser. Die neuesten Rollentrainer auf dem Markt sind bereits sehr leise, aber nicht alle von uns haben ein eigenes Haus 😉 Vor allem wenn jemand in einem Mehrfamilienhaus wohnt, ist es definitiv wichtig.

Bevor du allerdings mit dem Rollentraining beginnst, nutze die Möglichkeit, innerhalb deines Trainingsprogrammes, einen FTP-Test zu machen.

Vorteil Nummer 1: Erfolge sind einfach messbar.

Ein FTP-Test ist eine gute Möglichkeit, deine Leistungsdiagnostik Zuhause zu machen. Denn ohne FTP-Test werden zu Beginn anhand deiner Angaben wie Geschlecht, Alter und Gewicht, Annahmen getroffen und dein Trainingsplan wird auf diesen Durchschnittswerten aufgebaut.

Diese Werte können aber in beide Richtungen extrem falsch für dich sein. Entweder sind die Werte für dich viel zu hoch gegriffen und du fährst dich kaputt, anstatt eine gute Form aufzubauen. Oder sie sind viel zu niedrig und setzen überhaupt keinen oder nur einen geringen Trainingsreiz.

Ebenfalls geht die neue Trainingsmethodik überall in Richtung Intervallbasiertes Training, anstatt rein auf die Umfänge. Auch bei mir selbst konnte ich rasch feststellen, dass meine Form schnell besser wurde, nachdem ich mein Training auf die Intervallbasierte Weise umgestellt habe. Durch das Rollentraining mit den schon sehr genauen Wattwerten werden Fortschritte und Erfolge nicht nur spürbar, sondern auch messbar und sichtbar.

Zudem versuche ich auch, meine Ernährung an mein Training anzupassen. Je nach gewünschtem Trainingseffekt. Momentan möchte ich gerne noch meine Fettpölsterchen ein bisschen schmelzen lassen.  Deshalb fahre ich häufig intensive Einheiten am späten Nachmittag und trinke danach nur noch einen Protein Shake, sodass sich die Kohlenhydratspeicher so gut als möglich leeren und mein Körper dann nachts in den „Sleep-low“-Modus geht. Der Körper muss aber natürlich erst lernen, mehr Fette statt Kohlenhydrate zu verbrennen. Deshalb dauert dieser Anpassungsprozess einige Wochen bzw. Monate. Sei geduldig mit dir, die Ergebnisse kommen 😊

Indoor Rollentrainer Elite

Vorteil Nummer 2: Kurz und knackig

Rollentraining darf auch generell nicht unterschätzt werden, denn es ist deutlich komprimierter und dadurch intensiver als „Radfahren“. Denn es gibt kein Bergab, keine Ebene zum Rollen, es muss konstant getreten werden, Rollphasen gibt es nicht. Der Unterschied wird dir schnell bewusst werden. Bereits nach wenigen Einheiten. Nach einer Stunde ist man hier bei einem intensiven Trainingsprogramm vollkommen fertig. Durch die intensiven Einheiten ist es umso wichtiger, für sich einen guten Trainingsplan zu wählen.

Den perfekten Trainingsplan zu finden, ist wohl in etwa so schwer zu finden, wie eine perfekte Jeans. Denn jeder Körper ist anders, jede Person ist anders, und jeder hat ganz eigene Ziele.

Egal, ob es um die Steigerung der Fitness geht, die Verbesserung einer bestimmten Zeit, oder ein bestimmtes Rennen. Jeder möchte sein individuelles Ziel erreichen.

Deshalb gibt es auch unzählige verschiedene Trainingspläne. Beispielsweise beim Marktführer Zwift. Hier gibt es direkt innerhalb der App Pläne zum Auswählen. Lies die Beschreibungen genau und überlege, ob sie wirklich zu deinen Zielen passen. Bei Zwift habe ich mich deshalb für den Plan „Single Track Slayer“ für Cross-Country Mountainbiker entschieden. Eingespannt ist bei mir aber das Rennrad.

Vorteil Nummer 3: Flexibilität und Zeiteffizienz  

Rollentraining richtig ausgeführt ist extrem gutes und zeiteffizientes Training!

Denn die guten Rolleneinheiten bestehen aus einem bunten Mix verschiedener Intervalle. Kurz und knackig mit vielen Intervallen oder auch weniger, dafür lange, Intervalle mit weniger Intensität.

2-4 Mal in der Woche versuche ich, auf dem Rollentrainer zu trainieren, wenn draußen zu wenig Schnee liegt, um auf die Langlauf-Ski zu wechseln, oder ich abends erst sehr spät von der Arbeit nach Hause komme. Die restlichen Trainings gestalte ich mit Krafttrainings und Läufen. Vor allem Cross-Läufe durch den Wald, bergauf und bergab, machen mir große Freude und halten meinen Körper fit.

Nummer 4: Weniger Wäsche und weniger Radkleidung kaufen

Sich für einen kompletten Winter auf dem Rad auszurüsten, kann ganz schön kostenintensiv werden.

Beim Indoor-Training sparst du dir teure Anschaffungen von Winterkleidung. Weder Winterjacke noch Handschuhe oder Winterschuhe wirst du brauchen. An manchen Tagen wird dir sogar das Radtrikot zu warm sein.

Und auch auf die Waschmaschine hat das Rollentraining eine positive Auswirkung. Der komplette Zwiebellook muss nicht gewaschen werden. Sondern einfach nur ein Trikot-Satz.

Nummer 5: Keine Überschuhe!!

Außerdem hat die Rolle noch einen entscheidenden Vorteil im Winter 😉: Keine Überschuhe anziehen zu müssen😉

Nummer 6: Werte und Kennzahlen

Da während deinem Training meist dein Bildschirm direkt vor dir steht, kannst du dieses Training auch nutzen, um dich richtig einschätzen zu lernen.

Mein Rollentrainer von Elite, der Direto XR, sendet direkt alle gewünschten Daten, Werte und Informationen an meinen Laptop. So lerne ich wichtige Kennzahlen über meinen Körper und kann diese einordnen. Beispielsweise, wie hoch ist meine Trittfrequenz wirklich? Welches Gefühl habe ich? Und wie weit sind diese Werte auseinander?

Dasselbe gilt für die Wattzahlen. Wie groß ist die Differenz zwischen Gefühl und Wirklichkeit?

Schon nach wenigen Trainingseinheiten wirst du merken, wie sich diese Werte angleichen.

Auch andere Dinge kannst du während dem Rollentraining perfekt ausprobieren. Beispielsweise einbeinig fahren und so weiter.

Die verschiedenen Trainingsplattformen geben dir immer wieder tolles und detailliertes Feedback. Und dazu wird aus sportwissenschaftlicher Sicht oft erklärt, wofür welches Training genau genutzt wird.

Welche Trainingsmethode nutzt du gerne?

Sport

Langlauf „Skating“ – Sommersportler werden im Winter gemacht

14. Januar 2021

Wie du deine Performance auf dem Mountainbike und Rennrad ganz leicht über den Winter steigern kannst

Solltest du dich mit professionellen Radsportlern über das Thema Wintertraining unterhalten, wird früher oder später immer das Wort „Skating“ bzw. „Cross-Country Skiing“ fallen.

Nicht umsonst sagten auch ehemalige XC Weltmeister in einem Interview, dass sie jeden Winter mindestens 1000 Kilometer Skilanglauf als Basis für die nächste Saison betreiben.

Was bei den Profis so gut hilft, dachte ich mir, kann bei mir auch nicht schaden. Und so habe ich 2018 zum ersten Mal auf Skating Ski gestanden.

XC Cross Country Skiing in Meßstetten auf der Nachtloipe

Da ich Abfahrt-Skifahren kann, war ich mir sicher, es würde einfach werden.

War es nicht. Anfangs lag ich mehr im Schnee als zu fahren und durch den enormen Kraftaufwand war ich nach 30 Minuten vollkommen am Ende.

Das ist jetzt aber nicht der Moment, in dem du dich nach einer Alternative umsehen solltest. 😉 Denn ich verspreche dir, auch du wirst es mit ein wenig Geduld und Anleitung lernen. 😊

Aller Anfang ist schwer, besonders beim Skating. Denn fehlende Technik wird durch Kraft ersetzt.

Langlaufen in Burgfelden auf der Schwäbischen Alb

Stück für Stück wirst du dich allerdings sehr schnell verbessern und einen wahnsinnig intensiven Trainingseffekt mitnehmen.

Skating-Skilanglauf unterscheidet sich sehr stark vom klassischen Langlauf. Die Ausrüstung ist meist komplett anders. Die Skating-Ski haben keine sogenannten Schuppen, wie es bei den klassischen Langlaufski der Fall ist, damit der Skating-Ski flüssig vorwärts gleiten kann. Die Grundstellung der Ski beim Skating ist immer im leichten V. Von hier aus gleitest du abwechselnd mit dem linken und rechten Ski nach vorn. Praktisch wie Inliner oder Schlittschuh laufen. Die Stöcke sind beim Skating-Skilanglauf auch länger als in der klassischen Technik, um einen stärkeren Schub mit größerer Armschwingung zu erreichen.

Beim Stockeinsatz (und auch der Beinarbeit) unterscheidet man zwischen dem schnellen 1:1, der 2:1 Pendeltechnik und der 2:1 Bergtechnik. Die schnelle 1:1 Technik bedeutet ein Stockeinsatz und ein Skieinsatz. Setzt der rechte Ski auf, wird rechts „eingestockt“, kommt der linke Ski zum Einsatz, wird links „eingestockt“. Diese Technik ist besonders für die Ebene und den leichten bis mäßigen Anstieg geeignet, um schnell voranzukommen.

Diese Technik ist allerdings auch sehr schwierig, erfordert neben einem ausgeprägten Gleichgewichtssinn und langer Gleitfähigkeit, viel Kraft und Ausdauer.

Deshalb empfehle ich für den Anfang die 2:1 Technik, ganz zu Beginn auch erst einmal, ohne Stöcke zu Laufen, um den sogenannten Schlittschuhschritt zu erlernen. Schließlich kommt bei korrekter Ausführung die meiste Kraft aus den Beinen, die ja auch über einen viel größeren und kräftigeren Muskel verfügen. Der Stockeinsatz kommt unterstützend hinzu und verleiht zusätzlichen Schub und ein etwas Stabilität.

Bei der 2:1 Technik kommt ein Stockeinsatz beider Arme beispielsweise gemeinsam mit dem rechten Ski und der linke Ski wird ohne Stockeinsatz nach vorne geschoben. Auf jeden zweiten Schritt mit dem Ski kommt also einmal die Unterstützung der Arme hinzu. Rechtshänder bevorzugen eher den rechten Stockeinsatz und somit den rechten Armeinsatz als Führungshand, Linkshänder andersrum. 

Je besser deine Technik wird, umso kraftschonender und effektiver wird dein Training. Nebenbei verbessern sich auch mit fortschreitender Technik die Laufgeschwindigkeiten merklich.

Winter Wunderland Meßstetten, klassische und Skating Loipe am Alten Hau

Das Langlauf-skaten ähnelt dem Mountainbiken sehr, wenn man Muskelgruppen und Kraft-Ausdauerverhalten vergleicht. Kraftschnelligkeit ist gefragt, am Berg brauchst du eine starke Explosivität. Die Anstiege beim Skilanglauf sind deutlich kürzer als beim Mountainbiken, stehen sich allerdings bei der Intensität um nichts nach.

Meistens sind die Runden sehr hügelig und du hast nur wenig Zeit, dich zu erholen. Viele Runden ähneln einem XC Kurs mit dem ständigen Auf- und Ab. Dadurch wird das Langlaufen auch sehr kurzweilig. Eine Stunde auf den schmalen Brettern vergeht wie im Flug.

Auch macht es dir das Wetter mal schwerer und mal leichter. Wenn es besonders eisig ist, wirst du deutlich schneller unterwegs sein, wenn du Tiefschnee oder sulzigen Schnee hast, wird es deutlich kraftintensiver und anstrengender.

Der Skating Sport ist bisher der einzige, den ich kenne, bei dem der Fortschritt so offensichtlich ist. Bei jeder zweiten bis dritte Einheit wirst du eine Verbesserung deiner Zeit bemerken. Nach zwei Wochen mit jeweils 4 bis 8 Stunden die Woche, wirst du eine deutlich schnellere Zeit fahren.

Aber auch deine Muskulatur wird sich in kürzester Zeit anpassen. Bereits nach zwei Wochen wirst du den Unterschied im Spiegel sehen. 😊 Und ab dann wird es dir richtig Spaß machen. Neben den Beinen, die durch das Radfahren ganzjährige Belastung gewohnt sind, trainiert Cross-County Skilanglauf zusätzlich die Rumpf-, Rücken- und Oberkörpermuskulatur.

Nichts desto trotz ist XC Skilanglauf eine enorme Belastung für den Körper. Deshalb packe dir immer einen Eiweiß Shake ein, den du direkt auf der Heimfahrt genießen kannst. Umso schneller, umso besser. Schön kühl wird dieser im Auto von selbst. Bei uns fliegen mittlerweile nur noch die Ski ins Auto und dann werden die Shakes verteilt, noch bevor wir wieder im Auto sitzen.

Hier kann ich besonders den Zitrone Quark Shake von 4 you E-Health empfehlen. (Mit „lelia10“ bekommt ihr einen Rabatt)

Durch die hohe Anstrengung wird es während der Aktivität auf den Ski ordentlich warm. Deshalb solltest du dich nicht zu warm anziehen. Eine dicke Ski Jacke wird dich verkochen. Am besten geeignet ist hier eine Primaloft Jacke, da man hier deutlich weniger schwitzt.

Auch das Zwiebel Prinzip ist hier super geeignet, Unterzieh Shirt, Sportpullover und dann Jacke sind bei Temperaturen zwischen -10 Grad bis 0 Grad wirklich angenehm. Bei Temperaturen um 0 Grad reicht auch ein dünnes Sportshirt unter einer Primaloft Jacke oder Wintersportjacke.

Die Stocklänge und Skilänge sollten unbedingt bei jedem Hersteller vorher abgefragt werden, denn hier gibt es enorme Unterschiede. Manche Hersteller gehen auf das Gewicht, manche auf die Größe der Person und manche beides. Auch zwischen Anfänger und Fortgeschrittene wird unterschieden. Ein längerer Ski kann eine längere Gleitphase unterstützen, ist jedoch weniger wendig. Fortgeschrittene greifen eher zu etwas längeren Stöcken, Anfänger wählen besser die kleinere Variante.

Ebenso bei den Schuhen. Unbedingt ausprobieren. Meine Skating-Schuhe sind beispielsweise zwei Größen größer als meine restlichen Schuhe.

Und wichtig: Es gibt verschiedene Bindungen. Beispielsweise die SNS Pro Pilot Bindung von Salomon funktioniert auch mit den richtigen Schuhen von Alpina oder Rossignol. Für andere Schuh-Bindung-Ski-Kombinationen existieren auch Adapterplatten.

Da die Einheiten auf Langlauf-Ski deutlich intensiver sind als Radfahren, benötigst du auch deutlich weniger Zeit für das Training. 1 Stunde XC Skating ist meiner Meinung nach gefühlt wie 2 bis 2.5 Stunden Radfahren. Durch die kürzere Zeit brauchst du dir auch weniger Gedanken um die Verpflegung machen. Für eine Einheit zwischen 1 und 1.5 Stunden brauchst du höchstens einen Trinkrucksack oder Gurt. Zur Not tut´s aber auch mal eine Handvoll Schnee 😉

Sport

Adventskalender 2020 – Von uns Bloggern für euch Leser

3. Dezember 2020

Auch 2020 wollen wir euch den Dezember wieder versüßen. Nachdem dieses Jahr sicher für alle nicht einfach war, freuen wir uns umso mehr euch jeden Tag ein tolles Gewinnspiel zu bieten.

Zu gewinnen gibt es Dinge aus allen Bereichen, nicht nur aus dem Sport 🙂

Adventskalender 2020 von uns Bloggern für euch Leser

Du möchtest auf dem neuesten Stand bleiben?

Ganz einfach, auf der Facebookseite der Weihnachtsblogger, seid ihr immer auf dem aktuellen Stand. Jeden Tag gibt es einen Post zum jeweiligen Türchen.

Auch ich habe etwas cooles sportbezogenes für euch auf Lager 😉 also bleibt gespannt.

Die Übersicht

Eine Übersicht, über alle Türchen findest du direkt hier.

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Sport

Schneller Gewichtsverlust mit Hilfe von Omega 3 Fettsäuren

8. September 2020

… und schon wieder nähern wir uns dem Herbst.

Nach einem turbulenten ersten dreiviertel Jahr 2020 normalisiert sich langsam wieder alles einigermaßen. Und doch, nimmt sicherlich jeder Positives sowie Negatives aus dem Corona-Jahr mit.

Für mich hat sich die Auszeit teilweise gut angefühlt. Wenn der Dauerstress einfach ein paar Monate weg fällt, fühlt es sich gut an. Die Zeit konnte ich nutzen, um wieder intensiv mit dem Radfahren zu starten.

Gerade in der Corona-Zeit war es für mich wichtig, einen Fokus auf gesunde Ernährung und mein Immunsystem zu legen, das ich spätestens seit dem Eppstein Barr Virus zu schätzen weiß.

Ich persönlich habe keine bestimmte Ernährungsstrategie im Gegensatz zu vielen Anderen. Meine Ernährung ist weder vegetarisch, vegan, low carb, Keto oder was es sonst alles gibt. Ich ernähre mich regional, speziell bei Fleisch und Eiern, und versuche, so viel Gemüse als möglich in meine Ernährung einzubauen.

Speziell bei den Rennen ist ein optimaler Fettstoffwechsel essentiell. Denn besonders bei Langstrecken-Rennen gehen dem Körper früher oder später die Reserven aus. Deshalb sollte er sich währenddessen sowie danach so gut als möglich aus seinen Fettreserven ernähren.

Seit Februar hat sich bei mir gewichtstechnisch und auch konditionell viel verändert. Ohne Verzicht, ohne übertriebenen Sportkonsum und ohne große Einschränkungen oder fancy Menüs.

Februar/Juli/September 2020

Der Schlüssel zu meinem persönlichen Erfolg waren viele kleine Stellschrauben. Zum Einen natürlich, einfach wieder den Spaß am Sport zu finden, zum Anderen eine ausgewogene Ernährung. Und zum Dritten die Unterstützung des Körpers durch die richtigen Fette.

Zu Beginn meines sportwissenschaftlichen Studiums im Oktober 2017 hat mich die Wissenschaft wirklich fasziniert. Es war spannend zu lernen, wie man seinen Körper bei verschiedenen Prozessen unterstützen kann und dadurch mega Resultate erzielen kann.

Speziell die Fette waren für mich ein äußerst spannendes Thema. Eine fettschlaue Ernährung kann den Fettstoffwechsel ordentlich boosten.

Gesunde Fette helfen bei einer schnellen Regeneration, beim Ankurbeln des Fettstoffwechsels und wirken entzündungshemmend. Auch der Heilungsprozess wird gefördert.

Arctic Blue Omega 3 Fischöl

Was können Fette in unserem Körper verändern?

  • Sie liefern Energie, neun Kalorien pro Gramm
  • Sie verbessern sie als Geschmacksträger das Geschmacksempfinden

(Leistungs-)Sportler haben oft einen zu niedrigen Wert an den beiden Omega-3-Fettsäuren EPA (Eicosapentaensäure) und DHA (Docosahexaensäure) in Erythrozyten (rote Blutkörperchen).

Omega-3 und auch Omega-6-Fettsäuren zählen zu den essentiellen Fettsäuren, welche der Körper nicht selbst herstellen kann und durch die externe Nahrungszufuhr zu sich nehmen muss. Eine ausgewogene Ernährung ist für mich der Key.

Wenn ein Mangel an EPA und DHA (Omega 3) besteht, bedeutet dies eine suboptimale Leistung vieler Prozesse im Körper. Dazu gehören Herzkreislaufsystem, Muskeln, Gehirn und natürlich der Fettstoffwechsel.

Was genau bewirkt Omega-3 und Omega-6 bei Sportlerinnen und Sportlern ?

Die meisten Sportler achten bereits auf eine gute Fettversorgung und ergänzen ihre Mahlzeiten beispielsweise mit Nüssen oder Avocado. Auch nutzen viele Sportler bereits Supplemente im Bereich Omega 3, oder vegane Alternativen aus Algen.

Speziell bei kontinuierlichem und intensivem Training ist ein hoher Omega-3-Spiegel wichtig, um seine Muskelarbeit zu unterstützen. Denn EPA und DHA haben eine katabole, also muskelaufbauende, Wirkung. Auch Muskelkater und Muskelermüdung können vorgebeugt werden.

Ebenso arbeitet der Fettstoffwechsel durch ausreichend Omega-3 deutlich besser und hilft dir so wie mir, das ein oder andere Kilo zu verlieren.

Besonders bei Sportlern wird das Herz-Kreislaufsystem deutlich mehr beansprucht und so ist auch hier eine effektive Unterstützung ein großer Pluspunkt.

Welche hochwertigen Quellen für EPA und DHA gibt es?

Fette Fische aus kalten Meeren wie Hering, Lachs, Makrele und Thunfisch sind gute Lieferanten. Allerdings enthalten Zuchtlachs und Thunfisch große Mengen an Schadstoffen und sollten deshalb nicht allzu häufig konsumiert werden.

Mein Arctic Blue Fischöl vertritt die Werte Nachhaltigkeit, Frische, Reinheit und Natürlichkeit. Das Fischöl wird in Norwegen aus den Schneideresten beim Filetieren von 100% frischem arktischen Wildfisch hergestellt. 

Was bedeutet das blaue MSC Siegel?

Kein Fisch wird extra oder zusätzlich für die Herstellung von Fischöl gefangen. Schon ein Fisch liefert aus den puren Schneideresten eine ganze Flasche Fischöl. Am gleichen Tag wie der Fang wird der Fisch verarbeitet. Dadurch gibt es beim Arctic Fischöl keinen unangenehmen fischigen Nachgeschmack. Mir schmeckt es sehr gut.

Leinöl, Chia-Samen und Walnüsse enthalten Alpha-Linolensäure, welche im Körper zum Teil zu EPA und DHA umgewandelt wird.

Deshalb ist es ratsam, auf hochwertige Fischöl-Präparate zu setzen.

Welche Alternative gibt es für Vegetarier und Veganer?

Arctic Blue züchtet in einer kontrollierten Umgebung Algen, welche im Wasser selbst Omega-3 produzieren. Algen sind Minipflanzen, die den Fischen als Nahrung dienen und das Omega 3 in der Nahrungskette weitergeben. Die Kapsel besteht aus Seegras anstatt Gelatine, also 100% Vegan.

Wann sollte das Fischöl eingenommen werden?

Einmal am Tag zu einer Hauptmahlzeit.

Und auch hier schließt sich wieder der Kreislauf zu einer abwechslungsreichen Ernährung.

Generell gilt „Eat the Rainbow“: Deine Ernährung sollte bunt und vielfältig sein. Bau die Säule deiner Ernährung hauptsächlich auf Gemüse und weniger auf Kohlenhydrate.

Die anfängliche Umstellung mag vielen etwas schwerfallen. Aber bereits in der zweiten Woche wird es deutlich leichter und ab der vierten Woche habe ich überhaupt keinen Unterschied mehr gespürt. Dafür fühlte ich mich fitter, vitaler, leichter und die Regeneration verlief wie von selbst.

Der Körper benötigt deutlich weniger Kohlenhydrate als angenommen und auch drei Mahlzeiten sind völlig ausreichend. Sehr schnell wechselt der Körper von seinem „Kohlenhydratverbrennungsmodus“ in den „Fettverbrennungsmodus“.

Ein gesunder und vitaler Körper ist in allen Lebenslagen wirklich wichtig, deshalb: Gib deinem Körper die besten Nährstoffe und freue dich über das beste Ergebnis!

Sport

Rothaus Bike Giro 20.- 23. August 2020

28. August 2020

Der Rothaus Bike Giro bietet in Deutschland allen Mountainbike-Begeisterten ein wunderschönes Etappenrennen durch den Schwarzwald.

Über 220 Kilometer und 6000 Höhenmeter werden in den vier Tagen quer durch den Schwarzwald absolviert. Insgesamt gingen rund 450 Starter an die Startlinie. Die ersten beiden Tage starten vom Notschrei aus, und zeigen die schöne Gegend rund um den Feldberg. Die beiden anderen Tage starten direkt an der Brauerei Rothaus im nicht ganz so hoch gelegenen Grafenhausen.

(C) Sebastian Schnitzer, Rothaus Bike Giro Schwarzwald

In diesem Jahr war natürlich auch hier vieles anders, da das Event nur aufgrund eines sehr guten Hygienekonzeptes stattfinden konnte. Egal welche Meinung jeder Einzelne zu diesem Thema vertritt, momentan freue ich mich einfach, wenn überhaupt ein Rennen stattfinden kann. Denn es geht nicht nur um das Radfahren, sondern auch darum, seine Freunde und Bekannten zu sehen.

Aufgrund des Konzeptes musste im Start- und Zielbereich eine Maske getragen werden. Bis 30 Sekunden vor dem Start. Auch für die Betreuer gab es strenge Regelungen und die Daten wurden erfasst. Dafür bekam jeder Athlet und Betreuer ein rotes Armband.

Wie bei Etappenrennen üblich, gab es am ersten Tag einen Prolog mit kurzer Distanz. Hier standen 21,8 Kilometer und 560 Höhenmeter auf dem Plan. Trails gab es hier noch kaum und so wurde es natürlich ein sehr schnelles Rennen. Der Sieger kam mit seinem Mountainbike auf eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 32 Kilometern pro Stunde.

Für mich ging es eher darum, den Körper wieder an die Belastung zu gewöhnen. Durch eine beruflich ziemlich turbulente „nach Corona“ Zeit bin ich die 14 Tage vor dem Rennen mehr oder weniger überhaupt nicht auf dem Fahrrad gesessen.

Mir ist es immer wichtig, den Stress mehr oder weniger zu vermeiden. Radfahren soll Spaß machen und kein „Zwang“ sein.

Die Anreise war schon sehr schön. Von Titisee aus ging es hinauf Richtung Feldberg und wir hatten einen wunderbaren Blick auf den bei sonnigem Wetter gut besuchten Schluchsee.

Nachdem wir die letzten Serpentinen bis zum Notschrei geschafft hatten, begann der typische Renntrouble. Startnummer abholen, Fahrrad aufbauen und Nummer anpinnen. Bei mir Chaot kommen auch immer noch die letzten Reparaturen dazu 😀 Danach ging es direkt Richtung Start, denn der Start und Ziel Bereich lag oben im Langlauf Center.

Startblock Elite Damen Rothaus Bike Giro

Um 15:00 Uhr fiel der erste Startschuss für die Elite Herren, danach ging es mit jeweils einer Minute Abstand für die restlichen Fahrer auf die Strecke.

Der Start der Frauen verlief extrem schnell. Es wurde sofort richtig Gas gegeben und nach ca. 500 Metern war ich dem Kollaps nahe 😀 Schließlich fiel mir eine wild schreiende Frau am Rand auf, und mir wurde klar, warum mir langsam schwindlig wurde.

Ich hatte vor lauter Aufregung vergessen, die Maske abzusetzen. 😀 Im Trail mit hoher Geschwindigkeit gar nicht so einfach die Maske auszuziehen und hinten im Trikot zu verstauen. Pro Tipp für den nächsten Tag -> unbedingt vorher absetzen!

Fahrradfahren mit Maske

Die Strecke war mit 560 Höhenmetern relativ flach und so ging es den ersten Tag nur über Schotter und Waldwege. Nach den ersten drei Kilometern passierten wir wieder das Ziel. Am Ende der kommenden ersten langen Abfahrt fand ich dann einen Partner, um zusammen zu fahren. Mit ihm gemeinsam konnte ich bergauf ein super Tempo fahren und mich bergab nochmal etwas mehr pushen.

Die Strecke führte auch durch eine kleine Ortschaft, an deren Streckenrand einige Fans für eine tolle Stimmung sorgten.

Am ersten Tag fühlt man sich natürlich auch noch gut, man ist ausgeruht und hat noch Power. Dazu kommt, dass mir Kurzdistanzen viel Spaß machen, auch wenn mein Körper eher für Langdistanzen gemacht ist.

Der Schwarzwald zeigte sich von seiner besten Seite, mit schönem Wetter und Sonnenschein konnten wir die Strecke wirklich genießen. Ein Ausblick von oben ist einfach immer etwas Besonderes. Da ich schon lange nicht mehr im Schwarzwald war, hätte ich am liebsten noch einige Tage Urlaub angeschlossen.

(C) Sebastian Schnitzer

Durch die Kurze Etappe trafen sich alle Fahrer nach dem Rennen im Zielbereich auf der Wiese des Nordic Centers wieder. Hier wartete bereits mein erfrischend kühler Joghurt-Zitronen-Shake von For you E-health für einen direkten Start der Regeneration.

Zielsprint Rothaus Bike Giro

Nach der üblichen Plauderei im Ziel ging es für uns weiter ins Hotel in Kirchzarten. Direkt am Bahnhof fanden wir ein nettes Restaurant, in dem wir einen schönen Abend verbringen konnten, mit gutem Essen, und für mich natürlich mit Wasser 😀

Nach einer viel zu kurzen Nacht ging es beim Bäcker um die Ecke zum Frühstück. Ich hoffte auf Rührei oder Müsli, oder irgendetwas in diese Richtung. Leider bestand das Frühstück aus Croissant bzw. Brötchen mit Butter und Marmelade. Deshalb wurde es ein Kuchen und eine Brezel sowie eine Banane. Suboptimal 100, aber zu allem anderen fehlte die Zeit. Während des Rennens wird der Körper ordentlich mit Gels und Riegeln versorgt und so ging es an den Start.

Am 2. Tag standen 65,8 Kilometer und 2050 Höhenmeter an. Gleich zwei Mal wurden wir hinauf auf den Feldberg geschickt und so verteilten sich die Höhenmeter quasi hauptsächlich auf zwei Anstiege.

Etappe Feldberg mit dem Mountainbike

Schon vom Start weg war das Tempo heute deutlich langsamer als am Vortag. Die ersten drei Kilometer waren wieder dieselben und so passierten wir auch heute wieder direkt das Ziel. Nach der ersten Zieldurchfahrt hatte sich das Feld schon gut auseinandergezogen und es ging direkt auf die ersten Trails. Inklusive ein paar Spitzkehren. Dies führte leider zu einem abartigen Stau und so blieb nichts übrig, als einige Minuten den anderen Fahrern beim Tragen und Schieben zuzusehen. Etwas schade war, dass durch den Stau in der ersten Runde ein Fahren nicht möglich war. Und das, obwohl die Sektion wirklich schön war.

Heute erwarteten uns aber auch einige Sektionen, die mir persönlich nicht gefallen haben. Es gab einige Stellen, an denen wirklich halbe Bäume und lauter Geäst lagen. Da habe ich immer etwas Panik um meine super Pirope Laufräder, da diese super leicht sind und ein mega Rollverhalten haben. Allerdings möchte ich in meinen Textilspeichen nicht unbedingt einen Ast, wenn es sich vermeiden lässt.

Heute lief es erwartungsgemäß nach dem ersten Warm-Up-Renntag deutlich besser.

Die erste Bergetappe lief auch wirklich gut, ich war mit meiner Performance sehr zufrieden. Oben am Berg konnte ich auch die Elite Fahrerin auf dem Platz vor mir einholen und den Abstand bis zum Ziel halten. Allerdings ist sie mir leider auf der Bergab-Passage danach wieder entwischt.

Einen so langen Berg kenne ich nur vom Hero-Rennen in Südtirol, und ich muss sagen, kleine Rampen sind mir lieber. Für den Bergfahrer fehlen mir die körperlichen Voraussetzungen.

Zum ersten Mal seit langem waren mir die „nicht-technischen“ Verhältnisse wirklich recht. So waren die Rennen zeitlich deutlich schneller zu absolvieren, als die letzten Wochen in Tschechien.

Der Wechsel zwischen Asphalt, Schotter und Trail machte die Reifendruck-Wahl jedoch etwas schwerer und wir suchten den bestmöglichen Kompromiss.

Von Minute zu Minute lief es die ersten Dreieinhalb Stunden besser. Nach etwa der Hälfte des zweiten Berges überfiel mich dann aber doch die Müdigkeit. Der Berg schien immer endloser zu werden und ich fand einfach keine gute Gruppe, mit der ich ein Stück fahren konnte. Und so kämpfte ich mich in 4,5 Stunden zumeist allein durch die heutige Etappe.

Bei der Hitze des heutigen Tages versuchte ich so gut als möglich, hydriert zu bleiben und verbrauchte während der Fahrt rund 6.5 Liter Iso.

Heute war der erste Tag, an dem ich wirklich platt im Ziel war. Super stolz, denn ich glaube nicht, dass ich viel Zeit verschwendet habe, das war wirklich mein Limit.

Danach ging es zum Hotelwechsel. Die nächsten 3 Tage verbrachten wir im Landhotel Wilden Mann in Eggingen. Ein wunderschönes Hotel, welches wir wärmstens empfehlen können. Morgens aufwachen mit Blick auf die süßen Zottelkühe ist einfach schön.

Außerdem sind alle Produkte regional und mega lecker =)

Langsam kamen die ersten Müdigkeitserscheinungen. Die Nacht war mehr schlecht als recht, Der Magen meldete sich langsam aufgrund der Fülle an Gel und der Puls wollte auch nicht so recht runter gehen.

Bereits von anderen Etappenrennen wusste ich, der Dritte Tag wird der heftigste.

Dieses Mal kam allerdings alles anders.

Als moralische Unterstützung kam mein Papa zur 3. und 4. Etappe als Zuschauer mit. Und ich freute mich sehr auf die kommenden zwei Tage.

Das Wetter begrüßte uns heute mit Dauerregen.

Als der Startschuss fiel, merkte ich direkt, dass ich mich heute gut fühlte und hatte Riesen Spaß auf der Strecke. Die Betreuung durch Sandro und Papa war natürlich ein extra Boost und machte es mir noch einmal leichter. Gleich zu Beginn habe ich eine Gruppe von 3 Männern gefunden, die das Rennen mit sehr viel Spaß nahmen und als große Gaudi. Genau mein Ding also 😀

Die Zeit bis zur ersten und zweiten Verpflegungsstation verging wie im Flug. Heute gab es wirklich schöne Trails, bergauf wie bergab. Nach der zweiten Verpflegung an der Skischanze in Titisee ging es für uns wieder den Berg hoch. Und dann wieder nach unten…. Ganz, ganz weit nach unten. Leider hörten im Ort die Pfeile wieder auf. Und ich stand mit einer großen Gruppe von etwa 30 Fahrern an der Hauptstraße.

Keiner wusste weiter, eins war leider sicher: Dies war nicht der richtige Weg, jemand hatte die Schilder umgestellt.

Völlig verärgert und demotiviert ging es den Berg schiebend wieder hinauf, alle möglichen Kreuzungen wurden getestet wo es wieder weiter gehen könnte. Der Unmut wuchs von Minute zu Minute und bis wir endlich wieder die richtige Strecke gefunden hatten, war sozusagen das ganze Feld an uns vorbei.

Für mich war die Motivation danach ehrlich einfach weg.

Es machte überhaupt keinen Spaß mehr und ich wurde dadurch deutlich langsamer und verlor auch noch meine Gruppe. Der Tag war im Kopf abgehakt. Es ging nur noch darum, irgendwie ins Ziel zu gelangen, alles andere spielte keine Rolle mehr.

Im Ziel dann tatsächlich eine gute Nachricht. Das Orga-Komitee um Rick Sauser gab der ganzen Gruppe, die in die Irre geleitet wurde, eine Zeitgutschrift. Natürlich glich diese nicht alles aus, aber besser als nichts und eine wirklich nette Geste.

Damit ging es mit Vorfreude auf die letzte Etappe ins Bett.

Am vierten Tag merkte ich wirklich deutlich die vielen Stunden im Sattel und ich freute mich auf ein baldiges Ende 😀

Meine Motivation heute so schnell als möglich zu fahren, war riesig, denn ich wollte einfach nur fertig sein.

Glücklicherweise lief es mir wirklich gut und ich quetschte noch einmal alles aus meinem Körper, was nur möglich war. Die vielen Trails am heutigen Tag kosteten durch manchmal Absteigen noch einmal extra Körner, aber ich gab nicht auf und kämpfte mich durch. Das Härteste waren die letzten 2 Kilometer, auf denen es wirklich noch einmal richtig steil und matschig wurde. Die 66,7 Kilometer und 1400 Höhenmeter kosteten mich noch einmal sehr viel Kraft und Motivation. Glücklicherweise konnte ich fast die komplette Distanz in einer Gruppe fahren, wodurch wir uns auf der Ebenen schön mit dem Windschatten fahren abwechseln konnten.

Am Schluss standen 15 Stunden und 12 Minuten über die 4 Tage verteilt im Ergebnis und eine weitere, superschöne Rennserie in meiner Erinnerung.

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Die ersten Radrennen nach Corona

12. Juli 2020

Die ersten drei Rennwochenenden auf dem Mountainbike sind bereits in den Büchern. Was sich durch Corona verändert hat, was die Unterschiede zwischen Deutschland und Tschechien sind, und was beachtet werden muss erfahrt ihr hier.

Nach der langen Rennpause zwischen dem Samarathon in Israel und dem Trainingslager in Mallorca ging es für uns am 20. Juni endlich wieder nach Tschechien zum Radrennen.

In Tschechien wurde bereits in den vier Wochen zuvor wieder Rennen gefahren. Leider waren anfangs noch die Grenzen zu und die weiteren Rennen leider sehr weit weg. Deshalb wurde Most zu unserem ersten Ziel nach der Corona Pause.

Die Pause konnte ich trotzdem gut nutzen und jede Menge Zeit auf dem Rad mit Freunden genießen. Die Kuchen Ausfahrten am Sonntag, sowie neue Trails zu erkunden, hat auch jede Menge Spaß gemacht. Und trotzdem konnte ich es kaum erwarten, endlich wieder eine Startnummer anzupinnen, an der Startlinie zu stehen und zu sehen, ob sich die Arbeit der letzten Monate ausgezahlt hat.

Mountainbike Extrem Bike Most

Im tschechischen Most meldete ich mich für das „Bike Extrem Most“. Dieses Rennen bot eine Strecke über 56 Kilometer und 1498 Höhenmeter, sowie eine Strecke mit 72 Kilometern und 2108 Höhenmetern. Die Entscheidung, welche Strecke man fahren möchte, konnte noch während des Rennens getroffen werden.

Zu Beginn meiner Anmeldung war die Teilnahme der langen 72 Kilometer-Strecke geplant. Da ich immer noch glaube, dass es dieses Jahr mehr Marathon als Cross Country geben wird, wollte ich direkt wieder mit dem Marathon-Training einsteigen.

Eigentlich liegen mir die Langdistanzen aufgrund meiner Muskulatur. Außerdem braucht mein Körper relativ lange, bis er sich an das Rennen fahren gewöhnt. An schlechten Tagen kann es bei mir durchaus eine Stunde dauern, bis die Beine richtig laufen.

Allerdings macht mir Cross Country einfach mehr Spaß 😊

Durch den Dauerregen am Tag zuvor war im Voraus klar, dass es die reinste Schlammschlacht werden würde. So entschied ich mich für die kleinere 56 Kilometer Runde.

Matschrennen Mountainbike Marathon

In Tschechien finde ich die Marathons immer extrem spannend, da sie mehr einem Cross Country Rennen ähneln. Die Strecken sind immer super technisch, Schotterpisten oder Waldautobahnen sucht man vergebens. Einen solchen Marathon habe ich bisher in Deutschland leider vergeblich gesucht. Allerdings wurde mir von vielen bereits der Sigma Marathon in Neustadt an der Weinstraße empfohlen.

Wie immer beschloss ich, bereits am Vortag anzureisen und im Hotel zu übernachten. Am Anreisetag konnte ich auch schon die Startnummer abholen. Der Start war im sogenannten „Hippodromo“, der „Pferderennbahn“.

Schon heute war wirklich viel los und es herrschte Normalität, von Corona-Maßnahmen keine Spur. Einfach nur ein schönes, fröhliches Miteinander und Vorfreude auf das Rennen.

Durch das Münchner Abkommen 1938 gehörte Most zu Deutschland, weshalb sie auch sie zwei Namen besitzt. Most und Brüx, da Most wörtlich übersetzt Brücke heißt.

Heute ist Most bekannt für seinen Braunkohlebergbau und auch den Autodrom Most. Auch während des Rennens, das um den Autodrom herum verlief, war es immer wieder lustig, die Autos auf der Rennstrecke zu hören, und sogar vom Berg aus zu sehen.

Dadurch, dass es die ersten Kilometer über eine nasse Wiese ging, war der Start nicht ganz so extrem schnell, wie bei anderen Rennen. Das kam mir entgegen, denn ich war mit der Kombination aus rutschiger Wiese und Matsch anfangs noch ziemlich überfordert. Bereits nach kurzer Zeit waren die Reifen komplett rund und vom Profil nichts mehr zu sehen. Schon nach 5 Kilometern standen die ersten Fahrerinnen und Fahrer am Rand und versuchten, ihre Schaltung und ihre Fahrräder wieder einigermaßen frei zu bekommen, um weiterfahren zu können.

Dieses Wetter ist überhaupt nicht meins ;D und ich war froh, als es endlich auf den Trail in den Wald ging, welcher nicht ganz so schlimm durchnässt war.

Die Trails in Tschechien waren wie immer ein Traum. Steil bergauf und steil bergab. Gespickt mit jeder Menge Wurzeln, Steinen und Sprüngen. Für mich gab es hier wie immer viel zu lernen, da die Trails schon im trockenen Zustand nicht leicht zu fahren sind.

Gefreut hat es mich allerdings, meinen Fortschritt zu sehen. Nach über zwei Stunden im Schlamm, lief es von Minute zu Minute besser und machte dadurch auch umso mehr Spaß.

Besonders die engeren Spitzkehren bergauf und bergab zwangen mich doch immer wieder zum Absteigen, was von Stunde zu Stunde kräftezehrender wurde. Ein Gefühl von Cyclocross 😉

Auf den letzten Kilometern vor dem Ziel ging es wirklich noch einmal nur geradeaus und ich konnte es noch einmal richtig laufen lassen.

Nach 4,5 Stunden kam ich dann als 4. Frau ins Ziel und war mit dem Rennen sehr zufrieden.

Mitgenommen habe ich, dass ich unbedingt an der Fahrtechnik arbeiten muss. Denn ständiges Auf- und Absteigen kostet viel zu viel Kraft.

In der darauffolgenden Woche ging es für uns zum ersten deutschen Rennen.

Dem Dresden Marathon.

Auch hier reisten wir wieder am Vortag an und wollten bei schönstem Wetter noch eine Tour durch Dresden machen, denn das Ganze war unser erster Dresden Besuch.

Von unserem Hotel im Stadtteil Neustadt aus spazierten wir in die Altstadt, etwa eine knappe halbe Stunde zu Fuß. Los ging es in kurzer Sommerkleidung bei sommerlichen 25 Grad. Der Ausblick auf die Elbe war traumhaft und es war wirklich viel los, was uns erstaunte. Mitten während unserer Touristen-Aktivitäten, begann es urplötzlich zu Schütten wie aus Eimern. Zwar konnten wir uns schnell in ein Restaurant retten, die sommerlichen Temperaturen waren allerdings damit vorbei.

So beendeten wir unsere Touri-Aktivitäten und gingen zurück ins Hotel.

Raceday: Der Start war auf 9.30 Uhr angesetzt. Mit jeweils 2.5 Minuten Abstand wurde in 25er Blöcken gestartet. Alle Frauen zusammen. Mittlerweile kenne ich auch hier im Osten viele Fahrerinnen und Fahrer. In Dresden allerdings kannte ich leider sehr wenige Frauen. Obwohl das Feld sehr stark besetzt war.

Dadurch, dass es das erste Rennen seit langem in Deutschland war, sind manche Fahrerinnen und Fahrer wirklich von weither angereist, um teilnehmen zu können.

Fast 300 Fahrer haben sich an die Startlinie gestellt.

Startlinie Dresden Mountainbike Marathon

Hier waren die Corona Maßnahmen im Gegensatz zu dem Rennen in Tschechien sehr offensichtlich. Vor dem Start musste eine Erklärung zur Gesundheit unterschrieben werden und auch auf die Abstandseinhaltung wurde Acht gegeben.

Es waren fast keine Zuschauer vor Ort. Auch nach Zieleinlauf wurde darauf geachtet, dass alle Fahrer den Zielbereich direkt verlassen.

Die Dresdner Heide allerdings war mir bis dahin zum Mountainbiken noch gar kein Begriff. Und für meine Verhältnisse mit 42 km und 650 Höhenmetern sehr flach. Trotzdem kam auf dieser Runde definitiv keine Langeweile auf.

Denn der Untergrund war absolut vielseitig und der Anteil der Trails super hoch.

Nach einem „mal wieder“ misslungenen Start, konnte ich mich die erste Zeit an eine Gruppe aus 6 Mädels klammern. Nach und nach fiel diese Gruppe auseinander und ich war noch gemeinsam mit einer anderen Fahrerin unterwegs. Die Trails haben Überholmanöver fast nie zugelassen und die Strecken-Ausschilderung ähnelte einer echten Schnitzeljagd. Und so wurde immer wieder umgedreht, um auf den richtigen Weg zu gelangen.

C Andre Rosenkranz Start Frauenblock

Durch den zeitversetzten Start durch die vielen Gruppen war das Rennen super schön zu fahren. Immer wieder habe ich eine Gruppe gefunden, aber auf den Trails wurde lange nicht so geheizt und gefährlich gefahren, wie in einem normalen Rennen.

Trotz der wenigen Höhenmeter gab es zum Teil super steile Rampen, die speziell am Schluss ordentlich Körner gekostet haben. Auch ganz lustig waren die vielen Sand-Partien, die mich ebenfalls sehr an die Cross-Rennen erinnerten.

Die Beine waren an diesem Tag leider nicht so gut wie beim letzten Rennen. Ich hatte noch leichten Muskelkater und musste dadurch noch ein Stück mehr leiden.

Einige der Mädels waren aber speziell bergab deutlich schneller als ich und so kam ich am Schluss als 6. von 17 Mädels mit einer Zeit von 2 Stunden 9 Minuten ins Ziel.

C Markus Weinberg Gruppe Frauen Mountainbike

Das dritte Rennwochenende in Folge führte uns wieder nach Tschechien.

Zum ersten UCI-Rennen der Saison. Der beliebte Strabag Cup machte Halt in Mesto Touskov nahe Pilsen.

Am Freitag wurde erst einmal die Strecke ordentlich unter die Lupe genommen, denn die Strecke des C1 Rennens ist für mich wirklich das obere Limit 😀

Eine Runde war knappe 5 Kilometer lang. Die erste Hälfte war eindeutig die „schlimmere“, denn hier wurde mir technisch alles abverlangt und ich war wirklich froh über die möglichen B-Linien. Über jede A-Linie, die ich gefahren bin, habe ich mich deshalb besonders gefreut.

Besonders schön fand ich auch, dass meine Team Kollegin Luisa ebenfalls mit mir an die Startlinie ging. Luisa fährt seit diesem Jahr in unserem Cis Mountainbike Racing Team und für sie war es das erste Rennen des Jahres.

Cis Mountainbike Racing Team, Cross Country

Durch die C1 Dotierung waren sämtliche Weltklassefahrerinnen wie Anne Terpstra, Yana Belomoyna, Ronja Eibl, Barbara Benko und so weiter am Start und ich war super gespannt auf das Rennen.

Durch die ungünstige Kombination von Klausur am morgen und Streckenbesichtigung am Abend, konnten wir erst gegen 22 Uhr Essen gehen und die Auswahl war dementsprechend klein. Leider habe ich das Essen nicht so gut vertragen und hatte demzufolge kein gutes Gefühl für das Rennen, geschweige denn für den Magen.

Cis Mountainbike Racing Team

Nach dem Aufwärmen vor dem Start wollte ich es auf jeden Fall versuchen, da ich mich riesig auf das Rennen gefreut habe. Nach einem total verpatzten Start überzog ich leider vollkommen, um den Rückstand wieder aufzuholen und dementsprechend habe ich mich leider schon zu Beginn völlig kaputtgefahren und musste das Rennen vorzeitig beenden.

Die Enttäuschung war riesig und trotzdem habe ich dadurch auch wieder viel für die zukünftigen Rennen gelernt.

Start UCI C1 Rennen Mesto Touskov

Jetzt heißt es erst einmal durchatmen und dann geht es mit dem nächsten Rennblock weiter. Mal schauen, wann und wo. Habt ihr ein Lieblingsrennen oder Empfehlungen für mich?

fahrradfahren Sport

Virtuelle Radbundesliga und Radtraining auf dem Rollentrainer

4. Juni 2020

Anzeige Warum es Sinn macht, auch jetzt noch ab und zu auf den Rollentrainer zu sitzen

Im Herbst und Winter sind die Sonnenstunden sehr rar in Deutschland und viele satteln vom Training auf der Straße und im Wald um auf die Rolle.

Aber der Herbst und Winter ist vorüber, wir hatten schon einige Gelegenheiten unsere Lieblingstrikots kurz/kurz auszufahren, und trotzdem sitze ich immer noch regelmäßig auf meiner Elite Direto X Rolle.

Elite direto X Rollentrainer, Elite Fly Bottles

Warum? Weil es schnell macht, deutlich schneller!

Im Winter ist für mich mein Hauptargument die frühe Dunkelheit. Ich fahre ungern bei Dunkelheit durch den Wald und gehe deshalb auch gerne joggen.

Doch beim Laufen trainiert man andere Muskeln als auf dem Fahrrad.

Regelmäßige Laufeinheiten absolviere ich dennoch gerne als vorübergehendes Ersatztraining, oder auch als sinnvolle Ergänzung zum Training auf dem Rad.

Durch den Rollentrainer habe ich jedoch deutlich mehr Möglichkeiten, ganzjährig fahrradspezifisches, gezieltes Training zu absolvieren. Als besonderen Vorteil empfinde ich die Möglichkeit, die Intervalle deutlich intensiver und effizienter trainieren zu können, da auf der Rolle keine äußeren Einflüsse herrschen, die Steigungen konstant sind und auch die Berge niemals „zu kurz oder zu lang“ sind. Rollentraining ermöglicht einem ein präzises und sekundengenaues Training, nahezu unter Laborbedingungen.

Außerdem ist es deutlich weniger zeitintensiv, denn bis im Winter die komplette Kleidung angezogen ist, speziell die Überschuhe 😉 kann einige Zeit vergehen.

Elite Rollentraining mit Zwift Trainingssoftware

Damit die Zeit schnell vergeht, nutze ich die Trainingssoftware Zwift. Zwift, aber auch BKool oder Rouvy simulieren Trainings und Strecken, bieten Trainingspläne und sind eine Plattform für virtuelle Rennen gegen echte Gegner.  

Start auf der Zwift der Trainingsplattform

Welche Arten von Rollentrainern gibt es?

Prinzipiell kann zwischen drei Rollentrainern unterschieden werden. Dem „freien Rollentrainer„, welcher meist auch zum Warmfahren vor den Rennen genutzt wird. Dieser ist am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, da viel Gleichgewichtssinn und etwas Übung benötigt wird. Aber dafür sehr kostengünstig. Die Rolle ist mit Mountainbike-Reifen sehr laut, doch genau dafür gibt es für das Mountainbike spezielle Rollenreifen ohne Profil. Dieser Trainer ist super einfach in der Einstellung, benötigt keinen Umbau und ist leicht im Auto zu verstauen.

freier Rollentrainer

Bei der zweiten Rollenart kann das Hinterrad in den Trainer eingespannt werden. Diese Rollentrainer werden „Wheel-On-Trainer“ genannt Dadurch muss sich die Sportlerin/der Sportler nicht anstrengen, das Gleichgewicht zu halten. Hier gibt es bereits Modelle, welche den Widerstand regulieren. Die „smarte“ Rolle bedeutet, dass sie Daten an eine App überträgt und mit Online-Programmen funktioniert. Ein Nachteil ist, dass diese Art der Rolle häufig zu Plattfuß führt und leider auch sehr Geräuschintensiv ist. Die Verbindung wird durch einen Bluetooth Sensor hergestellt, welcher Smartphone bzw. Tablet und Rollentrainer verbindet.

Elite Wheel on Trainer

Für besonders schönes Design kann ich hier den Elite Tuo empfehlen. Das elegante Design passt in jedes Wohnzimmer. Der leise interaktive Trainer simuliert eine Steigung bis zu 10%.

Dann gibt es noch das Topmodell der Rollentrainer, die „Direct-Drive-Trainer“. Die neuartigen „interaktiven“ Rollentrainer mit direkt Antrieb. Hier wird das Hinterrad aus dem Rad gebaut und das Fahrrad auf die Kassette des Rollentrainers gespannt. Der Vorteil liegt hier zum einen in der geräuscharmen Funktion und zum anderen in der Genauigkeit. Die interaktive Rolle kommuniziert in beide Richtungen und kann dadurch die Daten in eine App oder ein Programm übertragen und auch ein Programm auf der Rolle abspielen und die Widerstände regulieren. Diese Programme erhöhen den Spaß und die Kurzweiligkeit des Trainings. Außerdem sind diese Rollentrainer deutlich genauer als die smarten Rollentrainer. Der Widerstand wird hier magnetisch und elektronisch gesteuert. Die Direto X kann eine Steigung bis 18% simulieren. Durch den integrierten Sensor kann die genaue Wattzahl in Echtzeit wiedergegeben werden. Die Trainer sind für Rennräder und Mountainbikes gleichermaßen geeignet und werden auch von den Profi-Teams wie Team CCC, Team Bahrain McLaren, Moviestar, Sunweb, Ineos und vielen mehr genutzt.

Elite Rollentrainer

Der Rollentrainer steuert sich über dein WLAN zuhause und hat durch die direkte Kraftübertragung vom Fahrrad auf die Kassette der Rolle deutlich weniger Reibungsverluste als die anderen Modelle, die über den Reifen in Schwung versetzt werden.

Was ist das Besondere am Rollentraining?

Albert Einstein sagte: Das Leben ist wie das Fahrradfahren. Um die Balance zu halten, musst du dich immer weiter bewegen.

Life is like riding a bicycle, to keep the balance you must keep moving.

Beim Rollentraining gibt es zwar Bergauf, aber kein Bergab! Viele Fahrradcomputer bieten dir die Möglichkeit, deine reine Pedalierzeit anzusehen. Manchmal ist diese 30% weniger, als dein gesamtes Training. Bergab musst du draußen an der frischen Luft nicht treten, im Gegensatz zum Rollentrainer. Hier musst du permanent treten, wodurch sich das Rollentraining viel intensiver anfühlt. Pausen gibt es keine, etwa so wie beim Joggen. Man ist andauernd in aktiver Bewegung. 

Durch die interaktiven Software-Programme vergeht die Zeit zudem deutlich schneller, das Indoor-Training fällt bei Weitem nicht mehr so schwer wie früher. Die Trainingspläne sind oft auf bis zu 12 Wochen ausgelegt und bringen dich durch strukturierte Intervalle einen großen Schritt nach vorn. Durch die kurzweiligen und variablen Intervalle zwischen ein paar Sekunden und mehreren Minuten kommt man sehr leicht ins Schwitzen. Deshalb ist ein Ventilator sehr empfehlenswert, aber Achtung: Ist dieser zu stark eingestellt, droht die Gefahr einer Erkältung! Auch vor dem Fenster fahren macht Sinn, denn durch permanente „Überhitzung“ des Körpers wird der Puls sehr stark nach oben getrieben.

Nach dem Testen verschiedener Trainingspläne auf Zwift bin ich beim Trainingsplan „Singletrack Slayer“ geblieben. Auch die berühmten FTP Tests zur Leistungsdiagnostik sind auf Zwift möglich.

Zwift bietet Trainingspläne für Mountainbiker und Rennradfahrer. Für mich sind die Trainingspläne für Mountainbiker wesentlich besser durchzuführen, da ich ein Fan von Intervalltraining bin und nicht dem stundenlangen Grundlagen fahren. Allerdings muss dies jeder selbst für sich entscheiden. Auch nicht jeder Körper reagiert gleich auf jedes Training. Mein Trainingsplan bietet 7 Einheiten pro Woche, dabei ist die Einheit am Donnerstag freiwillig.

Samstags steht dann das Wochenhighlight, die German Cycling Academy – Radbundesliga an.

Die Bundesliga-Rennen sind zwischen 1 Stunde und 1:30 Stunden angepeilt und verlangen einem alles ab. Virtuelle Rennen und „echte“ Rennen zu vergleichen, ist schlichtweg einfach nicht möglich. Da vergleicht man dann tatsächlich Äpfel mit Birnen. Trotzdem bin ich von den Rennen positiv überrascht! Es ist unglaublich anstrengend und man fühlt sich nach einem Rennen drinnen und draußen gleichermaßen erschöpft. Deshalb ist es super wichtig, unter dem Rollentrainer eine spezielle schweißresistente Matte zu legen, denn nach 1,5 Stunden kommt einiges zusammen.

Die deutsche Radbundesliga umfasst insgesamt 5 Rennen, jeweils Samstag 16.45 den Männerstart und 16.50 den Frauenstart. Auf YouTube kann dieses Rennen sogar live mitverfolgt werden. Mittlerweile melden sich regelmäßig jeweils etwa 300 Männer und 100 Frauen, um an den virtuellen Rennen an den Samstagen teilzunehmen.

Wie auch in der richtigen Bundesliga gibt es eine Punkterangliste, anhand dieser die Gesamtwertung erstellt wird.  Auch wenn es echte Gegner, echte Menschen sind, kenne ich leider die wenigsten Fahrerinnen und Fahrer. Die meisten sind Rennradfahrer und ich kenne sie höchstens aus der Crosssaison – welche mindestens ebenso hart ist, wie Rennen auf dem Rollentrainer 😉.

Elite Direto X Rollentrainer

Sport

Trainingslager Mallorca 2020 – Rennradtraining auf der Insel

31. März 2020

Gerade noch rechtzeitig vor dem Corona Kollaps, haben wir die schöne Insel Mallorca wieder
verlassen.

Port de Pollença mit dem Stevens Rennrad


Meine Trainingspartnerin Luzie und ich, entschieden uns im letzten Jahr, gemeinsam mit meinem Heimatverein in Albstadt am Trainingslager in Mallorca teilzunehmen. Die Jungs des Team Sülzle Baukonzept fahren seit Jahren nach Mallorca um sich auf die kommende Saison vorzubereiten.
Gebucht wurde eine wunderschöne Finka inklusive Pool, für alle 12.
Viele Rennradler starten direkt von der Hauptstadt Palma aus. Für uns ging es jedoch in den Norden der Insel. Genauer gesagt nach Pollenca in der Nähe von Alcudia. Diese Ecke der Insel ist deutlich ruhiger und bietet Rennradfahrern einen idealen Ausgangspunkt für ihre Touren. Egal ob man flach fahren möchte, oder eine anstrengende Tour mit 3000 Höhenmetern, hier ist für jeden Rennradfahrertyp etwas dabei.

Nach meinem ersten Rennradrennen im letzten Jahr, bin ich mir nicht sicher ob ich jemals wieder an einem Rennradrennen teilnehmen werde 😉
Die vielen Gruppen Stürze haben mir wirklich Angst eingejagt.

Rennradfahren zum Training finde ich immer noch wahnsinnig schön. Es ist ein deutlich besseres Grundlagen Training möglich, da man
besser auf der Ebenen fahren kann, und man erreicht deutlich höhere Geschwindigkeiten. Ich merke immer deutlich wie ich nach einem Rennrad Trainingsblock auf dem Mountainbike deutlich schneller abfahre. Außerdem kann man auf dem Rennrad wirklich schön Kilometer sammeln.

Und nun folgt mein Bericht, über mein erstes Trainingslager auf Mallorca mit dem Rennrad. Mein erstes Trainingslager aber sicherlich nicht mein letztes.

Rennrad Mädels


Nach einer kurzen Nacht, in der uns der Wecker um 2 Uhr 30 aus dem Bett warf, ging es für Luzie und mich an den Flughafen nach Leipzig. Unser Flug dauerte knappe 2.5 Stunden.
Am Flughafen in Palma trafen wir auf das restliche Sülzle Baukonzept Team, welches ab Stuttgart geflogen war. Danach wurden die Mietwägen abgeholt, und es ging ab auf die einstündige Fahrt nach Pollenca. Das schöne für mich an der Insel sind die relativ kurzen Distanzen.
Im Vergleich zu Deutschland erwartete uns Mallorca mit milden 18 Grad und wunderbarem
Sonnenschein und auch der Rest der Woche war mit 18 bis 20 Grad angesagt, also perfektes
Radfahrwetter. Und eine tolle Möglichkeit die unter Radfahrern bekannten Bräunungsstreifen =Tanlines zu sammeln. Da ich erst kurz davor von meinem Rennen des Jahres, dem Samarathon in Israel zurück gekommen bin, hatte ich hierbei bereits einen klaren Vorsprung.

Unsere Finca lag nur 2.5 Kilometer vom Strand entfernt, und so konnte dieser Weg perfekt in den
Frühsport eingebaut werden. Unser Haus bot außerdem jede Menge Freizeitaktivitäten auf dem
großen Grundstück, von einer Tischtennisplatte, über einen Volleyball und Fußballplatz und einem
Boccia. Und natürlich stand der Grill auch bereit.

Die folgenden 9 Tage standen voll unter dem Motto -> Eat.Sleep.Train.Repeat

Unsere Fahrräder haben wir in einem Bike Verleih in Can Picafort abgeholt. -> Mallorca on Bike Diesen können wir zu 100% für euren Bike Urlaub empfehlen. Die Rennräder kamen alle in einem top Zustand, jedes mit Luftpumpe, Tacho und Satteltasche inklusive Schlauch und Reifenheber.
Das Ausleihen ging super schnell, und am Ende unseres Trainingslagers wurden die Fahrräder von dem netten Herrn sogar bei uns an der Finka abgeholt. Kundenorientierung wirklich 11 von 10 Sternen.

Tag 1


Da wir das gute Wetter und die noch hohe Motivation ausnutzen wollten, ging es direkt los zum
einrollen. Bei bestem Wetter und endlich im kurz- kurz Outfit rollten wir die erste Stunde mit den Jungs zusammen, und welche Überraschung, die waren natürlich viel zu schnell. Also ging es für Luzie und mich nach einer Stunde allein weiter. Völlig orientierungslos haben wir uns direkt verfahren.
Zum Glück hat unser Sigma Rox 12.0 eine Home Funktion, und navigiert einen perfekt nach Hause.
Da wir das gute Wetter genossen haben, war dies aber gar nicht schlimm, und nach einigen
Sackgassen kamen wir mithilfe des Navis wieder auf den richtigen Weg.
Mein großes Ziel für diese 9 Tage Training war es, endlich einen 30km/h Schnitt über eine längere
Distanz aufrecht zu halten. Und dieses Ziel haben wir im Laufe des Trainings sogar deutlich
übertroffen aber dazu später mehr.

Luzie und Lelia auf dem Rennrad

Für Luzie war es aufgrund der Klausurenphase eine erste Einheit seit längerem, und so lief es von
Kilometer zu Kilometer deutlich besser. Man rostet doch schnell ein, aber genauso schnell kommt das Gefühl wieder.

For you E Health

Abends wurde dann mit allen gemeinsam gekocht und gegessen. Das gemeinsame kochen
entwickelte sich immer zum lustigsten Teil des Tages, da wir fast immer alle beisammen waren und die Zeit genossen. Luzie und ich wurden hervorragend in die Gruppe integriert, weshalb wir uns jetzt schon freuen am Albstadt Bike Marathon alle wieder zu sehen.

Tag 2


Am zweiten Tag war eine Radtour nach Santa Maria geplant und damit die erste über 100 Kilometer Tour. Wir wollten uns mit meiner Teamkollegin vom Cis Mountainbike Team treffen. Für sie war es bereits der letzte Tag auf der Insel, und so beschlossen wir uns beim gemeinsamen Kuchenstopp zu treffen und danach noch gemeinsam zu fahren.
Der Tag begann für Luzie und mich sehr früh, denn um 7 Uhr war der Frühsport angesetzt. Im
Halbschlaf waren wir doch sehr erstaunt über die Temperaturen. Für die Joggingrunde reichte ein Tshirt vollkommen aus. Nach dieser Joggingrunde und dem anschließenden dehnen waren wir dann ordentlich wach. Die Tour wurde wieder mit dem Sigma Fahrradcomputer geplant, und so machten wir uns direkt nach dem Frühstück auf den Weg.

Frühsport um 07.00, Joggen und Dehnen

Der erste Unterschied zu Deutschland waren für mich die vielen gutausgebauten Radwege. Dazu war um diese Jahreszeit in Mallorca noch nicht viel los und die Autos hielten sich in Grenzen. Fast alle Autofahrer überholten mit angemessenem Abstand. Hier könnten deutsche Autofahrer noch viel lernen.
Für die ersten Tage beschlossen wir es bei flachen Touren zu belassen, um uns nicht zu
überanstrengen.
Auch für unseren Trainingsplan war es wichtig die ersten Tage im niederen Pulsbereich zu bleiben,
um die Basis zu bilden und reichlich Fett zu verbrennen.

Tag 3


Der dritte Tag begann wie gewohnt mit dem gemeinsamen Frühsport und gutem Wetter. Also
wollten wir es wagen und etwas Höhenmeter mit in unser Programm nehmen. Unser Ziel war der Leuchturm am Cap Formentor.


Der Tag begann für mich und Luzie bereits schwerfällig. So langsam schien der Körper etwas irritiert von der Menge an Sport.
Als wir die Hälfte des Berges erreicht hatten, kamen uns bereits die Männer entgegen und meinten wir sollen umdrehen, der Wind oben wäre viel zu stark. Und da das Wetter wirklich umzuschwenken schien, hielten wir uns an diesen Tipp. Leider waren wir zu spät.
Noch nicht ganz unten angekommen, begann ein heftiger unerwarteter Platzregen und wir waren innerhalb von Minuten komplett durchnässt. Glücklicherweise waren es nur 10 Kilometer zurück zur Finka. In der Finka erwartete uns bereits eine schlechtgelaunte Männergruppe, die sprichwörtlich auf besseres Wetter wartete.

Wir nutzten dieses Zeichen des Himmels und entschieden uns nicht erneut loszugehen und dies als eine Art Ruhetag zu betrachten. Für mich war dies gar nicht schlecht, so konnte ich in Ruhe Emails beantworten und den wohlverdienten Mittagsschlaf genießen. Und mit den beiden Mädels an meinen Tischtennisfähigkeiten arbeiten.

Tag 4

Am Vorabend des vierten Tages nutzten wir die Zeit, um gemeinsam eine Tour für den nächsten Tag zu erstellen.
Luzie und ich wollten das bekannte Kloster Saint Salvador erklimmen. Und so standen ungefähr 140 Kilometer an diesem Tag auf dem Programm. Heute ging es für uns beide in eine ganz andere Richtung, und wir freuten uns auf diesen Tag. Das Kloster bot uns 400 Höhenmeter in wunderbaren Serpentinen mit schöner Aussicht. Oben wurde kurz die Aussicht genossen und dann ging es bereits ab nach Hause. Die insgesamt 5.5 Stunden waren für unsere noch nicht trainierten Körper leider noch etwas viel, und so mussten wir auf dem Heimweg ganz schön kämpfen.
Die schöne Umgebung entschädigte uns aber für alles =)

Kloster Saint Salvador Mallorca

Tag 5


Heute hatte auch ein Teil der Männergruppe einen Ruhetag geplant. Und so planten wir uns den Männern ein weiteres mal anzuschließen. Erneut standen 140 Kilometer auf dem Tagesplan. Und wir freuten uns darauf auch die Vorzüge des Windschattens endlich nutzen zu können 😉 Unser Ziel war der Ballermann in Palma. Dort war zum ersten Mal ein Mittagessen oder auch das legendäre Fitnessmüsli geplant.
Heute hatte ich einen guten Tag erwischt, und ich hatte unglaublich viel Spaß auf der Strecke mit vielen kurzen Rampenanstiegen. Gemeinsam mit der Gruppe war es ein lustiger Ausflug nach Palma. Nach einer kurzen Mittagspause ging es dann bereits wieder zurück nach Pollenca, und abends wurde wie immer gemeinsam gekocht und Karten gespielt.
Wie jeden Tag wurde sehr viel Wert auf die Ernährung gelegt. Die Basis jeden Tages legte ein
Fitnessmüsli am Morgen und gemüselastige Gerichte am Abend.

Tag 6


Langsam übermannte uns die Anstrengung. Von Tag zu Tag wurde die Müdigkeit deutlicher, und so
wurde der Wecker zum heutigen Frühsport einfach ignoriert und weitergeschlafen.
Zu der Müdigkeit gesellte sich auch ein riesiges Hungergefühl, die Motivation war allerdings nicht mehr in greifbarer Nähe.
Und so entschlossen wir nach ewigem hin und her, einen kompletten Ruhetag zu machen und den Tag am Pool zu verbringen. Am schönsten Tag der Woche stellte dies kein Problem dar.
Gegen später schwangen wir uns doch noch auf das Rennrad und fuhren an den schönen Port de Pollenca zu einem Kaffee und Kuchen. Kuchen und Rennradfahren gehört einfach zusammen.

Tag 7


Der siebte Tag hielt eine wunderbare Landschaft für uns bereit. Für Thomas und mich ging es auf zum Kloster LIuc, über den Col de Reis und ab nach Sa Calobra.
Speziell die 600 Tiefenmeter in Serpentinen waren wunderschön. Leider unglaublich kalt. Unten kam es zu einer lustigen Situation. Denn ich wusste nicht, dass wir hier wirklich wieder hoch mussten. Hier also mein Pro Tipp, für alle Mallorca Anfänger. Wenn ihr zu der wunderschönen Bucht Sa Calobra fahrt, müsst ihr das ganze wieder hoch.
Aber ich würde Lügen, wenn ich euch sagen würde ich habe es bereut. Dieser Ort ist etwas ganz Besonderes.


Am Ende des Tages standen 2200 Höhenmeter und jede Menge schöne Erinnerungen auf dem Zettel.


Ich (Luzie) drehte an dem Tag bereits nach den ersten 15 km wieder um, denn ich fühlte mich sehr schlapp. Aber als ich den ersten Berg herunter gerollt war, fühlte ich mich plötzlich wieder fitter und das Rad lief plötzlich wieder wie von allein. Also entschied ich mich endlich die lang ersehnte Tour zum Cap de Formentor zu machen. Die Tour war landschaftlich mit großem Abstand die schönste Strecke der gesamten Woche, in Serpentinen schlängelte sich der Weg durch die raue & kahle, aber dennoch reizvolle Berglandschaft. Entlang der Straße fallen Felswände steil ins Meer hinab und große Felsformationen ragen ins Meer. Schade, dass ich an dem Tag allein unterwegs war, nächstes Mal muss ich auf jeden Fall nochmal mit Lelia zusammen diese Tour fahren. Am Ende des Tages standen auch bei mir wiedererwarten viele Kilometer auf dem Tacho und der Tag war sehr gelungen. ( mehr als 100;))



Tag 8


Der achte Tag war unser letzter Trainingstag und die Luft war auch wirklich raus. Wir waren nur noch müde und platt von den letzten Tagen. Trotzdem haben wir uns die letzten 82 Kilometer nicht nehmen lassen und sind damit in 8 Tagen auf ca. 32 Stunden inklusive Frühsport gekommen.

Die Abschlussrunde machten wir, mit Marek und Thomas, auf einer letzten schönen, aber anstrengenden Runde. Noch ein letztes Mal an dem berühmten „Tankeberg“ vorbei und damit war es auch geschafft.
Ein Letztes mal haben wir noch in gemütlicher Runde gekocht und Karten gespielt, bevor es am
nächsten Tag leider schon nach Hause ging.

Wie immer gilt aber, man kann nur so hart trainieren wie man auch erholen kann, deshalb wurde die Woche danach zu einer ausgiebigen Erholungsphase genutzt.

Sport

Dobrý den!, oder auch Hallo aus Tschechien 😊

11. März 2020

Dieser Artikel entstand in Kooperation mit CzechTourism.

Nachdem der Winter in Deutschland dieses Jahr einfach nicht kommen mag, haben wir uns für unser Wintertrainingslager für Tschechien entschieden. Jena liegt für einen Ausflug nach Tschechien optimal, da wir über Chemnitz bereits in zwei Stunden im Erzgebirge sind. Unser Lieblingsziel ist die Karlsbader Region.

Das Erzgebirge bietet eine tolle abwechslungsreiche Landschaft, für Ausdauersportler die optimale Trainingsumgebung. Besonders im Januar/Februar/März fliegen viele Sportler nach Mallorca oder andere Inseln. Dabei sind ebenso viele Sportler im Winter gerne auf Skating-Ski unterwegs. Für alle Skater unter euch möchte ich euch deshalb die Karlsbader Region vorstellen. Ein Trainingslager der anderen Art. Ein Wintertrainingscamp.

Langlaufen Skating in der Karlsbader Region

Die Karlsbader Region, Karlovarský kraj, liegt in der westlichen Region von Tschechien, grenzt an Sachsen. Die größte Stadt in dieser Region ist Karlsbad. Der Keilberg nahe Klínovec ist ganzjährig für einen Aktiv-Urlaub geeignet. Im Sommer ist der Keilberg ein Bikeparadies. Der Stoneman führt hier direkt durch den Ort Jáchymov.

Kennt ihr schon die Stoneman Routen in ganz Europa?

Den Stoneman gibt es in verschiedenen Ländern in Europa, und jedes Mal ist es ein einzigartiger Rundkurs durch ein atemberaubendes Panorama. Der Stoneman im Erzgebirge startet im deutschen Oberwiesenthal und schlängelt sich dann über die schönsten Berge Tschechiens. Insgesamt gilt es 162 Kilometer zurückzulegen.

Das Ganze ist kein Wettkampf, aber es gibt einen Preis. Wer das Startpaket bucht und die Strecke offiziell abfährt, kann auf der ganzen Strecke Stempel sammeln. Wer es schafft, die 162 Kilometer und 4400 Höhenmeter an einem Tag zurück zu legen, der kann sich am Ende eine Goldene Trophäe mit nach Hause nehmen. Bei zwei Tagen eine Trophäe in Silber, und wer es in 3 Tagen schafft, bekommt eine Trophäe in Bronze.

Die Strecke führt auch durch den Trailpark in Klinovéc.

Quelle: Trailpark Klínovec Rubin Trail

Über den Trailpark Klínovec habe ich bereits einen eigenen Artikel verfasst, den findet ihr hier. Auch zum Wandern ist diese Region absolut empfehlenswert. Um sich nach dem Sport erholen zu können, bietet das Spa und Schwimmbad in Jáchymov die perfekte Gelegenheit. Speziell die Saunalandschaft, die im Eintrittspreis enthalten ist, wurde erst neu renoviert.

Im Winter verwandelt sich der Ort dann in ein Wintersport-Gebiet. Ringsum sowie an dem Keilberg stehen viele verschiedene Lifte zur Auswahl. Sehr positiv fand ich, dass manche Lifte direkt im Ort beginnen und enden, so kann in der Mittagspause aus einer breiten Auswahl an Restaurants ausgewählt werden. Die Parkplätze sind zum Teil kostenlos, zum Teil für 4€ am Tag verfügbar. Speziell Boží Dar ist ein sehr kleiner Ort, sodass man hier alles zu Fuß erreichen kann.

Das Hotel Astoria gehört zu mehreren Hotels und dem Spa in Jáchymov. Das Hotel hat uns von Anfang an gut gefallen, das einchecken ging sehr schnell und die Mitarbeiterin war wirklich freundlich. Die Zimmer waren schön groß und hell. Wir hatten ein modernes Tageslichtbad und die großzügigen Zimmer waren ganz neu renoviert. Sogar ein Kühlschrank war vorhanden, der für Hotelverhältnisse sehr groß war.

Wir hatten das Frühstück im Hotel Astoria mit gebucht, einmal waren wir auch zum Abendessen dort. Das Frühstück bot eine sehr große Auswahl an kalten sowie warmen Speisen, ebenso gab es süße und herzhafte Speisen. Besonders gefallen hat mir, dass das Angebot jeden Morgen wechselte und so gab es jeden Morgen verschiedene Eierspeisen, aber auch Grießbrei oder Würstchen. Eine Müsli-Ecke stand ebenfalls jeden Tag zur Verfügung. Dazu gab es Joghurt in verschiedenen Varianten, dazu auch Obst.

Dieses Mal waren wir in Tschechien, um die Karlsbader Region für ein Trainingslager auf Ski zu nutzen. Die Saison 2020 auf dem Mountainbike lies zu diesem Zeitpunkt nicht mehr lange auf sich warten und deshalb ging es langsam zu den intensiveren Einheiten im Training über. Der Februar ist dementsprechend vollgepackt mit Sport. Beginnend mit den vergangenen vier wunderschönen Skitagen ging es die darauffolgende Woche auf zum ersten Rennen nach Israel.

Um meinen Körper dafür bereits zurück in das Renngeschehen zu bringen, hatte ich mir die 4 Tage sehr intensiv durchgeplant.

Der erste Tag war konzipiert, um den Körper wieder an die ungewohnte Bewegung zu gewöhnen sowie die Loipen auszukundschaften. Nach einer ersten Orientierungsphase haben wir verschiedene Loipen rund um Boží Dar ausgemacht. Egal ob klassisch oder Skating, für beide Langlauf-Techniken gibt es eine große Auswahl. So wurde am ersten Tag eine kurze 45 Minuten Aufwärmeinheit eingelegt.

Langlauf Skating im Erzgebirge

Der zweite Tag wurde dann deutlich intensiver, heute standen 2 Einheiten auf dem Plan. Jeweils 1 Stunde 20 Minuten wurde mit hohem Puls über die Loipe geskated. Zwischen den Einheiten nutzte ich die Zeit zum Essen inklusive einem kurzen Mittagsschlaf im Hotel Astoria. Ein Restaurant für die Mittagspause zu finden, war wirklich einfach. Und die Speisekarten waren zum Teil auch auf Deutsch., bei Fragen war das Personal stets freundlich und hilfsbereit. Die zweite Einheit an diesem Tag lief frisch ausgeruht und gestärkt deutlich besser als die erste Einheit, womit ich überhaupt nicht gerechnet hatte.

Der Satz Sommersportler werden im Winter gemacht, hat definitiv seine Berechtigung. Gerade der Winter bietet eine tolle Möglichkeit sich gegenüber anderen Radfahrern einen Vorteil zu verschaffen. Dabei muss es nicht unbedingt das Rennradtraining sein. Bei kalten und nassen Temperaturen besteht immer die Gefahr des krank werden. Deshalb sind Ausgleichssportarten gefragt.

Ausdauertraining auf Langlaufski ist sehr gelenkschonend und anstrengend zugleich. Radfahrer haben oft mit muskulären Differenzen zu kämpfen, deshalb gehört im Winter auch ein hoher Anteil an Krafttraining dazu. Gerade der Oberkörper und Rumpf wird von Radfahrern oft vernachlässigt, obwohl er gerade beim bergab fahren super wichtig ist. Langlaufen bietet eine völlig andere Art der Belastung und kann dadurch sehr vieles ausgleichen.

Auch der psychische Effekt sollte nicht außer Acht gelassen werden. Nach einer langen Radsaison freut sich der Körper über die Abwechslung.

Der dritte Tag wurde wieder langsamer angegangen. Ich wollte wieder an den Grundlagen arbeiten. Wir hatten totales Glück an diesem Tag, denn am Tag zuvor hatte es doch stark geschneit und alles hatte sich in ein Winterwunderland verzaubert. Die Bäume sahen schneebedeckt noch viel schöner aus und es war eine wirkliche Freude, durch den Wald zu skaten. Die Waldstrecke an diesem Tag war sehr anspruchsvoll. Die Schwarze Runde hatte eine wirklich steile Abfahrt und so landete ich bei meinem zweiten Versuch, noch schneller abzufahren, direkt auf dem Hintern. Für mich als Abfahrt-Skifahrerin ist es immer eine Umgewöhnung, auf solchen schmalen Brettern zu stehen. Auch die steilen Stücke bergauf hatten es in sich.

Fichtelbahn

Eigentlich war auch für diesen Tag noch eine zweite Einheit geplant, allerdings bemerkte ich nach den zwei Stunden auf Ski, wie anstrengend das Training für mich war, und ich entschloss mich deshalb, auf die zweite Einheit zu verzichten und auf meinen Körper zu hören.

Wir genossen noch einen letzten Morgen im Hotel. Wie immer gab es ein tolles Frühstücksbuffet, bevor wir uns auf nach Jena machten.

Die Tage in Tschechien waren wie immer super schön und wir werden sicher bald wieder nach Tschechien fahren =) Wer weiß, vielleicht noch einmal im Winter, oder dann im Frühling um den Bikepark zu besuchen =)

Falls du Fragen zu Tschechien hast, zum Thema Unterkunft, Aktivitäten und so weiter, schreib sie gerne in die Kommentare.

Weitere Informationen findet ihr auch unter www.visitczechrepublic.com und www.zivykraj.cz/de.

Sport

Samarathon 2020 – Etappenrennen in Israel – Teil 2

25. Februar 2020

Tag 3, 21.02.2020

Warmup für das Mountainbikerennen

Marathon 70,5 Kilometer 1100 Höhenmeter

Die Nacht war kurz! Neben dem Bier hatte Svenja noch etwas Tee getrunken. Dieser wurde als „Kräutertee“ angepriesen, aber er entpuppte sich als gesüßter Schwarztee – dementsprechend müde kroch Svenja aus dem Schlafsack.  
Das Frühstück musste schnell gehen, denn heute stand das Point-to-Point Rennen vom Kibbuz Ketura zum Timna Park auf dem Programm. Wir wurden um halb sieben von einem Reisebus zum Kibbuz (eine Art Genossenschaftsbauernhof) gebracht. Dort wurde noch ein bisschen Kaffee getrunken, die letzten Datteln eingepackt und dann ging es auch schon auf staubiger Straße los.  

Dieser Marathon klingt auf dem Papier durchaus flach, aber glaub mir, das täuscht! Die losen großen Steine machten mir den zwei Kilometer langen Anstieg mit mehr als 20% Steigung zur Hölle. Und so endete dieser nicht enden wollende Berg in einer Mischung aus Laufen, fahren und fluchen.

Samarathon 4 Tages Etappenrennen

Svenja: Die überambitionierten Rentnerfahrer machten uns das Leben zu Beginn ganzschön schwer und quetschen sich in die erste Gruppe, die allerdings noch durch ein Fahrzeug langsam gehalten wurde. Zum Einrollen ging es über einen breiten Feldweg, der einem die Lungen mit Staub versüßte. Dann kam der gefürchtete Berg: Es ging 6 km über eine Geröllhalde bergauf, wobei die letzten zwei Kilometer geschoben werden mussten – einfach unfahrbar. Es wurde durch die vielen (langsamen) Mitfahrer nicht unbedingt einfacher und dank der israelischen Nicht-Schulterblickmentalität durch die ein andere Fahrer einfach stehenblieb, hatte ich mir den Ellenbogen bei einem kleinen Sturz aufgeschürft. Im oberen Drittel gab es das Segment King oft he Mountain besser bekannt von Strava als KOM, bei dem die 120 Sekundenregel aufgehoben wurde und jeder auf den KOM bzw. auf eine Brille von Oakly fahren konnte.

An diesem Punkt mit erst 10 Kilometern auf dem Tacho war mir klar, dass dieser Tag 110% abverlangen wird. Nach zwei Jahren Kampf mit dem Eppstein-Barr-Virus – und dadurch fast keinem Training – ist mein momentaner Fitnesszustand einfach schlecht.

Meine einzige Chance, diesen Tag zu meistern, war die Hilfe von Kerstin Kögler, meiner Technik- und Mentaltrainerin. An diesem Punkt war in meinem Kopf absolutes Chaos. Auf der einen Seite wusste ich, ich bin nicht in der Lage, diese Etappe innerhalb der Zeit zu fahren. Auf der anderen Seite war es ein Team-Rennen und ich wollte auf keinen Fall Svenja aus der Wertung werfen.

Vor zwei Wochen habe ich Kerstin Kögler besucht und einen Workshop absolviert. Dabei ging es um mentale Stärke für die neue Saison.

Bis zum Samarathon war mir überhaupt nicht klar, welch entscheidende Rolle dieser Workshop für mich spielen wird, denn ohne den Workshop hätte ich diesen Tag niemals meistern können!

In diesem Workshop ging Kerstin sehr persönlich auf mich und meine Teamkollegin Ulli ein. Kerstin gab uns verschiedene Techniken an die Hand, um unsere mentale Stärke zu finden und auch richtig im Rennen einzusetzen.

Durch diese verschiedenen Techniken war ich wirklich in der Lage, meinen Kopf zu kontrollieren und meine Gedanken wurden positiv.

Der Tag war härter als jeder Tag jemals zuvor. Die technischen Herausforderungen der Strecke. Die steilen Laufpassagen. Und meine körperliche vollkommene Erschöpfung.

Svenja hat mich unterstützt, mich mit allen Mitteln zu motivieren, und wir schafften es tatsächlich, den Marathon zu Ende zu bringen. Sicher war die Zeit alles andere als gut, aber ich war unglaublich stolz, diesen extremen Tag durchgezogen zu haben. Direkt nach dem Rennen habe ich mir erst einmal Zeit für mich genommen und den Tag verarbeitet. Ich wollte mit der Enttäuschung über die schlechte Zeit, aber auch den Sieg über den Kopf erst einmal klarkommen und die Gedanken sortieren.

Schlussendlich war ich zufrieden mit dem Tag. Ich kann an der Krankheit nichts ändern, aber ich kann etwas an der Einstellung ändern. Die Fitness kommt durch das Training wieder von selbst. Und was kann es hierfür besseres geben als den Samarathon?

Svenja: Heute strahlte die Sonne, wie im Sommer. Es kam richtiges Sommerfeeling auf, wer wollte genoss im Ziel sein Bier oder eben eine der leckeren Suppen. Wem ein Bier zu wenig Entspannung bot, der konnte noch eine Runde Bikeyoga einschieben. Dies war für mich eine tolle Sache. Unter einem Zelt versammelten wir uns und ein ehemaliger Radrennfahrer gab eine Yogasession, die exakt auf die Bedürfnisse nach einem solchen Rennen zugeschnitten war. Alles in allem war die Stimmung wieder super!  
Abends wurde auch am Shabbatessen wieder nicht gespart, es wurde sogar an das shabbattypische Brot gedacht, dass dem christlichen Abendmahl brauch ähnelt, gedacht. 

Tag 4, 22.02.2020

52 Kilometer, 880 Höhenmeter

Da wir den dritten Tag hinsichtlich der Regeneration sehr ernst genommen hatten, waren die Beine am vierten Tag wieder deutlich besser. Nach dem Marathon wurde direkt gegessen, gedehnt und entspannt.

Mental gestärkt vom dritten Tag wollten wir heute noch einmal alles geben, um das Etappenrennen sauber abzuschließen. Nach dieser Qual des Vortags war mir das Finishen wichtiger als jemals zuvor!

Der heutige Rundkurs sollte mir entgegen kommen. Wie immer fast nur Trails, aber keine steilen Anstiege. Deshalb freute ich mich riesig auf diesen Renntag. Gestartet wurde auf einer Runde rund um den Timna Park. Diese Startrunde von 17 Kilometern führte durch einen sehr flachen aber wunderschönen Teil des Timna Parks, umrandet von einem Felsenmeer.

Nach den ersten Höhenmetern, bei denen die Israelis attackierten wie verrückt, standen zwei Straßenstücke auf dem Plan. Wir nutzen dies aus, packten noch zwei andere Frauen mit in den Windschatten und überholten viele andere Fahrer. Nach dem zweiten Straßenstück gab es wieder eine Brille zu gewinnen. Diesmal war es nur ein kurzer und knackiger Anstieg, aber es waren wieder zu viele Menschen auf der Strecke, um diesen Teil gut durchfahren zu können. Svenja hat es versucht und hatte den höchsten Puls der vergangenen Tage. Ich kam auch schon bald hinterher und wir ließen es laufen zurück zum Timnapark.

Die ersten 17 Kilometer liefen deutlich besser als die ersten drei Tage. Der Körper schien sich langsam wieder an die Radrennen zu erinnern. Darüber freute ich mich wirklich riesig. Leider hielt diese Freude nicht lange. Denn nur wenige Minuten später handelte sich Svenja aufgrund eines Fahrfehlers von uns beiden einen Plattfuß ein. Schnell versuchten wir, den Riss im Mantel zu flicken, doch das Loch war viel zu groß. Mit zwei Schläuchen und bereits 30 Minuten extra auf dem Zeitkonto, aber einem immer noch platten Reifen, beschlossen wir, weiter zu fahren. 10 Kilometer bis zur ersten Verpflegung, das schaffen wir. Svenja quälte sich unglaublich, um mit dem luftlosen Reifen ans Ziel zu kommen.

Das Ziel war aber leider nicht, was wir uns erhofft hatten, sondern „lediglich“ eine Verpflegungsstation ohne technische Unterstützung. Das Zeitlimit kam uns immer näher. Noch eine Stunde bis zur zweiten Verpflegung und wir würden aus dem Rennen genommen werden. 13 Kilometer in einer Stunde, durch die Wüste und mit Plattfuß. Nahezu unmöglich. Aber aufgeben war keine Option. Jetzt erst recht!

Diese Etappe war landschaftlich mein absolutes Highlight. Durch den extra Adrenalinschub aufgrund des immer näher rückenden Zeitlimits konnte ich sie jedoch einfach nicht genießen. Und durch die voranschreitende Zeit wurde der Optimismus auf eine harte Probe gestellt. Aufgeben war dennoch keine Option! 1,5 Kilometer vor der Station beschloss ich, vor zu fahren und zu schauen, ob wir es noch schaffen können.

An der Station angekommen, wurde ich direkt seitens des Komissärs erwartet, welcher mir mitteilte, wir haben noch 50 Sekunden! Falls Svenja nicht kommt, sind wir ausgeschieden. In diesem Moment überkam mich komplett die Erschöpfung und die gesamten Emotionen der letzten Tage, ich begann wirklich zu weinen. 30 Sekunden waren noch auf der Uhr zu sehen und keine Svenja in Sicht.

Gerade als ich aufgeben wollte, kam Svenja in Sichtweite hinter einem Felsen hervor und ich begann, sie anzuschreien was das Zeug hielt. Svenja erkannte, dass wir noch eine Chance hatten und legte mit dem Plattfuß durch den Sand einen Sprint hin.

Direkt nach der Einfahrt entriss ihr Shimano Israel in der Technikzone ihr Fahrrad und wechselte in Rekordzeit den Mantel, packte einen Schlauch in den Reifen. Als kleine Anmerkung: Alle fieberten so mit uns mit, als würde es um den Sieg gehen. Diese Emotionen werde ich nie mehr vergessen. Das Material wurde von den Veranstaltern übernommen und gehörte zum Service des Samarathon 😉 So etwas habe ich noch nie erlebt!

Nach dem Wechsel des Reifens ging es auf die letzten elf Kilometer des Rennens und wir versuchten, noch so viele Fahrer als möglich einzusammeln. Diese letzten Kilometer des Rennens genossen wir dann ganz besonders.

Die vier Tage des Etappenrennens verlangten wirklich alles von uns und dem Material ab. Die Tage waren wie ein Krimi und es lief sicher nicht wie erwartet. Aber das Gefühl, nach vier Tagen im Ziel zu sein, war unbeschreiblich!

Fakten über den Samarathon:

–          Entscheide selbst, ob du 2 oder 4 Tage fahren möchtest

–          Im Team oder bei 2 Tagen auch allein

–          Unterkunft und wunderbare Vollverpflegung mit Getränken sind mit im Preis

–          Das Wetter im Februar ist wunderbar, zwischen 20 und 25 Grad

–          Flüge sind am besten nach Eillat oder Tel Aviv

–          Ein Mechaniker steht kostenlos jeden Tag für alle Fahrer zur Verfügung

–          Das Team versucht, alles möglich zu machen =)

Der Spirit des Samarathon ist unbeschreiblich Samarathon 2021, wir kommen wieder! Vom 17. -21. Februar findet das Rennen im nächsten Jahr statt und ich würde mich sehr freuen, auch dich dort zu treffen =)

Sport

Samarathon 2020- Mountainbike Etappenrennen in Israel

25. Februar 2020

Kurzfristig beschlossen meine Vereinskollegin Svenja und ich, in Israel beim Etappenrennen Samarathon zu starten. Der Samarathon ist ein Mountainbike-Rennen für Jedermann, aber auch für alle UCI-Fahrer in der Kategorie S2 dotiert.

Der Samarathon fand zum sechsten Mal im südlichen Teil der Negev Wüste Israels statt. Bereits bei der Ankunft waren wir begeistert, wie bunt die Wüste sein kann. Das Felsplateau um uns herum ist geschichteter Sandstein in Rot- und Gelbtönen.

Stage 3 Samarathon Israel Mountainbikerennen

Du kannst dich entscheiden, ob du beim 2-Tages-, oder 4-Tages Rennen starten möchtest. Die ersten beiden Tage wird mit Kurzdistanz im Cross-Country Style gestartet. Die letzten beiden Tage sind lange Marathondistanzen. In Israel steht allerdings nicht nur das Rennen fahren an erster Stelle, auch die Gemeinschaft ist wahnsinnig schön. Bereits am zweiten Tag hatten wir das Gefühl, in eine große Familie aufgenommen worden zu sein. Schon beim Frühstück wurden wir von den Organisatoren mit Namen begrüßt.

Bevor wir nun zum Rennbericht kommen. Wollen wir uns erst bei unseren Sponsoren bedanken.

Danke an die Firma Evelina Äpfel, als eine der ertragreichsten Club-Sorten überraschen die Äpfel bei jedem Bissen mit einem köstlichen frischen, knackigen Geschmack.

Evelina Äpfel als Sponsor für den Samarathon

Die Firma Met Helmets, unterstützte uns mit dem Helm Met Trenta. Der Helm ist in Italien gefertigt und zeichnet sich durch schickes Design und hohe Sicherheit aus.

Helme gesponsert durch die Firma Met

Und last but not least, die Firma Dashfactory, für die Sicherheit für uns Fahrradfahrer im Straßenverkehr.

Firmen Logo der Dashfactory GmbH

Der Samarathon ist ein Rundum sorglos Paket für alle Fahrer. Bereits bei der Buchung kann ausgewählt werden, welche Unterkunftsart gewünscht ist. Zelt selbst mitbringen, klimatisiertes Zelt vor Ort oder auch eine Ferienwohnung. Dazu sind sämtliche Mahlzeiten inklusive. Das ganze Rennen findet im Timna Park in Israel statt. Der Timna Park ist ein Nationalpark im Süden Israels. Auf 60 Quadratkilometer befindet sich eine unglaubliche Wüstenregion. Die Landschaft bietet wahnsinnig viele unterschiedliche Farben, felsige Regionen, lose Steine und feinsten Sand.

Svenja und Lelia beim Samarathon Rennen in Israel

Teilnehmen kann am Samarathon jeder, hauptsächlich ist das Etappenrennen für Teams ausgelegt. Am 2-Tages Rennen, kann man allerdings auch als Einzelstarter an den Start gehen. Gewertet wird in den üblichen Kategorien: Männlich/Weiblich/Mixed/Altersklassen.

Tag 1, 19.02.2020 Prolog

Das Team Evelina Äpfel

11 Kilometer, 170 Höhenmeter

Bereits vor ab war ich aufgrund der Höhenangaben verwundert. Für jemanden, der aus Albstadt kommt, erschien mir die Strecke sehr flach. Nachdem wir nun aber alle Etappen gefinished haben, kann ich euch sagen, es ist der härteste Marathon, den ich kenne! Ich würde es auf die gleiche Stufe wie den Hero in den Dolomiten stellen. Beim Samarathon ist alles fahrbar, aber eine gewisse Fahrtechnik muss wirklich vorhanden sein.

Das Etappen Rennen startete um 13 Uhr, Svenja und ich waren also typisch deutsch um 10 Uhr vor Ort. Sichtlich irritiert empfing uns das Team überaus herzlich. Startunterlagen Ausgabe begann jedoch erst um 12 Uhr 😉 Andere Länder, andere Sitten. Dafür wurden wir zu einem super leckeren Frühstück eingeladen. Dieses landestypische Frühstück war sehr herzhaft und bestand aus Hummus, Avocados, Pita und verschiedenen Gemüsesorten. An den gemeinsamen Frühstückstagen gab es allerdings eine große Auswahl an internationalem Frühstück.

Danach konnten wir direkt unser Zelt beziehen und die Oase am Timna Park erkundigen. Die Oase war ein wunderschöner Ort. Es konnte sogar Tretboot gefahren werden, in Form eines Flamingos oder auch eines Schwanes.

Auch in Israel ist derzeit Winter und es ist relativ kühl. Für mich war es jedoch richtig warm, die Temperaturen schwankten zwischen 20 und 24 Grad. Morgens wurde es sehr schnell warm, nachts jedoch durchaus kalt. Eine willkommene Abwechslung abends, mit Tanlines an den Armen konfrontiert zu werden. Im Februar.

Der Startbereich des Samarathon

Die erste Etappe bot einen winzigen Einblick in die unendliche Vielfalt der Natur. Eine atemberaubend schöne Bergkulisse und unterschiedlicher Untergrund. Zunächst ging es relativ flach über einen breiten Weg in Richtung Trails. Die Schwierigkeit hierbei war nicht die Strecke, sondern der starke Gegenwind, der uns sofort zum Windschattenfahren zwang. Im Trailpark angelangt, ging es über geschliffene Steine, Sandlöcher und „normale“ Trails in eine bunte Wüstenwelt. Um uns herum wechselten sich die Farben ab von grün, über rot, schwarz, gelb bis hin zu lila. Unglaublich! Leider konnten wir dies nicht ganz genießen, da wir so schnell wie möglich durchfahren mussten. In auf der Hälfte der Strecke ging es serpentinenartig einen kleinen aber steilen Berg hoch. Nach dieser kurzen Verschnaufpause ging es wieder serpentinenartig über einen Flowtrail bergab. Hierbei wurde man immer schneller, sodass wir am Ende nochmals richtig Gas geben konnten. Nach 17 km kamen wir wieder im Ziel an und hatten definitiv Lust auf mehr Wüste, mehr Trails und mehr Spaß auf der Strecke.

Ein Teamrennen war ich zuvor noch nie gefahren. Dennoch hatten Svenja und ich keine Probleme, uns im Team einzufinden. Die Anstiege waren moderat, aber mit kurzen und steilen Anstiegen gespickt. Da Svenja in unserem Team die stärkere Fahrerin ist, hängte ich mich so gut es ging in ihren Windschatten.

Svenja glücklich im Ziel des Samarathon

Von Schotterautobahnen wie man es von deutschen Marathons kennt, ist hier keine Spur in Sicht. Genau so sollte ein Marathon meiner Meinung nach sein, die Kulisse der Wahnsinn und Trails, Trails, Trails!

Nach dem Rennen wartete ein fantastisches Buffet auf uns Fahrer. Die Auswahl war üppig und vor allem super gesund. Viele verschiedene Salate mit pflanzlichen Proteinquellen wie zum Beispiel Linsen. Zusätzlich gab es Couscous, dazu verschiedene Soßen sowie Putenfleisch und Fisch. Äußerst bemerkenswert, wir Fahrer konnten uns voll und ganz auf das Rennen konzentrieren.

Abendessen in Buffetform

Für einen Snack zwischendurch gab es die Äpfel unseres Sponsors Evelina Äpfel.

Tag 2, 20.02.2020

Short Race XCC

Am zweiten Tag stand ein Shorttrack Rennen auf dem Programm. Hier fühlten sich die Beine deutlich besser an, als am ersten Tag.
Das erste Rennen dieses Jahres war ein kompletter Schock für den ganzen Körper. Aber es sollte besser werden 😉 Der Rundkurs von 1,4 km plus Startloop hat alles geboten, was man von einem Shorttrack erwartet. Eine lange Gerade, viele enge Kurven für schnelle Antritte. Und tolle Zuschauer.

Es ging am Anfang leicht bergauf, darauf folgte eine flowige kurze Abfahrt, die mit einer knackigen Kurve endete. Anschließend ging es wieder leicht bergauf und bergab. Die Zieleinfahrt war wieder durch eine sehr enge Kurve erschwert.  
Los geht’s! Es ging aber nicht sofort auf den Rundkurs, sondern wir fuhren zunächst eine kleine Schleife um den Timnapark herum, zweimal durch den Sandkasten am Start und dann ab auf den Shorttrack. Gefordert waren fünf Runden. Da wir beide noch nie ein Teamrennen gefahren sind, mussten wir uns zunächst einfinden, aber es klappte mit jeder Runde immer ein bisschen besser. Dennoch war die Konkurrenz extrem stark und sie legten gleich zu Beginn ein extrem hohes Tempo an den Tag. Nach vier Runden auf und ab hieß es plötzlich: Finish! Keiner hat so recht verstanden, wo die letzte Runde hingekommen ist, aber der Shorttrack war nach knapp etwas mehr als zwanzig Minuten vorbei. Svenja fand es mal eine nette aber etwas kurze Abwechslung zu den sonst gewohnten Marathonrennen.

Kurze Renndistanzen machen mir extrem viel Spaß und liegen mir deutlich besser als Langdistanzen. Deshalb genoss ich diesen Tag des Rennens besonders.

Aufgrund der kurzen Renndistanz konnten wir den Tag auch noch in anderer Hinsicht genießen …

Nachmittags trudelten so langsam die Zwei-Tages-Teilnehmer des Samarathons ein. Unsere bisher eher gemütliche Runde aus UCI-Fahrern wurde zunehmend erweitert. Überall auf dem Campingplatz wurden die Zelte aufgeschlagen. Das sieht in Israel etwas anders aus. Die Zelte werden unter einem großen Zelt aufgestellt, vermutlich um die Zelte im heißen Sommer vor zu viel Sonneneinstrahlung zu schützen. Aber die Stimmung blieb nach wie vor entspannt und nett. Alle freuten sich auf den kommenden langen Marathontag. Abends beim Grillbuffet, das aus verschiedensten leckeren Salaten, Fleisch und Couscous bestand, konnte das Carboloading beginnen. Selbst für Veganer war ausreichend Proteinfood geboten.  
Svenja probierte abends noch eines der lokalen Biere, das in der Nähe gebraut wurde. Für ein IPA-Bier war es nicht mal so schlecht.  
Aber wir mussten früh schlafen, denn der Wecker klingelte bereits um 5.30 Uhr! 

Unterhaltung nach dem Rennen des Samarathon

Dieses Rennen ist wirklich etwas Besonderes. Die kleine Gemeinschaft und die gemeinsame Zeit brachten viele Bekanntschaften. Bereits am zweiten Tag hatten wir das Gefühl, zu dieser Familie zu gehören. Diesen besonderen Spirit kann man nicht in Worte fassen. Das musst du nächstes Jahr selbst erleben 😉…

Teil 2 findet ihr im nächsten Artikel 🙂

Sport

2020 – Alles neu, dem Radsport treu

5. Februar 2020

Alles hat ein Ende, jedes Silvester birgt eine Wende, einen Zauber vom Neuanfang.

Lass dich darauf ein, fang morgen an.

Foto: Giulio Groeber, Adrenalin Becker Flussbett Wanderung

Der Blick Richtung 2020, die pure Spannung was 2020 neues bringen wird. Das Kapitel 2019 ist geschlossen und es ist Zeit, mir neue Ziele zu setzen und neue Pläne zu schmieden. Durch meinen neuen Job bei Dashbike hat sich einiges verändert. Endlich kann ich meine Liebe zum Fahrrad mit dem Job verknüpfen.

Nachdem im letzten Jahr mit dem Mountainbike das Trentino in Südtirol und Tschechien erkundet wurde, soll es dieses Jahr auf zu neuen Orten gehen. Wie auch im letzten Jahr wollen wir wieder einen Bike-Urlaub mit de