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Aktivregion Salzburgerland. Stand-up paddeln, Radfahren, Bouldern

27. November 2021

Im Anschluss an die Eurobike Messe, ging es nahtlos zu einem weiteren Highlight!

Für fünf Tage wurde ich gemeinsam mit anderen Bloggern in die Region Salzburgerland eingeladen. Für uns standen vollgepackte Tage mit viel Sport auf dem Programm, genauso wie ich es mag.

Die Anreise war ganz entspannt mit dem Zug geplant. Leider wurde daraus mal wieder nichts …. Der Streik der Deutschen Bahn machte mir einen ordentlichen Strich durch die Rechnung. So ging es mit dem Mietwagen von Friedrichshafen nach Salzburg.

Unser erstes Tagesziel war die Fuschelsee Region. Dort waren wir im Hotel Mohrenwirt untergebracht, das unter Triathleten besonders bekannt ist.  Diesen Tag hatte ich aufgrund einer Terminkollision mit der Eurobike jedoch leider verpasst. Deshalb fuhr ich direkt abends ins Hotel, zu einem leckeren Burger und danach zum Kennenlernen der anderen Teilnehmer.

Da der nächste Tag extrem früh starten sollte, gingen wir dementsprechend auch früh ins Bett.

Wir wollten unsere aktiven Tage mit einem Sunrise Walk zum Gipfel starten. Um 5:15 Uhr war deshalb Abfahrt. Für mich eine ungewöhnlich frühe Uhrzeit, aber als wir oben waren, habe ich es keine Sekunde bereut!

Mit Stirnlampen gewappnet machten wir uns einen anspruchsvollen Aufstieg nach oben. Meine Turnschuhe kamen immer wieder an ihre Grenzen. Wanderschuhe wären deutlich passender gewesen. Da ich sehr selten in den Bergen unterwegs bin, war ich nicht so sonderlich trittsicher wie manch anderer. Umso schöner war es, dass meine Begleiterin Betty eine echte Bergziege ist. Betty half mir an den schwierigen Passagen immer, den perfekten Aufstieg zu finden. Mit etwas mentaler Unterstützung lief es gleich viel besser.

Rund 45 Minuten, 2 Kilometer und etliche Höhenmeter später, erreichten wir das Gipfelkreuz. Leicht verspätet, denn die Sonne war schon unterwegs 😉

Macht aber nichts, der Caffè auf dem Gipfel schmeckt trotzdem wunderbar. Und auch der Aussicht tat das nichts ab.

Insgesamt waren etwa 40 Content-Creator und Blogger ins Salzburgerland eingeladen. Das Thema war #Explorerdays.

Die Teilnehmer waren dabei aus vielen unterschiedlichen Ländern und mit unterschiedlichen Themen unterwegs. Dabei wurde ich in die Gruppe der Sportler und Outdoor-Enthusiasten gepackt. Schon vor beginn des Trips, war ich ganz aufgeregt auf das spannende Programm. Mit Audi als Sponsor machten wir uns mit den neuen E-Audis auf zu den coolen Aktivitäten.

Unsere Gruppe bestand aus Betty, Simeon, Adam, Daniel, Johannes und Vivienne, sowie Fedja.

Die meisten aus unserer Gruppe waren wirklich tolle Fotografen, Johannes und Vivienne betreiben sogar eine Social-Media Agentur und leben auf Bali. Betty und ich dagegen teilen unsere Leidenschaft für Sport auf Social-Media. Simeon ist ebenso Fotograf und Daniel studiert momentan in Göttingen.

Nach unserem Nüchtern-Run, ging es für uns alle zum Frühstücken in das Hotel zurück. Wie es sich für ein Sporthotel gehört, gab es super leckere und gesunde Snacks mit regionalen Eierspeisen.

Frisch gestärkt stand dann direkt die zweite sportliche Aktivität des Tages auf dem Programm:

Bouldern am Fels. Mit der Alpinschule 4 Elements.

Bouldern war ich bereits, bisher allerdings nur in der Halle. Am Fels ist dann doch etwas ganz anderes!

Gemeinsam mit der Kletterschule 4 Alpin ging es erst einmal quer durch den Wald. Das Ziel war der erste von zwei Kletterfelsen, die heute bezwungen werden wollten. Doch bevor es losgehen konnte, wurden wir erst einmal mit Kletterschuhen ausgestattet. Die Sportkleidung hatten wir bereits an.

Dann folgte ein leichtes Warmup, um die Verletzungsgefahr zu minimieren. Mit Knete, Bändern und anderen Spielereien wurde die Gruppe auf das eigentliche Training vorbereitet.

Zuerst wurden uns die Grundlagen der Sicherung durch unsere Kletterguides erklärt. Die beiden Jungs hatten richtig gute Laune und Lust, uns das Bouldern am Felsen näher zu bringen. In den ersten Beispiel-Kletteraufstiegen konnten wir direkt feststellen: Die Jungs haben es drauf 😉

Immer wenn es so super leicht aussieht, weiß man ja, es wird schwer. 😉
Und genau so war es auch. Ich habe keine Höhenangst, aber ich bin trotzdem lieber am Boden. Deshalb kostete es mich doch einige Überwindung.

Der erste Anlauf war direkt ausbaufähig 😉 Mit den super Guides aber gar kein Problem. Der Guide kletterte einfach neben mich, und zeigte mir den richtigen Weg. Das war auch ganz generell für mich der größte Unterschied zum Bouldern in der Halle. In der Halle weisen dir ja quasi die Boulder-Farben den Weg. In der Natur natürlich nicht, da muss man seinen eigenen Weg suchen und geeignete Stellen für Hände und Füße finden.

Nach einigen Durchgängen wechselten wir dann zum nächsten Felsen. Alle Felsen haben unter den „Boulder Locals“ natürlich Namen.

Für mich war nicht nur das Bouldern an sich ein Highlight, sondern auch der Spaziergang durch den Wald. Ich bin einfach super gerne im Wald, egal ob mit dem Mountainbike oder zu Fuß. Jeder Wald sieht anders aus, dieser Wald war besonders schön grün.

Dieses Highlight sollte aber nicht das letzte sein, welches uns das Salzburgerland zu bieten hat.

Aber erst einmal gehen wir uns stärken. In ein neues Restaurant, direkt an einem See gelegen. Zur Belohnung für den langen Tag, gab es einen Mojito und eine leckere Portion Spaghetti.

Danach konnten wir die Zeit nutzen, um uns zu entspannen. Bevor am Abend eine letzte Aktivität auf dem Plan stand: Stand-Up Paddeling in den Sonnenuntergang.

Am Fuschelsee gibt es den Verleih „SupBox Austria“. Der Chef selbst hat sich für uns Zeit genommen, und den Sekt eingepackt 😉

Für mich war es die erste Aktivität auf dem Board. Dafür gab es erst eine kleine Einweisung. Mein Ziel war es, nicht ins Wasser zu fallen. Jeder von uns bekam einen Sack um seine Sachen wasserfest zu verpacken.

Die ersten Meter waren doch sehr ungewohnt und ich beschränkte mich zunächst auf das Paddeln im Sitzen. Nach wenigen Minuten wurde es aber immer besserer und sicherer. Und so beschloss ich, endlich aufzustehen. Einige Tipps später lief es dann endlich rund und es machte großen Spaß.

Das SUP in Richtung Sonnenuntergang war wirklich ein einmaliges Erlebnis. Ich werde auf jeden Fall wieder kommen!

Gemeinsam mit der Gruppe, saßen wir auf dem Wasser, erzählten uns spannende Geschichten, und tranken das ein oder andere Gläschen Sekt 😉 #donttrinkanddrive

Nach diesem langen Tag fuhren wir gegen 22 Uhr zurück ins Hotel und alle fielen müde ins Bett.

Der nächste Tag wartet mit einem ganz besonderen Programmpunkt auf uns….                      

Meine erste E-Bike Tour!

Auch wenn ich immer sehr aufgeschlossen gegenüber neuen Aktivitäten bin … Für mich als jungen, gesunden und fitten Menschen, macht es meiner Meinung nach einfach keinen Sinn. Der Bewegungsmangel ist im Alltag eh schon immer präsent. Da möchte ich mich wenigstens in meiner Freizeit so viel wie möglich bewegen und zwar richtig!

Mit der ganzen Gruppe wurden die E-Bikes abgeholt und wir machten eine landschaftlich spannende Tour über den Berg nach Hallstadt.

Hallstadt ist super beliebt bei den Touristen, allerdings hat das Salzburgerland noch so viel mehr zu bieten.

Die Biketour brachte uns auf die Spuren der Salzkammergut Trophy. Und da war mir klar: Im nächsten Jahr werde ich auch super gerne an diesem Marathon teilnehmen. Speziell die steilen Auffahrten werden Sandro sehr viel Freude bereiten!

Auch wenn das E-Bike definitiv nicht meins war, die Region bekommt von mir 10 von 10 Sternen. Die Wege sind super, überall gibt es schöne kleine Einkehrmöglichkeiten auf den Hütten. Dazu die vielen Brunnen an den Wegen die einem die Möglichkeit geben, die Flasche wieder frisch aufzufüllen.

Und die Landschaft ist einfach ein Traum 😊

Nach der Biketour gab es noch ein weiteres Novum für mich: Mein erster Besuch in einem Fischrestaurant. Direkt an einem kleinen See, in dem die Forellen schwimmen. Ich entschied mich für eine geräucherte Forelle mit Mandeln, dazu Kartoffeln.

Das Restaurant war super urig, nicht zu überlaufen und das Essen wirklich schnell auf dem Tisch. Dazu gab es den regionalen Wein.

Um den Tag noch vollends perfekt zu machen, ging es für uns mit einem kleinen privaten Boot einmal über den See. Vorbei an einem kleinen Wasserfall und schlussendlich zu einer Anlegestelle. Die Anlegestelle war sehr einsam und trotzdem 😉 2 nette Musikanten saßen dort. Mit einer Ziehharmonika und einer Tuba und spielten ein Ständchen und tranken dazu regionales Bier.

Nach dem ausstieg wartete ein kleiner Fußmarsch zu einem See zu uns.

Dies hat mir prinzipiell am Salzburgerland richtig gut gefallen. Überall gibt es Wasser. Kleine Wasserfälle, Seen, Quellen und so weiter.

Am See gab es eine entspannte Pause mit der Crew, es wurde gelacht und Spaß gehabt. Frisch gestärkt und erholt, fuhren wir mit dem Boot zurück zum Eingang des Fisch-Restaurants.

Von dort gab es einen schönen Fußmarsch zurück zum Parkplatz. Der Weg dauerte kurze 20 Minuten und führte an einer kleinen Mühle mit hübschem Wasserrad vorbei.

Für den Abend war ein besonderes Highlight geplant: Gemeinsam durften wir in einer Outdoorküche mit dem Koch Christoph Held kochen.

Der Sirius Kogel erwartet seine Gäste mit einer sehr spannenden und exzellenten Küche.

Gemeinsam mit Christoph wurde in der Outdoorküche gekocht. Allerhand regionale Zutaten standen auf dem Plan. Es war unglaublich lecker. Auch das gemeinsame Kochen war ein Highlight. UNd so wurde auch gleich das Gruppengefühl noch mehr gestärkt. Wir hatten einen super spannenden Abend.

Der Abend wurde mit einem exzellenten Wein abgerundet.

Nach einer Nacht mit viel Spaß und wenig Schlaf, ging es auf zu einem letzten Highlight.

Ausschlafen war angesagt 😉 keine Abreise um 5, sondern gemütlich um 8. So konnte der letzte Tag beginnen.

Gemeinsam ging es auf ein Fest in einem der Nahe gelegenen Orte. Bevor es für uns alle wieder zurück nachhause ging.

Vielen lieben Dank für diese schöne Pressereise ins Salzburgerland. Ich werde definitiv wiederkommen.

Sport

Auf der Blockline: Der Familien- und Radurlaub im Erzgebirge

17. September 2021

Der Sommer 2021 kam spät. 

Erst im September wurde es richtig sonnig, ohne Regen und mit Temperaturen teils deutlich über 20 Grad. Perfekt also, um noch einmal einige Zeit auf dem Bike zu verbringen. Diesmal sogar mit der Familie. 

Es geht für uns nach Mittelsachsen ins Erzgebirge, das vor allem durch seine lange Bergbaugeschichte bekannt ist. Für mich bedeutet das Erzgebirge immer Radsport 🙂 Meistens gehe ich zum MTB-Techniktraining in den Bikepark nach Klinovec, wo es mit dem Lift den Berg hinauf geht, oder in den Trailpark Rabenberg, wo Auf- und Abfahrt mit dem Bike bewältigt werden. 

Ein persönliches Highlight ist auch immer der Erzgebirgs-Bikemarathon, den ich diesmal zusammen mit einer Freundin gefahren bin. Zu den Witterungsbedingungen am Renntag nur so viel: Fahrerinnen und Bikes wurden gemeinsam mit dem Dampfstrahler geduscht 😀 

Bei diesem Anblick freuen wir uns umso mehr über den Sonnenschein bei unserer Blockline-Tour. Genauer gesagt geht es diesmal ganz in den Osten des Erzgebirges an die tschechische Grenze, nach Holzhau ins Berghotel Talblick, unserem Start- und Zielort für die nächsten drei Bike-Tage. 

Vom Kurort Seiffen, den die meisten sicher für seine Holzkunst kennen, geht es bis zum Wintersportzentrum in Altenberg, verteilt über drei Tagesetappen. Das Hotel muss durch die zentrale Lage in Holzhau zwischen den Etappen nicht gewechselt werden, Halbpension haben wir ebenfalls gebucht und so können wir uns voll und ganz auf das Radfahren konzentrieren. Und wer schon immer mal nach Dresden wollte, erreicht die Stadt an der Elbe in nur 45 Minuten mit dem Auto. 

Wir wollen aber ab aufs Rad und die Erzgebirgslandschaft entlang der Blockline auf insgesamt 140 Kilometern mit über 3000 Höhenmetern erkunden. Besonders sportliche Biker können die Tour auch an einem Tag bewältigen. Wir nehmen uns dafür jedoch die geplanten drei Tage Zeit und genießen die Zeit mit der Familie auf dem Bike in der Natur. Dabei bewegen wir uns typisch Mittelgebirge überwiegend zwischen 600 und 1000 Metern Höhe. Auf diesen Höhen sind wir auch in unserer Heimatstadt Albstadt, wo auch der UCI MTB Weltcup stattfindet, unterwegs und fühlen uns schon am Ausgangspunkt superwohl. 

Geplant sind 53 km und 1140 Hm auf der ersten Etappe, 52 km und 1010 Hm auf der zweiten, und 66 km mit 1240 Hm auf der dritten Etappe. Für die bestmögliche Vorbereitung kann man sich das Blockline Starterpaket dazu buchen, das Informationen, Geschichten und Rätsel rund um die Blockline enthält. 

Loop 2 der Blockline: 52 km, 1010 Hm 

Entgegen der Planung haben wir uns auf Empfehlung des Berghotels Talblick nach beruflich bedingt verspäteter Anreise für die zweite Loop zum Auftakt entschieden. Diese führt direkt vom Hotel hinab nach Holzhau, über den Kannelberg durch die malerischen Täler des Erzgebirges. Im Gimmlitztal, dem Tal der Mühlen, treffen wir nach den ersten nennenswerten Höhenmetern auf die klare, kalte Gimmlitz, die sich mit ihrem naturbelassenen Flusslauf entlang der Wassermühlen durch das Tal schlängelt. Auch heute sind noch einige der Mühlen funktionsfähig. 

Es geht entspannt weiter flussabwärts nach Mulda, wo wir auf unter 500 m ü.NN auf die Holzstatuen von Blockhausen treffen. Für meinen Papa als Schreiner ganz besonders faszinierend 😉 Holz spielte in dem ehemaligen Uhren- und Geigenmacherdorf eine sehr zentrale Rolle. Im ganzen Erzgebirge wurde generell sehr viel mit der Natur gearbeitet, mit und von der Natur gelebt, haben wir den Eindruck. 

(Sportlichen) Wettkampfcharakter bringt die jährlich stattfindende Weltmeisterschaft im Kettensägen nach Blockhausen. Ein 40 Meter langer Holztisch aus einem einzigen Baumstamm der Holzskulpturensammlung hat es ebenfalls ins Guinness-Buch der Rekorde geschafft. 

In Blockhausen kann man wirklich die Zeit vergessen. Es gibt so viel zu entdecken. Faszinierende Holzskulpturen in allen Größen und Formen, eben ein richtiges kleines Dorf aus Holz. Und auch wir haben die Zeit aus den Augen verloren, was uns später noch ein Rennen gegen die Dunkelheit bescheren wird 😉 

In Dorfchemnitz schauen wir noch schnell den Eisenhammer an, einen der ältesten Handwerksbetriebe Sachsens. Auch hier wird die Kraft des Wassers genutzt, um den Schmiedehammer per Wasserrad anzutreiben und mit dessen Unterstützung Handwerkserzeugnisse herzustellen. 

Mit den verbleibenden Kräften (für Essen hatten wir keine Zeit) und voller neuer Eindrücke fahren wir wieder in den Anstieg auf die König-Friedrich-August-Höhe auf über 700 m hinauf und durch Laub- und Nadelwälder über die Höhenwege mit Rampen und weiteren Anstiegen zurück und erreichen mit den letzten Sonnenstrahlen nach einem tollen Sonnenuntergang unseren Start- und Zielort oberhalb von Holzhau. Vor dem Berghotel werden wir – oben angekommen – auch schon von meiner Mama in der Hollywoodschaukel für das Abendessen erwartet. 

Wer Ruhe und Entspannung in der Natur sucht, ist hier genau richtig. Die absolute Stille und schöne Aussicht dieser Loop belohnt uns für die knackigen Rampen mit dem Bike. Am Ende stehen knapp 56 km und 1221 Hm auf unseren Fahrradcomputern. 

Loop 3 der Blockline: 66 km, 1240 Hm

Die längste und wohl anspruchsvollste Blockline-Loop haben wir uns am zweiten Tag vorgenommen. Für uns ganz klar die Königsetappe und der Loop-Favorit! Rauschendes Wasser, große Nadelbäume und blühende Bergwiesen vereint diese Etappe alles in einem.

Von unserem Berghotel geht es wieder hinab nach Holzhau, weiter Richtung Süden. Vorbei an kleinen Bächen mit Wasserrädern und Teichen fahren wir über die typischen Mittegebirgsanstiege nach Neuhausen und dem bekannten Kurort Seiffen. Teilweise auch auf dem Rundkurs des Erzgebirgs-Marathons, inklusive Trails!

In Seiffen kommt erste Weihnachtsstimmung auf, als wir zunächst auf zwei riesige Nussknacker-Figuren aus Holz treffen und anschließend im “Spielzeugmacherdorf” auf die traditionellen Schwibbögen, Holzpyramiden und urigen Räuchermänner. 

Neben der Weihnachtsstimmung kommen Sandro und mir bei unserer Fahrt durch Seiffen auch die Passagen des Erzgebirgs-Bikemarathons wieder bekannt vor, der hier jedes Jahr in Seiffen startet. Schade, dass das Rennevent dieses Jahr bei 12 Grad und Dauerregen “ins Wasser gefallen” ist, die Start- und Zielexpo wäre perfekt gewesen für einen sonnigen Renntag mit Freunden und bekannten Gesichtern. 

Auf ein bekanntes Gesicht treffen wir am Erzgebirgischen Freilichtmuseum in Seiffen, wo uns schon meine Mama erwartet. Wir gönnen uns nach den sportlichen Anstiegen mit teils über 20% Steigung aber zunächst einmal Kaffee, Kuchen und Apfelstrudel, ehe wir zusammen die vielen kleinen Häuser des Freilichtmuseums erkunden. Eine willkommene uns äußerst interessante Pause! 

Das Freilichtmuseum bildet die Bauwerke und Werkstätten des 19. und 20. Jahrhunderts nach. Besonders interessant war für uns das Reifendrehen des Drechslers. Hier kann man von Anfang bis Ende sehen, wie verschiedene Spielzeuge hergestellt werden.

Sonnig führt uns die Blockline auf einen der höchsten Gipfel des Osterzgebirges. Keine Wälder, nur offene, weitläufige Wiesen und ein toller Rundumblick belohnen den Aufstieg. 

Die Blockline führt uns noch einmal direkt entlang der tschechischen Grenze in die pure Natur, wo uns die angekündigten, mit allen Sinnen erlebbaren Natur-Highlights erwarten: Ein ständiger Wechsel von Laub-, Nadel- und Mischwäldern, artenreiche Quellwiesen und Zuflussbäche führen uns auf der dritten Blockline-Loop über einen anspruchsvollen Uphill zur Rauschenbachtalsperre. Auch der vom Aussterben bedrohte Fischotter weiß diese wasserreiche Landschaft zu schätzen und nutzt die Gebiete rund um die Talsperre zur Jagd. 

Von hier aus machen wir uns auf die letzten Kilometer, durch den märchenhaften Wald mit Moos bedeckten Boden, Pilzen und Wasserläufen. Man kann das Holz und die frischen Gräser wirklich riechen, die klare Luft spüren! Diesmal kommen wir über den Berg von oben an unser Hotel und sparen uns die 18%-ige Steigung von gestern. 

Nach 66 Kilometern und 1462 Höhenmetern freuen wir uns auf das verdiente Abendessen im Berghotel! 

Loop 1 der Blockline: 53 km, 1140 Hm

Heute geht es in Richtung Wintersportort Altenberg und Hermsdorf. “Wo Dich Dachs und Rothirsch grüßen” lautet die Kurzbeschreibung der ersten Loop. Und tatsächlich: In nur fünf Minuten sind wir wieder raus aus dem Ort, im ersten Anstieg etwa 100 Höhenmeter zum Warmup hinauf auf die Steinkuppe, wo man auf “Meister Grimbart” trifft. Der Dachs hat sich hier niedergelassen und die Landschaftsgestaltung um den Steinbruch herum übernommen. 

Über einen stillgelegten (Wintersport-)Bahnhof, auf dessen Gelände noch die Überbleibsel des Bahnbetriebes sowie die Streckenführung der Gleise erkennbar sind, geht es weiter in Richtung des Naturschutzgebietes Hemmschau, wo einen die Grillen und das Bienensummen durch den Nadelwald direkt entlang der tschechischen Grenze begleiten. Hätten wir besser unsere Personalausweise einstecken sollen? 

Auf 800-900 Metern höhe fahren wir weiter über kleine Wellen und kurze Rampen. Wobei wir diese Etappe als die entspannteste empfinden, da die meisten Anstiege auf Asphalt- oder Schotterwegen bewältigt werden. 

Nach einem kurzen Stop am Aussichtspunkt vor Altenberg mit toller Weitsicht über das Erzgebirge und die Talsperre von gestern erreichen wir schließlich das Wintersportzentrum Altenberg! “Hier gehen wir im Winter zum Langlaufen hin!”, sind wir uns sofort einig. Das weitläufige Loipennetz ist anhand der Schilder auch mit dem Bike erkennbar. 

Gegen Ende der Loop erwarten uns noch einmal drei längere Anstiege, die es am dritten Tag durchaus in sich haben, zumal Sandro und mir noch unser Radrennen von vor drei Tagen in den Beinen steckt. Aber: Training beginnt am Ende der Komfortzone und diese haben wir heute definitiv erreicht! 

Nach dem letzten 18% Anstieg merken wir nach 53 Kilometern und 1223 Höhenmetern im Hotel angekommen doch die Höhenmeter der letzten Tage in unseren Beinen und denken nun doch noch über einen Ruhetag in Dresden nach 😉 

Sind ja nur 45 Minuten… Und nach 175 km und 3906 Hm können wir den ganz besonders genießen!

Unser Blockline-Fazit 

Die letzten drei Tage durch das Erzgebirge waren wunderschön! Als sportlich ambitionierte Familie kann man mit 4-6 Stunden Fahrtzeit und 1200-1500 Höhenmetern je Etappe planen. Ein Paradies für Bergziegen! 

Die Strecken sind mega abwechslungsreich und können sogar zur Navigation auf den Fahrradcomputer geladen werden. Langeweile kommt hier garantiert nicht auf! 

Als Ausgangspunkt ist das Berghotel Talblick super geeignet. Wirklich nettes Personal inklusive Insider-Empfehlungen und leckerem Essen. Ganz generell sind die Menschen im Erzgebirge einfach nur freundlich, wirken sehr zufrieden und entspannt. Kein Wunder bei dieser Landschaft! 

Sport

Indoor-Training im Sommer? 2021 gerne!

7. September 2021

Anzeige. August, 30 Grad und Sonnenschein! Morgens schon zur ersten Einheit aufs Rad, um auch intensive Trainingseinheiten in der frischen Morgenluft trainieren zu können und den restlichen Tag entspannt in der Sonne genießen zu können. Das ist mein Sommer! Aber wohl nicht dieses Jahr.

„Ich glaube nur noch dem Wetterbericht von gestern“, so die Aussage eines Trainingspartners während einer meiner Group-Rides, natürlich im Regen. Im unwetterartigen Regen, wo Rad und Fahrer von oben gleich wie unten geduscht werden und man kaum mehr als das Hinterrad des Vordermannes sieht. 

Mal ehrlich, wie viele Regentage hatten wir diesen Sommer schon? Auch meine diesjährigen Jahreskilometer liegen laut Strava knappe 1.000km hinter meinem letztjährigen Jahressoll von 6.500km MTB und Rennrad. 

Mit Alternativsportarten wie Laufen habe ich dafür mehr Zeit verbracht als im Vorjahr. So habe ich mich erst letztes Wochenende in Lödla bei der Kombi-Veranstaltung „Lödla crosst“ für einen Trail-Run entschieden und wegen der starken Niederschläge, sowie aus zeitlichen Gründen, auf das MTB-Rennen am Nachmittag verzichtet. Ich musste ja mein neues Orbea Orca Rennrad abholen 😉 

Jedenfalls war selbst dieser Trail-Run die reinste Schlammschlacht und die Läufer waren teilweise auf allen Vieren unterwegs, oder rutschten einfach von der Strecke. Teilweise war auch ich beim Laufen in meinem Ruhepuls unterwegs, weil mit meinen glatten Schuhen an wirkliches Laufen nicht zu denken war. Die wirkliche Herausforderung bestand darin, die Traktion zu bewahren 😀 

Crosslauf Lödla
Matsch Rennen Erzgebirgs Bike Marathon
Dampfstrahler putzen nach der Radtour

Umso dankbarer bin ich deshalb für die vielfältigen Möglichkeiten und Alternativsportarten zum Radsport, auch wenn ich doch am allerliebsten auf meinen Rädern unterwegs bin. Als weitere Sportarten überlege ich aktuell, wieder mit dem Schwimmen anzufangen. Über Skiroller habe ich auch schon nachgedacht. Ob Wasserrad auch als Alternativsportart gilt? 

Erstmal bleibe ich aber auf dem Rad, genauer gesagt, dem neuen Renpho A.I Smart Bike, das neu auf den Markt ist. Ich durfte es schon vorher für euch testen und muss sagen, dass das Fahrerlebnis nicht vergleichbar ist mit Spinning-Rädern oder anderen Ergometern aus dem Studio. 

Das Renpho A.I. Smart Bike bietet einem maßgeschneiderte Workouts. Das A.I. steht übrigens für „Artificial Intelligence“, also künstliche Intelligenz. Das moderne Indoor-Bike lernt dich kennen, passt sich also dir und deiner Leistungsfähigkeit an, mit personalisiertem Training für die individuellen Ziele. 

Das Bike kommt in einem schlichten und modernem Design und ist auch sehr schnell zusammengebaut. Durch die integrierten Rollen lässt es sich recht einfach bewegen und ist schnell an der gewünschten Position platziert und nach dem Training wieder aufgeräumt. 

Um in den Genuss der personalisierten Workouts zu gelangen, benötigt das Indoor-Bike ein paar biometrische Körper- und Leistungsdaten. Über die kostenlose App lässt sich das alles easy konfigurieren und einstellen. Die eigene Leistungsfähigkeit kann dabei in einem in einem 15-minütigen Fitnesstest (bekannt als FTP-Test) ermittelt werden. Generell empfiehlt es sich, diese Tests etwa alle vier bis sechs Wochen regelmäßig durchzuführen, damit das Training an den eigenen Trainingsfortschritt angepasst werden kann. Das Smart Bike überwacht den Trainingsfortschritt dabei durch die künstliche Intelligenz eigenständig und nimmt Trainingsanpassungen vor. 

Neben dem Design fällt vor allem die ergonomische Sitzposition mit bequemen, aber nicht zu weichem Sattel und Lenker auf. Alles natürlich einstellbar. Als erstes ist mir die Laufruhe des Renpho Bikes aufgefallen. Es läuft wirklich sehr ruhig, leiser als die smarten Rollen, und stört dadurch keine Nachbarn oder Mitbewohner. 

Wie auch auf dem Fahrrad draußen, kommt der meiste Spaß aber in der Gruppe auf. Ich liebe Group-Rides. In der Gruppe vergeht die Zeit viel schneller und man pusht sich einfach gegenseitig immer nochmal mehr, als wenn man nur allein für sich fährt. Deshalb möchte ich auch wieder öfters versuchen, zumindest an einem Tag in der Woche spätestens um 17:30 Uhr Feierabend zu machen. 

Momentan habe ich an gemeinsamen Gruppen-Trainingseinheiten sogar mehr Spaß, als in den Radrennen. Und das, obwohl ich ansonsten ein Wettkampf-Typ bin und mir immer ein konkretes Ziel setze, das ich erreichen möchte. Dennoch steht bei mir der Spaß im Vordergrund! Und wenn man etwas gerne macht, wird man darin automatisch besser! 

Durch die Konnektivität des Renpho Trainers kann man auch bei Indoor-Einheiten mit Anderen fahren. Entweder über die eigene AI Gym App, oder über die bekannten Plattformen wie Zwift, usw. Die absolvierten Trainings können auch mit Apple Health oder Google Fit verbunden und getrackt werden. 

Zwift ist jedoch meine absolute Lieblingsplattform für Trainingseinheiten auf dem Indoor-Bike. Hier treffe ich immer bekannte Gesichter – zumindest virtuell. Vor allem lange Grundlagen-Einheiten fahre ich persönlich nicht so gerne auf der Rolle. Durch die Interaktion mit Freunden werden aber selbst diese Einheiten sehr kurzweilig. Neben der Möglichkeit, über Smartphone oder Tablet mit Freunden zu fahren, verfügt das Smart Bike auch noch über ein eigenes kleines Display, das die wichtigsten Trainings- und Fahrdaten gut lesbar anzeigt. 

Mit dem Zugang zu über 70 Fitnesskursen wird mir in nächster Zeit erst mal nicht langweilig und ich habe auch bei schlechtem Wetter vielzählige Alternativen. 

Dennoch steht uns der Winter ja noch bevor und ich hoffe auch im September noch auf ein paar sonnige und warme Tage. Das Licht muss mittlerweile aber wieder standardmäßig ans Rad, gerade bei den Trainings am Abend wird es schon wieder früh dunkel. 

Zusätzlich zum Ausdauertraining baue ich aktuell wieder mehr Dehnübungen in meinen Tagesablauf ein. Auch leichte Stabi- und Krafteinheiten kommen in nächster Zeit wieder auf den Plan. Trotzdem ich nächstes Jahr erst einmal ohne Lizenz fahren werde, möchte ich weiterhin für mich trainieren. Und dieses Jahr habe ich meine Lizenz ja noch. 

Ob ich zum Abschluss noch einmal Cross-Rennen fahre, hängt von meinem Arbeitspensum ab. Ich freue mich aber definitiv schon auf das Skifahren und Skilaufen und hoffe auf einen schneereichen Winter. Nachdem wir ja schon einen regenreichen Sommer hatten, wäre das ein Ausgleich und schon mal eine super Grundlage für eine gute Form in 2022. 

In alter Manier auf dem MTB und dank meinem neuen Orbea-Rennrad vielleicht auch mal das ein oder andere Rennrad-Rennen.  

Sport

Urlaub in Dorf Tirol- Mountainbiken, wandern und die Sonne genießen

6. September 2021

Das letzte Jahr war für uns alle eine Herausforderung, glücklicherweise gehöre ich zur Gruppe, die mehr Arbeit hatte als jemals zuvor. 

Deshalb wurde es Zeit für einen Urlaub! Zur Auswahl standen Polen, Italien und Tschechien, nachdem ich schon seit langem das Trailgebiet Nove Mesto Pod Smrkem erkunden möchte, welches zwischen Tschechien und Polen liegt.

Schlussendlich wurde es, aufgrund des Wetters, aber dann doch Italien. Nachdem wir letztes Jahr den Gardasee erkundet haben, wollte ich dieses Jahr ein anderes Gebiet sehen. Somit wurde es der kleine Ort Dorf Tirol/Tirolo in Südtirol, direkt über Meran. 2019 waren wir bereits nach dem Hero mehrere Tage in Bozen. Unter anderem sind wir damals von Bozen über den asphaltierten und gut ausgeschilderten Radweg nach Meran geradelt. Mit der halben Familie war das Ganze ein Riesenspaß. 

Dieses Jahr wollten wir eine Mischung zwischen Aktiv- und Erholungsurlaub. Mit Radfahren, Wandern und Schwimmen, aber auch mit Sonne und Pool. 

Das perfekte Hotel haben wir dabei “Am Sonnenhang” gefunden. Das 2020 erbaute Hotel ist ein familiengeführtes Hotel im Herzen von Dorf Tirol. Mit 2 Schwimmbecken, davon ein Salzwasserpool, einem Whirlpool, Fitnessstudio, und täglichen Sportaktivitäten, genau was wir gesucht haben. 

Weinbei Sonnenuntergang
Vine o´clock
Der Pool des Hotel Sonnenhang
Blühende Blumen im Garten

Von Jena ging es deshalb extrem früh los, 7,5 Stunden sagte unser Navi voraus. Das war früher von Albstadt aus doch deutlich näher 🙂 

Über München ging es ab auf die Brennerautobahn, über Bozen, Meran und schließlich hoch nach Dorf Tirol. 

Italien begrüßte uns mit freundlichen 30 Grad und Sonnenschein. Dieses Wetter blieb auch konstant über alle 10 Tage. Eine wahre Freude, nach dem vielen Regen in Deutschland zuvor. Im Hotel angekommen gab es einen abschließbaren Bike-Raum und wir wussten, unsere Bikes sind gut und sicher untergebracht. 

Im Anschluss an die lange Fahrt ging es für uns am ersten Tag nur noch in den Whirlpool mit fantastischem Blick über Meran und das Etschtal und schließlich zum Abendessen, dem hervorragenden Gala-Dinner.  

Jeden Abend gab es zwischen 4 und 5 Gängen, dazu ein riesiges, frisches Salatbuffet. Ein wahrer Traum. So waren wir meist tagsüber aktiv unterwegs und abends wieder im Hotel. 

Da wir relativ viel Sport in der Zeit gemacht haben, war das reichhaltige Frühstücksbuffet perfekt. Viele gesunde und nahrhafte Lebensmittel wurden aufgetischt. Vom frischen Obst, über die regionale Milch, sowie die regionalen Eier und Eierspeisen. Einige Speisen stammen auch direkt von der hoteleigenen Alm. 

Auch im Urlaub mag ich Routine. Jeden Morgen wird im Hotel um 8 Uhr eine Yoga-Session mit der Gastgeberin angeboten. Auf der Dachterrasse kommt man dabei schon am frühen Morgen mit den ersten Sonnenstrahlen ordentlich ins Schwitzen, mit einer Rundum Aussicht auf die malerischen Berge und Täler, inklusive Kirchturm. 

Im Wechsel werden Dehnübungen und Kraftübungen unter Anleitung durchgeführt. Dabei geht es vor allem um die Rumpfmuskulatur, welche für uns Radfahrer und Läufer sehr wichtig ist. Bereits am dritten Tag habe ich eine deutliche Verbesserung gespürt. Physisch und mental. 

Yoga auf der Sonnenterrasse

Fast immer habe ich meine Tage mit Yoga gestartet, dann Zeit am Pool und kitschige Bücher lesen, nachmittags etwas Aktives, abends dann lecker essen und entspannen. Die große Terrasse ist perfekt für einen Wein oder Cocktail, um die warmen Abende mit leiser Musik und toller Aussicht entspannt ausklingen zu lassen. 

Am nächsten Tag ging es auf eigene Faust los zur ersten Radtour, durch das Passeiertal. Genau wie Sandro es liebt, ging es erst einmal nur bergauf. 

Das ganze auch noch ziemlich steil. 

Oben angekommen war ich froh, als wir endlich den Traileinstieg gefunden hatten. Der Trail mit vielen großen Steinen, und einem Wasserfall hat uns für die Auffahrt mit bis zu 22% mehr als entschädigt.

Sandro hat sich dabei direkt für ein Eisbad im frischen Bergwasser für die perfekte Regeneration entschieden. 

Passeiertal Radfahrt
Dorftirol Radfahrer
Steile Auffahrt

Ausgeschilderte Radwege zu finden, war in Tirolo leider wirklich schwierig… Für einen Mountainbike-Urlaub sind sicher andere Orte in Südtirol besser geeignet. Für uns war es allerdings kein Problem, wir wollten sowieso hauptsächlich Urlaub machen und kein Trainingslager.

Nachdem wir uns beim Abendessen mit der Gastgeberfamilie unterhalten haben, hatte diese eine wunderbare Idee: Wir durften mit unseren eigenen Rädern zur E-Bike-Tour mit. 

Um 10.30 ging es los, fix die Räder auf den Anhänger laden, und dann ab in den VW-Bus. So hatten wir auch Gelegenheit, ein paar der anderen Hotelgäste kennenzulernen. Dadurch wurde der Tag zu einer Radtour mit Freunden.

Für die Radtour wurden wir mit dem hoteleigenen Shuttle mit Anhänger. Zur hoteleigenen Alm auf etwa 1400 Metern, wo zum Beispiel die Erdbeeren für das Frühstück angepflanzt werden, über Hafling gefahren. Von diesem idyllischen Startpunkt ging es gemeinsam los auf die geführte 2 Stunden Tour. 



Da die anderen Fahrer auf dem E-Bike unterwegs waren, war es definitiv ein ordentliches Training. Und so ging es auf einer Rundstrecke von Alm zu Alm. 

Ein besonderes Highlight war der Aufstieg zum Stoanerne Mandln. Dieser hat uns einen wunderbaren Blick auf die Dolomiten geboten. 

Der Gipfel liegt auf 2086 Metern Höhe. 

Da unsere Tour einige Steigungen und auch spaßige Trails in sich hatte, kamen am Schluss über 1000 Höhenmeter zusammen. Kleiner Tipp: Kühe,die sich in den Trail legen, erwarten eine Streicheleinheit!

Radfahrt mit Besuch einer Kuh
Stoanernes Mannle

Und einen selbstgemachten Schnaps gab es auf unserer Tour auch noch;) 

Um kein Trainingslager aus unserem Urlaub zu machen, stand am nächsten Tag ein Sightseeing Tag an.

Wir entschlossen uns zu einem langen Spaziergang nach Meran. 

Grob 7 Kilometer sind es von Dorf Tirol in die wunderschöne Innenstadt von Meran. 

Der Weg führt durch die Weinberge, und ist deshalb sehr kurzweilig. 

Meran bietet eine sehr schöne Stadt mit viel Abwechslung. Egal ob Einkaufen, Essen, Erholung oder Sport. Hier kommt jeder auf seine Kosten. 

Sandro und ich haben uns nach unserer Wandertour direkt ein Café an der Etsch gesucht und die Zeit einfach mit einem großen italienischen Eisbecher genossen. In diesem Café waren wir übrigens bereits 2019, als wir nach dem Hero mit der Familie noch ein paar Tage in Bozen verbracht haben. 

Der Weg von Meran nach Tirolo zurück kann auch mit einer lustigen kleinen Seilbahn, eher einem kleinen Einsitzer aus den 50ern, bewältigt werden. Schneller seid ihr allerdings dadurch nicht 😉 Aber es ist ein Touri Highlight. 

Meeran
Meeran Gondel
Weinberg Meeran

Wir haben uns an diesem Tag allerdings für den Fußweg nach oben entschieden. 

Am nächsten Tag stand endlich die erste richtige Wanderung auf dem Programm. Vom Hotel weg spazierten wir zu der Talstation der Gondel. Mit der Gondel ging es in 5 Minuten den Berg hinauf. 

Der Wanderrucksack war übrigens netterweise bereits in unserem Hotelzimmer vorbereitet. 

Die Seilbahn brachte uns direkt auf den Hochmut, auch der Aufstieg von Tirolo ist in 1.5 -2.5 Stunden zu Fuß machbar, aber wir wollten uns lieber direkt oben ein bisschen umsehen und frische Bergluft schnuppern. Die Bergstation liegt auf 1400 Metern, also noch kein Höhentraining, sondern eher eine aktiv Genussrunde 😉 

Nachdem wir uns die Schilder der verschiedenen Routen angeschaut hatten, entschieden wir uns für eine Wanderung zu einer Alm, mit einer Wanderzeit von 2 Stunden. 

Meine letzte richtige Wanderung in den Bergen ist sicherlich 10 Jahre her. Damals war ich mit Freunden auch in Südtirol. 

Deshalb war es anfangs doch erst wieder sehr ungewohnt. Meine Schuhe waren wahrscheinlich auch nicht ganz optimal. Aber von Minute zu Minute wurde es wieder besser und gewohnter und der Respekt vor der Höhe weniger. 

Wanderung Südtirol
Wanderung zusammen in Südtirol
Portrait Foto Wanderung

Je höher wir kamen, umso kühler wurde es, trotz Sonnenschein und wunderschöner Aussicht. Durch die Bewegung konnten wir aber die ganze Wanderung in T-Shirt und kurzer Hose bewältigen. 

Zum Teil gab es sogar noch Schnee und bei mir kam direkt die Vorfreude auf die Skisaison wieder auf. 

Schlussendlich gingen die 10 Tage Urlaub wie immer viel zu schnell vorbei. Trotzdem bin ich immer noch extrem dankbar für diese tolle Zeit in den Bergen Südtirols. 

Mein Leben selbst bestimmen zu können, gefällt mir an der Selbstständigkeit immer noch am besten. 

fahrrad fahrradfahren Sport

Indoor Training, Rollentrainer

11. Februar 2021

Die größten Vorteile des Trainings zu Hause, auf dem eigenen Fahrrad. Kooperation mit Elite.

Spätestens seit den ersten Lockdowns in Europa haben Rollentrainer seit dem letzten Jahr einen extremen Aufschwung erhalten.

So bin ich als ELITE-Ambassador besonders happy, dass ich noch einen smarten Rollentrainer bekommen habe, bevor diese überall ausverkauft waren.

Durch die Ausgangsbeschränkungen war das Ausdauertraining in vielen Ländern lange Zeit nur sehr schwer möglich. Und viele Sportler hatten keine andere Möglichkeit, als auf dem Rollentrainer zu trainieren.

Rollentrainer gibt es in den verschiedensten Ausführungen. Solltest du noch nicht ganz so tief in diesem Thema drin sein, empfehle ich dir diesen Blogartikel

Langweiliges Rollentraining und stupides strampeln gehört mittlerweile der Vergangenheit an. Neue interaktive Rollentrainer garantieren jede Menge Spaß und simulieren ein richtig reales Fahrgefühl. Vor allem Bergauf 😉 Durch anspruchsvolle Intervalltrainings und harte Rennsimulationen wirst du in kürzester Zeit fit!

Mittlerweile gibt es richtig coole Plattformen, die aus deinem Training mehr oder weniger ein Spiel machen. Das hebt die Motivation ungemein und fordert den eigenen Ehrgeiz. Dazu empfehle ich sehr intensives Intervalltraining, dann ist das Training schon nach einer Stunde erfolgreich abgehakt =)

Einige Vorteile des Rollentrainings möchte ich dir hier aufzeigen.

Was brauchst du, um mit dem Rollentraining zu starten?

Elite Direto XR

Ein Fahrrad. Am Besten ein Rennrad, allerdings geht auch ein Mountainbike.

Die meisten Rollentrainer sind für Räder zwischen 20 und 29 Zoll Reifen.

Dazu einen Rollentrainer, mindestens zwei Trinkflaschen, ein Handtuch und optional einen Ventilator.

Denn es wird schwitzig! Auf dem Rollentrainer wirst du teilweise richtig viel Wasser verlieren.

Eine Matte unter dem Rad ist sehr empfehlenswert. Zum einen wegen dem Schweiß, den du natürlich nicht auf deinem Boden haben möchtest, und zum anderen macht es dein Training durch die gedämpfte Geräuschkulisse deutlich leiser. Die neuesten Rollentrainer auf dem Markt sind bereits sehr leise, aber nicht alle von uns haben ein eigenes Haus 😉 Vor allem wenn jemand in einem Mehrfamilienhaus wohnt, ist es definitiv wichtig.

Bevor du allerdings mit dem Rollentraining beginnst, nutze die Möglichkeit, innerhalb deines Trainingsprogrammes, einen FTP-Test zu machen.

Vorteil Nummer 1: Erfolge sind einfach messbar.

Ein FTP-Test ist eine gute Möglichkeit, deine Leistungsdiagnostik Zuhause zu machen. Denn ohne FTP-Test werden zu Beginn anhand deiner Angaben wie Geschlecht, Alter und Gewicht, Annahmen getroffen und dein Trainingsplan wird auf diesen Durchschnittswerten aufgebaut.

Diese Werte können aber in beide Richtungen extrem falsch für dich sein. Entweder sind die Werte für dich viel zu hoch gegriffen und du fährst dich kaputt, anstatt eine gute Form aufzubauen. Oder sie sind viel zu niedrig und setzen überhaupt keinen oder nur einen geringen Trainingsreiz.

Ebenfalls geht die neue Trainingsmethodik überall in Richtung Intervallbasiertes Training, anstatt rein auf die Umfänge. Auch bei mir selbst konnte ich rasch feststellen, dass meine Form schnell besser wurde, nachdem ich mein Training auf die Intervallbasierte Weise umgestellt habe. Durch das Rollentraining mit den schon sehr genauen Wattwerten werden Fortschritte und Erfolge nicht nur spürbar, sondern auch messbar und sichtbar.

Zudem versuche ich auch, meine Ernährung an mein Training anzupassen. Je nach gewünschtem Trainingseffekt. Momentan möchte ich gerne noch meine Fettpölsterchen ein bisschen schmelzen lassen.  Deshalb fahre ich häufig intensive Einheiten am späten Nachmittag und trinke danach nur noch einen Protein Shake, sodass sich die Kohlenhydratspeicher so gut als möglich leeren und mein Körper dann nachts in den „Sleep-low“-Modus geht. Der Körper muss aber natürlich erst lernen, mehr Fette statt Kohlenhydrate zu verbrennen. Deshalb dauert dieser Anpassungsprozess einige Wochen bzw. Monate. Sei geduldig mit dir, die Ergebnisse kommen 😊

Indoor Rollentrainer Elite

Vorteil Nummer 2: Kurz und knackig

Rollentraining darf auch generell nicht unterschätzt werden, denn es ist deutlich komprimierter und dadurch intensiver als „Radfahren“. Denn es gibt kein Bergab, keine Ebene zum Rollen, es muss konstant getreten werden, Rollphasen gibt es nicht. Der Unterschied wird dir schnell bewusst werden. Bereits nach wenigen Einheiten. Nach einer Stunde ist man hier bei einem intensiven Trainingsprogramm vollkommen fertig. Durch die intensiven Einheiten ist es umso wichtiger, für sich einen guten Trainingsplan zu wählen.

Den perfekten Trainingsplan zu finden, ist wohl in etwa so schwer zu finden, wie eine perfekte Jeans. Denn jeder Körper ist anders, jede Person ist anders, und jeder hat ganz eigene Ziele.

Egal, ob es um die Steigerung der Fitness geht, die Verbesserung einer bestimmten Zeit, oder ein bestimmtes Rennen. Jeder möchte sein individuelles Ziel erreichen.

Deshalb gibt es auch unzählige verschiedene Trainingspläne. Beispielsweise beim Marktführer Zwift. Hier gibt es direkt innerhalb der App Pläne zum Auswählen. Lies die Beschreibungen genau und überlege, ob sie wirklich zu deinen Zielen passen. Bei Zwift habe ich mich deshalb für den Plan „Single Track Slayer“ für Cross-Country Mountainbiker entschieden. Eingespannt ist bei mir aber das Rennrad.

Vorteil Nummer 3: Flexibilität und Zeiteffizienz  

Rollentraining richtig ausgeführt ist extrem gutes und zeiteffizientes Training!

Denn die guten Rolleneinheiten bestehen aus einem bunten Mix verschiedener Intervalle. Kurz und knackig mit vielen Intervallen oder auch weniger, dafür lange, Intervalle mit weniger Intensität.

2-4 Mal in der Woche versuche ich, auf dem Rollentrainer zu trainieren, wenn draußen zu wenig Schnee liegt, um auf die Langlauf-Ski zu wechseln, oder ich abends erst sehr spät von der Arbeit nach Hause komme. Die restlichen Trainings gestalte ich mit Krafttrainings und Läufen. Vor allem Cross-Läufe durch den Wald, bergauf und bergab, machen mir große Freude und halten meinen Körper fit.

Nummer 4: Weniger Wäsche und weniger Radkleidung kaufen

Sich für einen kompletten Winter auf dem Rad auszurüsten, kann ganz schön kostenintensiv werden.

Beim Indoor-Training sparst du dir teure Anschaffungen von Winterkleidung. Weder Winterjacke noch Handschuhe oder Winterschuhe wirst du brauchen. An manchen Tagen wird dir sogar das Radtrikot zu warm sein.

Und auch auf die Waschmaschine hat das Rollentraining eine positive Auswirkung. Der komplette Zwiebellook muss nicht gewaschen werden. Sondern einfach nur ein Trikot-Satz.

Nummer 5: Keine Überschuhe!!

Außerdem hat die Rolle noch einen entscheidenden Vorteil im Winter 😉: Keine Überschuhe anziehen zu müssen😉

Nummer 6: Werte und Kennzahlen

Da während deinem Training meist dein Bildschirm direkt vor dir steht, kannst du dieses Training auch nutzen, um dich richtig einschätzen zu lernen.

Mein Rollentrainer von Elite, der Direto XR, sendet direkt alle gewünschten Daten, Werte und Informationen an meinen Laptop. So lerne ich wichtige Kennzahlen über meinen Körper und kann diese einordnen. Beispielsweise, wie hoch ist meine Trittfrequenz wirklich? Welches Gefühl habe ich? Und wie weit sind diese Werte auseinander?

Dasselbe gilt für die Wattzahlen. Wie groß ist die Differenz zwischen Gefühl und Wirklichkeit?

Schon nach wenigen Trainingseinheiten wirst du merken, wie sich diese Werte angleichen.

Auch andere Dinge kannst du während dem Rollentraining perfekt ausprobieren. Beispielsweise einbeinig fahren und so weiter.

Die verschiedenen Trainingsplattformen geben dir immer wieder tolles und detailliertes Feedback. Und dazu wird aus sportwissenschaftlicher Sicht oft erklärt, wofür welches Training genau genutzt wird.

Welche Trainingsmethode nutzt du gerne?

Sport

Langlauf „Skating“ – Sommersportler werden im Winter gemacht

14. Januar 2021

Wie du deine Performance auf dem Mountainbike und Rennrad ganz leicht über den Winter steigern kannst

Solltest du dich mit professionellen Radsportlern über das Thema Wintertraining unterhalten, wird früher oder später immer das Wort „Skating“ bzw. „Cross-Country Skiing“ fallen.

Nicht umsonst sagten auch ehemalige XC Weltmeister in einem Interview, dass sie jeden Winter mindestens 1000 Kilometer Skilanglauf als Basis für die nächste Saison betreiben.

Was bei den Profis so gut hilft, dachte ich mir, kann bei mir auch nicht schaden. Und so habe ich 2018 zum ersten Mal auf Skating Ski gestanden.

XC Cross Country Skiing in Meßstetten auf der Nachtloipe

Da ich Abfahrt-Skifahren kann, war ich mir sicher, es würde einfach werden.

War es nicht. Anfangs lag ich mehr im Schnee als zu fahren und durch den enormen Kraftaufwand war ich nach 30 Minuten vollkommen am Ende.

Das ist jetzt aber nicht der Moment, in dem du dich nach einer Alternative umsehen solltest. 😉 Denn ich verspreche dir, auch du wirst es mit ein wenig Geduld und Anleitung lernen. 😊

Aller Anfang ist schwer, besonders beim Skating. Denn fehlende Technik wird durch Kraft ersetzt.

Langlaufen in Burgfelden auf der Schwäbischen Alb

Stück für Stück wirst du dich allerdings sehr schnell verbessern und einen wahnsinnig intensiven Trainingseffekt mitnehmen.

Skating-Skilanglauf unterscheidet sich sehr stark vom klassischen Langlauf. Die Ausrüstung ist meist komplett anders. Die Skating-Ski haben keine sogenannten Schuppen, wie es bei den klassischen Langlaufski der Fall ist, damit der Skating-Ski flüssig vorwärts gleiten kann. Die Grundstellung der Ski beim Skating ist immer im leichten V. Von hier aus gleitest du abwechselnd mit dem linken und rechten Ski nach vorn. Praktisch wie Inliner oder Schlittschuh laufen. Die Stöcke sind beim Skating-Skilanglauf auch länger als in der klassischen Technik, um einen stärkeren Schub mit größerer Armschwingung zu erreichen.

Beim Stockeinsatz (und auch der Beinarbeit) unterscheidet man zwischen dem schnellen 1:1, der 2:1 Pendeltechnik und der 2:1 Bergtechnik. Die schnelle 1:1 Technik bedeutet ein Stockeinsatz und ein Skieinsatz. Setzt der rechte Ski auf, wird rechts „eingestockt“, kommt der linke Ski zum Einsatz, wird links „eingestockt“. Diese Technik ist besonders für die Ebene und den leichten bis mäßigen Anstieg geeignet, um schnell voranzukommen.

Diese Technik ist allerdings auch sehr schwierig, erfordert neben einem ausgeprägten Gleichgewichtssinn und langer Gleitfähigkeit, viel Kraft und Ausdauer.

Deshalb empfehle ich für den Anfang die 2:1 Technik, ganz zu Beginn auch erst einmal, ohne Stöcke zu Laufen, um den sogenannten Schlittschuhschritt zu erlernen. Schließlich kommt bei korrekter Ausführung die meiste Kraft aus den Beinen, die ja auch über einen viel größeren und kräftigeren Muskel verfügen. Der Stockeinsatz kommt unterstützend hinzu und verleiht zusätzlichen Schub und ein etwas Stabilität.

Bei der 2:1 Technik kommt ein Stockeinsatz beider Arme beispielsweise gemeinsam mit dem rechten Ski und der linke Ski wird ohne Stockeinsatz nach vorne geschoben. Auf jeden zweiten Schritt mit dem Ski kommt also einmal die Unterstützung der Arme hinzu. Rechtshänder bevorzugen eher den rechten Stockeinsatz und somit den rechten Armeinsatz als Führungshand, Linkshänder andersrum. 

Je besser deine Technik wird, umso kraftschonender und effektiver wird dein Training. Nebenbei verbessern sich auch mit fortschreitender Technik die Laufgeschwindigkeiten merklich.

Winter Wunderland Meßstetten, klassische und Skating Loipe am Alten Hau

Das Langlauf-skaten ähnelt dem Mountainbiken sehr, wenn man Muskelgruppen und Kraft-Ausdauerverhalten vergleicht. Kraftschnelligkeit ist gefragt, am Berg brauchst du eine starke Explosivität. Die Anstiege beim Skilanglauf sind deutlich kürzer als beim Mountainbiken, stehen sich allerdings bei der Intensität um nichts nach.

Meistens sind die Runden sehr hügelig und du hast nur wenig Zeit, dich zu erholen. Viele Runden ähneln einem XC Kurs mit dem ständigen Auf- und Ab. Dadurch wird das Langlaufen auch sehr kurzweilig. Eine Stunde auf den schmalen Brettern vergeht wie im Flug.

Auch macht es dir das Wetter mal schwerer und mal leichter. Wenn es besonders eisig ist, wirst du deutlich schneller unterwegs sein, wenn du Tiefschnee oder sulzigen Schnee hast, wird es deutlich kraftintensiver und anstrengender.

Der Skating Sport ist bisher der einzige, den ich kenne, bei dem der Fortschritt so offensichtlich ist. Bei jeder zweiten bis dritte Einheit wirst du eine Verbesserung deiner Zeit bemerken. Nach zwei Wochen mit jeweils 4 bis 8 Stunden die Woche, wirst du eine deutlich schnellere Zeit fahren.

Aber auch deine Muskulatur wird sich in kürzester Zeit anpassen. Bereits nach zwei Wochen wirst du den Unterschied im Spiegel sehen. 😊 Und ab dann wird es dir richtig Spaß machen. Neben den Beinen, die durch das Radfahren ganzjährige Belastung gewohnt sind, trainiert Cross-County Skilanglauf zusätzlich die Rumpf-, Rücken- und Oberkörpermuskulatur.

Nichts desto trotz ist XC Skilanglauf eine enorme Belastung für den Körper. Deshalb packe dir immer einen Eiweiß Shake ein, den du direkt auf der Heimfahrt genießen kannst. Umso schneller, umso besser. Schön kühl wird dieser im Auto von selbst. Bei uns fliegen mittlerweile nur noch die Ski ins Auto und dann werden die Shakes verteilt, noch bevor wir wieder im Auto sitzen.

Hier kann ich besonders den Zitrone Quark Shake von 4 you E-Health empfehlen. (Mit „lelia10“ bekommt ihr einen Rabatt)

Durch die hohe Anstrengung wird es während der Aktivität auf den Ski ordentlich warm. Deshalb solltest du dich nicht zu warm anziehen. Eine dicke Ski Jacke wird dich verkochen. Am besten geeignet ist hier eine Primaloft Jacke, da man hier deutlich weniger schwitzt.

Auch das Zwiebel Prinzip ist hier super geeignet, Unterzieh Shirt, Sportpullover und dann Jacke sind bei Temperaturen zwischen -10 Grad bis 0 Grad wirklich angenehm. Bei Temperaturen um 0 Grad reicht auch ein dünnes Sportshirt unter einer Primaloft Jacke oder Wintersportjacke.

Die Stocklänge und Skilänge sollten unbedingt bei jedem Hersteller vorher abgefragt werden, denn hier gibt es enorme Unterschiede. Manche Hersteller gehen auf das Gewicht, manche auf die Größe der Person und manche beides. Auch zwischen Anfänger und Fortgeschrittene wird unterschieden. Ein längerer Ski kann eine längere Gleitphase unterstützen, ist jedoch weniger wendig. Fortgeschrittene greifen eher zu etwas längeren Stöcken, Anfänger wählen besser die kleinere Variante.

Ebenso bei den Schuhen. Unbedingt ausprobieren. Meine Skating-Schuhe sind beispielsweise zwei Größen größer als meine restlichen Schuhe.

Und wichtig: Es gibt verschiedene Bindungen. Beispielsweise die SNS Pro Pilot Bindung von Salomon funktioniert auch mit den richtigen Schuhen von Alpina oder Rossignol. Für andere Schuh-Bindung-Ski-Kombinationen existieren auch Adapterplatten.

Da die Einheiten auf Langlauf-Ski deutlich intensiver sind als Radfahren, benötigst du auch deutlich weniger Zeit für das Training. 1 Stunde XC Skating ist meiner Meinung nach gefühlt wie 2 bis 2.5 Stunden Radfahren. Durch die kürzere Zeit brauchst du dir auch weniger Gedanken um die Verpflegung machen. Für eine Einheit zwischen 1 und 1.5 Stunden brauchst du höchstens einen Trinkrucksack oder Gurt. Zur Not tut´s aber auch mal eine Handvoll Schnee 😉

Sport

Adventskalender 2020 – Von uns Bloggern für euch Leser

3. Dezember 2020

Auch 2020 wollen wir euch den Dezember wieder versüßen. Nachdem dieses Jahr sicher für alle nicht einfach war, freuen wir uns umso mehr euch jeden Tag ein tolles Gewinnspiel zu bieten.

Zu gewinnen gibt es Dinge aus allen Bereichen, nicht nur aus dem Sport 🙂

Adventskalender 2020 von uns Bloggern für euch Leser

Du möchtest auf dem neuesten Stand bleiben?

Ganz einfach, auf der Facebookseite der Weihnachtsblogger, seid ihr immer auf dem aktuellen Stand. Jeden Tag gibt es einen Post zum jeweiligen Türchen.

Auch ich habe etwas cooles sportbezogenes für euch auf Lager 😉 also bleibt gespannt.

Die Übersicht

Eine Übersicht, über alle Türchen findest du direkt hier.

Türchen 1 Türchen 2 Türchen 3 Türchen 4 Türchen 5 Türchen 6 Türchen 7 Türchen 8 Türchen 9 Türchen 10 Türchen 11 Türchen 12 Türchen 13 Türchen 14 Türchen 15 Türchen 16 Türchen 17 Türchen 18 Türchen 19 Türchen 20 Türchen 21 Türchen 22 Türchen 23 Türchen 24

Sport

Schneller Gewichtsverlust mit Hilfe von Omega 3 Fettsäuren

8. September 2020

… und schon wieder nähern wir uns dem Herbst.

Nach einem turbulenten ersten dreiviertel Jahr 2020 normalisiert sich langsam wieder alles einigermaßen. Und doch, nimmt sicherlich jeder Positives sowie Negatives aus dem Corona-Jahr mit.

Für mich hat sich die Auszeit teilweise gut angefühlt. Wenn der Dauerstress einfach ein paar Monate weg fällt, fühlt es sich gut an. Die Zeit konnte ich nutzen, um wieder intensiv mit dem Radfahren zu starten.

Gerade in der Corona-Zeit war es für mich wichtig, einen Fokus auf gesunde Ernährung und mein Immunsystem zu legen, das ich spätestens seit dem Eppstein Barr Virus zu schätzen weiß.

Ich persönlich habe keine bestimmte Ernährungsstrategie im Gegensatz zu vielen Anderen. Meine Ernährung ist weder vegetarisch, vegan, low carb, Keto oder was es sonst alles gibt. Ich ernähre mich regional, speziell bei Fleisch und Eiern, und versuche, so viel Gemüse als möglich in meine Ernährung einzubauen.

Speziell bei den Rennen ist ein optimaler Fettstoffwechsel essentiell. Denn besonders bei Langstrecken-Rennen gehen dem Körper früher oder später die Reserven aus. Deshalb sollte er sich währenddessen sowie danach so gut als möglich aus seinen Fettreserven ernähren.

Seit Februar hat sich bei mir gewichtstechnisch und auch konditionell viel verändert. Ohne Verzicht, ohne übertriebenen Sportkonsum und ohne große Einschränkungen oder fancy Menüs.

Februar/Juli/September 2020

Der Schlüssel zu meinem persönlichen Erfolg waren viele kleine Stellschrauben. Zum Einen natürlich, einfach wieder den Spaß am Sport zu finden, zum Anderen eine ausgewogene Ernährung. Und zum Dritten die Unterstützung des Körpers durch die richtigen Fette.

Zu Beginn meines sportwissenschaftlichen Studiums im Oktober 2017 hat mich die Wissenschaft wirklich fasziniert. Es war spannend zu lernen, wie man seinen Körper bei verschiedenen Prozessen unterstützen kann und dadurch mega Resultate erzielen kann.

Speziell die Fette waren für mich ein äußerst spannendes Thema. Eine fettschlaue Ernährung kann den Fettstoffwechsel ordentlich boosten.

Gesunde Fette helfen bei einer schnellen Regeneration, beim Ankurbeln des Fettstoffwechsels und wirken entzündungshemmend. Auch der Heilungsprozess wird gefördert.

Arctic Blue Omega 3 Fischöl

Was können Fette in unserem Körper verändern?

  • Sie liefern Energie, neun Kalorien pro Gramm
  • Sie verbessern sie als Geschmacksträger das Geschmacksempfinden

(Leistungs-)Sportler haben oft einen zu niedrigen Wert an den beiden Omega-3-Fettsäuren EPA (Eicosapentaensäure) und DHA (Docosahexaensäure) in Erythrozyten (rote Blutkörperchen).

Omega-3 und auch Omega-6-Fettsäuren zählen zu den essentiellen Fettsäuren, welche der Körper nicht selbst herstellen kann und durch die externe Nahrungszufuhr zu sich nehmen muss. Eine ausgewogene Ernährung ist für mich der Key.

Wenn ein Mangel an EPA und DHA (Omega 3) besteht, bedeutet dies eine suboptimale Leistung vieler Prozesse im Körper. Dazu gehören Herzkreislaufsystem, Muskeln, Gehirn und natürlich der Fettstoffwechsel.

Was genau bewirkt Omega-3 und Omega-6 bei Sportlerinnen und Sportlern ?

Die meisten Sportler achten bereits auf eine gute Fettversorgung und ergänzen ihre Mahlzeiten beispielsweise mit Nüssen oder Avocado. Auch nutzen viele Sportler bereits Supplemente im Bereich Omega 3, oder vegane Alternativen aus Algen.

Speziell bei kontinuierlichem und intensivem Training ist ein hoher Omega-3-Spiegel wichtig, um seine Muskelarbeit zu unterstützen. Denn EPA und DHA haben eine katabole, also muskelaufbauende, Wirkung. Auch Muskelkater und Muskelermüdung können vorgebeugt werden.

Ebenso arbeitet der Fettstoffwechsel durch ausreichend Omega-3 deutlich besser und hilft dir so wie mir, das ein oder andere Kilo zu verlieren.

Besonders bei Sportlern wird das Herz-Kreislaufsystem deutlich mehr beansprucht und so ist auch hier eine effektive Unterstützung ein großer Pluspunkt.

Welche hochwertigen Quellen für EPA und DHA gibt es?

Fette Fische aus kalten Meeren wie Hering, Lachs, Makrele und Thunfisch sind gute Lieferanten. Allerdings enthalten Zuchtlachs und Thunfisch große Mengen an Schadstoffen und sollten deshalb nicht allzu häufig konsumiert werden.

Mein Arctic Blue Fischöl vertritt die Werte Nachhaltigkeit, Frische, Reinheit und Natürlichkeit. Das Fischöl wird in Norwegen aus den Schneideresten beim Filetieren von 100% frischem arktischen Wildfisch hergestellt. 

Was bedeutet das blaue MSC Siegel?

Kein Fisch wird extra oder zusätzlich für die Herstellung von Fischöl gefangen. Schon ein Fisch liefert aus den puren Schneideresten eine ganze Flasche Fischöl. Am gleichen Tag wie der Fang wird der Fisch verarbeitet. Dadurch gibt es beim Arctic Fischöl keinen unangenehmen fischigen Nachgeschmack. Mir schmeckt es sehr gut.

Leinöl, Chia-Samen und Walnüsse enthalten Alpha-Linolensäure, welche im Körper zum Teil zu EPA und DHA umgewandelt wird.

Deshalb ist es ratsam, auf hochwertige Fischöl-Präparate zu setzen.

Welche Alternative gibt es für Vegetarier und Veganer?

Arctic Blue züchtet in einer kontrollierten Umgebung Algen, welche im Wasser selbst Omega-3 produzieren. Algen sind Minipflanzen, die den Fischen als Nahrung dienen und das Omega 3 in der Nahrungskette weitergeben. Die Kapsel besteht aus Seegras anstatt Gelatine, also 100% Vegan.

Wann sollte das Fischöl eingenommen werden?

Einmal am Tag zu einer Hauptmahlzeit.

Und auch hier schließt sich wieder der Kreislauf zu einer abwechslungsreichen Ernährung.

Generell gilt „Eat the Rainbow“: Deine Ernährung sollte bunt und vielfältig sein. Bau die Säule deiner Ernährung hauptsächlich auf Gemüse und weniger auf Kohlenhydrate.

Die anfängliche Umstellung mag vielen etwas schwerfallen. Aber bereits in der zweiten Woche wird es deutlich leichter und ab der vierten Woche habe ich überhaupt keinen Unterschied mehr gespürt. Dafür fühlte ich mich fitter, vitaler, leichter und die Regeneration verlief wie von selbst.

Der Körper benötigt deutlich weniger Kohlenhydrate als angenommen und auch drei Mahlzeiten sind völlig ausreichend. Sehr schnell wechselt der Körper von seinem „Kohlenhydratverbrennungsmodus“ in den „Fettverbrennungsmodus“.

Ein gesunder und vitaler Körper ist in allen Lebenslagen wirklich wichtig, deshalb: Gib deinem Körper die besten Nährstoffe und freue dich über das beste Ergebnis!

Sport

Rothaus Bike Giro 20.- 23. August 2020

28. August 2020

Der Rothaus Bike Giro bietet in Deutschland allen Mountainbike-Begeisterten ein wunderschönes Etappenrennen durch den Schwarzwald.

Über 220 Kilometer und 6000 Höhenmeter werden in den vier Tagen quer durch den Schwarzwald absolviert. Insgesamt gingen rund 450 Starter an die Startlinie. Die ersten beiden Tage starten vom Notschrei aus, und zeigen die schöne Gegend rund um den Feldberg. Die beiden anderen Tage starten direkt an der Brauerei Rothaus im nicht ganz so hoch gelegenen Grafenhausen.

(C) Sebastian Schnitzer, Rothaus Bike Giro Schwarzwald

In diesem Jahr war natürlich auch hier vieles anders, da das Event nur aufgrund eines sehr guten Hygienekonzeptes stattfinden konnte. Egal welche Meinung jeder Einzelne zu diesem Thema vertritt, momentan freue ich mich einfach, wenn überhaupt ein Rennen stattfinden kann. Denn es geht nicht nur um das Radfahren, sondern auch darum, seine Freunde und Bekannten zu sehen.

Aufgrund des Konzeptes musste im Start- und Zielbereich eine Maske getragen werden. Bis 30 Sekunden vor dem Start. Auch für die Betreuer gab es strenge Regelungen und die Daten wurden erfasst. Dafür bekam jeder Athlet und Betreuer ein rotes Armband.

Wie bei Etappenrennen üblich, gab es am ersten Tag einen Prolog mit kurzer Distanz. Hier standen 21,8 Kilometer und 560 Höhenmeter auf dem Plan. Trails gab es hier noch kaum und so wurde es natürlich ein sehr schnelles Rennen. Der Sieger kam mit seinem Mountainbike auf eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 32 Kilometern pro Stunde.

Für mich ging es eher darum, den Körper wieder an die Belastung zu gewöhnen. Durch eine beruflich ziemlich turbulente „nach Corona“ Zeit bin ich die 14 Tage vor dem Rennen mehr oder weniger überhaupt nicht auf dem Fahrrad gesessen.

Mir ist es immer wichtig, den Stress mehr oder weniger zu vermeiden. Radfahren soll Spaß machen und kein „Zwang“ sein.

Die Anreise war schon sehr schön. Von Titisee aus ging es hinauf Richtung Feldberg und wir hatten einen wunderbaren Blick auf den bei sonnigem Wetter gut besuchten Schluchsee.

Nachdem wir die letzten Serpentinen bis zum Notschrei geschafft hatten, begann der typische Renntrouble. Startnummer abholen, Fahrrad aufbauen und Nummer anpinnen. Bei mir Chaot kommen auch immer noch die letzten Reparaturen dazu 😀 Danach ging es direkt Richtung Start, denn der Start und Ziel Bereich lag oben im Langlauf Center.

Startblock Elite Damen Rothaus Bike Giro

Um 15:00 Uhr fiel der erste Startschuss für die Elite Herren, danach ging es mit jeweils einer Minute Abstand für die restlichen Fahrer auf die Strecke.

Der Start der Frauen verlief extrem schnell. Es wurde sofort richtig Gas gegeben und nach ca. 500 Metern war ich dem Kollaps nahe 😀 Schließlich fiel mir eine wild schreiende Frau am Rand auf, und mir wurde klar, warum mir langsam schwindlig wurde.

Ich hatte vor lauter Aufregung vergessen, die Maske abzusetzen. 😀 Im Trail mit hoher Geschwindigkeit gar nicht so einfach die Maske auszuziehen und hinten im Trikot zu verstauen. Pro Tipp für den nächsten Tag -> unbedingt vorher absetzen!

Fahrradfahren mit Maske

Die Strecke war mit 560 Höhenmetern relativ flach und so ging es den ersten Tag nur über Schotter und Waldwege. Nach den ersten drei Kilometern passierten wir wieder das Ziel. Am Ende der kommenden ersten langen Abfahrt fand ich dann einen Partner, um zusammen zu fahren. Mit ihm gemeinsam konnte ich bergauf ein super Tempo fahren und mich bergab nochmal etwas mehr pushen.

Die Strecke führte auch durch eine kleine Ortschaft, an deren Streckenrand einige Fans für eine tolle Stimmung sorgten.

Am ersten Tag fühlt man sich natürlich auch noch gut, man ist ausgeruht und hat noch Power. Dazu kommt, dass mir Kurzdistanzen viel Spaß machen, auch wenn mein Körper eher für Langdistanzen gemacht ist.

Der Schwarzwald zeigte sich von seiner besten Seite, mit schönem Wetter und Sonnenschein konnten wir die Strecke wirklich genießen. Ein Ausblick von oben ist einfach immer etwas Besonderes. Da ich schon lange nicht mehr im Schwarzwald war, hätte ich am liebsten noch einige Tage Urlaub angeschlossen.

(C) Sebastian Schnitzer

Durch die Kurze Etappe trafen sich alle Fahrer nach dem Rennen im Zielbereich auf der Wiese des Nordic Centers wieder. Hier wartete bereits mein erfrischend kühler Joghurt-Zitronen-Shake von For you E-health für einen direkten Start der Regeneration.

Zielsprint Rothaus Bike Giro

Nach der üblichen Plauderei im Ziel ging es für uns weiter ins Hotel in Kirchzarten. Direkt am Bahnhof fanden wir ein nettes Restaurant, in dem wir einen schönen Abend verbringen konnten, mit gutem Essen, und für mich natürlich mit Wasser 😀

Nach einer viel zu kurzen Nacht ging es beim Bäcker um die Ecke zum Frühstück. Ich hoffte auf Rührei oder Müsli, oder irgendetwas in diese Richtung. Leider bestand das Frühstück aus Croissant bzw. Brötchen mit Butter und Marmelade. Deshalb wurde es ein Kuchen und eine Brezel sowie eine Banane. Suboptimal 100, aber zu allem anderen fehlte die Zeit. Während des Rennens wird der Körper ordentlich mit Gels und Riegeln versorgt und so ging es an den Start.

Am 2. Tag standen 65,8 Kilometer und 2050 Höhenmeter an. Gleich zwei Mal wurden wir hinauf auf den Feldberg geschickt und so verteilten sich die Höhenmeter quasi hauptsächlich auf zwei Anstiege.

Etappe Feldberg mit dem Mountainbike

Schon vom Start weg war das Tempo heute deutlich langsamer als am Vortag. Die ersten drei Kilometer waren wieder dieselben und so passierten wir auch heute wieder direkt das Ziel. Nach der ersten Zieldurchfahrt hatte sich das Feld schon gut auseinandergezogen und es ging direkt auf die ersten Trails. Inklusive ein paar Spitzkehren. Dies führte leider zu einem abartigen Stau und so blieb nichts übrig, als einige Minuten den anderen Fahrern beim Tragen und Schieben zuzusehen. Etwas schade war, dass durch den Stau in der ersten Runde ein Fahren nicht möglich war. Und das, obwohl die Sektion wirklich schön war.

Heute erwarteten uns aber auch einige Sektionen, die mir persönlich nicht gefallen haben. Es gab einige Stellen, an denen wirklich halbe Bäume und lauter Geäst lagen. Da habe ich immer etwas Panik um meine super Pirope Laufräder, da diese super leicht sind und ein mega Rollverhalten haben. Allerdings möchte ich in meinen Textilspeichen nicht unbedingt einen Ast, wenn es sich vermeiden lässt.

Heute lief es erwartungsgemäß nach dem ersten Warm-Up-Renntag deutlich besser.

Die erste Bergetappe lief auch wirklich gut, ich war mit meiner Performance sehr zufrieden. Oben am Berg konnte ich auch die Elite Fahrerin auf dem Platz vor mir einholen und den Abstand bis zum Ziel halten. Allerdings ist sie mir leider auf der Bergab-Passage danach wieder entwischt.

Einen so langen Berg kenne ich nur vom Hero-Rennen in Südtirol, und ich muss sagen, kleine Rampen sind mir lieber. Für den Bergfahrer fehlen mir die körperlichen Voraussetzungen.

Zum ersten Mal seit langem waren mir die „nicht-technischen“ Verhältnisse wirklich recht. So waren die Rennen zeitlich deutlich schneller zu absolvieren, als die letzten Wochen in Tschechien.

Der Wechsel zwischen Asphalt, Schotter und Trail machte die Reifendruck-Wahl jedoch etwas schwerer und wir suchten den bestmöglichen Kompromiss.

Von Minute zu Minute lief es die ersten Dreieinhalb Stunden besser. Nach etwa der Hälfte des zweiten Berges überfiel mich dann aber doch die Müdigkeit. Der Berg schien immer endloser zu werden und ich fand einfach keine gute Gruppe, mit der ich ein Stück fahren konnte. Und so kämpfte ich mich in 4,5 Stunden zumeist allein durch die heutige Etappe.

Bei der Hitze des heutigen Tages versuchte ich so gut als möglich, hydriert zu bleiben und verbrauchte während der Fahrt rund 6.5 Liter Iso.

Heute war der erste Tag, an dem ich wirklich platt im Ziel war. Super stolz, denn ich glaube nicht, dass ich viel Zeit verschwendet habe, das war wirklich mein Limit.

Danach ging es zum Hotelwechsel. Die nächsten 3 Tage verbrachten wir im Landhotel Wilden Mann in Eggingen. Ein wunderschönes Hotel, welches wir wärmstens empfehlen können. Morgens aufwachen mit Blick auf die süßen Zottelkühe ist einfach schön.

Außerdem sind alle Produkte regional und mega lecker =)

Langsam kamen die ersten Müdigkeitserscheinungen. Die Nacht war mehr schlecht als recht, Der Magen meldete sich langsam aufgrund der Fülle an Gel und der Puls wollte auch nicht so recht runter gehen.

Bereits von anderen Etappenrennen wusste ich, der Dritte Tag wird der heftigste.

Dieses Mal kam allerdings alles anders.

Als moralische Unterstützung kam mein Papa zur 3. und 4. Etappe als Zuschauer mit. Und ich freute mich sehr auf die kommenden zwei Tage.

Das Wetter begrüßte uns heute mit Dauerregen.

Als der Startschuss fiel, merkte ich direkt, dass ich mich heute gut fühlte und hatte Riesen Spaß auf der Strecke. Die Betreuung durch Sandro und Papa war natürlich ein extra Boost und machte es mir noch einmal leichter. Gleich zu Beginn habe ich eine Gruppe von 3 Männern gefunden, die das Rennen mit sehr viel Spaß nahmen und als große Gaudi. Genau mein Ding also 😀

Die Zeit bis zur ersten und zweiten Verpflegungsstation verging wie im Flug. Heute gab es wirklich schöne Trails, bergauf wie bergab. Nach der zweiten Verpflegung an der Skischanze in Titisee ging es für uns wieder den Berg hoch. Und dann wieder nach unten…. Ganz, ganz weit nach unten. Leider hörten im Ort die Pfeile wieder auf. Und ich stand mit einer großen Gruppe von etwa 30 Fahrern an der Hauptstraße.

Keiner wusste weiter, eins war leider sicher: Dies war nicht der richtige Weg, jemand hatte die Schilder umgestellt.

Völlig verärgert und demotiviert ging es den Berg schiebend wieder hinauf, alle möglichen Kreuzungen wurden getestet wo es wieder weiter gehen könnte. Der Unmut wuchs von Minute zu Minute und bis wir endlich wieder die richtige Strecke gefunden hatten, war sozusagen das ganze Feld an uns vorbei.

Für mich war die Motivation danach ehrlich einfach weg.

Es machte überhaupt keinen Spaß mehr und ich wurde dadurch deutlich langsamer und verlor auch noch meine Gruppe. Der Tag war im Kopf abgehakt. Es ging nur noch darum, irgendwie ins Ziel zu gelangen, alles andere spielte keine Rolle mehr.

Im Ziel dann tatsächlich eine gute Nachricht. Das Orga-Komitee um Rick Sauser gab der ganzen Gruppe, die in die Irre geleitet wurde, eine Zeitgutschrift. Natürlich glich diese nicht alles aus, aber besser als nichts und eine wirklich nette Geste.

Damit ging es mit Vorfreude auf die letzte Etappe ins Bett.

Am vierten Tag merkte ich wirklich deutlich die vielen Stunden im Sattel und ich freute mich auf ein baldiges Ende 😀

Meine Motivation heute so schnell als möglich zu fahren, war riesig, denn ich wollte einfach nur fertig sein.

Glücklicherweise lief es mir wirklich gut und ich quetschte noch einmal alles aus meinem Körper, was nur möglich war. Die vielen Trails am heutigen Tag kosteten durch manchmal Absteigen noch einmal extra Körner, aber ich gab nicht auf und kämpfte mich durch. Das Härteste waren die letzten 2 Kilometer, auf denen es wirklich noch einmal richtig steil und matschig wurde. Die 66,7 Kilometer und 1400 Höhenmeter kosteten mich noch einmal sehr viel Kraft und Motivation. Glücklicherweise konnte ich fast die komplette Distanz in einer Gruppe fahren, wodurch wir uns auf der Ebenen schön mit dem Windschatten fahren abwechseln konnten.

Am Schluss standen 15 Stunden und 12 Minuten über die 4 Tage verteilt im Ergebnis und eine weitere, superschöne Rennserie in meiner Erinnerung.

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Die ersten Radrennen nach Corona

12. Juli 2020

Die ersten drei Rennwochenenden auf dem Mountainbike sind bereits in den Büchern. Was sich durch Corona verändert hat, was die Unterschiede zwischen Deutschland und Tschechien sind, und was beachtet werden muss erfahrt ihr hier.

Nach der langen Rennpause zwischen dem Samarathon in Israel und dem Trainingslager in Mallorca ging es für uns am 20. Juni endlich wieder nach Tschechien zum Radrennen.

In Tschechien wurde bereits in den vier Wochen zuvor wieder Rennen gefahren. Leider waren anfangs noch die Grenzen zu und die weiteren Rennen leider sehr weit weg. Deshalb wurde Most zu unserem ersten Ziel nach der Corona Pause.

Die Pause konnte ich trotzdem gut nutzen und jede Menge Zeit auf dem Rad mit Freunden genießen. Die Kuchen Ausfahrten am Sonntag, sowie neue Trails zu erkunden, hat auch jede Menge Spaß gemacht. Und trotzdem konnte ich es kaum erwarten, endlich wieder eine Startnummer anzupinnen, an der Startlinie zu stehen und zu sehen, ob sich die Arbeit der letzten Monate ausgezahlt hat.

Mountainbike Extrem Bike Most

Im tschechischen Most meldete ich mich für das „Bike Extrem Most“. Dieses Rennen bot eine Strecke über 56 Kilometer und 1498 Höhenmeter, sowie eine Strecke mit 72 Kilometern und 2108 Höhenmetern. Die Entscheidung, welche Strecke man fahren möchte, konnte noch während des Rennens getroffen werden.

Zu Beginn meiner Anmeldung war die Teilnahme der langen 72 Kilometer-Strecke geplant. Da ich immer noch glaube, dass es dieses Jahr mehr Marathon als Cross Country geben wird, wollte ich direkt wieder mit dem Marathon-Training einsteigen.

Eigentlich liegen mir die Langdistanzen aufgrund meiner Muskulatur. Außerdem braucht mein Körper relativ lange, bis er sich an das Rennen fahren gewöhnt. An schlechten Tagen kann es bei mir durchaus eine Stunde dauern, bis die Beine richtig laufen.

Allerdings macht mir Cross Country einfach mehr Spaß 😊

Durch den Dauerregen am Tag zuvor war im Voraus klar, dass es die reinste Schlammschlacht werden würde. So entschied ich mich für die kleinere 56 Kilometer Runde.

Matschrennen Mountainbike Marathon

In Tschechien finde ich die Marathons immer extrem spannend, da sie mehr einem Cross Country Rennen ähneln. Die Strecken sind immer super technisch, Schotterpisten oder Waldautobahnen sucht man vergebens. Einen solchen Marathon habe ich bisher in Deutschland leider vergeblich gesucht. Allerdings wurde mir von vielen bereits der Sigma Marathon in Neustadt an der Weinstraße empfohlen.

Wie immer beschloss ich, bereits am Vortag anzureisen und im Hotel zu übernachten. Am Anreisetag konnte ich auch schon die Startnummer abholen. Der Start war im sogenannten „Hippodromo“, der „Pferderennbahn“.

Schon heute war wirklich viel los und es herrschte Normalität, von Corona-Maßnahmen keine Spur. Einfach nur ein schönes, fröhliches Miteinander und Vorfreude auf das Rennen.

Durch das Münchner Abkommen 1938 gehörte Most zu Deutschland, weshalb sie auch sie zwei Namen besitzt. Most und Brüx, da Most wörtlich übersetzt Brücke heißt.

Heute ist Most bekannt für seinen Braunkohlebergbau und auch den Autodrom Most. Auch während des Rennens, das um den Autodrom herum verlief, war es immer wieder lustig, die Autos auf der Rennstrecke zu hören, und sogar vom Berg aus zu sehen.

Dadurch, dass es die ersten Kilometer über eine nasse Wiese ging, war der Start nicht ganz so extrem schnell, wie bei anderen Rennen. Das kam mir entgegen, denn ich war mit der Kombination aus rutschiger Wiese und Matsch anfangs noch ziemlich überfordert. Bereits nach kurzer Zeit waren die Reifen komplett rund und vom Profil nichts mehr zu sehen. Schon nach 5 Kilometern standen die ersten Fahrerinnen und Fahrer am Rand und versuchten, ihre Schaltung und ihre Fahrräder wieder einigermaßen frei zu bekommen, um weiterfahren zu können.

Dieses Wetter ist überhaupt nicht meins ;D und ich war froh, als es endlich auf den Trail in den Wald ging, welcher nicht ganz so schlimm durchnässt war.

Die Trails in Tschechien waren wie immer ein Traum. Steil bergauf und steil bergab. Gespickt mit jeder Menge Wurzeln, Steinen und Sprüngen. Für mich gab es hier wie immer viel zu lernen, da die Trails schon im trockenen Zustand nicht leicht zu fahren sind.

Gefreut hat es mich allerdings, meinen Fortschritt zu sehen. Nach über zwei Stunden im Schlamm, lief es von Minute zu Minute besser und machte dadurch auch umso mehr Spaß.

Besonders die engeren Spitzkehren bergauf und bergab zwangen mich doch immer wieder zum Absteigen, was von Stunde zu Stunde kräftezehrender wurde. Ein Gefühl von Cyclocross 😉

Auf den letzten Kilometern vor dem Ziel ging es wirklich noch einmal nur geradeaus und ich konnte es noch einmal richtig laufen lassen.

Nach 4,5 Stunden kam ich dann als 4. Frau ins Ziel und war mit dem Rennen sehr zufrieden.

Mitgenommen habe ich, dass ich unbedingt an der Fahrtechnik arbeiten muss. Denn ständiges Auf- und Absteigen kostet viel zu viel Kraft.

In der darauffolgenden Woche ging es für uns zum ersten deutschen Rennen.

Dem Dresden Marathon.

Auch hier reisten wir wieder am Vortag an und wollten bei schönstem Wetter noch eine Tour durch Dresden machen, denn das Ganze war unser erster Dresden Besuch.

Von unserem Hotel im Stadtteil Neustadt aus spazierten wir in die Altstadt, etwa eine knappe halbe Stunde zu Fuß. Los ging es in kurzer Sommerkleidung bei sommerlichen 25 Grad. Der Ausblick auf die Elbe war traumhaft und es war wirklich viel los, was uns erstaunte. Mitten während unserer Touristen-Aktivitäten, begann es urplötzlich zu Schütten wie aus Eimern. Zwar konnten wir uns schnell in ein Restaurant retten, die sommerlichen Temperaturen waren allerdings damit vorbei.

So beendeten wir unsere Touri-Aktivitäten und gingen zurück ins Hotel.

Raceday: Der Start war auf 9.30 Uhr angesetzt. Mit jeweils 2.5 Minuten Abstand wurde in 25er Blöcken gestartet. Alle Frauen zusammen. Mittlerweile kenne ich auch hier im Osten viele Fahrerinnen und Fahrer. In Dresden allerdings kannte ich leider sehr wenige Frauen. Obwohl das Feld sehr stark besetzt war.

Dadurch, dass es das erste Rennen seit langem in Deutschland war, sind manche Fahrerinnen und Fahrer wirklich von weither angereist, um teilnehmen zu können.

Fast 300 Fahrer haben sich an die Startlinie gestellt.

Startlinie Dresden Mountainbike Marathon

Hier waren die Corona Maßnahmen im Gegensatz zu dem Rennen in Tschechien sehr offensichtlich. Vor dem Start musste eine Erklärung zur Gesundheit unterschrieben werden und auch auf die Abstandseinhaltung wurde Acht gegeben.

Es waren fast keine Zuschauer vor Ort. Auch nach Zieleinlauf wurde darauf geachtet, dass alle Fahrer den Zielbereich direkt verlassen.

Die Dresdner Heide allerdings war mir bis dahin zum Mountainbiken noch gar kein Begriff. Und für meine Verhältnisse mit 42 km und 650 Höhenmetern sehr flach. Trotzdem kam auf dieser Runde definitiv keine Langeweile auf.

Denn der Untergrund war absolut vielseitig und der Anteil der Trails super hoch.

Nach einem „mal wieder“ misslungenen Start, konnte ich mich die erste Zeit an eine Gruppe aus 6 Mädels klammern. Nach und nach fiel diese Gruppe auseinander und ich war noch gemeinsam mit einer anderen Fahrerin unterwegs. Die Trails haben Überholmanöver fast nie zugelassen und die Strecken-Ausschilderung ähnelte einer echten Schnitzeljagd. Und so wurde immer wieder umgedreht, um auf den richtigen Weg zu gelangen.

C Andre Rosenkranz Start Frauenblock

Durch den zeitversetzten Start durch die vielen Gruppen war das Rennen super schön zu fahren. Immer wieder habe ich eine Gruppe gefunden, aber auf den Trails wurde lange nicht so geheizt und gefährlich gefahren, wie in einem normalen Rennen.

Trotz der wenigen Höhenmeter gab es zum Teil super steile Rampen, die speziell am Schluss ordentlich Körner gekostet haben. Auch ganz lustig waren die vielen Sand-Partien, die mich ebenfalls sehr an die Cross-Rennen erinnerten.

Die Beine waren an diesem Tag leider nicht so gut wie beim letzten Rennen. Ich hatte noch leichten Muskelkater und musste dadurch noch ein Stück mehr leiden.

Einige der Mädels waren aber speziell bergab deutlich schneller als ich und so kam ich am Schluss als 6. von 17 Mädels mit einer Zeit von 2 Stunden 9 Minuten ins Ziel.

C Markus Weinberg Gruppe Frauen Mountainbike

Das dritte Rennwochenende in Folge führte uns wieder nach Tschechien.

Zum ersten UCI-Rennen der Saison. Der beliebte Strabag Cup machte Halt in Mesto Touskov nahe Pilsen.

Am Freitag wurde erst einmal die Strecke ordentlich unter die Lupe genommen, denn die Strecke des C1 Rennens ist für mich wirklich das obere Limit 😀

Eine Runde war knappe 5 Kilometer lang. Die erste Hälfte war eindeutig die „schlimmere“, denn hier wurde mir technisch alles abverlangt und ich war wirklich froh über die möglichen B-Linien. Über jede A-Linie, die ich gefahren bin, habe ich mich deshalb besonders gefreut.

Besonders schön fand ich auch, dass meine Team Kollegin Luisa ebenfalls mit mir an die Startlinie ging. Luisa fährt seit diesem Jahr in unserem Cis Mountainbike Racing Team und für sie war es das erste Rennen des Jahres.

Cis Mountainbike Racing Team, Cross Country

Durch die C1 Dotierung waren sämtliche Weltklassefahrerinnen wie Anne Terpstra, Yana Belomoyna, Ronja Eibl, Barbara Benko und so weiter am Start und ich war super gespannt auf das Rennen.

Durch die ungünstige Kombination von Klausur am morgen und Streckenbesichtigung am Abend, konnten wir erst gegen 22 Uhr Essen gehen und die Auswahl war dementsprechend klein. Leider habe ich das Essen nicht so gut vertragen und hatte demzufolge kein gutes Gefühl für das Rennen, geschweige denn für den Magen.

Cis Mountainbike Racing Team

Nach dem Aufwärmen vor dem Start wollte ich es auf jeden Fall versuchen, da ich mich riesig auf das Rennen gefreut habe. Nach einem total verpatzten Start überzog ich leider vollkommen, um den Rückstand wieder aufzuholen und dementsprechend habe ich mich leider schon zu Beginn völlig kaputtgefahren und musste das Rennen vorzeitig beenden.

Die Enttäuschung war riesig und trotzdem habe ich dadurch auch wieder viel für die zukünftigen Rennen gelernt.

Start UCI C1 Rennen Mesto Touskov

Jetzt heißt es erst einmal durchatmen und dann geht es mit dem nächsten Rennblock weiter. Mal schauen, wann und wo. Habt ihr ein Lieblingsrennen oder Empfehlungen für mich?

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Virtuelle Radbundesliga und Radtraining auf dem Rollentrainer

4. Juni 2020

Anzeige Warum es Sinn macht, auch jetzt noch ab und zu auf den Rollentrainer zu sitzen

Im Herbst und Winter sind die Sonnenstunden sehr rar in Deutschland und viele satteln vom Training auf der Straße und im Wald um auf die Rolle.

Aber der Herbst und Winter ist vorüber, wir hatten schon einige Gelegenheiten unsere Lieblingstrikots kurz/kurz auszufahren, und trotzdem sitze ich immer noch regelmäßig auf meiner Elite Direto X Rolle.

Elite direto X Rollentrainer, Elite Fly Bottles

Warum? Weil es schnell macht, deutlich schneller!

Im Winter ist für mich mein Hauptargument die frühe Dunkelheit. Ich fahre ungern bei Dunkelheit durch den Wald und gehe deshalb auch gerne joggen.

Doch beim Laufen trainiert man andere Muskeln als auf dem Fahrrad.

Regelmäßige Laufeinheiten absolviere ich dennoch gerne als vorübergehendes Ersatztraining, oder auch als sinnvolle Ergänzung zum Training auf dem Rad.

Durch den Rollentrainer habe ich jedoch deutlich mehr Möglichkeiten, ganzjährig fahrradspezifisches, gezieltes Training zu absolvieren. Als besonderen Vorteil empfinde ich die Möglichkeit, die Intervalle deutlich intensiver und effizienter trainieren zu können, da auf der Rolle keine äußeren Einflüsse herrschen, die Steigungen konstant sind und auch die Berge niemals „zu kurz oder zu lang“ sind. Rollentraining ermöglicht einem ein präzises und sekundengenaues Training, nahezu unter Laborbedingungen.

Außerdem ist es deutlich weniger zeitintensiv, denn bis im Winter die komplette Kleidung angezogen ist, speziell die Überschuhe 😉 kann einige Zeit vergehen.

Elite Rollentraining mit Zwift Trainingssoftware

Damit die Zeit schnell vergeht, nutze ich die Trainingssoftware Zwift. Zwift, aber auch BKool oder Rouvy simulieren Trainings und Strecken, bieten Trainingspläne und sind eine Plattform für virtuelle Rennen gegen echte Gegner.  

Start auf der Zwift der Trainingsplattform

Welche Arten von Rollentrainern gibt es?

Prinzipiell kann zwischen drei Rollentrainern unterschieden werden. Dem „freien Rollentrainer„, welcher meist auch zum Warmfahren vor den Rennen genutzt wird. Dieser ist am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, da viel Gleichgewichtssinn und etwas Übung benötigt wird. Aber dafür sehr kostengünstig. Die Rolle ist mit Mountainbike-Reifen sehr laut, doch genau dafür gibt es für das Mountainbike spezielle Rollenreifen ohne Profil. Dieser Trainer ist super einfach in der Einstellung, benötigt keinen Umbau und ist leicht im Auto zu verstauen.

freier Rollentrainer

Bei der zweiten Rollenart kann das Hinterrad in den Trainer eingespannt werden. Diese Rollentrainer werden „Wheel-On-Trainer“ genannt Dadurch muss sich die Sportlerin/der Sportler nicht anstrengen, das Gleichgewicht zu halten. Hier gibt es bereits Modelle, welche den Widerstand regulieren. Die „smarte“ Rolle bedeutet, dass sie Daten an eine App überträgt und mit Online-Programmen funktioniert. Ein Nachteil ist, dass diese Art der Rolle häufig zu Plattfuß führt und leider auch sehr Geräuschintensiv ist. Die Verbindung wird durch einen Bluetooth Sensor hergestellt, welcher Smartphone bzw. Tablet und Rollentrainer verbindet.