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Urlaub in Deutschland: Aktivurlaub und Entspannung im Westerwald

2. Juni 2022

Radfahren und Wellness in Hachenburg.

Anzeige. Urlaub in Deutschland ist wieder in! Ein Urlaub im Westerwald bietet vielfältige Attraktionen und Möglichkeiten zu Aktiv- und Entspannungsurlaub, zum Radfahren und Wandern.

Urlaubsregion Westerwald: Östlich von Bonn, zwischen Siegen und Koblenz, liegt inmitten des Westerwaldes unser Urlaubsort Hachenburg. Nur etwa 60km von Bonn entfernt erwarten uns im rheinischen Mittelgebirge idyllische Natur und Ruhe. Natürlich haben wir unsere Fahrräder mit dabei und einiges geplant!😊

Fahrradfahren am Dreifelderweiher

Ausflug zur Westerwälder Seenplatte

Ausgestattet mit unseren Mountainbikes, Wanderrucksack und festem Schuhwerk erreichen wir zur Mittagszeit den Westerwald. Erster Halt ist das „Haus am See“ (der Name ist Programm) direkt am Dreifelder Weiher. Bei durchgehend warmer Küche essen wir mit 1A Seeblick einen Elsässer Flammkuchen – typisch für Rheinland-Pfalz – und leckeren Fisch mit hausgemachtem Kartoffelsalat. Zum Nachtisch gibt es noch frische Waffeln, im Urlaub darf man das!😉

Speisekarte Haus am See. Steinebach
Waffel und Lagebesprechung, Dreifelderweiher

Nach der leckeren Stärkung sind wir gut angekommen und wollen natürlich direkt los, die Gegend erkunden. Das machen wir selbstverständlich am liebsten mit dem Rad!

„Radrundweg Seenplatte“: 20km und 225Hm

Startpunkt Seen Runde

Geplante Strecke ist der 20 Kilometer lange „Radrundweg Seenplatte“, vom Hotel in Hachenburg ca. 10km entfernt. Los geht unsere Radtour direkt vom „Haus am See“ auf dem offiziellen Radrundweg um den Dreifelder Weiher, den Mittelpunkt der Seenplatte. Die im Mai frisch blühenden, den weiherartigen See umgebenden Laubbäume sorgen für frühsommerliche Stimmung entlang des gesamten Radweges, der auch von Familien mit Kindern entspannt absolviert werden kann.

Wechselnd zwischen Asphaltwegen, schmalen und kaum befahrenen Landstraßen, Forst- und Waldwegen, nehmen wir den abwechslungsreichen und gut ausgeschilderten Rundweg unter die Stollenräder. Ein Highlight für Kinder stellt sicher auch der Abenteuer-Waldspielplatz dar! Hier kann man mit Kindern sicher den ganzen Tag verbringen, inklusive Grillstelle.

Abenteuer Spielplatz

Wir sind dafür etwas zu alt und fahren weiter am Wasser entlang, relativ eben mit wenigen und sehr flachen Anstiegen, die für Jung und Alt gut geeignet sind – auch ohne E-Bike.

Ein besonderes Highlight ist für uns der Skulpturenpark, der sich super in die Runde integrieren lässt. Besonders toll hat uns die Schlange gefallen.

Nach gut einer Stunde Fahrtzeit und einer sehr entspannten und entspannenden Tour erreichen wir mit 225 Höhenmetern auf unseren Tachos wieder den Ausgangspunkt am Haus am See.

Dreifelder Weiher

Ich entscheide mich, auch noch die übrigen knapp 10 Kilometer zum Hotel mit dem Rad zu fahren. Sandro bringt das Auto und unser Gepäck 😀

Blöderweise erleidet meine Federgabel auf den letzten drei Kilometern einen Defekt, der sich ohne Werkzeug nicht beheben lässt. Nach kurzer Rücksprache mit unserem Mechaniker kann aber nichts passieren und so fahre ich weiter, nur eben tiefergelegt 😊

Unsere Base: Das Parkhotel Hachenburg mit Wellness-Bereich

Fast gleichzeitig treffen wir im Parkhotel Hachenburg ein, das ruhig gelegen mit schöner Parkanlage direkt vor dem Hotel aufwartet. Östlich des Hotels befindet sich unmittelbar die sehenswerte und fußläufig zu erreichende Altstadt, westlich davon blicken wir aus unserem Zimmer über die Weiten des Westerwaldes. Die Parkanlage mit der unverbaubaren Aussicht lassen die äußerst zentrale Lage nicht erwarten und lädt zur Entspannung ein. Für unsere Fahrräder gibt es extra einen abschließbaren, videoüberwachten Fahrrad-Raum.

Parkhotel Hachenburg

Im sehr schönen Hotel-Restaurant ist es auch schon Zeit zum Abendessen: Es gibt Buffet und somit ist für jeden etwas dabei! Besonders empfehlen können wir den zarten Kassler Braten und die würzigen Kartoffel-Wedges.

Auf einen Drink zieht es uns noch in die Lobby-Bar des Hotels, ehe wir den gelungenen Abend entspannt im Wellnessbereich ausklingen lassen.

Cocktail Hachenburg parkhotel
Zimmer Hachenburg parkhotel

Radrundweg Hachenburger Westerwald: 75 km, 1281 Hm

Mit etwas müden Beinen der hinter uns liegenden intensiven Trainingswoche steht uns die „Königsetappe“ unseres Kurztrips am zweiten Tag bevor. Sandro absolviert dennoch bereits um sieben Uhr seine ersten Bahnen im 13 Meter langen Hotelpool. Den Radrundweg um den Hachenburger Westerwald planen wir als Tagestour.

Parkhotel Hachenburg Schwimmbad

Der Start erfolgt nach ausgiebigem Frühstück kurz vor 11 direkt ab dem Hotel, vorbei an der malerischen Altstadt mit Einrollen runter zum Bahnhof. Nach dem Ende des Wohngebietes erreichen wir einen kleinen Bach, an dem wir zunächst unter grünem Blätterdach entlangfahren, ehe uns die ersten Anstiege erwarten. Keine extremen Steigungen, eher ein mäßiges, dafür konstantes Bergauf.

Bach in Hachenburg

Trotz der Mittelgebirgslage des Westerwaldes bewegen wir uns auf unserer heutigen Tour auf Höhen um zwischen 300-500 Metern, spürbar auch am Wechsel von Laub- und Nadelbäumen. Immer wieder passieren wir kleine Orte und Dörfer mit Fachwerkhäusern und rheinland-pfälzischen Baustilen, dazwischen weitläufige Wiesen und Felder, gepaart mit Waldpassagen. Wer Ruhe sucht, wird hier fündig!

Hachenburg Radtour

Unsere Mittagspause haben wir ziemlich genau bei der Hälfte der Tour in der „Hammermühle“ geplant. Nachdem wir die 35 Kilometermarke überschreiten, stellen wir jedoch fest, dass wir diese offenbar schon verpasst haben. Schade, ich hatte mir schon vorab ein Essen ausgesucht 😀  

Da uns noch einiges an Strecke bevorsteht, entscheiden wir uns gegen eine Umkehr und fahren wie geplant und als GPX-Datei auf unseren Sigma-Fahrradcomputern als Navigationsunterstützung aufgespielt, den Radrundweg weiter. Anstatt Mittagessen gibt es einen Dextro Energy Riegel. Mehr als die Hälfte der angegebenen Höhenmeter liegen hinter uns, die zweite Hälfte wird flacher.

Gegen 15 Uhr holt uns nach mehr als 62km doch der Hunger ein und wir erreichen zufälligerweise einen kleinen Imbiss am Straßenrad. Hier bekommen wir vielleicht nicht das nahrhafteste Essen, dafür aber Tipps für Sehenswürdigkeiten von einheimischen Radfahrern. Dazu eine kühle Fanta und Spezi und schon sind wir bereit für die finalen Kilometer.

Radtour Hachenburg

Hindurch zwischen hohen Gräsern, vorbei an vielen Pferde- und Bauernhöfen, erreichen wir bekannte Streckenabschnitte vom Vortag im Umfeld des Dreifelder Weihers. Unsere Tour führt uns weiter hinauf nach Alpenrod. Auf über 500 Metern Höhe erreichen wir den höchsten Punkt der Verbandsgemeinde Hachenburg. Hier treffen Motorradfahrer auf Radler und Wanderer. Neben gut besuchtem Biergarten befindet sich hier auch ein Aussichtsturm mit 30 Meter hoher Aussichtsplattform. Von dort aus geht es fast nur noch Bergab, zurück zum Parkhotel.

Nach rund 4.5 Stunden Fahrzeit kommen wir müde und voller Eindrücke wieder im Hotel an.

Alpenrod Aussichtspunkt

Abendessen in der urigen Hachenburger Altstadt

Hachenburg ist nicht nur ein staatlich anerkanntem Erholungsort, sondern übrigens auch das heimliche Kulturzentrum des Westerwaldes. Am „Alten Markt“, einer rechteckigen Anordnung von Fachwerkhäusern mit in der Mitte befindlichem Marktbrunnen aus dem 17. Jahrhundert, kehren wir ein in den urigen Kronenkeller. Ritterschwerte und Holzvertäfelungen zieren hier die Wände, herzhaft zubereitete Speisen komplettieren das kulinarische Erlebnis.

Spaziergang Hachrnburg

Mit vollem Magen und wieder aufgefüllten Energiespeichern steuern wir erneut die Lobby-Bar und den Wellnessbereich unseres Hotels an. Im unteren Innen- und Außenbereich findet eine Hochzeit statt, sodass auch wir bei Live-Musik den Abend ausklingen lassen können.

Die Krone in Hachenburg, war an dem Samstagabend komplett reserviert. Wer sich auf sein Abendessen in der Krone freut, sollte deshalb am besten vorab reservieren.

Essen Krone Hachenburg

Wandern im Westerwald

Am dritten Tag lassen wir die Fahrräder im Keller und schnüren die Wanderschuhe! Zur Auswahl stehen drei ausgeschilderte Wanderrouten, blau, orange, rot, mit unterschiedlichen Distanzen. Wir wählen die rote Route mit 8 Kilometern.

Die Routen heißen Löwenspur, und sind dementsprechend mit Löwentazen markiert.

Löwenspur rot Hachenburg

Die Wanderung durch den Westerwald startet wieder direkt im Park des Hotels. Erneut geht es in Richtung Altstadt und durch das Wohngebiet, ehe wir die entlegenen Wälder erreichen. Nach etwa drei Kilometer sehen wir eine Kneippanlage, die heute leider ohne Wasser ist. Auf die kühle, aktive Regenration hätten sich unsere Beine sicher gefreut.

Hachenburg

Die Wanderoute führt immer wieder zwischen Wäldern und Feldern, nur ganz selten treffen wir auf andere Menschen. Ist ja aber auch erst kurz nach 7 an einem Sonntagmorgen. Die Luft ist dafür umso erfrischender und außer Vogelgezwitscher und einem leichten Wind ist nichts zu hören.

Nach dem „Andachtwald Hachenburg“ führt uns unsere Route auf den Rückweg nach Hachenburg. Relativ nah zum Ort treffen wir nun auch auf ein paar Joggerinnen und Spaziergänger mit Hunden. Vor dem Ende der acht Kilometer führt unser Weg noch vorbei am Landschaftsmuseum, von dem man Teile auch von außen sehen kann.

Stadt Hachenburg Wald

Wir müssen leider zurück zum Hotel, um auszuchecken. Kurz vor 11 noch schnell einen zweiten Kaffee am Frühstücksbuffet genießen und dann heißt es, Koffer packen. Freundlicherweise dürfen wir aber auch nach dem Checkout noch ein letztes Mal den Wellnessbereich nutzen und unsere letzten Bahnen im Pool ziehen, ehe wir das Parkhotel Hachenburg verlassen und uns auf den Weg zum Pumptrack begeben.

Himmel Hachenburg

Pumptrack Hachenburg

Ein Pumptrack ist eine spezielle angelegte Mountainbikestrecke, zumeist mit eng aufeinanderfolgenden „Wellen“, die man im Idealfall ohne Treten durch Auf- und Ab- Bewegungen absolvieren kann.

Der Pumptrack Hachenburg bietet gleich zwei nebeneinanderliegende Pumptracks, einer mit kleineren, eng beieinander liegenden Wellen und ein größerer. Wir starten mit der kleinen Runde und wechseln dann auf die große, wo bereits ein paar Jungs ihre Runden drehen.

Pumptrack Hachenburg

Das war unsere letzte sportliche Aktivität im Westerwald und wir begeben uns zum Abschluss noch ein letztes Mal zum Alten Markt, um im Flammkuchenrestaurant „La Flamme“: Flammkuchen zu essen 😀 Super lecker und direkt aus dem Holzofen!

Flammkuchen la Flamme

Sportlich und kulinarisch ein sehr gelungener Kurztrip in den Westerwald, oder wie es hier heißt, „auf dem Westerwald“.

„Hui. Wäller? Allemol.“!

Weitere Informationen gibt es auf der Seite des Westerwaldes.

Sport

Aktivurlaub auf den Kanaren: Sport und Erholung auf Lanzarote

14. März 2022

(ad. Rennrad, Mountainbike, Laufen, Schwimmen, Fitness und Yoga)

Das ganzjährig milde und warme Wetter lockt Sportler wie Urlauber zu jeder Jahreszeit auf die Kanarischen Inseln vor der Westküste Afrikas. Wir sind Ende Februar bis Anfang März auf der zu Spanien gehörigen Inselgruppe unterwegs.

Für uns ist dieser Trip als reiner Urlaub geplant, und nicht als Trainingslager. Das Trainingslager ist für später geplant, wie du später erfährst. Die zwei bis drei Sporteinheiten am Tag sind für uns zum reinen Vergnügen.

Sandro und Lelia im Urlaub

Von Skimarathon zu Sommerurlaub

Am Samstagmorgen stand noch unser erster Skilanglaufwettkampf im Vogtland an, am Sonntag in aller Früh folgte in Berlin der Abflug aus dem winterlichen, kalten Deutschland Ende Februar, ab auf die Kanarische Insel Lanzarote. Die Flugzeit beträgt von unserem neuen „Stammflughafen“ BER Berlin Brandenburg über Stuttgart, Lyon, die Pyrenäen, über Madrid und Portugal nach ACE Acceriffe 4:40 Stunden.

Von minus drei Grad Celsius bei unserer vermutlich letzten Skilanglauf-Einheit im Winter 2021/2022 hin zu über 20 Grad und Sonnenschein – ein angenehmer Kontrast und gute Aussichten für eine optimale Regeneration von den anstrengenden 28 Ski-Kilometern.

Lanzarote Meerblick

Ganzjährig milde und sommerliche Temperaturen

Angekommen in Lanzarote empfängt uns die Insel mit einem kräftigen Atlantikwind und etwas bewölktem Himmel bei angenehmen 20 Grad, dem kältesten Tag der Woche. Die Palmen und die gute Luft lassen direkt Urlaubsstimmung aufkommen. Mit dem Shuttle, einem kompletten Reisebus zunächst nur für uns zwei, werden wir zu unserem Hotel direkt am Meer geshuttlet, wo wir im The Mirador vom überaus freundlichen Personal empfangen werden.

Wir sind bereits zur Mittagszeit vor Ort, bekommen dennoch schon vor unserem Check-In die Koffer abgenommen und kostenlos das Mittagsbuffet angeboten. Mit Blick auf den Pool können wir uns im Restaurant zunächst stärken, ehe wir die Hotelanlage erkunden.

Urlaub the mirador papagayo

Sonnenterrasse mit Meerblick als Yoga-Spot

Besonderes Highlight ist die den Pool mit dem Atlantik verbindende Sonnenterrasse mit Blick auf´s Meer und die Traumstrände der Playa de Papagayo. Diese Sonnenterasse wird unser täglicher Yoga-Spot vor dem Frühstück. Mit einem gut ausgestatteten Fitnessstudio, einem Wellnessbereich, mehreren Bars und einer Poolbar haben wir hier alles direkt vor Ort.

Auch vom Balkon unseres Zimmers haben wir eine wunderschöne Aussicht auf den Hotelpool und das Meer, in dessen Buchten die wechselnd ankernden Segelboote und Yachten zu beobachten sind. Die ruhige Lage des Hotels zwischen den Sandstränden und dem Hafen gefällt uns besonders!

Aktive Insel: Früher Start in den Tag

Der Tag beginnt hier früh mit dem Sonnenaufgang gegen 7 Uhr. Beim Yoga in der aufgehenden Morgensonne kann man mit Blick auf das Meer die vielen und verschiedenen Sportler der Insel beobachten, die bereits ihre erste Laufeinheit absolvieren. Das Rätselraten um die Hauptsportarten der vorbeilaufenden Menschen ergänzt unsere morgendliche Yoga-Routine. Neben Läufern und allgemeinen Hobbysportlern sind insbesondere auffällig viele Triathleten an der Strandpromenade aktiv unterwegs.

Wir starten allerdings mit Dehn- und Stabi-Übungen in den Morgen, verlegen unsere Kraft- und Ausdauereinheiten auf den restlichen Tag. Gerade Dehnen kommt bei uns häufig zu kurz. Umso wichtiger ist es, dass wir Yoga hier auf Lanzarote täglich mit in unseren Tag integrieren. Bei dieser Aussicht fällt das auch nicht besonders schwer 😉

Yoga in der Sonne

Abwechslungsreiche Küstenlinie

Nach unserer Yoga-Einheit freuen wir uns auf das reichhaltige Frühstücksbuffet ab 8 Uhr, ehe wir uns zum Entspannen an den Pool in die Sonne begeben. Das tolle Wetter motiviert zu weiteren sportlichen Aktivitäten und so machen wir uns auf den Weg in Richtung Hafen, wo wir die Bike Rental Shops aufsuchen und die Gegend mit einem gemütlichen Spaziergang an der Promenade entlang erkunden.

Von steiler Steinküste bis zu feinstem Sandstrand wechselt die Küstenlandschaft mehrmals innerhalb weniger Kilometer, was der Region einen besonderen und abwechslungsreichen Charme verleiht. Besonders die weißen Sandstrand-Buchten zwischen den Felsklippen sind super schön anzusehen und laden zum Baden im Atlantik ein.

Wir hatten uns für ein All-Inclusive Hotel entschieden, das ist in dieser Lage aber definitiv kein Muss. Entlang des Wassers laden zahlreiche Bars und Restaurants zum verweilen ein. Landestypisch mit vielen Meeresfrüchten und Reis.

Früchte und Gemüse sind selbst zu dieser Jahreszeit geschmacklich richtig gut.

Rennräder, MTBs und E-Bikes bei den Radverleihern auf Lanzarote

Im ersten Radverleih sind die Rennräder in unserer Größe schon nicht mehr verfügbar, Mountainbikes sind noch vor Ort. Wir bevorzugen aber zunächst Rennräder und begeben uns kurzerhand zu einem kleinen, aber sehr freundlichen Radverleiher, bei dem alle Räder in ausreichender Anzahl verfügbar sind. Der Radshop Sunnyrent liegt direkt im Einkaufszentrum am Strand.

Ich nehme mir ein stylisches, rotes WRC Rennrad, Sandro ein graues Carbon-BH, für 22€ pro Tag. Schnell die eigenen Pedale und Sättel dran und ab nach draußen, zurück zum Hotel – es gibt Mittagessen!

Dashbike cycling kit

Mit dem Rennrad in die Berge: Felsen und Vulkangestein in allen Farben

Nach einer Verdauungspause am Pool starten wir gegen Nachmittag mit unseren Rennrädern eine erste Tour in Richtung der Berge im Landesinneren. Die konstante Steigung mit einem mäßigen, inseltypischen Gegenwind verleihen unserer ersten Rad-Einheit eine gewisse Intensität. Wie so oft, belohnt uns aber auch hier die Aussicht über die Insel auf dem mühsam erklommenen Berg.

Die abwechslungsreiche Landschaft mit den Felsen und verschiedenen Vulkangesteinen in schwarzen, braunen, roten und grauen Farben, lassen uns auf dieser Rennradtour einiges entdecken. Angenehmer Nebeneffekt sind die rücksichtsvollen Autofahrer, die uns auf dem Rad trotz zusätzlich vorhandener Fahrbahn als Radweg mit weitaus mehr als 2 Metern Abstand auf der Gegenspur überholen. Im Sonnenuntergang begeben wir uns bei immer noch warmen Temperaturen in die Abfahrt hinunter zu unserem Hotel zum Abendessen und anschließend in die Bar.

„Strade Bianche“ auf Lanzarote

Unsere Touren haben wir im Vorfeld auf Strava geplant und bequem auf unsere Sigma-Rox 12.0 und Evo 11.1 Fahrradcomputer übertragen. Die Navigation funktioniert selbst zwischen den Bergen optimal und sehr präzise. Weniger optimal ist dabei die auf Strava ausgewählte, als „Rennradtour“ markierte Strecke: Wir landen nach wenigen Metern auf Schotter.

Als Mountainbiker soll und das nicht abschrecken und so fahren wir weiter, einige Kilometer über die „Strade Bianche“, bis wir erkennen müssen, dass dies wohl auch im weiteren Verlauf keine Rennradtour werden wird. Kurzerhand drehen wir ab auf die nächste Straße und fahren „frei Schnauze“ der Nase nach über die asphaltierten Inselstraßen in Richtung Süden und durch die kleinen Städte zurück.

Sandro und Lelia dashbike cycling kit

Einfache Trikotwahl: Kurz-kurz bei konstanten 22 bis 26 Grad

Am dritten Rennrad-Tag fahren wir flach zwischen Palmen auf sehr breiten Straßen in ausgezeichnetem Zustand. Teilweise durch Neubaugebiete mit zweispurigen Richtungsfahrbahnen ohne ein einziges Auto und an der Küste entlang mit Meerblick und einigen Surfern rechter Hand, sowie den Bergen auf der anderen Seite. Perfekte Gelegenheit für einige Sprints, Windschattenfahren und Schnattertouren. Die Trikotwahl ist hier übrigens sehr einfach: Kurz-kurz ist angesagt, Sonnencreme für die bleiche Winterhaut essentiell und das Wetter konstant zwischen 22 und 26 Grad Celsius, meistens mit dem für Inseln typischen Wind.

Palmen Lanzarote

Radwechsel: Vom Rennrad aufs Mountainbike

Nach drei Rennradtouren entscheiden wir uns doch noch dafür, die Insel abseits der Straße erkunden zu wollen und können unsere Rennräder kurzfristig gegen Mountainbikes tauschen. Wir starten direkt in das steppen- und wüstenartige Gelände, das mich etwas an Israel und den Samarathon Bike-Marathon erinnert. Westlich der Sahara sind wir ja auch in etwa ähnlich weit südlich unterwegs.

Der grobe und trockene, teils geröllartige Untergrund verlangt zumindest fortgeschrittene Fahrtechnik-Fähigkeiten. Von breiteren Wegen wechseln wir sehr schnell auf Singletrails mit Aussicht auf Berge und Meer, ehe wir mit Blick auf den Hafen von San Bartolomé eine Pause einlegen und unsere Äpfel in der trockenen Steinwüste mit einer Eidechse teilen. Das Cross-Country artige Streckenprofil bringt uns bei wolkenlosem Himmel ganz schön ins Schwitzen. Da freuen wir uns schon auf den Nachmittag am und im Pool.

Das ist Thüringen auf Lanzarote

Neuer Ergänzungssport: Schwimmen

Das Schwimmen haben wir auf Lanzarote wieder für uns entdeckt und teilen uns den 25 Meter langen Pool mit Triathleten und gemütlicheren Hotelgästen. Ergänzend zu unseren Radsport-Trainingseinheiten absolvieren wir aufbauend Distanzen zwischen 1000 Metern bis 1750 Metern im Brustschwimmen.

Schwimmen macht bei diesem sommerlichen Wetter im beheizten Pool im Freien deutlich mehr Spaß, als in einem düsteren Hallenbad. Ganz nebenbei erhält man hier auch schon die sommerliche Ganzkörperbräune und kann das Sonnenbad ideal mit Sport verbinden. Zudem finde ich Schwimmen super, um Herz und Lunge zu trainieren und die Sauerstoffaufnahmefähigkeit zu erhöhen.

Nach 2 Jahren Schwimmabstinenz sind die ersten Versuche nicht sonderlich ökonomisch. Stück für Stück kann ich mich allerdings wieder an die Technik erinnern und bekomme wieder Kraft in meine Schwimmzüge.

Neuer alter Sport: Fitness und Krafttraining

Vor meiner Zeit im Radsport war ich Kraftsportlerin und habe mehrere Jahre im Fitnessstudio trainiert, ehe ich das Radfahren für mich entdeckte. Hier im hoteleigenen Studio kann ich in meine Trainings wieder super easy Krafteinheiten integrieren und insbesondere an meiner Rumpfmuskulatur arbeiten.

Da ich ja diese 8 Tage zur Verfügung habe, entscheide ich mich für Ganzkörpertraining. Beginnend mit einem kleinen Warmup, Freihanteltraining und danach noch an den Geräten.Mal schauen, vielleicht melde ich mich Zuhause auch wieder im Studio an.

Der Rumpf ist bei vielen Radfahrern eine Schwäche, und dabei bergab in den Trails Goldwert. Im Winter habe ich meine fehlende Rumpfmuskulatur oft beim Langlaufen gespürt. Bei langen Skieinheiten merke ich die fehlende Stabilität.

Lanzarote wüste
Sandro auf dem Mountainbike

Einsame Bilderbuch-Badebuchten mit goldgelbem Sandstrand

Beim Laufen und mit den Mountainbikes erkunden wir die malerischen Buchten mit überraschend warmen Atlantikwasser. Von den Klippen herab eröffnet sich ein traumhafter Blick auf einsame und weitläufige Sandstrände, Dünenlandschaften und kleinen Buchten mit Höhlen.

Einige Buchten sind nur über das Wasser erreichbar, oder bei Ebbe über den Strand zu Fuß. Von oben herab sind diese nicht zugänglich und dementsprechend wenig frequentiert. Ideale Voraussetzungen für einen entspannten Strandurlaub und einen aktiven Sporturlaub.

I´ll be back, Canaries

Das Wetter, die Ruhe und Trainings- sowie Erholungsmöglichkeiten von Lanzarote und den Kanaren sind einfach toll! Diese werde ich noch einmal nutzen und habe bereits eine weitere Woche auf den Kanarischen Inseln, diesmal Gran Canaria, gebucht.

Ende März geht es für mich mit Kerstin und Silke in ein richtiges Trainingslager mit vielen Stunden auf dem Bike zur Saisonvorbereitung. Vermutlich werde ich auch wieder zwischen Rennrad- und Mountainbike Einheiten wechseln. Schließlich geht es im Sommer gleich zwei mal über die Alpen, einmal mit dem Rennrad bei der Tour Transalp und einmal mit dem MTB bei der Bike Transalp. Ich kann es kaum erwarten!

The mirador papagayo

Kammlauf 2022- 26 Kilometer Skimarathon

7. März 2022

„If your dreams don’t scare you, they aren’t big enough.“

Ein Satz den ich in vielen Bereichen meines Lebens eindeutig befolge.

Am 26.02.2022, habe ich mich erneut einer großen Herausforderung gestellt, und meine Grenzen ausgetestet.

Seit einem Jahr, habe ich bereits das Ziel, an einem Skimarathon teilzunehmen.

Für mich in freistil Technik. Die klassische Langlauftechnik habe ich bisher noch nicht ausprobiert.

Diesen Wettkampf wollte ich einfach zum Spaß machen, um über den Winter fitzubleiben und meine Kondition zu verbessern.

Ebinger Loipe, Skiverein Ebingen

Über zwei Jahre bin ich auch Crossrennen im Winter gefahren. Allerdings war dies für meine Motivation langfristig nicht die beste Variante. Ich brauche auch immer eine fahrradfreie Zeit. In dieser mache ich gerne Crossläufe, Langlaufen oder auch eine Schwimmeinheit.

Im Dezember und Januar habe ich mein Training stark auf Grundlagen im GA 1 und GA2 Bereich begrenzt. Zweimal habe ich auch an einem Zwift-Rennen teilgenommen. Aktuell ist mein Puls aber noch sehr hoch, deshalb werde ich auch die nächsten Wochen noch meinen Fokus auf die Grundlagen legen.

Erstes Skilanglauf-Rennen: Meldung zum internationalen Kammlauf

Als ich den Kammlauf entdeckt habe, habe ich aller Vernunft zum Trotz direkt zwei Startplätze für Sandro und mich gebucht.

Am 26.02.2022 war es endlich so weit. Der internationale Kammlauf feierte sein 50-jähriges Jubiläum und wir waren dabei. Mit verschiedenen Läufen am Samstag und Sonntag gab es für jeden die passende Distanz. Von Kindern bis SeniorInnen war hier jeder gut aufgehoben.

Der Familienlauf bot eine Distanz von 5 oder 10 Kilometern. Der Volkslauf dagegen war mit 26 Kilometern und über 400 teils steilsten Anstiegen, zumindest für mich, eine wunderbare Herausforderung.

Sandro war anfangs für eine kurze Distanz, ich dagegen wollte mir mit den 26 Kilometern eine richtige Challenge setzen, da ich bisher, glaube ich, auch noch nie mehr als 20 Kilometer gelaufen bin.

Wie in einer guten Beziehung üblich, haben wir dann einen Kompromiss geschlossen und sind die 26 Kilometer gelaufen. 😉

Sandro und Lelia, Kammlauf 2022

Gute Vorbereitung ist alles!

Der größte Unterschied zu einem Radrennen lag für mich in der Vorbereitung. Die Vorbereitung ging deutlich schneller. Und mit nur 2 Taschen waren wir bereits fertig für das Rennen.

Am Tag vor dem Rennen wurde das Holmenkol Bügeleisen angeworfen und die Ski heißgewachst. Wir bevorzugen immer noch Heißwachs gegenüber flüssigem Wachs, nutzen allerdings auch Flüssigwachs, wenn es schnell gehen muss.

Mit dem Heißwachs und dem Wachsblock wird Stück für Stück der Ski betropft und anschließend mit dem Bügeleisen verteilt und in den Ski eingearbeitet. Ein Bügeleisen mit Temperaturregler ist sehr zu empfehlen, da du dadurch das Wachs bei der perfekten Temperatur auftragen kannst.

Nach dem Auftragen lässt du das Wachs ein paar Stunden einwirken. Das Wachs kannst du dann problemlos mit deiner Holmenkol Spachtel wieder abschaben. Wichtig: Mit speziellem Werkzeug kannst du am Schluss die Rille in der Mitte deiner Ski noch vom Wachs befreien.

Abgesehen von Langlauf-Ski, Skistöcken, Schuhen und deiner Kleidung braucht es hier gar nicht viel. Zumindest keinen Werkzeugkoffer, Ersatzlaufräder, CO2 Kartuschen und so weiter 😉

Verpflegungsstrategie im Skilanglauf

Dafür spielt auch hier die Verpflegung eine genauso wichtige Rolle. Wichtig ist, zu bedenken, dass der Körper durch die Kälte noch mehr Energie verbraucht. Leider kommt der Durst und Hunger bei vielen Menschen im Winter nicht so deutlich hervor wie im Sommer, wodurch eine bewusste Verpflegung noch wichtiger wird.

Über deine Leistungsdiagnostik kannst du deine Kohlenhydratzufuhr bis aufs Gramm bestimmen lassen. Solltest du dazu aktuell diese Möglichkeit nicht haben, gilt als Faustformel 1g Kohlenhydrate pro Stunde pro Kilogramm Körpergewicht.

Beispielsweise du wiegst 60 Kilogramm, dann benötigt dein Körper ca. 60 Gramm Kohlenhydrate in der Stunde.

Durch die besondere Konstellation von Stöcken und Handschuhen, empfehle ich die Gels von Dextro Energy. Dank der Quetschie Eigenschaft und der extrem flüssigen Konsistenz sind sie gerade im Winter für die Rennen perfekt geeignet.

Dextro energy Verpflegung für den Wettkampf

Der Start des Kammlaufes

Der Start des Kammlaufs war um 11 Uhr für unsere 26 Kilometerrunde. Dadurch konnten wir von Jena ganz entspannt am Morgen anreisen. Für mich als Baden-Württembergerin ist es immer eine Freude, neue Orte in meiner neuen Heimat kennenzulernen.

Extra für den Kammlauf war an diesem Samstag ausschließlich Freistiel gespurt. Normalerweise kommen hier aber klassische Läufer genau wie Skater auf Ihre Kosten.

Bereits bei Ankunft herrschte großer Trubel an skibegeisterten Sportlern. Der Gastgeberverein VSC Klingental hatte sich große Mühe gegeben und einen großen Startbereich, inklusive Sprecher und Verpflegungsstation sowie Festzelt, aufgebaut.

Am Start standen fast 300 Skibegeisterte, vor Corona erreichte der Verein zum Teil 1500 Teilnehmer. Dies tat der Stimmung allerdings keinen Abbruch und alle Athleten waren voller Vorfreude. Gestartet wurde in zwei Startblöcken. Die schnellen Athleten und Profis vorn, die Volksläufer im zweiten Block.

Als der Startschuss fiel, gab es direkt ein wildes Getümmel, welches nach wenigen hundert Metern am Berg direkt beendet wurde und durch einen Stau ersetzt. Das Getümmel löste sich aber in der Startgeraden rasch wieder auf und die Läufer positionierten sich schnell in dem großen Starterfeld an ihrer Position.

Hektischer Start – Rennfieber – Motivation  

Typisch – durch das Rennfieber angestachelt – bin ich den ersten Berg für mich doch etwas zu schnell angegangen. Bereits am ersten Berg standen viele Zuschauer, die uns Sportler kräftig anfeuerten und motivierten.

Durch die Kombination der 26km-Sportler mit den 10 Kilometer LäuferInnen kam eine tolle Rennstimmung auf.

Da ich bisher die Kammloipe noch nicht kannte, war ich super gespannt auf die Landschaft. Die Loipen waren anfangs sehr breit und zum Teil auch richtig steil. Das stellte mich vor eine Herausforderung, die ich meistern musste. Bereits am ersten Berg war mein Puls bei knapp 200.

Also galt es, die Ebene zum Erholen zu nutzen. Das Laktat stand mir wortwörtlich direkt in den Beinen. Aber nach einem Kilometer war noch nicht an das Ziel zu denken 😀

Durch die Erholung auf der Ebenen und die bessere Einteilung bei den kommenden Anstiegen wurde es auch Stück für Stück besser.

Ski-Newbies: Luft nach oben

Da es mein erster Skiwettkampf war, war ich sehr geduldig mit mir, und versuchte mir alle Verbesserungspotentiale zu merken um mich hier zu verbessern. Auch bei Sandro gab es hier etwas 😉 Wenn man seine Sport Uhr seit einem Jahr im Schrank liegen hat, sollte man sie davor einmal ausprobieren. Damit es mit dem GPS suchen auch klappt 😉

Bei mir wäre es vorteilhaft, eine Sportuhr zu nutzen. Mit meinem Bikecomputer in der Tasche war nur ein Raten möglich, wo ich mich aktuell befinde. Der 13 Kilometer-Wendepunkt war anfangs mein einziger Anhaltspunkt.

Doch bereits nach wenigen Kilometern kam eine Verpflegungsstation mit gut gelaunten VerpflegerInnen und warmen Teebechern. Da ich noch nicht wirklich wusste, wie ich später an meine Flasche mit dem Dextro Energy Iso komme, war ich über den Tee wirklich froh.

Hier erkannte ich mein Learning Nummer zwei: Es wäre schlau gewesen, Trinkflasche rausholen und Stöcke von den Handschuhen abzuklippsen im Voraus geübt zu haben. Dafür war es nun aber zu spät. Im Verlauf des Rennens passierte mir aber genau dieser grobe Schnitzer. Beim Angeln meiner Trinkflasche aus dem Gurt, machte diese einen Abgang in den Schnee.

Tolle Langlaufbedingungen im Vogtland

Auf dem gesamten Track wurde es definitiv nicht langweilig. Die Loipe bot ständige Abwechslung, bergauf und bergab ging es durch die Wälder. Da ich immer wieder zu den Bedingungen in Oberhof für einen Skiurlaub befragt werde, kann ich nun noch eine weitere Gegend in meiner neuen Wahlheimat empfehlen.

Beim Rennen sind wir von Mühlleiten aus gestartet, alternativ kann aber auch in Johanngeorgenstadt eingestiegen werden.

Das Loipennetz bietet den Skifahrenden 36 Kilometer.

Große Ziele

In der Nähe von Johanngeorgenstadt war dann auch die erste Hälfte des Rennens geschafft. Mit zwei Frauen und einem Mann in der Gruppe machten wir uns auf den Weg zurück.

Laut Streckenposten hätten wir das schlimmste geschafft 😉 Im Nachhinein würde ich diese Aussage als Lüge bezeichnen. Zu dem Zeitpunkt wurde meine Motivation dadurch noch einmal angehoben. Zu diesem Zeitpunkt war mir endgültig klar, wie groß mein selbstgestecktes Ziel war. Und ich war hoch motiviert, es ins Ziel zu schaffen.

In diesem Jahr werden Sandro und ich sowohl die Tour Transalp mit dem Rennrad, als auch die Bike Transalp mit dem Mountainbike bestreiten. Dafür ist dieses mentale Durchhalten und nicht Aufgeben definitiv eine gute Übung.

Erschöpfung und Totalausfälle

Der Rückweg zeigte mir, dass ich sehr dankbar sein muss, dass es mir körperlich sehr gut ging, abgesehen von der Erschöpfung. Mehreren Teilnehmern ging es leider nicht mehr gut und sie wurden von Spaziergängern und Langläufern betreut und gemeinsam auf den Arzt gewartet. Ich hoffe, alle Teilnehmer sind mittlerweile wieder wohlauf.

Ab Kilometer 10 zum Ziel kam die perfekte Schlussmotivation. Jeden Kilometer kam ein Schild, mit der verbleibenden Distanz bis zum Ziel.

Und so quälte ich mich Stück für Stück bis ins Ziel. Leider kam ich nicht richtig an mein letztes Gel und so beschloss ich, dieses weg zu lassen. Mit Handschuhen und Stöcken ist das einfach deutlich schwieriger als auf dem Rad. Schlussendlich war das wohl die dümmste Entscheidung des Tages.

Bei noch 1.5 Kilometer zum Ziel kam endgültig der Mann mit dem Hammer und ich war grau bis zum geht nicht mehr.

Als die letzten 200 Meter Berg anstanden, dachte ich kurzzeitig wirklich daran, mich hier hinzusetzen und abholen zu lassen. Durch die Motivation eines weiteren Teilnehmers der mich noch bis ins Ziel brachte, habe ich es irgendwie geschafft.

Wie immer war der Leistungsunterschied zu Sandro riesig und so war er bereits eine Stunde im Ziel. Worauf ich mächtig stolz war! Er empfing mich mit bester Laune im Ziel.

Danach gab es direkt einen Protein Shake mit Schokolade von Dextro, um die Muskeln bei der Arbeit zu unterstützen. Da wir aber beide total ausgepowert waren, machten wir uns mit Bratwurst im Gepäck auf den Weg nach Jena.

Zieleinlauf Kammlauf 2022

Verdiente Erholung!

Am nächsten Morgen ging es für uns nach fünf Stunden Schlaf direkt nach Berlin zum Flughafen, um nach Lanzarote zu fliegen. Denn jetzt startet für uns die Rennsaison 2022.

Kammlauf 2022, es war uns eine Freude! Wir sehen uns im nächsten Jahr.