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Velapilates: Fit für´s Bike mit dem Pilates Fit Onlinekurs

2. Januar 2023

Anzeige. Sportliches Pilates-Training und Aufbautraining für Sportler – Überall und jederzeit

„Wer besser sein will als die anderen, muss etwas anders machen, als die anderen“

Sommersportler werden im Winter gemacht und somit sollte während der kalten Jahreszeit das Training auch nicht vernachlässigt werden. Neben meinem spezifischen Radsport-Training baue ich schon seit Langem regelmäßige Krafttrainings und Dehnübungen mit ein.

Neben meinem Training im Fitnessstudio und Yoga habe ich vor Kurzem Pilates für mich entdeckt. Gerade die Rumpfmuskulatur wird beim Radfahren häufig vernachlässigt oder nicht intensiv genug trainiert, obwohl diese für eine gute Position und Kraftübertragung auf dem Bike so wichtig ist.

Wenn die Muskulatur schlecht gedehnt ist, kostet uns das einiges an Zeit und Effizienz auf dem Rad. Besonders vom erfolgreichen Schweizer Radsportteam ist bekannt, dass diese dem Dehnen einen sehr hohen Stellenwert bemessen. Ich persönlich finde Dehnen mindestens ebenso wichtig wie Krafttraining und dehne deshalb inzwischen schon mehrere Jahre regelmäßig.

Pilates zuhause

Durch das Pilates-Training kann ich Kräftigungsübungen und Dehnübungen ideal miteinander verbinden und somit mein Training sehr effizient und vollumfänglich gestalten. Gerade die sportlich dynamischen Pilates Fit Workouts von velapilates helfen mir dabei, die Übungen richtig und zielgerichtet anzuwenden.

Unterschiede zwischen Yoga und Pilates

Die Unterschiede von Krafttraining zu Yoga sind sehr offensichtlich und deutlich erkennbar. Unterschiede zwischen Pilates und Yoga hingegen sind für einige Laien nicht ganz so leicht auf Anhieb zu erkennen, besonders nicht auf den ersten Blick. Befasst man sich aber näher mit den beiden Ansätzen, werden die deutlichen Unterschiede doch schnell sichtbar.

Beim Yoga geht es viel um Meditation, um Spiritualität und Konzentration auf Atmung und Wahrnehmung des eigenen Körpers. Dabei mag ich die Entspannung, die sich während des Yoga-Trainings einstellt, sehr gerne und nehme das verbesserte Körperbewusstsein als weiteren Vorteil für uns Sportlerinnen und Sportler wahr, genauso wie die mentale Stärke und das innere Gleichgewicht, das sich damit verbessern lässt.

Pilates verfolgt einen anderen Ansatz und ist systematisches Ganzkörpertraining zur Kräftigung der Muskulatur, vor allem der Rücken-, Bauch- und Beckenbodenmuskultur und deshalb für uns Radsportlerinnen und Radsportler super interessant. Beim Pilates geht es um die kontrollierte Bewegung, die einen gesunden und fitten Körper zum Ziel hat, ebenso wie ein verbessertes Körperbewusstsein und eine gestärkte (Rumpf-)Muskulatur.



Pilates für Radsportler

Velapilates – Das Online-Pilatesstudio

Das kennen wir alle: Mehrtägige oder wochenlange Trainingslager im Süden, eine lange Wettkampfsaison durch ganz Europa verteilt und die großen und wichtigen Rennhighlights liegen zumeist weit ab von zuhause. Die meisten ambitionierten Radsportlerinnen und Radsportler sind im Sommer wie im Winter sehr viel unterwegs, verbringen einige Tage und Nächte in Campern, Hotels oder Ferienwohnungen. Ein Studio oder ein fixer Ort kann oftmals nicht aufgesucht werden und das Training leidet.

Konstantes Training ist sehr viel wichtiger, als unregelmäßiges, aber dafür intensives Training. Die ideale Lösung ist daher ein ortsunabhängiges und flexibles Onlinestudio, das ich überall hin mitnehmen kann und jederzeit mein Training absolvieren kann. Da ich Pilates wie gesagt erst vor Kurzem für mich entdeckt habe, ist es für mich umso wichtiger, die Übungen unter qualifizierter Anleitung ordentlich und richtig durchzuführen.

Kosten für Kurse bis zu 100% erstattbar

YouTube-Videos können sicher eine Gelegenheit zum Einstieg sein. Mir ist aber wichtig, wirklich richtig zu trainieren und kontinuierlich Fortschritte zu machen. Deshalb habe ich mich für velapilates als mein Online-Studio für Pilatestraining entschieden. Da ich mit Yoga bereits gute Erfahrungen gemacht habe und mich stets weiterentwickeln möchte, ist Pilates nun der nächste Schritt in meiner persönlichen Trainingskonfiguration.

Training Pilates fitness

Die Vorteile von Pilates erkennt auch die Krankenkasse: So sind bis zu 100% der Kursgebühren für die Präventionskurse wieder durch die Kassen erstattbar. Ein gesunder Körper ist für uns Sportlerinnen und Sportler unser Kapital und auch für jeden Menschen die Basis für ein langfristig gesundes und vitales Leben.  

Velapilates – unabhängig, flexibel, professionell

Velapilates ist meine erste Wahl aufgrund der Flexibilität in Verbindung mit der persönlichen Beratung. Das passt genau zu meinen Bedürfnissen nach Unabhängigkeit und professioneller Betreuung. Mein Training kann ich damit unabhängig von meinem Aufenthaltsort und flexibel in der Zeit je nach Trainingswoche einbauen.

Wer durch die Flexibilität die Gefahr verspürt, das Training schleifen lassen zu können, kann auch an den wöchentlichen Live-Kursen teilnehmen. Dadurch bleibt man weiterhin flexibel in der Wahl des Ortes und hat dennoch die Verbindlichkeit, sein Training regelmäßig durchzuziehen.

Disziplin ist ein zentraler Schlüsselfaktor im Sport und da ich über eine hohe intrinsische Motivation zum Training verfüge, habe ich mich für die flexiblen Online-Kurse entschieden. Nach 20 Minuten persönlicher Besprechung mit einem qualifizierten Trainer geht es für mich los. Deine 20 Minuten mit einem persönlichen Trainer kannst du jederzeit während deiner Laufzeiteinlösen. Entweder davor, bei Fragen oder als Personal Training.

Velapilates

Mein Kurs: Pilates Fit Onlinekurs – Sportliches Pilates-Training und Aufbautraining

Als Sportlerin sagt mir am meisten der Pilates Fit Onlinekurs zu. In dem sportlich anspruchsvollen Präventionskurs, dessen Kosten bis zu 100% von der Krankenkasse erstattet werden können, werden in 8 Einheiten á 50min der gesamte Körper trainiert und die gezielte Ansteuerung spezifischer Muskelgruppen und Körperregionen bewusst dynamisch gesteuert.

Meinen Trainingsstatus kann ich jederzeit einsehen und die einzelnen Trainings systematisch abarbeiten. Die gesamte Plattform ist super übersichtlich aufgebaut und das Design gefällt mir auch persönlich sehr gut. Ein Ort, an den man gerne zurückkehrt und eine benutzerfreundliche Oberfläche, die zum Training motiviert.

Vor Kursbeginn gibt es im Portal zum passenden Kurs noch einmal nützliche Hinweise zum Training, eine Trainingsanleitung und Gesundheitsinformationen mit Tipps zum Download. Die Trainingseinheiten sollen der Reihenfolge nach absolviert werden, um ein effektives und professionelles Training mit korrekter Abfolge sicherzustellen. Im Teilnehmermanual befinden sich auch spezifische Informationen zur jeweiligen Kursstunde sowie ein kurzes Übungsprogramm mit Übungen für jeden Tag.

Pilates für Anfänger und Fortgeschrittene

1. PILATES FIT MOVEMENTS

„Pilates Fit Übungen zum Einstieg in das Training“: Im ersten Kurs geht es um die Basics und die Vielfalt von Pilates, um die gängigen Übungen für die großen Muskelgruppen ohne zu starken, detaillierten Fokus auf eine kleine Muskelpartie. Dauer: Etwas über 45min.

PS: Wer eine Trainingserinnerung z.B. per Mail bevorzugt, kann diese Einstellung ebenfalls hier vornehmen.

2. CORE WORKOUT

„Gezieltes Training der Körpermitte“: Ein klarer Favorit für mich als Radsportlerin ist dieser Kurs mit einem wirklich fordernden Training der für den Radsport wichtigen Körpermitte. Alles was benötigt wird, sind eine Matte und bequeme Kleidung oder Sportkleidung. Sowohl für Spitzensportler ist diese Einheit echt super, aber auch für die generelle, körperliche Gesundheit relevant. Dauer: Etwas über 51min.

3. ATMUNG UND BEWEGUNG IM EINKLANG

„Wie die Atmung unsere Bewegung unterstützt“: Im Portal lande ich direkt wieder in meinem Kurs dort, wo ich im letzten Workout aufgehört habe und kann ohne langes Suchen mein Training direkt fortsetzen. Nach dem Fokus auf Bewegung der letzten Einheiten, verbinden wir diese nun mit der Atmung, um die Bewegungen gezielt zu unterstützen. Das erinnert mich ans Schwimmen. Dauer: Knapp 50min.

4. BODY MIND BALANCE

„Neues Level von Gesundheit, Energie und Bewusstsein“: Dieses Balance-Workout erinnert mich ein wenig an Yoga. Hier geht es auch stark um die Balance zwischen Körper und Geist. In allen Workouts gefällt mir, dass die Bewegungen verständlich gezeigt und vorgeführt werden sowie dabei auch auf der Tonschiene noch unterstützend angeleitet wird. Dauer: Knapp 50min.

5. SCHULTERN UND NACKEN IM FOKUS

„Gleichzeitig kräftige und gelöste Schulterpartie“: Eine wahre Wohltat und Stärkung für die beim Biken und der Computerarbeit beanspruchten Nackenmuskulatur samt Schulterpartie. Beim Training etwas schmerzlich, aber sehr befreiend. Dauer: Knapp 50min.

6. LOWER BODY PILATES

„Kraft und Flexibilität für Beine und Becken“: Beim Yoga habe ich mein Becken als einen kleinen Schwachpunkt ausgemacht. Mit diesem Workout kann ich gezielt an der Kräftigung arbeiten. In Kombination mit den Übungen für die Beine zählt dieses sechste Workout auch zu meinen Favoriten! Dauer: Knapp 50min.

7. GANZHEITLICHER MUSKELAUFBAU

„Muskeln stärken durch gezieltes und effektives Training“: Den ganzen Körper zu trainieren mag ich am liebsten nach einem langen Tag im Büro. Danach fühle ich mich wie neu und der Kreislauf gerät ordentlich in Schwung, um die Fettverbrennung anzuregen. Ein echter Wachmacher! Dauer: Knapp 50min.

8. SPORTLICH DYNAMISCHE PILATES MOVEMENTS

„Pilates Fit Übungen auf deinem neuen Profi Niveau“: In der achten und letzten Einheit dieser Kursreihe werden viele Elemente der vorherigen Workouts kombiniert und zu einem anspruchsvollen Next-Level Workout zusammengeführt. Der Trainingsfortschritt aus den einzelnen Einheiten wird hier noch einmal erlebbar.

Mein Fazit:

Vielen Dank an das velapilates-Team!  Durch das systematische und strukturiert aufgebaute Pilates-Training mit sportlichem Anspruch habe ich einige neue Übungen kennengelernt, die ich nun eigenständig nach Belieben kombinieren kann und in meine Workouts oder auch Fitnessstudiobesuche einbauen kann.

Meine persönlichen Highlights sind die Trainingseinheit 2 mit dem Core Workout sowie die Einheit 7 Lower Body Pilates. Beide Einheiten trainieren besonders intensiv die Muskelgruppen und Körperregionen, die für meinen Radsport so wichtig sind. Ich nehme einige dieser Übungen mit in mein weiteres Training!

Du bist nun bereit das neue Jahr fit anzugehen? Dann probiere es einfach selbst aus, und schau dir Velapilates an.

Pilates training online zuhause

Trail Center Rabenberg – Ein kleines Trainingslager im Sportpark Rabenberg

15. Dezember 2022
Skillpark Rabenberg

Radsport-Trainingslager im Erzgebirge: Vielfältige Sportangebote und Sportanlagen im Sportpark Rabenberg. Und vor allem: MTB-Trails!

Goldener Oktober: Bestes Bikewetter

Biken, Biken, Biken… Die Wettervorhersage für das lange Wochenende Ende Oktober ist ein Traum. Bis zu 23 Grad versprechen die letzten Tage. Das müssen wir noch einmal nutzen, um aufs Bike zu hüpfen.

Von Jena aus ist das Trail Center Rabenberg und der Trail Park Klinovec sehr gut zu erreichen. Beides in unter 2 Stunden. Klinovec hat den Vorteil mit dem Lift, was in der 25. Schwangerschaftswoche natürlich ein gutes Argument ist.

Rabenberg hat dafür eine Cross-Country lastige Auswahl bergauf und bergab an Trails. Von den Schwierigkeitsstufen grün, blau bis rot und schwarz ist alles mit dem Hardtail und entsprechender Fahrtechnik zu bewältigen. Schwarz haben wir aber aufgrund der Steinfelder diesmal gemieden. Schließlich muss man ja nichts herausfordern in der Schwangerschaft. Dank meiner Technik-Trainerin kann ich solche Situationen wirklich gut abschätzen und habe mich noch nie verletzt. Und so soll es auch bleiben. 😉

Die Wahl der Unterkunft: Im Sportpark umgeben von Sportlergruppen

Rund um den Rabenberg ein Hotel zu finden ist leider gar nicht so leicht; da die Gegend relativ ruhig ist, gibt es nicht viele Hotels. So schlägt Booking relativ schnell Hotels in Oberwiesenthal vor, was doch eine halbe Stunde Fahrzeit ist.

So entschieden wir uns direkt für den Sportpark Rabenberg. Gleich vorab, ich fand die Preise mit 165€ pro Nacht für 2 Personen mit Vollpension etwas teuer. Da es definitiv ein Sportpark und kein Hotel ist. Die Zimmer haben keine Duschgels, was uns kurz überfordert hat, und die Horde Jugendlicher hatte bis 2 Uhr morgens viel Spaß. Dank Mathieu van der Poel wissen wir ja jedoch, rüber gehen und Kinder schubsen kommt nicht gut an. 😉

Dafür hat man den Vorteil, direkt vor Ort zu sein, und der ist unschlagbar! Falls du noch nicht auf dem Rabenberg warst, oben ist Natur pur, das heißt 10 Minuten Auto muss man schon einplanen, um wieder in den Ort zu kommen.

Ein weiterer großer Vorteil ist die Nutzung der Sportanlagen. Allerdings sind die Zeiten für Privatpersonen doch sehr knapp bemessen… Schwimmen geht morgens zwischen 7-8 und abends zwischen 20-21 Uhr. Also hieß es für uns eben früher aufstehen. Danach ist man auf jeden Fall wach.

Der Fitnessraum kann auch durchaus mehrere Stunden durch Vereine belegt sein, und die Sauna hat leider auch nur super beschränkte Zeiten, von 2 Stunden am Nachmittag oder auch mal komplett zu für Privatpersonen.

Trotz allem hatten wir eine wunderbare Zeit und haben alles gut durchgeplant, um das Maximum aus unserem Trainingslager heraus zu holen. Und nach 3 Stunden Biken und morgens schwimmen, zählt ja auch das Buffet mehr, als das Shampoo in der Dusche. 😉

Das Buffet war wirklich super! Perfekt angepasst auf die Wünsche von Sportlern. Eine sehr große Auswahl. Auch das Frühstück war toll. Es gab eine grandiose Auswahl an Obst, alles frisch und super lecker. Ebenso Vollkornprodukte und eine Müsliecke.

Sportler-Verpflegung und los!

Aber das Essen will ja erst mal verdient sein! Am ersten Tag sind wir direkt am Vormittag in Jena los. Netterweise durften wir unser Zimmer bereits zur Mittagszeit beziehen. Dann gab es typisch Radfahrer-Style Salat aus der Tupperdose.

Die Sonne zeigte sich bereits von ihrer besten Seite und wir wollten sofort aufs Bike!

Die Karten für das Trail Center haben wir auch direkt bekommen. Also umziehen, Flaschen füllen, schnell noch ein Dextro Energy Riegel eingepackt, Räder ausladen und los geht´s.

Unser Plan war, die Trails nacheinander von leicht zu schwer zu fahren. Also beginnen wir mit grün.

Seit dem letzten Mal hat sich einiges verändert und neue Trail-Kilometer kamen dazu. Und es gibt eine großartige neue Werkzeugstation. Sogar inklusive Bikeständer, um dein Bike komfortabel aufzuhängen.
Wir hatten jedoch Glück und das gar nicht gebraucht. Auf das Material war wie immer Verlass!

Runde 1 Taster Loop – 6,1 Kilometer, 110 Höhenmeter

Relax, take it easy. Der Start ist trotz der grünen Line gar nicht so einfach. Kurven, Flow und Anlieger sind zwar entspannt, aber es fühlt sich eckig und langsam an.

Die Startpunkte der jeweiligen Trails findest du in der Karte, die dir das Trail Center aushändigt. Die Trails sind wirklich mit Liebe angelegt, es macht jede Minute Spaß. Die Trails sind bestens in Form, super ausgeschildert. Selbst die grüne Strecke ist abwechslungsreich und bietet Anfängern bis Profis eine spannende Runde. Umso besser die Fahrtechnik, umso schneller und flowiger wird die Runde natürlich. Auch die kleinen Erhebungen können nach Laune gesprungen werden.

Der Taster Loop startet am Wald und nicht beim Trail Café. Mit Waldboden und Schotter bis zum ersten Trail-Einstieg. Die grünen Trails könnte man als klassische Murmelbahnen bezeichnen. Es geht flowig und schnell bergab, zwischen den Bäumen hindurch und ohne Wurzeln oder Steine. Das kommt dann später. Von Minute zu Minute kommen wir besser in den Fluss und es macht bereits jetzt einen riesen Spaß!

Wood Packer Track: Grün und blau 7,7 Kilometer 140 Höhenmeter

Der zweite Trail des Tages stand auf unserem Programm und wir wollten uns weitere 7,7km in die Bücher schreiben. Leider kam es dazu nicht, da wir den falschen Einstieg erwischt haben. Unser Tipp also, genau auf dem Plan schauen, wo der Einstieg ist und dann den richtigen Einstieg wählen. 😉

So machten wir uns auf den Weg und am Ziel angekommen, war es die gleiche Runde, die wir bereits gefahren sind. Die Laune war weiterhin bestens, schließlich fahren wir Mountainbiker ja irgendwie immer Kreis.

Damit hat es uns auch für den ersten Tag gereicht und wir waren bereit für ein leckeres Abendessen und einen entspannten Ausklang des Abends. Das Abendbuffet war lecker und reichlich. Danach waren wir allerdings deutlich platter und geschafft als gedacht.

Deshalb ging es für uns bereits gegen 9 Uhr ins Bett. Macht nichts, vom Tag haben wir mehr als von der Nacht.

Tag 2: Sommer, Sonne, Mountainbike

Der Tag begann einfach perfekt. Durch das frühe ins Bett gehen waren wir dementsprechend früh wach. Das Schwimmbad hatte von 7-8 Uhr geöffnet und so ging es direkt in die Schwimmkleidung ab ins Schwimmbad. Wir haben ja das Thema Nüchtern-Training auch bereits in anderen Blogartikeln thematisiert. Frauen haben morgens einen deutlich höheren Cortisolspiegel (Stresshormon), deshalb führt Training am Morgen ohne Nährstoffzufuhr zuvor bei Frauen leider oft zu negativen Effekten. Dazu gehören Abgeschlagenheit, Infektanfälligkeit und auch Fetteinlagerung. Dementsprechend ist das sehr mit Vorsicht zu genießen.

Bei mir ist Nüchtern-Training bereits vor Jahren deshalb aus dem Programm geflogen.

Da dies eine absolute Ausnahme war, bin ich nur komplett locker geschwommen und habe meinen Puls immer schön im Auge behalten. Die Schwimmanlage im Sportpark Rabenberg ist wirklich traumhaft. Groß, sauber und hell. Ein Bademeister sieht ständig nach dem Rechten, sodass man hier ganz entspannt schwimmen kann.

Das Schwimmbad war relativ leer, und wir konnten ganz entspannt unsere Bahnen ziehen. Für mich als Morgenmuffel perfekt, um wach zu werden und sich Gedanken über den kommenden Tag zu machen.

8 Uhr endete dann unsere Schwimmsession und wir freuten uns auf ein leckeres Frühstück. Die Vorfreude war definitiv nicht Fehl am Platz. Das Buffet mit den leckeren Früchten war wirklich Hammer! Und so gab es erst einmal einen großen Teller mit Früchten.

Während dem Frühstück schmiedeten wir viele Pläne für den heutigen Tag. Heute sollte es auf den Peak Orbiter gehen und eventuell in den Kraftraum.

Frisch gestärkt ging es also wieder zurück ins Zimmer und anziehen.

Peak Orbiter: Blau, 10,5 Kilometer & 202 Höhenmeter

Der Peak Orbiter startet für uns wieder am Trail Café. Los geht’s direkt über ein paar Wurzeln und schöne Anliegerkurven. Bergauf wie Bergab macht dieser flowige Trail richtigen Spaß. Die Landschaft im Erzgebirge ist einfach traumhaft, flowige und anspruchsvolle Segmente wechseln sich ab. Die Landschaft ist sehr grün zum Teil mit viel Moos bedeckt und wunderschön. Heute sind einige Biker mit uns unterwegs, durch das großzügige Gelände sieht man das gar nicht.

Nach den ersten, etwas steinigeren Segmenten, geht es wieder bergauf, engere Kurven kurze knackige Rampen und ein Meer aus Wurzeln. So macht es riesig Spaß. Der Rabenberg ist einfach ein Trail Paradies, das muss man selbst erlebt haben!

Hier ist wirklich für jede Fahrtechnik etwas dabei. Egal ob Hardtail, Fully oder Enduro, jeder kommt auf seine Kosten.

Dieser Trail steigert zum ersten Mal deutlich die Schwierigkeit. Auch wenn wir hier ein paar Murmelbahn Elemente haben, ist der Großteil auch technisch und man kann je nach Fahrtechnik schneller oder in seinem Wohlfühltempo die Trails erkunden.

Auf dem Weg zurück, ist bereits schon Zeit für das Mittagessen und so legen wir eine Pause ein. Schließlich soll der Spaß ja nicht zu kurz kommen.

Nach dem Mittagessen gibt es dann auch noch eine kurze Pause. Durch die Schwangerschaft bin ich einfach müder als sonst. Macht ja aber nichts, wir haben ja Zeit.

Two Mountains: Blau und rot, 14,6 Kilometer & 350 Höhenmeter

Nach der Mittagspause geht es rein in die frischen Radklamotten und los. Dritte Einheit, ein weiterer Trail steht uns bevor.

Langsam werde ich ein bisschen müde, aber der Spaß ist so groß, da wäre es wirklich schade, nicht zu Biken.

Border Trail: Rot, 19,5 Kilometer & 650 Höhenmeter

Der Border Trail war eine willkommene Abwechslung. Denn beinahe alle Teile des Trails sind wir noch nicht gefahren.

Der Weg war deutlich steiniger und ruppiger als die bisherigen Trails. Dabei war er dennoch super abwechslungsreich. Hier muss aber wirklich eine fortgeschrittene Fahrtechnik vorhanden sein, ansonsten kann einen dieser Trail doch leicht überfordern.

Besonders die steileren Abschnitte fand ich eine tolle Sektion. Und es war auch nicht nur bergab steil, auch bergauf verlangten einem manche Abschnitte ordentlich etwas ab. Es ist immer wieder erstaunlich, mit wie viel Liebe und Kreativität hier Trails gebaut werden. Ich freue mich jedes Jahr aufs Neue auf diesen Besuch!

Da die vielen Stunden auf dem Bike mich in der Schwangerschaft doch ordentlich müde gemacht haben, hatten wir den Trail abgekürzt.


Im Skillpark gab es zum Abschluss des Tages noch eine kleine Einheit zum Thema Balance und danach genossen wir auch bereits den letzten Abend.

Tag 3- Time to say goodbye

Schade, die schönen Dinge sind leider immer viel zu kurz. Deshalb starteten wir auch heute wieder mit dem Frühschwimmen. Es wurde bereits eine angenehme Routine, eine kleine Einheit vor dem Frühstück.

Danach ging es direkt wieder zum Frühstück und zum Packen. Alles bis auf Bike und einen Satz Wechselkleidung wurde bereits für die Abfahrt bereitgelegt.

Für den letzten Ride stand noch einmal ein Querbeet-Mix aus unseren verschiedenen Lieblings Streckenabschnitten an, wild kombiniert nach Lust und Laune!

Bis nächstes Jahr!

Sigma Gravel Night / Gewinnspiel Sigma Buster 800 HL

5. Dezember 2022
sandro beck und Lelia König mountainbike

Anzeige. Gemeinsam mit weiteren Bloggern haben wir einen Adventskalender für euch auf die Beine gestellt. Lass dich überraschen. 🙂

Sportliches Rad-Highlight in der Pfalz: Sigma MTB & Gravel Ride at Night

Mitte November lockt ein letztes sportliches Highlight in die Pfalz. An die Pfalz habe ich super schöne Erinnerungen mit dem Sigma Marathon. Während der Corona Zeit einer der wenigen Marathons, die stattgefunden haben. Die Strecke ist jedes Mal genial und brutal zu gleichen Teilen!

Die Felsenlandschaft in Kombination mit dem vielen Sand stellt eindeutig eine Herausforderung dar. Dazu oftmals extreme (!) Hitze. Belohnt wird man mit einer großartigen Zeit! Und großartigen Menschen sowie einem Flammkuchen bei bestem Wein – typisch Pfalz.

Lelia König

Sigma Gravel Night Ride: Ride mit Marcel Kittel, Karl Platt, uvm.

Auch diesmal hat unser Wochenendausflug etwas mit Sigma zu tun. Als einer meiner langjährigen Partner, hatte ich die Ehre, am Sigma Gravel Wochenende teilzunehmen. Gemeinsam mit anderen Sigma Ambassaoren, Bloggern und anderen Partnern der Sigma Familie, ging es von Landau aus durch die Pfalz. 36.6 Kilometer waren planmäßig angepeilt, dazu aber später mehr…

Am Freitag hieß es also für Sandro und mich, einen Urlaubstag genießen. Von Jena geht es mit dem Auto und den Mountainbikes nach Landau in die Pfalz. Da wir aktuell weder Cross noch Gravel Bike besitzen, mussten wir auf das Mountainbike ausweichen. Die anderen Teilnehmer waren alle stilecht mit einem Gravel Bike unterwegs.

Mountainbike fahrt mit Licht

Ankommen in Landau: 6 Grad und Nebel

Angekommen in Landau, ging es für uns erst einmal ins Hotel Soho. Perfekt gelegen, mit großen Zimmern, ging es direkt ans Anziehen. Zwischen 10 und später 6 Grad Celsius waren angesagt. Da wir uns mittlerweile in Schwangerschaftswoche 27 befinden (7. Monat), war das für mich eine Herausforderung. Die eigene Radwinterjacke lässt sich leider nicht mehr schließen. 😉

Zum Glück ist der Familienfundus unserer Radsport-Familien riesig und ich finde eine geeignete Jacke in XL für meinen Babybauch, damit ich (und der Kleine) nicht frieren muss.

Dazu kommen Beinlinge, Wintersocken und Winterschuhe, Thermoshirt und Stirnband. Brille entscheide ich mich für ein durchsichtiges Wechselglas. Und dann kann es auch schon los gehen. Treffpunkt ist am Caffè Parezzo, direkt in der Innenstadt von Landau. In dieser gemütlichen Cafè-Rösterei gibt es eine riesen Auswahl an Caffè und Tee-Spezialitäten. Dazu Kuchen und verschiedene andere Leckereien wie Schokolade.

Die Begrüßung war wie zu erwarten sehr herzlich! Es ist immer wieder schön, sich mit gleichgesinnten zu treffen. Neue und bekannte Gesichter zu sehen, schürte direkt meine Vorfreude und hob diese auf ein noch höheres Level.

Caffe pause

Sigma-Radsportgrößen: Prominente Ambassadors

Besonders großartig war natürlich, dass auch die Sigma Ambassadors Karl Platt und Marcel Kittel mit am Start waren.

Marcel Kittel und Karl platt

Motivator: Der Kaffee davor

Bevor es aber los ging, gab es ganz entspannt erst einmal einen Koffein-Stopp. Normal muss man sich diesen ja erst verdienen und er kommt am Schluss, aber heute war das Motto „no rules“. 😉

Später wird auch noch die Regel „no shortcuts“ gebrochen!😉

Damit wir auch alle bereit für den Gravel Ride sind, dürfen wir 3 verschiedene Frontleuchten von Sigma montieren und testen. Die Sigma Aura 100, die Buster 800 HL und die Buster 1100!

Buster 1100 und buster 800 sigma

Die Buster 800 HL ist eine Helmlampe, die anderen beiden können geschickt mit Schnellverschlüssen am Lenker montiert werden.

Montage Lampe buster 800

Damit wir bei Nebel und Dunkelheit auch von hinten gesehen werden, gibt es jeweils 2 Rückleuchten zum Testen. Die Rückleuchte Sigma Blaze, mit integriertem Bremslicht, werden die meisten Radfahrer unter euch kennen.

Lichtblicke: Learnings in Sachen Beleuchtung

Mit an Bord, ist einer der Produktmanager von Sigma. Und so heißt es vor dem Start, erst einmal etwas lernen.

Wir lernen den Unterschied, warum manche Fahrradleuchten StVZO-konform sind und andere nicht. Beispielsweise Leuchten, die Blinken, können in Deutschland keine Zulassung bekommen.

Ebenso interessant fand ich, dass Helmleuchten und alle anderen Leuchten am Körper nicht durch die StVZO beeinflusst werden, da sie nicht am „Fahrzeug“ montiert werden und somit nicht als Fahrradbeleuchtung im klassischen Sinne zählen.

Vor dem caffe Besprechung

How to: Korrekte Ausrichtung der Fahrradlampe

Und für jeden, der eine Fahrradlampe in Zukunft an seinem Lenker installiert: Die Lampe muss waagrecht ausgerichtet sein. So genießt du die bestmögliche Ausleuchtung.

Welches für dich die richtige Lampe ist, kommt auch auf dein Fahrrad an. Beim Mountainbiken mit engen Kurven zwischen den Bäumen, finde ich eine Helmlampe besser. Ich kann spezifisch dahin leuchten, wo ich hinfahren werde, das Licht folgt immer dem eigenen Blick.

An meinem Rennrad habe ich meist nicht diese engen Kurven und mag lieber ein schönes breites Ausleuchten der Straße.

Damit genug von der Theorie, let´s start the ride!

Durch eine optimale Führung von unserem Sigma-Guide Patrick, müssen wir nicht weit durch die Stadt und sind direkt in der pfälzischen Natur angekommen.

Leider wird der Weg dorthin ziemlich getrübt durch ein riskantes Überholmanöver eines Busfahrers, der einen unserer Teilnehmer wirklich fast überfährt.

Das Traurige ist, wie alltäglich diese Situation von Radfahrenden mittlerweile wahrgenommen wird.

Typisch Gravel Ride, starten wir entspannt, freuen wir uns auf einen bunten Mix aus Schotter, Wiese und Asphalt. Gestartet wird mit Schotter und Wiese, auf geht’s zum ersten Aussichtspunkt! Naja, Thema Aussicht, die macht heute leider eine Pause. Denn wir sehen nichts außer Nebel.
Macht aber nichts, die Stimmung ist super und die Gruppe mischt sich ständig durch.

Cycling Family

Die offene Herzlichkeit unter den Radfahrenden ist immer wieder eine große Freude. Gemeinsame Interessen, gemeinsame Bekannte, das macht eine tolle Kombination aus.

Durch meine Schwangerschaft bin ich aktuell am Berg deutlich langsamer als sonst. Aber auch hier haben wir einen tollen Zusammenhalt und mein Partner sowie die E-bikenden Fotografen schieben mich gerne.
Auf der Ebene und Bergab habe ich dieses Problem nicht und bin wieder allein unterwegs.

Insgesamt sind auf der Runde 3 Berge und damit 3 Stopps vorgesehen. Hier bekommen wir jeweils Input zu unseren Lampen und zu Sigma.

Die ausgewählten Berge sind allesamt super entspannt. Lang und konstant, sodass ich die Runde auch jedem empfehlen würde, der in Landau eine Runde Radfahren möchte.

Anscheinend soll auch die Aussicht sehr schön sein, wenn es nicht regnet und Nebel hat. 😉

Foto-Stopp auf dem Gipfel

Der erste Aussichtspunkt ist eine kleine Kapelle, hier treffen wir auch wieder auf die beiden Mädels aus dem Marketing und machen eine kurze Pause.

Gruppenfoto Landau Pfalz

Danach kommt eine richtig schöne Abfahrt. Schöner grober Schotter und man kann es richtig laufen lassen.

Abfahrt Test

Doch natürlich währt dies nicht lange und wir müssen wieder bergauf. 😊

Macht nichts, auf geht’s zum zweiten Berg des heutigen Tages. Hier wartet eine beleuchtete Kuppel auf uns und die nächste Produktschulung. Danach kommt eine etwas technischere Abfahrt. Auf dieser Abfahrt zieht sich die Gruppe auseinander. Und da es langsam zu regnen beginnt, beschließen Sandro und ich, vorzufahren damit ich den dritten und letzten Berg alleine fahren kann.

Der dritte Berg hat wirklich noch mal einiges zu bieten, ein bisschen Trail, ein bisschen Wiese und mehrere Steile Abschnitte.

Gruppe Radfahrer mit Licht

Verloren im Dunkeln – Gruppe weg

Irgendwann sind Sandro und ich dann doch verwundert, wo denn unsere Gruppe bleibt und wir checken zur Sicherheit unsere Handys. Tjaaaaa, da war die Nachricht und die verpassten Anrufe. 😀

Aufgrund des schlechten Wetters hat der Rest der Gruppe abgekürzt. 😉 Wer hätte das gedacht, bei diesem Profi-Peloton.

Plan B: Sigma-Navigation

Da die Strecke noch ca. 14 Kilometer war und der Sigma Rox in der kürzesten Navigation 10 Kilometer anzeigte, entschieden wir uns ebenfalls für eine Abkürzung, damit nicht alle beim Abendessen auf uns warten müssen.

Gut gelaunt ging es für uns dann wieder zurück nach Landau ins Hotel. Schnell duschen, umziehen und ab in das Restaurant Bibulum, in dem es frisch gemachte Pasta und extrem leckere Italienische Gerichte gibt.

Ich entscheide mich für die saisonale Kürbissuppe und die vegane Alternative Nudeln mit Pesto. Das Essen war köstlich und die Stimmung weiterhin großartig, so wurde es ein super schöner und langer Abend. Mit Diskussionen, vielen Witzen und neuen Freunden.

Der perfekte Abschluss eines langen Tages!

Restaurant bibulum

Lust auf dein persönliches Abenteuer? Gewinne deine Sigma Buster Lampe!

Und damit auch du dein eigenes Abenteuer erleben kannst, verlose ich gemeinsam mit Sigma eine Buster 800 Helmlampe.

Kreiere damit deine eigenen, unvergesslichen Momente!

Um teilzunehmen, hinterlasse einen Kommentar hier unter dem Blogbeitrag, oder nehme am dazugehörigen Instagram Gewinnspiel teil.

Das Gewinnspiel läuft bis zum 12.12.2022 um 18 Uhr. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Schaue gerne beim gestrigen Türchen vorbei: https://www.avaganza.com/

Und morgen dann bei: https://mama-kann-das.com/

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Bilder Copyright by Sigma Sports Deutschland und Photographerpaul

Weihnachtsblogger Adventskalender 2022

1. Dezember 2022

Liebe Blogleser und Blogleserinnen,

Vielen Dank für eure Unterstützung in diesem Jahr! Ich bin unglaublich stolz, dass in diesem Jahr fast 70.000 Menschen meinen Blog gelesen haben. Das ist für mich die schönste Unterstützung der Welt!

Deshalb möchte ich euch etwas zurückgeben. Auf Instagram wird es einen Sportleradventskalender geben, und hier auf dem Blog einen Adventskalender mit anderen Bloggerinnen.

Der Adventskalender findet jeden Tag auf einem anderen Blog statt.

Wer den jeweiligen Tag belegt hat, findet ihr durch Klicken auf die Grafik.

Ich wünsche euch allen, eine tolle Weihnachtszeit.

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Das Montafon erleben – Mountainbiken und Wandern in Österreich

6. Oktober 2022

Endlich ist es wieder so weit, wir machen einen Kurztrip! Diesmal mit fast der ganzen Familie im Gepäck.

Nach einem Familientreffen in der Bodenseeregion, geht es für den sportaffinen Teil der Familie noch weiter nach Tschagguns.

Familienurlaub in Österreich – aber wo?

Die Region Schruns-Tschagguns im Montafon ist sicherlich den meisten Skifahrenden ein Begriff. Auch ich war hier früher bereits im Winter, deshalb freue ich mich sehr, die Gegend auch im Sommer zu erkunden.

Wir haben lange gesucht und uns verschiedene Regionen in Österreich angesehen. Schlussendlich hat uns die Nähe zu Deutschland mit der traumhaften Landschaft überzeugt. Mit fünf Erwachsenen und zwei Jugendlichen im Gepäck, ging es zu unserer Familienauszeit.

Da wir von Anfang an vier sportliche Tage geplant haben, entschieden wir uns für ein Hotel mit Frühstück, sodass wir den Tag flexibel gestalten können.

Eine Besonderheit gab es diesmal: Mein Papa reiste mit dem Fahrrad an. Von Friedrichshafen fuhr er mit dem Zug bis zur Grenze und dann den Rest mit dem Fahrrad. Nachdem er dieses Jahr aufgrund eines Fahrradsturzes nicht an seinem Saisonhighlight „Albstadt Bikemarathon“ teilnehmen konnte, haben wir extra fordernde Strecken für den Family Urlaub ausgesucht. 😀

Für Mitte August ist wirklich sehr ruhig in dieser Gegend. Von Friedrichshafen sind wir mit dem Auto in guten zwei Stunden bereits am Ziel angekommen. Ab der deutschen Grenze ist die Landschaft bereits richtig schön bergig. Die Sonne scheint und wir freuen uns auf die kommenden Tage.

Ankommen im Hotel: Lagebesprechung

Hotel montafon

Im Hotel angekommen, wird erst einmal ausgepackt und angekommen! Wir nutzen den restlichen Tag für Wellnessaktivitäten im Hotel. Der Natur-Außenpool lädt uns zum Schwimmen, Planschen und Entspannen ein. Speziell unser amerikanischer Teil der Familie hat schließlich eine anstrengende Woche hinter sich.

Für den Abend suchen wir nach einem geeigneten Restaurant, was hier überhaupt kein Problem ist. Auch Sommertouristen sind hier herzlich willkommen und wir suchen uns ein nettes Restaurant, verbinden die Suche gleich noch mit einem entspannten 15 Minuten Spaziergang.

Auf der Speisekarte und Vesperkarte stehen typische, regionale Speisen aus Österreich. Und so landen leckere Speisen wie Flädlesuppen, Kaiserschmarren und Schnitzel auf unseren Tellern.

Die Zeit hier nutzen wir für eine Lagebesprechung. Was möchten wir die nächsten drei Tage erleben? Da nicht alle radfahren, entscheiden wir uns für zwei Wanderungen und eine große Tour mit dem Bike.

Wandern am Silvretta-Stausee

Für den nächsten Tag ist das Wetter nicht so toll angesagt, wir müssen mit Regen rechnen. Perfekt also für unsere erste Wanderung. Um Sightseeing und Wanderung zu verbinden suchen wir nach einem geeigneten Ort. Da unser amerikanischer Teil gerne einen Pass sehen wollte, wurde die Auswahl schon einmal kleiner. Wir entschieden uns gemeinsam für den Silvretta Stausee.

Am nächsten Morgen frühstücken wir also alle gemeinsam um für den Tag gestärkt zu sein. Das Hotel bot ein wirklich tolles Frühstück mit regionalen Lebensmitteln an. Eierspeisen wurden frisch zubereitet und an den Tisch gebracht. So war definitiv für jeden etwas dabei.

Danach ging es los! Auf dem Weg von unserem Hotel zur Silvretta Hochalpenstraße, kamen wir durch einige weitere Skigebiete. Wir sahen viele traditionelle Häuser entlang der Strecke und ebenso extrem viele neugebaute Chalets. Mit riesigen Fenstern, da hat man sicherlich einen tollen Ausblick!

Das letzte mal sind wir die Silvretta Hochalpenstraße gefahren, als wir nach Ischgl zum Ironbike-Etappenrennen gefahren sind.

Die Passstraße ist jedes Mal aufs Neue beeindruckend. Die vielen Kurven und die Veränderung der Landschaft. Je weiter man nach oben fährt, desto mehr Tiere kann man beobachten. Vor allem Kühe und Pferde.

Oben angekommen, sieht das Wetter gar nicht mehr nach Regen aus. Und das macht die Kleiderwahl jetzt noch schwieriger. 😀

Bevor wir unsere Wanderung starten, schauen wir uns die für uns neuen Attraktionen am Silvretta Stausee an.

An der Staumauer sehen wir Kletterer, welche sich die lange und steile Staumauer hinaufkämpfen. An verschiedenen Stellen befinden sich verschiedene Kletterrouten für Jede und Jeden.

Auf geht’s endlich zu unserer Wanderung. Beim Wandern orientieren wir uns prinzipiell nur grob vor Beginn und suchen uns dann vor Ort einen der ausgeschilderten Wanderwege. Hier ist meistens für jede Distanz und Zeit etwas geboten, zudem gut ausgeschildert.

Wir möchten auf jeden Fall den See umrunden und uns etwas umschauen. Der Stausee ist einer der schönsten den ich kenne. Und je weiter man weg vom Parkplatz läuft, desto weniger Menschen sammeln sich an.

Bereits nach wenigen 100 Metern kommen wir durch einen Tunnel, der blau beleuchtet ist und wir sind gespannt, ob uns hier eine Ausstellung oder ähnliches erwartet.

Gemeinsam mit der Familie ist die Wanderung natürlich sehr kurzweilig. Für uns sieht der See mit seinem niedrigen Wasserpegel sehr leer aus, deshalb freuen wir uns, dass es langsam nach Regen aussieht. Und da bekommen wir auch bereits einen ersten Vorgeschmack, denn wir spazieren auf höhe eines Wasserfalls.

Das Wasser rauscht in atemberaubender Geschwindigkeit bergab. Über eine Brücke geht es über das Wasser zum Mittelpunkt??? der Runde. Von hier aus gibt es noch viele Wege, weiter hinauf in die Berge vorzudringen. Leider sehen wir die Gewitterwolken bereits über den Gipfeln und so entscheiden wir uns, auf dem direkten Weg wieder zurück zu laufen. Auch der direkte Weg bedeutet schließlich noch eine gute Stunde.

Weiter geht es wieder bergab und wir erreichen das Ufer des Sees. Der See ist am Rand begehbar, da er aktuell nicht viel Wasser hat. Viele Familien nutzen die Gelegenheit und gehen an den Rand des Sees. Schwimmen ist im Silvretta Stausee natürlich verboten! Die Wasserzuläufe aus den Bergen mit dem Schmelzwasser natürlich auch sehr kalt.

Die Runde um den Silvretta Stausee ist grundsätzlich sehr abwechslungsreich, besonders schön ist der Anfang und das Ende über die Staumauer.

Wasserfall silvretta stausee

Danach geht es für uns mit dem Auto wieder bergab ins Tal. Im Hotel angekommen nutzen wir alle die Zeit, um noch einmal zu schwimmen, zu relaxen und die Sauna zu besuchen. Nachmittags kommen uns dann Freunde besuchen, die mittlerweile in von Deutschland nach Österreich gezogen sind.

Gemeinsam haben wir einen tollen Nachmittag mit dem ein oder anderen Drink.

Zum Abschluss des Tages geht es für uns noch Abendessen im Hotel. Die Vorfreude auf die Radtour nach dem regnerischen Tag ist riesig.

Hotel Restaurant

Mountainbiken in den Bergen & strahlender Sonnenschein

Der nächste Tag überrascht uns alle mit strahlendem Sonnenschein! Temperaturen bis zu 18 Grad sind angesagt. Da wir eine große Tour geplant hatten, war der Plan direkt aufzubrechen. Direkt gegenüber unseres Hotels ist ein Radverleih. Während Papa, Sandro und ich auf unseren normalen Bikes unterwegs sind, gibt es für meinen Onkel ein E-Bike. Da dieser in diesem Jahr erst 2 Stunden auf dem Bike saß, war das in diesem Jahr erlaubt. Ansonsten fährt er schließlich immer mit uns mit dem normalen Bike. 😊

Heute soll es ja allen Spaß machen und wir möchten eine gemeinsame Tagestour fahren. Schließlich sind wir ja im Urlaub und nicht im Trainingslager.

Da ich mich aktuell in der 16. Schwangerschaftswoche befinde, kann ich meine Leistung gefühlt würfeln. An manchen Tagen ist alles normal, an manchen Tagen fühle ich mich als würde ich zum ersten Mal Ausdauersport machen und bin nach 30 Minuten platt.

Deshalb sind wir alle gespannt wie es heute klappt. Schließlich stehen knapp 1000 Höhenmeter auf dem Plan, die quasi am Stück gefahren werden.

Gestartet wird in der Gemeinde Bartholomäberg. Dort gibt es einen großen Parkplatz und es ist ein wirklich guter Startpunkt für mehrere Radtouren. Der Beginn ist direkt ordentlich steil, das ändert sich auch die erste Stunde nicht. Belohnt werden wir mit einer traumhaften Aussicht. Vorbei an den ersten Hütten, schönen dunkelgrünen Wäldern und Kühen. So darf es weitergehen. Die Strecke ist einfach, bisher gibt es einen Mix aus anfangs Asphalt- und dann Schotterwegen.

Da die Wege doch sehr steil sind, perfekt zum Reinkommen.

Montafon Mountainbike

Auf der Route liegen zwei Almen. Da wir von unseren österreichischen Freunden Tipps bekommen haben, lassen wir die erste Alm links liegen. Die erste ist eine klassische Hütte für Touristen. Die zweite Hütte erreichen wir, nachdem wir den höchsten Punkt passiert haben. Wir sehen die kleine Hütte und ihre Tiere bereits beim Abfahren. Rechts sehen wir Schweine, links Kühe und Hühner.

Wir stellen unsere Fahrräder ab und setzen uns in die warme Sonne. Die kleine Hütte hat nur begrenzt Platz, ist absolut urig und modern zur gleichen Zeit.

Während wir die letzten Tage in den Restaurants immer tief in die Tasche greifen mussten, ist hier nichts davon zu spüren. Vesper beginnt ab 2.50€, ebenso wie die Preise für Getränke. Die Hütte ist familiengeführt von Bergbauern, fast alle Speisen und Zutaten sind selbst gemacht. Die Familie, die uns bedient hat, war sehr bemüht und freundlich. Wir haben diese Zeit wirklich genossen! Leider konnten wir keine Butter, Käse etc. kaufen, da wir noch mit einer Stunde Fahrzeit rechneten. Allerdings ging es ab jetzt nur noch bergab und die Zeit wird sicherlich sehr schnell vergehen.

Butterbrot Alm latons

Nachdem wir weiter gefahren sind, kam dann nach zwei Kilometern die große Überraschung: Wir befanden uns auf einem anspruchsvollen Trail. Große Steine und Wurzeln, enge Kurven und links auch noch ein Abhang. Da mein Onkel bevorzugt Rennrad fährt, war ich kurz in Sorge. Fehlende Bikeskills wurden in diesem Fall durch Übermut ausgeglichen. Der Satz auf dem Mountainbike „Geschwindigkeit bringt Sicherheit“, stimmt einfach. Trotzdem wollten wir natürlich keine Verletzten und haben ein kurzes Fahrtechniktraining eingeschoben. Damit uns niemand über den Lenker geht.

26 Zoll Mountainbike

Das gute war, die Schwierigkeit hat sich stetig erhöht und so kamen die größeren Absätze und Steinfelder erst später. Immer noch Hut ab, dass alle alles durchgefahren sind! Nach dem ersten Blick auf den Trail ging ich davon aus, wir können nun 800 Tiefenmeter und 5 Kilometer ins Tal schieben.

Auf dem Weg ins Tal montafon

Wir nehmen den Trail mit viel Humor und lassen uns bergauf und bergab Zeit.

Einige lustige Situationen später, kommen wir alle wieder gesund und gut gelaunt auf die breiten Schotterwege. Das Ende des Trails wird perfekt abgerundet durch eine Hochfläche mit einem kleinen See und mehreren kleinen Häusern. Österreich-typisch sind in manchen Brunnen kühle Getränke zu finden, an denen man sich für kleines Geld selbst bedienen darf.

Wir genießen noch ein letztes Mal diesen grandiosen Tag und sind einfach nur dankbar. Danach geht es entspannt ins Tal zurück. Und schon ist es bereits unser letzter Abend und wir sitzen noch ein letztes Mal bei einer Pizza beisammen.

Berge montafon Mountainbike

Der Spaß ging an diesem Abend auf meine Kosten 😉 Denn ich hatte eine Pizzeria in 3 Kilometer Entfernung entdeckt. Nach dem losfahren stellten wir allerdings fest, dass es keine 3 Kilometer, sondern 300 Meter waren. So drehten wir unsere beiden Autos nach 50 Metern Fahrt wieder um und parkten diese wieder am Hotel. Denn das Restaurant war direkt gegenüber. 😉

Kuh streicheln montafon

Mit der Gondel auf den Kristberg im Silbertal

Den letzten Tag wollten wir noch einmal gemeinsam nutzen und wandern gehen. Damit die USA-Kids noch Gondelfahren können und damit ein weiters Erlebnis haben, entschieden wir uns für den Kristberg im Silbertal.

Naja, sind wir ehrlich, sie fanden wandern blöd, und bevorzugen den Laptop 😀 Aber wir haben es versucht.

Wir fanden es klasse. Der Berg bietet wie immer kleine und große Runden. Da wir alle noch die Heimreise antreten mussten, wir mit dem Auto, Papa mit dem Fahrrad, entschlossen wir uns für die Runde mit 1 Stunde. Auf der Runde gab es jede Menge zu sehen.

Kristberg

Die kleine Wanderung ist perfekt für Familien, da es immer wieder Stationen für Entdeckungen und Wissenswertes gibt. Hier kann man spielerisch viel über die Geschichte lesen und gleichzeitig kleine Rätsel lösen. Auch mit dem Bike ist dieser Berg sehr zu empfehlen. Um uns herum pedalierten zahlreiche Radfahrende.

Mit dem Mountainbike gibt es zahlreiche Trails zu erkunden, aber auch zu Fuß gibt es vielfältige Wanderoptionen.

Wanderung montafon

So lassen wir einen schönen Kurztrip ausklingen und fahren mit der Gondel wieder ins Tal. Ein letztes gemeinsames Essen und wir sind startklar!

Zusammenfassend sind wir begeistert von der Schönheit des Montafon. Wir werden definitiv im nächsten Jahr, dann wohl mit Kinderanhänger, wieder kommen. 4 Tage sind leider zu kurz, um alles zu sehen. Ein Grund mehr für einen weiteren Besuch. 😊

Danke Montafon, wir hatten eine großartige Zeit!

Mountainbiken im Montafon

Kurzurlaub in Saalbach Hinterglemm – Die Region in Österreich für Familien zum Biken, Wandern und vielfältige Freizeitaktivitäten

19. Juli 2022

Pressereise. Direkt nach unserem Highlight des Jahres, der Tour Transalp, geht es für uns zurück an den schönen Reschensee. Hier steht unser Auto, mit dem es dann weiter nach Saalbach Hinterglemm geht.

Die Tourismusregion lud uns zu einem Kurztrip in die Region ein und wir sind bereits super gespannt, was die Region für sportlich aktive und Familien bereithält.

Die 30 Grad, die wir in den Tagen zuvor am Gardasee hatten, schafft Saalbach Hinterglemm nicht, aber dafür lockt es mit sportlichen 24 Grad. Für mich sind das die besten Temperaturen zum Biken und Wandern und ich freue mich sehr darauf.

Saalbach-Hinterglemm liegt in der schönen Region Salzburg. Mit 1003 Metern über dem Meeresspiegel hat man zwecks guten Wetters gute Karten. Das Gebiet gehört zu den Kitzbüheler Alpen, welche ein gern besuchter Ort bei Bikern und Bikerinnen ist.

Für Familien und sportliche Urlauber ist hier allerlei geboten. Für Wanderer gibt es mit über 400 Kilometern eine riesen Auswahl an Wanderwegen.

Mit den sechs verschiedenen Bahnen geht es schnell und einfach auf den Berg. Gäste der Region bekommen eine sogenannte Joker Card, mit dieser kann jede der Bahnen kostenlos genutzt werden. Speziell für den Familienurlaub ist dies natürlich eine enorme Entlastung.

Die Joker Card kann sogar noch viel mehr, von speziellen Erlebnissen für Kids über Eintritt ins Freibad und die Nutzung des Wanderbusses sowie das Minigolf spielen. Hier kommt wirklich jeder auf seine Kosten und es lohnt sich, die Karte mit den vielfältigen Angeboten genau anzuschauen.

Durch die Tourismusregion bekommen wir das Hotel Kristiana im Zentrum von Saalbach.

Das Hotel ist super gelegen und bietet eine große Auswahl an schönen regionalen Zimmern, die mit Frühstück oder Halbpension erhältlich sind.

Saalbach Innenstadt

Tag 1 – Anreise nach Saalbach-Hinterglemm

Nach einer entspannten Anreise freue ich mich ganz besonders auf ein paar Tage in der Region, welche so einen großen Namen unter den Mountainbikern hat.

Durch ungewöhnlich viel Verkehr ist es bereits 15 Uhr, als wir im Hotel einchecken.

Da wir mittlerweile definitiv viel Reisen gewohnt sind, sind wir in dieser Hinsicht stets tiefenentspannt und auf alles vorbereitet.

Wir bekommen durch die Tourismusregion ein Starterpaket für Saalbach und Tipps für die schönsten Aktivitäten. Dazu besuchen wir die Tourismusinformation. Die Tourismusinformation ist richtig schön, wir werden direkt herzlich empfangen. Im Eingangsbereich kannst du tagesaktuell prüfen, welche Hotels frei sind und du spontan buchen kannst.

Saalbach startpaket

Mehrere Mitarbeiter stehen bereit, um dich bei deinem Saalbach Urlaub zu beraten und unterstützen. Selbstverständlich kannst du dich auch selbst an der Informationswand austoben und unterschiedliche Flyer oder Broschüren mitnehmen.

Hotels in Saalbach

Saalbach ist für jede Art von Familienurlaub geeignet. Besonders kommen Aktivurlauber hier voll auf ihre Kosten.

Wir nutzen den restlichen Nachmittag, um Saalbach zu erkunden. Saalbach ist umgeben von wunderschöner Natur. Es liegt in einem Tal und links und rechts sind schöne große und grüne Berge. Die Berge in Saalbach verbinden auch die unterschiedlichen Skiregionen. Viele von euch, die Skifahren, kennen die Region bestimmt. Ebenso wie Saalfelden-Leogang.

Saalbach ist Abseits des Trubels und trotzdem sind wir mittendrin. Alles ist fußläufig zu erreichen, von Restaurants, Hotels, einem Supermarkt bis hin zu allen Seilbahnen. Ein Tipp vorab: Schau dir auch die Umgebung von Saalbach genau an. Mein Highlight kommt später, aber ich kann jetzt schon verraten, der Talschluss ist einen Besuch wert!

Nach einem ausgiebigen Bummel geht es für uns langsam zurück ins Hotel. Denn das Abendessen ruft.

Im Hotel wäscht uns die nette Hotelbesitzerin erst einmal all unsere Radkleidung. Da wir von der Transalp kommen, brauchen wir für die nächsten Tage erst einmal frische Kleidung. Denn die Trails und der Übungspark warten bereits auf uns.

Frisch geduscht und bereit für den Ausklang des Tages geht es für uns zum Abendessen. Im Kristiana hat man jeden Abend die Auswahl aus einem 4 Gänge Menü. Alles wird frisch zubereitet und was mich am meisten gefreut hat, das Fleisch ist regional.

Essen hotel Kristiana

Beim Fleisch lege ich sehr viel Wert auf die Herkunft aus der Region. Das freut nicht nur den Körper, sondern schmeckt auch einfach besser. Beim Abendessen sind die Getränke inklusive Wein und Bier inkludiert. Da mein Körper aber noch am regenerieren ist, gibt es nur ein Glas Wein.

Dafür freue ich mich umso mehr, morgen endlich wieder auf mein Mountainbike zu hüpfen!

Saalbach

Tag 2 – Ab auf das Mountainbike – Learn to ride park

Saalbach weckt uns von seiner schönsten Seite, die Sonne scheint und heute wird es sehr warm, auch das Hotelfrühstück steht bereit. Um für einen langen Tag auf dem Mountainbike gerüstet zu sein, frühstücken wir ausgiebig. Frische Brötchen, Zopfbrot und Obst sind nur ein kleiner Teil des großen Buffets.

Während wir gegen 8:30 Uhr noch frühstücken, sind die ersten Wanderer bereits dabei, das Hotel zu verlassen. In Saalbach kommt einfach jeder auf seine Kosten. Nach dem Frühstück geht es für uns direkt auf das Rad. Wir wollen den Vormittag nutzen und an unserer Fahrtechnik üben. Dafür hat Saalbach den Learn to ride Park gebaut.

In dem Park können Kinder sowie Erwachsene Sprünge und Trails üben. Auf fünf verschiedenen Lines geht es 30 Höhenmeter bergab. Wir starten von links nach rechts, und fahren jede Linie 2-3 Mal. Anliegerkurven sind immer ein Thema. Schließlich will man hier ja auch schneller rauskommen, als man reingefahren ist.

Learn to ride Park

Der Learn to ride Park ist nicht nur für Anfänger, man kann sich hier auch durchaus super Warmfahren und bereit machen für den Tag in den Bergen. Mit uns war dort eine Schulklasse auf Klassenfahrt beim Biken vor Ort. Diese hatten unglaublich viel Spaß. Da war ich doch kurz etwas neidisch 😉 So etwas haben wir früher in der Schule nicht gemacht.

Den Learn to ride Park findet ihr direkt an der Talstation der Kohlmaisbahn. Er hat zu den normalen Lift Öffnungszeiten offen. Eintritt kostet dieser keinen. Jede und jeder kann die Trails kostenlos nutzen. Die 30 Höhenmeter können entweder pedaliert oder auf dem schicken Förderband absolviert werden.

Learn to ride Park Förderband

Nach einigen Runden hier, mit Fotos sowie Videos machen, genehmigen wir uns ein Mittagessen. Wiener Würstchen und Gröstel mit Salat geben uns die Energie, uns an die ersten Trails zu wagen. Für uns als Hardtailfahrer gibt es eine große Auswahl an Trails. Und wir starten mit Panorama-Trail. Dazu steigen wir in den Lift an der Kohlmaisbahn.

Mit deiner Joker Karte kannst du unbegrenzt liften und zweimal am Tag auch noch dein Bike mitnehmen.

Ich kann euch nur empfehlen: Nehmt euch Zeit, wenn ihr das erste Mal in Saalbach seid. Es gibt so viel zu sehen, auf- und abseits der Trails. Eine Alm mit einem Streichelzoo zum Beispiel, eine atemberaubende Landschaft, oder auch Tiere.

Die Einstiege in sämtliche Trails sind immer leicht zu finden. Sie sind immer super ausgeschildert. Der Einstieg in den Panorama-Trail war direkt ein Erlebnis, denn der Name ist Programm!

Von oben geht es über Anliegerkurven, Brücken, kleine Steinpassagen und Tables hinab ins Tal.

Trail Abfahrt

Saalbach ist wirklich einen Besuch wert! Die Landschaft ist ein Traum und die Aktivitäten unglaublich vielzählig. Für uns wird es definitiv nicht das letzte Mal gewesen sein. Durch den Regentag ist leider unser Rennrad-Ausflug auf den Großglockner flachgefallen. Das werden wir auf jeden Fall noch nachholen 😊

Für die Abfahrt musst du mit Fotopause ca. 30 Minuten einplanen. Die Namen der Trails wechseln auf Höhe der Mittelstation. Aber keine Sorge, schnapp dir einfach den weiterführenden Trail.

Wie überall sind die Schwierigkeitsstufen in blau, rot und schwarz gegliedert. Mit dem Hardtail würde ich es bei blau und rot belassen 😉 Plus Fahrtechnik.

PAnorama trail

Nachdem wir das erste Mal wieder unten angekommen sind, geht es direkt mit der Gondel wieder hinauf und die Trails nochmal herunter. Diesmal deutlich schneller und flüssiger. Die Trails machen großen Spaß und wir sind vollkommen euphorisch auf den restlichen Tag.

Nach einer kleinen Stadtrunde mit dem Fahrrad geht es zurück ins Hotel zum Duschen und Abendessen.

Auch heute gibt es wieder ein Fischgericht, ein Fleischgericht und etwas Vegetarisches. Davor ein Salatbuffet. Nach einer Woche mit Gel und Riegel bin ich ganz heiß auf gesunde Ernährung. Den Abend lassen wir im Hotel ausklingen und setzen uns noch auf die Sonnenterrasse, bis die Sonne untergeht.

Essen hotel Kristiana

Tag 3 – Wandertag und Wellness

Der dritte Tag bricht an und leider haben wir heute strömenden Regen mit leichtem Gewitter. Und so beschließen wir, es heute ruhig anzugehen, den Wellnessbereich des Hotels zu erkunden, in die Stadt zu gehen und abzuwarten, was das Wetter macht.

Saalbach und regen


Im Hotel herrschte wie immer reges Treiben und gute Laune.

Heute heißt es, Aktivitäten abseits des Bikens zu unternehmen.

Beginnend mit einem ausgedehnten Frühstück, machten wir uns über die Flyer der Region her. Unterschiedliche Aktivitäten standen zur Auswahl. Mit deiner Joker Card kannst du im Sommer kostenlos Tennisplätze und Tennishalle nutzen, das hatten wir uns als erstes überlegt. Allerdings wurde dann aus starkem Regen nur noch normaler Regen und wir entschieden uns für eine Wanderung.

Diesmal entschieden wir uns für die andere Bergbahn, den Schattberg X-press. Mit diesem ging es nach oben, um eine der ausgeschilderten Wanderungen zu unternehmen. Die unterschiedlichen Wanderrouten sind super ausgeschildert.

Wanderung Saalbach

Egal von wo aus du eine Radtour oder Wanderrunde starten möchtest, du kannst dich jederzeit an den Schildern orientieren.

Im Schattberg X-press fahren wir bis zur Bergstation. Oben angekommen sehen wir einen See, Tiere und einen Spielplatz. Ebenfalls ist hier der Einstieg in den bekannten Hacklbergtrail und andere Trails.

Schattberg

Der Schattberg liegt auf 2018 Metern über dem Meeresspiegel und du hast die Möglichkeit, beispielsweise den Schattberg Höhenrundweg zu wandern, in ca. 3 Stunden. Die perfekte Aktivität, falls es einmal regnen sollte.

Oder ihr wandert zur Simalalm (in 45 Minuten), um euch zu stärken. An diesem Tag lassen der Regen und Nebel nicht nach. Das ist etwas schade, da wir so die Aussicht nur beschränkt sehen können.

Aber wir genießen es trotzdem, an der frischen Luft zu sein und sich zu entspannen und unterhalten ist einfach immer schön.

Nach der Wanderung sind wir bereit, zurück ins Tal zu fahren und etwas zu essen. Die Auswahl ist riesig und so gibt es einen Kaiserschmarren als Mittagssnack.

Kaiserschmarren

Satt, gutgelaunt und nass, freuen wir uns auf den gemütlichen Nachmittag im Wellnessbereich unseres Hotels.

Zur Auswahl stehen eine Infrarotkabine, eine Sauna und ein Dampfbad. Wir nehmen alles mit und entspannen uns sichtlich von Minute zu Minute noch mehr. Das leckere Bergwasser tut dazu sein Übriges und ich könnte direkt ein tiefes Schläfchen machen.

Sauna Landschaft

Aber wir nutzen die Zeit lieber, um unseren morgigen Tag vorzubereiten und zu planen. Denn wir wollen den sogenannten Talschluss besuchen.

Ein letztes Abendessen steht für uns auf dem Programm und dann geht es auch direkt ins Bett, um fit für den nächsten Tag zu sein.

Tag 4 – Talschluss

Die Sonne ist wieder da! Schon beim aufwachen sieht es wieder traumhaft aus. Also direkt raus aus den Federn. Wir sind ganz gespannt auf den Tag.

Ein letztes Frühstück in unserem schönen Hotel und eine freundliches auf Wiedersehen und wir düsen los. Von Saalbach bis zum Parkplatz des Talschlusses dauert es 25 Minuten mit dem Auto. Aber selbst diese lohnen sich, die Region ist wirklich wunderschön!

Am Parkplatz angekommen, beschließen wir, das gute Wetter zu nutzen und eine kleine Radtour einzulegen, um auch noch dieses Gebiet zu erkunden.

Auf unserem Plan steht danach der Hochseilgarten. Allerdings kann man diesen nicht direkt anfahren, sondern nur bis zu einem Gemeinschaftsparkplatz. Auf diesem bleiben wir stehen und nehmen die Bimmelbahn nach oben. Diese fährt in regelmäßigem Takt von unten nach oben. Ca 25 Minuten muss man hier einplanen, mit einer wunderschönen Aussicht und Tieren am Wegesrand.

Lindig Alm


Der Hochseilgarten ist am Wochenende für alle Besucher geöffnet und unter der Woche für Gruppen mit Voranmeldung.

Der Abenteuer- und Hochseilpark ist der größte in Europa. Ich persönlich mag solche Aktivitäten sehr gerne. Man ist in Bewegung, hat Spaß und Nervenkitzel ist garantiert. Auch für Familien ist diese Aktivität geeignet. Kinder müssen allerdings mindestens 130 cm Körpergröße haben. Im Juli und August ist der Park täglich von 9.30- 18 Uhr offen.

Wer es lieber kalt und nass mag, der findet seine Freude beim Canyoning.

Leider hat es für uns mit dem Hochseilgarten nicht funktioniert, trotz vorherigem Anruf. Macht nichts, dann gehen wir weiter zur nächsten Aktivität.

Der Baumwipfelweg ist der höchstgelegene Wipfel-Wanderweg Europas. Der Hin- und Rückweg sind jeweils 2 Kilometer. Die Brücke befindet sich in einer Höhe von 42 Metern.

Entlang des Weges finden sich immer wieder Attraktionen und Infotafeln. Wisst ihr zum Beispiel, warum wir hier eine Baumzipfelmütze tragen sollten?

Nein? Dann musst du deinen nächsten Urlaub planen und es herausfinden 😊

Talschluss Saalbach

Doch Zahlen sind nur ein Teil der Attraktion; die Landschaft ist ein Traum! Man fühlt sich, als läuft man in die Berge.  

Die Besucher verteilen sich super auf der Strecke, man hat seine Ruhe und kann es voll und ganz genießen.

Talschluss

Unser spätes Mittagessen steht an und wir besuchen die Lindig-Alm. Eine wirklich schöne Alm mit vielen Lebensmitteln aus der eigenen Landwirtschaft und Käserei. Die Alm hat eine Tradition von über 300 Jahren.

Wir entscheiden uns für Käsespätzle und Wurstsalat. Das Essen kommt wirklich schnell und die Sonnenterasse hat ein angenehmes Flair. Mit Wanderern und Schulklassen ist ordentlich was los. Trotzdem ist es sehr gemütlich und die Aussicht großartig.

Käsespätzle

Nach dem Mittagessen geht es zum Teufelswasser. Ein Wasserpark, in dem man sich die Füße kühlen kann und Kinder spielen können. Hier kann man definitiv eine Stunde verbringen. Der Park ist kostenlos und immer wieder schauen Tiere vorbei. Alle sind sehr zutraulich und bereit, ein Foto zu machen 😉

An warmen Tagen würde ich hier definitiv Schwimmkleidung empfehlen. Wir hatten zum Glück eine kurze Hose dabei und konnten auch so ins Wasser.

Danach machten wir uns auf den Rückweg. Mit ein bisschen Umweg wollten wir noch eine letzte Wanderung unternehmen, bevor es für uns wieder zurück geht.

Deshalb geht es diesmal zu Fuß zurück und nicht mit der Bimmelbahn. Als Abschluss wollten wir eigentlich noch zur Kartbahn, aber leider hat diese heute geschlossen. Dann müssen wir eben wiederkommen. 🙂

Mein Fazit:

Saalbach ist eine wunderschöne Gegend, und perfekt geeignet für kurze und lange Urlaube. Die Menschen sind unglaublich gastfreundlich und für Radler und Wanderer ist es ein Eldorado. Unbedingt Zeitmitbringen und sich informieren. Denn Saalbach hat wirklich viel zu bieten.

Saalbach mountainbike tour

Tour Transalp: Mit dem Rennrad über die Alpen

27. Juni 2022

Break your Limits: Alpenüberquerung mit dem Rennrad in 7 Tagen – Etappenrennen vom Reschensee zum Gardasee

Mit dem Fahrrad die Alpen zu überqueren, davon träumen viele Radsportlerinnen und Radsportler. Die Tour Transalp bietet diese Möglichkeit im Rahmen einer organisierten Tour durch die italienischen und Schweizer Alpen.

Hinweis aus Transparenzgründen: Die Teilnahme erfolgte auf Einladung des Veranstalters, ohne Bezahlung.

In 7 Tagesetappen geht es ohne Ruhetag über 600 Kilometer und 16.000 Höhenmeter durch atemberaubende Berglandschaften über legendäre und herausfordernde Pässe. Damit ist die Tour Transalp eines der bedeutendsten Rennrad-Etappenrennen für Jedermänner in Europa. Dementsprechend international sind auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus unterschiedlichsten Nationen. Gestartet wird am bekannten Reschensee, am Fuße des Reschenpass.

Rennrad tour transalp 2022 start Reschensee

Wir nutzen die Tour Transalp als organisiertes und einzigartiges Trainingslager. Als Rennformat liegt ein mehrtägiges RR-Etappenrennen mit mehrstündiger Etappendauer für uns zu weit von unserer Kerndisziplin, dem CC-MTB mit 60-80min intensiver Renndauer, entfernt.

Akkreditierung und Abläufe

In Graun am Reschensee erfolgt die Akkreditierung, man erhält seine Startunterlagen, Tour Transalp Reisetasche, Tagestasche, Startnummern, Essensgutscheine und die Tickets für den Rad- und Rücktransport, wenn gewünscht. Wer mit dem Auto anreist, kann dieses auf einem eigens organisierten Parkplatz für die Dauer des Etappenrennens sicher abstellen.

Das Rennrad wird täglich in einem überwachten Bikepark abgegeben und am Morgen des jeweiligen Renntages abgeholt, der Gepäcktransport erfolgt von Unterkunft zu Unterkunft durch den Veranstalter. Die großen Reisetaschen werden täglich um 6:30 Uhr in der Unterkunft abgeholt und in die nächste transportiert. Die Tagestasche, welche man direkt im Zielbereich nach der Ankunft wieder erhält, muss bis 8:15 Uhr bis 8:30 Uhr, also 30-45 Minuten vor dem Start um 9 Uhr, aufgegeben werden.

Gepäck tour transalp

Nach dem Erhalt aller Unterlagen, Taschen und Informationen zur Organisation erfolgt am Vorabend der ersten Etappe das erste Streckenbriefing auf Deutsch und Englisch im Anschluss an die Pasta-Party „Meet & Eat“. Die Nudeln und der Apfelstrudel sind inklusive, Getränke müssen selbst bezahlt werden.

Wir begeben uns nach dem Briefing ins Hotel, packen unsere Gepäcktaschen und bringen diese bereits am Vorabend vor der frühen Abholung zur Rezeption, um etwas mehr Schlaf zu bekommen. Noch kurz das Wetter checken, Trikot mit Dextro Riegel und Gels richten, Trinkflaschen mit Iso vorbereiten und Startnummern montieren, ehe wir schlafen gehen.

Am Sonntag, dem ersten Renntag, erfolgt der Rennstart und Abgabe der Tagestaschen ausnahmsweise eine Stunde später, um 10 Uhr. Das ermöglicht ein entspanntes Ankommen und Zurechtfinden der Abläufe. Wir starten unseren Tag um 7:30 Uhr und treffen beim Frühstück bereits die ersten Teilnehmer und Helfer des Veranstalters, denen wir direkt das vom Veranstalter erhaltene Schriftstück mit der Adresse unseres nächsten Hotels übergeben. Die komplette Liste aller Unterkünfte sollte dem Veranstalter im Vorfeld mitgeteilt werden, damit der Gepäcktransport reibungslos funktioniert. Wir erhalten die Infos vom Veranstalter zu unserem nächsten Hotel leider erst am Vorabend, was später noch zu Komplikationen führen wird…

Nachdem wir beim Frühstück von den erfahrenen Teilnehmern ein paar Infos erhalten haben, bringen wir unser Auto zum eingerichteten Dauerparkplatz und geben unsere Taschen am LKW ab. Noch schnell die Räder abholen und los geht’s!


Vor dem Start des rennens

Etappe 1: Reschensee (IT) – Zernez (CH) (76,93km, 1.374Hm, Level 3/5)

Pünktlich um 10 Uhr erfolgt der Startschuss für den Startblock A, drei Minuten später für den Startblock B und schließlich den Block C. Die ersten Kilometer führen neutralisiert um den malerischen Reschensee mit dem bekannten Kirchturm im Wasser, ehe das Rennen freigegeben wird.

Verpflegungsstation

Der Tour-Einstieg beginnt mit einer nicht allzu anspruchsvollen Etappe durch das Vinschgau durch schöne kleine Orte mit relativ flachen und nicht allzu langen Anstiegen. Zwei Verpflegungsstationen stellen die Versorgung mit genügend Flüssigkeit und Nährstoffen sicher, die bei weit über 30 Grad in den Anstiegen auch dringend benötigt werden.

Bike etappe 1

Die enorme Hitze (laut Tacho teilweise über 38 Grad) in Kombination mit der ungewohnten und plötzlichen Höhe machen uns und weiteren Teilnehmenden an den ersten beiden Tagen doch zu schaffen. Der Asphalt glüht, die Sonne brennt und die Steinwände reflektieren jeden Sonnenstrahl. Auf recht flacher Zieleinfahrt erreichen wir das schöne schweizerische Zernez und verpflegen uns im Zielbereich noch einmal, ehe wir uns in unser Hotel begeben – dachten wir.

Im Hotel angekommen finden wir auch schon unsere Gepäcktaschen vor und checken als Mitglieder des Veranstalters ein, endlich eine erfrischende Dusche im besten 3 Sterne Hotel der Schweiz. Währen der Dusche klopft es an unserer Tür, es wollen weitere Mitglieder des Veranstalters einchecken und in unser Zimmer. Nach 1,5 Stunden stressigen Telefonaten und klärenden Gesprächen mit dem Veranstalter stellt sich heraus, dass wir und unser Gepäck wohl im falschen Hotel untergekommen sind. So haben wir uns unsere Regeneration nicht vorgestellt…

Dank des sehr freundlichen und kundenorientierten Hotels können wir unser Zimmer auf eigene Kosten dennoch behalten uns ersparen uns ein erneutes Packen sowie eine 30 minütige Zugfahrt. Endlich können wir uns entspannen, holen uns noch den frischen Nachmittagssnack des Hotel und begeben uns zum Yoga mit unseren Reboots auf die Dachterrasse.

Zernez hotel

In Zernez gibt es keine „Meet & Eat“ Pasta-Party, sondern 10€-Gutscheine für die örtlichen Restaurants, wo wir uns noch Spaghetti bestellen bevor es schon wieder Zeit zum packen und schlafen ist.

Etappe 2: Zernez (CH) – Bormio (101,81km, 2.758Hm, Level 5/5)

Nach dem Stress des Vortages mit sehr durchwachsenen Chancen zur Regeneration steht uns am zweiten Tag nach einem hervorragenden Frühstück mit Müsli, frischen Eierspeisen und Waffeln die Königsetappe mit Grenzüberfahrt nach Italien bevor.

Hotel Frühstück

Den ersten Akzent setzt der Ofenpass, den wir gut überwinden. Wie auch bereits am Tag zuvor ist die Tour wunderbar. Die Strecken grandios für das Auge, perfekt ausgeschildert und toll durchdacht.

ehe wir ab Kilometer 55 das Stilfser Joch erreichen, das uns über 1.900 Höhenmetern am Stück auf 2.757 Meter Höhe und damit auf einen der höchsten Alpenpässe führt.

Die Höhe und erneute Hitze und Streckenlänge verlangen uns einiges ab, aber die wechselnde Aussicht und weitere Radfahrerinnen und Radfahrer, auch einige Radprofis, begleiten uns auf unserem Weg nach oben.

Nachdem die ersten 55 Kilometer sehr locker gingen, war das am Stelvio nicht mehr der Fall. Die Beine wurden sehr schwer.

Ofenpass

Nach dem Gipfel begeben wir uns in die 20 Kilometer lange Passabfahrt in den Zielort Bormio. Wer Zeit hat und etwas mehr Regeneration benötigt, kann hier einen Thermenbesuch einplanen.

Stelvio 2022

Wir werden am Abend vor dem Essen erst mal vom Veranstalter zugehörigen Gepäckverantwortlichen in einer respektlosen Art angeschrien, wo unsere Hotelliste ist, die wir vom Veranstalter noch nicht einmal selbst erhalten haben. Wir haben lediglich die Hoteladresse unseres folgenden Hotels in der Nacht zuvor erhalten, als wir bereits geschlafen hatten, und dem Gepäckwagen direkt am Morgen um 6:40 Uhr diese neue Info übermittelt.

Gelegen ist diese Hotel in 6 Kilometer Entfernung und 500 Höhenmeter oberhalb von Bormio. Wie wir dort hin kommen sollen, um vor dem Essen zu duschen? Und wie wir dort nach dem Duschen wieder in den Ort kommen sollen zum Essen? Und danach wieder zurück ins hoch gelegene Hotel? Und am nächsten Tag wieder zum Start?

Wir wissen es nicht, ein Shuttle gibt es nicht, vom Veranstalter gibt hören wir nichts. Somit verbleiben wir nach dieser anstrengenden Königsetappe ungeduscht im Zielbereich und warten, bis es um 18 Uhr wieder Nudeln gibt.

Kurz vor 20 Uhr buchen wir uns auf eigene Kosten ein Taxi ins Hotel. Das bis spät Abends warme Wetter lässt unsere Laune kurz vor dem Schlafen beim Vorbereiten der nächsten Etappe wieder steigen.

Etappe 2

Etappe 3: Bormio – Livigno (46,67km, 1.775Hm, Level 3/5)

Dass wir inzwischen in Italien angekommen sind, merken wir besonders am Frühstück. Es gibt eine große Auswahl an Kuchen aber kaum nahrhafte Lebensmittel oder geeignetes Essen vor dem Start der dritten Etappe. Da dies sehr typisch für Italien ist, würden wir empfehlen, sich eigene Haferflocken mitzubringen 🙂 damit ist das gelöst.

Erneut buchen wir uns auf eigene Kosten ein Taxi, um zum Start zu gelangen. Die Abgabe der Tagestaschen ist heute schon um 8:15 Uhr und so sind wir früher am Start. Das Wetter ist wieder warm und so ist die frühe Taschenabgabe nicht schlimm. Im CC-Rennsport fliegen Beinlinge und Jacken frühestens 2 Minuten vor dem Start aus dem Startblock.

Das Rad aus dem Bikepark geholt, starten wir auf die mit 1.775 Höhenmeter auf 46 Kilometern kürzeste Etappe und einzige Möglichkeit zur Erholung. Dennoch stehen zwei Pässe, ein langer, bevor und wir klettern weiter in die Höhe auf über 2200 Meter Höhe.

Nach dem ersten Pass, geschieht der erste und einzige Defekt, meine Kette fällt runter und verhakt sich komplett. Zum Glück bekommen alle Fahrer und Fahrerinnen kostenlosen mechanischen Support durch Specialized. Während und nach dem Rennen.

Der Ruhetag kommt genau zur richtigen Zeit. Denn die ersten beiden Tage waren sehr anstrengend. Der Körper kam noch nicht richtig in Schwung und ist einfach noch nicht a klimatisiert.

Obwohl es erst zwei Tage sind. Haben diese bereits ordentlich Körner gekostet. Die Anstiege sind deutlich steiler als wir es gewohnt sind. Und die vielen niedrigen Umdrehungen machen sich im Muskel bemerkbar.

Am Anstieg des Passo Foscagno treffe ich zufällig eine Freundin auf dem Rennrad und wir fahren diesen Anstieg gemeinsam nach oben. Danke für die Unterhaltung, Nadja, das hat mir diesen langen Pass deutlich kurzweiliger gestaltet.

Ebenso kennen wir mittlerweile die Fahrer um uns herum. Und es ergeben sich tolle Gespräche und Geschichten. Die Freundschaften die bei solchen Etappenrennen entstehen finden wir wunderbar.

Nadja troger

Oben angekommen erwartet uns die zweite Verpflegungsstation und der deutlich erkennbare Landschaftswechsel. Noch ein letzter Pass nach oben und wir erreichen den tollen Aktiv-Ort und Radsportler-Ort Livigno.

Livigno erinnert mich sehr an meinen lieblings Ort Ischgl. Es ist eine tolle Stimmung dort und wunderschön. Bereits auf der Abfahrt nach Livigno war ich begeistert.

Pass

Vom Ziel weg haben wir noch weitere 4 Kilometer ins Hotel, die wir heute mit dem Fahrrad bewältigen – alles andere, als optimale Regeneration. Dazu kommt ein unwetterartiger, heftiger Niederschlag, sodass wir völlig durchnässt unser Hotel erreichen, in dem wir äußerst freundlich empfangen werden und erst einmal unsere Radsachen waschen und trocknen lassen.

Frisch geduscht gehen wir zum Mittagessen und gönnen uns Pizza und Nudeln in diesem schönen Alpenstädtchen. Mit vollem Bauch nutzen wir den freien Nachmittag zu einem erholenden Mittagsschlaf, bevor wir Abends erneut in ein Restaurant zum Essen gehen.

Etappe 3

Etappe 4: Livigno – Aprica (107,33km, 2.440Hm, Level 4/5)

Erneut bekommen wir ein typisch italienisches Frühstück und haben heute zum ersten Mal gelegentliche Regenschauer angesagt. Bereits am Vorabend haben wir deshalb unsere extra gekaufte, gute Northwave Regenjacke eingepackt. Aufgrund der dennoch relativ warm angesagten Temperaturen tragen wir neben der zusätzlichen Jacke nur einen weiteren Baselayer.

Der Morgen ist etwas frisch und so starten wir zum ersten Mal bereits in der Regenjacke in den heutigen Tag, der mit einer 50 Kilometer langen Abfahrt wieder die Möglichkeit zur Erholung bietet. Leider beginnt es schon in den ersten beiden Pässen, zu regnen.

Regen etappe

Unsere Jacken halten dicht, der Regen ist nicht allzu stark und unsere Beine fühlen sich sehr gut an! Nach nur etwa einer Stunde haben wir bereits beide Pässe, Passo D´Eira und Passo Foscagno, absolviert und die Gipfel bei 8 Grad Celsius und inzwischen starkem Dauerregen, erreicht. Es geht in die ersehnte, 50km lange Abfahrt. Bei diesen Voraussetzungen allerdings kein Spaß und mit unserer leichten Bekleidung eine Gefährdung für die Gesundheit.

Nach 7km Abfahrt spüren wir unsere Hände und Finger nicht mehr, das Wasser steht komplett in den Schuhen und schiebt sich eiskalt in jeder Kurve mit Belastung auf dem Pedal zwischen die Zehen. Ich hätte nicht mehr sagen können, ob ich bremse oder nicht, alles war taub und so entschieden wir uns schweren Herzens, aber komplett durchgefroren, uns nach knapp 1,5 Stunden in ein Café zu retten, um uns bei zwei Tassen Tee und Kaffee aufzuwärmen, in der Hoffnung, dass der Regen nachlässt.

Das war jedoch nicht der Fall und wir telefonierten mit dem Race Office, von dem wir die Info bekamem, dass es durchgehend bis in den Zielort regnet. Damit war für uns klar, dass diese Etappe hier für uns endet. Wir warten noch etwas über eine Stunde im Café, bevor uns der informierte Besenwagen einsammelt, bereits mit Fahrerinnen und Fahrern gefüllt. Im weiteren Verlauf bekommen wir eine weitere Fahrerin, komplett unterkühlt und erstversorgt aus dem Krankenwagen überstellt und wechseln das volle Shuttle am Fuße des legendären Montiorolo, um dieses für weitere Fahrer freizumachen.

Etappe 4

Etappe 5: Aprica – Castione della Presolana (95,79km, 2.717Hm, Level 5/5)

Im bekannten Bergdorf und Etappenort des Giro d´Italia Aprica starten wir die fünfte Etappe wieder bei bestem Wetter auf den Strecken des Giro d´Italia nach einer kurzen Abfahrt mit dem nächsten Pass. Auch heute haben wir wieder gute Beine, gutes Wetter und gute Laune. Sowohl die schöne Landschaft entlang der Strecke, als auch die Strecke selbst mit den Spuren des Giro und dem dafür frisch asphaltieren Strecken erfreuen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Tour Transalp.

Aprica

Die Abfahrten dafür sind herausfordernd, teilweise sehr eng und kurvig mit Schlaglöchern, wechselnden Fahrbahnbelägen und zum Teil nassen Stellen gesäumt. Hier kommt es zu schweren Stürzen mit kurzzeitiger Streckensperrung für die Rettung. Gute Besserung an die betroffenen Fahrer. Wir kommen gut durch und sind froh, den nächsten Anstieg ohne Sturz und Defekt zu erreichen.

Die atemberaubende Berglandschaft mit Bergwiesen und frischen Kräutern und Pflanzen entschädigen für den 14%igen Anstieg. Diese Etappe zählt definitiv zu unseren Highlights! Mit einer guten Gruppe fahren wir ein in den neuen Zielort Castione della Presolana, wo wir uns am Tour-Zelt eine Bratwurst holen und in der Chillout Area entspannen.

Pass aprica

Wieder liegt unser Hotel außerhalb des Ortes, oberhalb am Berg und zum „Meet&Eat“ sind es vom Ziel etwa 30 Minuten zu Fuß, ein Shuttle gibt es nicht. Freundlicherweise übernimmt der Besenwagen den Shuttle ins Hotel, da wir heute im gleichen Hotel eingebucht sind.

Etappe 5

Etappe 6: Castione della Presolana – Valle del Chiese ( 118,57km, 3.237Hm, Level 5/5)

Zum ersten Mal haben wir wirklich schwere Beine.

Heute sind auch deutlich weniger Fahrerinnen und Fahrer am Start. Das Feld ist geschätzte 20-30% kleiner, als die Tage zuvor. Auch in unserem Hotel treffen wir Fahrer, die diese Etappe komplett auslassen.

Übrigens: Einmal darf man eine Etappe aussetzen und bleibt dennoch in der Wertung. Verbucht werden in dem Fall 9 Stunden (8Std. max. Renndauer + 1 Std. „Zeitstrafe“).

Vom Hotel rollen wir mit unseren Rennrädern hinab zum Start auf die längste Etappe mit 118km. Das Wetter und die Landschaft sind erneut hervorragend, unsere Beine jedoch nicht und so beenden wir diese Etappe im langen Anstieg nach etwa 45 Kilometer.

An diesem Tag spürte ich mein mangelndes Bergtraining. Lange Einheiten hatte ich viele, allerdings haben mich die Berge total zermürbt.

Den ersten Pass schafften wir noch. Und ich hatte das Gefühl wir können den Tag schaffen! An der Verpflegungsstation gab es ordentlich Futter aber der 30 Kilometer Pass war einfach zu steil für meine Übersetzung.

Im Laufe des Anstiegs kommen weitere Fahrer hinzu, andere sind bereits zuvor ausgestiegen.

Im Ziel überlegen wir uns ernsthaft, verfrüht abzureisen. Unsere für heute organisierte Unterkunft liegt 40 Minuten mit dem Auto vom Start- und Zielort entfernt… So kommen wir weder zum Duschen, noch bekommen wir an diesem Tag etwas warmes zu Essen.

Dieses Desaster fällt wieder zurück auf den Besenwagen, der uns ausnahmsweise zur Unterkunft bringt und diese TorTour nach dem längsten Tag gegen 19:30 Uhr mit uns auf sich nimmt. Vielen Dank dafür, anders wären wir in den Bergen nie angekommen. Züge oder ÖPNV gibt es hier nicht.

Im Unterkunftsort angekommen landen wir in einem privaten 2 Zimmer Appartement mit zuvorkommendem Gastgeber, aber ein Restaurant oder etwas zu Essen gibt es im ganzen Ort nicht. So haben wir in der einzigen Bar des Ortes die Wahl zwischen Toastbrot mit Käse oder Toastbrot mit Schinken.

An diesem Tag sind wir wirklich der Verzweiflung nahe…

Etappe 7: Valle del Chiese – Arco (70,44km, 1.499Hm, Level 3/5)

Für den letzten Tag wurde uns nach einer Beschwerde vom Veranstalter ein Shuttel in Aussicht gestellt, das uns und zwei weitere Fahrer von unserer Unterkunft in 40 Minuten Fahrtzeit zum Start bringen sollte.

Wenig überraschend, ist vom Shuttle keine Spur, ein Taxi gibt es in dem Ort auch nicht. Der Gastgeber organisiert uns mit seiner Frau zusammen ein Shuttle, das uns immerhin zum Start bringen konnte. Dort angekommen fällt der Startschuss, als wir noch fernab der Strecke aus dem Shuttle-Bus ausstiegen.

Um uns nicht schon wieder aufzuregen waren unsere Erwartungen und Ansprüche inzwischen soweit gesunken, dass wir einfach nur noch das Ziel hatten, hier weg zu kommen, um unser Leben wieder selbst im Griff zu haben, und zwar schnellstmöglich: Das war mit dem Fahrrad.

Lago d idro

Wir haben wieder super Wetter und müde, aber gute Beine und fahren diese letzte Etappe mit guter Pace zu Ende. Die einzigartige Berglandschaft sowie die schöne Strecke lassen den Ärger vergessen und uns genießen. Wir starten eben und in eine flache Abfahrt. Heute stehen nur noch zwei Pässe und ein kurzer Anstieg auf dem Programm.

Die Beine wissen heute genau was zu tun ist. Etwas spät 😉 aber trotzdem klasse! Gemeinsam arbeiten wir uns heute als Team durch das Rennen. Auf der Ebene geben wir Gas, am Berg bekomme ich auch Unterstützung durch Sandro. Durch das Gewinner Team lernen wir, an der Satteltasche heben klappt super, und ist nicht so anstrengend wie schieben.

Diese letzte Etappe ist eine tolle Genusstour! Wir erkennen bereits die Region um den Gardasee wieder, die Berge werden flacher und grüner, die Temperaturen wärmer. Die zweite Verpflegungsstation lassen wir heute aus und fahren weiter in Richtung Arco und Gardasee, vorbei am Lago di Tenno, einer azurblauen Lagune.

Gardasee

In der letzten Abfahrt empfängt uns schon das mediterrane, warme Klima wie in einer Art Fön. Die Vögel zwitschern und ein Hauch süßlichen Lebens fliegt uns entgegen. Und da ist er: Der Gardasee! Erkennbar schon etwa 10 Kilometer vor dem Ziel fahren wir dem erfrischenden Nass entgegen. Noch ein Foto mit Aussicht und weiter abwärts nach Arco, die Burg ist schon zu sehen.

Geschafft! Wir erreichen das kleine, uns bekannte Städtchen Arco und sind super happy über die unzähligen Eindrücke und faszinierenden Erlebnisse. Das war ein grandioser und kurzweiliger Trainingsblock. Ich freue mich schon auf den Trainingseffekt nach dem Tapern! 😊

Etappe 7

Fazit zur Tour Transalp: definitiv zu empfehlen.

Die Strecke mit Landschaft, Absicherung, Ausschilderung und Verpflegung ist hervorragend, die Organisation und Logistik eine reine Katastrophe.

Insgesamt hatten wir eine atemberaubende Tour.

Die Strecken sind wirklich toll! Du kannst die Alpen hautnah erleben und mit jedem Tag die landschaftliche Veränderung beobachten. Wer mag, kann sich an den legendären Bergpässen messen und Rennfieber der großen Rundfahrten schnuppern. Das Gefühl, de Alpen mit eigener Muskelkraft auf dem Rad zu überwinden, ist jede Mühe wert. Spätestens, wenn sich der Blick auf den Gardasee eröffnet.

Entlang der Strecke bekommt du ausgezeichneten Support! Für die Ersten ist die Strecke gesperrt, für die hinteren wird sie bedarfsweise gesperrt, ist aber permanent durch Streckenposten und Polizei, Führungsfahrzeug, Krankenwagen und Besenwagen sehr gut abgesichert und perfekt ausgeschildert. Support bekommst du auch von radsportbegeisterten großen und kleinen Zuschauern. Alle Helferinnen und Helfer entlang der Strecke sind hochmotiviert und unterstützen bestmöglich, wo immer möglich.

An den Verpflegungsstationen bekommst du durchgehend Kuchen, Orangen, Nüsse, Kartoffeln, Melone, Ananas, Iso und Wasser. Im Fahrerfeld befinden sich mehrere Rettungsfahrzeuge und technischer Support von zwei Specialized-Multivans sowie einer Motorradstaffel für Rettung, Absicherung und technischem Support. Kleine Defekte können sofort behoben werden, auch ein kompletter Fahrradwechsel ist im worst Case möglich.

Deine abgegebene Tagestasche erwartet dich im Ziel, das Gepäck landet im Idealfall direkt in deiner Unterkunft. Die Faszination der Alpen können wir definitiv nachempfinden und mit der richtigen (eigenen) Vorbereitung kann die Tour Transalp auch neben der Strecke Spaß machen.

Damit die Tour Transalp für dich ein voller Erfolg wird, hier meine Tipps zur Vorbereitung:

  1. Training anpassen: Starte etwa ein Jahr vor der Tour Transalp mit deinem Training. Große Umfänge, viele Einheiten und spätestens ab Januar des Tour-Jahres mit bergspezifischen Trainings. Und simuliere gelegentlich 7 Renn-/Trainingstage ohne Ruhetag.
  2. Organisiere dich selbst! Buche dir selbst etwa ein Jahr im Voraus die Unterkünfte direkt an der Start- und Ziellinie und/oder organisiere dir privaten Support von Family & Friends mit eigenem Shuttle. Deine Regeneration wird es dir danken.
  3. Verpflegung und Regeneration: Schaue bei der Wahl deiner Unterkunft neben der Lage auch nach dem Frühstück. Von typisch italienischen Frühstücks kann dein Körper nicht lange zehren. Und plane deine Regenration.
  4. Anreise & Akklimatisierung: Reise zwei bis drei Tage vor Rennstart an, wenn du nicht aus der Höhe kommst, um dich an Höhe und ggf. Hitze zu gewöhnen.
  5. Technisches Setup: Mach dein Bike fit und checke vor allem die Übersetzung. Schaffst du es, mit deiner aktuellen Kassette, zwei bis drei Stunden am Stück komfortabel bei guter Trittfrequenz bergauf zu treten? Dich erwarten regelmäßig Steigungen von 10-14%.

Viel Spaß beim Training, wir starten jetzt eine Woche Erholungsurlaub! 😉

Hast du noch Fragen rund um deine Teilnahme an der Tour Transalp? Nutze gerne die Kommentarfunktion!

fahrrad

Urlaub in Deutschland: Aktivurlaub und Entspannung im Westerwald

2. Juni 2022

Radfahren und Wellness in Hachenburg.

Anzeige. Urlaub in Deutschland ist wieder in! Ein Urlaub im Westerwald bietet vielfältige Attraktionen und Möglichkeiten zu Aktiv- und Entspannungsurlaub, zum Radfahren und Wandern.

Urlaubsregion Westerwald: Östlich von Bonn, zwischen Siegen und Koblenz, liegt inmitten des Westerwaldes unser Urlaubsort Hachenburg. Nur etwa 60km von Bonn entfernt erwarten uns im rheinischen Mittelgebirge idyllische Natur und Ruhe. Natürlich haben wir unsere Fahrräder mit dabei und einiges geplant!😊

Fahrradfahren am Dreifelderweiher

Ausflug zur Westerwälder Seenplatte

Ausgestattet mit unseren Mountainbikes, Wanderrucksack und festem Schuhwerk erreichen wir zur Mittagszeit den Westerwald. Erster Halt ist das „Haus am See“ (der Name ist Programm) direkt am Dreifelder Weiher. Bei durchgehend warmer Küche essen wir mit 1A Seeblick einen Elsässer Flammkuchen – typisch für Rheinland-Pfalz – und leckeren Fisch mit hausgemachtem Kartoffelsalat. Zum Nachtisch gibt es noch frische Waffeln, im Urlaub darf man das!😉

Speisekarte Haus am See. Steinebach
Waffel und Lagebesprechung, Dreifelderweiher

Nach der leckeren Stärkung sind wir gut angekommen und wollen natürlich direkt los, die Gegend erkunden. Das machen wir selbstverständlich am liebsten mit dem Rad!

„Radrundweg Seenplatte“: 20km und 225Hm

Startpunkt Seen Runde

Geplante Strecke ist der 20 Kilometer lange „Radrundweg Seenplatte“, vom Hotel in Hachenburg ca. 10km entfernt. Los geht unsere Radtour direkt vom „Haus am See“ auf dem offiziellen Radrundweg um den Dreifelder Weiher, den Mittelpunkt der Seenplatte. Die im Mai frisch blühenden, den weiherartigen See umgebenden Laubbäume sorgen für frühsommerliche Stimmung entlang des gesamten Radweges, der auch von Familien mit Kindern entspannt absolviert werden kann.

Wechselnd zwischen Asphaltwegen, schmalen und kaum befahrenen Landstraßen, Forst- und Waldwegen, nehmen wir den abwechslungsreichen und gut ausgeschilderten Rundweg unter die Stollenräder. Ein Highlight für Kinder stellt sicher auch der Abenteuer-Waldspielplatz dar! Hier kann man mit Kindern sicher den ganzen Tag verbringen, inklusive Grillstelle.

Abenteuer Spielplatz

Wir sind dafür etwas zu alt und fahren weiter am Wasser entlang, relativ eben mit wenigen und sehr flachen Anstiegen, die für Jung und Alt gut geeignet sind – auch ohne E-Bike.

Ein besonderes Highlight ist für uns der Skulpturenpark, der sich super in die Runde integrieren lässt. Besonders toll hat uns die Schlange gefallen.

Nach gut einer Stunde Fahrtzeit und einer sehr entspannten und entspannenden Tour erreichen wir mit 225 Höhenmetern auf unseren Tachos wieder den Ausgangspunkt am Haus am See.

Dreifelder Weiher

Ich entscheide mich, auch noch die übrigen knapp 10 Kilometer zum Hotel mit dem Rad zu fahren. Sandro bringt das Auto und unser Gepäck 😀

Blöderweise erleidet meine Federgabel auf den letzten drei Kilometern einen Defekt, der sich ohne Werkzeug nicht beheben lässt. Nach kurzer Rücksprache mit unserem Mechaniker kann aber nichts passieren und so fahre ich weiter, nur eben tiefergelegt 😊

Unsere Base: Das Parkhotel Hachenburg mit Wellness-Bereich

Fast gleichzeitig treffen wir im Parkhotel Hachenburg ein, das ruhig gelegen mit schöner Parkanlage direkt vor dem Hotel aufwartet. Östlich des Hotels befindet sich unmittelbar die sehenswerte und fußläufig zu erreichende Altstadt, westlich davon blicken wir aus unserem Zimmer über die Weiten des Westerwaldes. Die Parkanlage mit der unverbaubaren Aussicht lassen die äußerst zentrale Lage nicht erwarten und lädt zur Entspannung ein. Für unsere Fahrräder gibt es extra einen abschließbaren, videoüberwachten Fahrrad-Raum.

Parkhotel Hachenburg

Im sehr schönen Hotel-Restaurant ist es auch schon Zeit zum Abendessen: Es gibt Buffet und somit ist für jeden etwas dabei! Besonders empfehlen können wir den zarten Kassler Braten und die würzigen Kartoffel-Wedges.

Auf einen Drink zieht es uns noch in die Lobby-Bar des Hotels, ehe wir den gelungenen Abend entspannt im Wellnessbereich ausklingen lassen.

Cocktail Hachenburg parkhotel
Zimmer Hachenburg parkhotel

Radrundweg Hachenburger Westerwald: 75 km, 1281 Hm

Mit etwas müden Beinen der hinter uns liegenden intensiven Trainingswoche steht uns die „Königsetappe“ unseres Kurztrips am zweiten Tag bevor. Sandro absolviert dennoch bereits um sieben Uhr seine ersten Bahnen im 13 Meter langen Hotelpool. Den Radrundweg um den Hachenburger Westerwald planen wir als Tagestour.

Parkhotel Hachenburg Schwimmbad

Der Start erfolgt nach ausgiebigem Frühstück kurz vor 11 direkt ab dem Hotel, vorbei an der malerischen Altstadt mit Einrollen runter zum Bahnhof. Nach dem Ende des Wohngebietes erreichen wir einen kleinen Bach, an dem wir zunächst unter grünem Blätterdach entlangfahren, ehe uns die ersten Anstiege erwarten. Keine extremen Steigungen, eher ein mäßiges, dafür konstantes Bergauf.

Bach in Hachenburg

Trotz der Mittelgebirgslage des Westerwaldes bewegen wir uns auf unserer heutigen Tour auf Höhen um zwischen 300-500 Metern, spürbar auch am Wechsel von Laub- und Nadelbäumen. Immer wieder passieren wir kleine Orte und Dörfer mit Fachwerkhäusern und rheinland-pfälzischen Baustilen, dazwischen weitläufige Wiesen und Felder, gepaart mit Waldpassagen. Wer Ruhe sucht, wird hier fündig!

Hachenburg Radtour

Unsere Mittagspause haben wir ziemlich genau bei der Hälfte der Tour in der „Hammermühle“ geplant. Nachdem wir die 35 Kilometermarke überschreiten, stellen wir jedoch fest, dass wir diese offenbar schon verpasst haben. Schade, ich hatte mir schon vorab ein Essen ausgesucht 😀  

Da uns noch einiges an Strecke bevorsteht, entscheiden wir uns gegen eine Umkehr und fahren wie geplant und als GPX-Datei auf unseren Sigma-Fahrradcomputern als Navigationsunterstützung aufgespielt, den Radrundweg weiter. Anstatt Mittagessen gibt es einen Dextro Energy Riegel. Mehr als die Hälfte der angegebenen Höhenmeter liegen hinter uns, die zweite Hälfte wird flacher.

Gegen 15 Uhr holt uns nach mehr als 62km doch der Hunger ein und wir erreichen zufälligerweise einen kleinen Imbiss am Straßenrad. Hier bekommen wir vielleicht nicht das nahrhafteste Essen, dafür aber Tipps für Sehenswürdigkeiten von einheimischen Radfahrern. Dazu eine kühle Fanta und Spezi und schon sind wir bereit für die finalen Kilometer.

Radtour Hachenburg

Hindurch zwischen hohen Gräsern, vorbei an vielen Pferde- und Bauernhöfen, erreichen wir bekannte Streckenabschnitte vom Vortag im Umfeld des Dreifelder Weihers. Unsere Tour führt uns weiter hinauf nach Alpenrod. Auf über 500 Metern Höhe erreichen wir den höchsten Punkt der Verbandsgemeinde Hachenburg. Hier treffen Motorradfahrer auf Radler und Wanderer. Neben gut besuchtem Biergarten befindet sich hier auch ein Aussichtsturm mit 30 Meter hoher Aussichtsplattform. Von dort aus geht es fast nur noch Bergab, zurück zum Parkhotel.

Nach rund 4.5 Stunden Fahrzeit kommen wir müde und voller Eindrücke wieder im Hotel an.

Alpenrod Aussichtspunkt

Abendessen in der urigen Hachenburger Altstadt

Hachenburg ist nicht nur ein staatlich anerkanntem Erholungsort, sondern übrigens auch das heimliche Kulturzentrum des Westerwaldes. Am „Alten Markt“, einer rechteckigen Anordnung von Fachwerkhäusern mit in der Mitte befindlichem Marktbrunnen aus dem 17. Jahrhundert, kehren wir ein in den urigen Kronenkeller. Ritterschwerte und Holzvertäfelungen zieren hier die Wände, herzhaft zubereitete Speisen komplettieren das kulinarische Erlebnis.

Spaziergang Hachrnburg

Mit vollem Magen und wieder aufgefüllten Energiespeichern steuern wir erneut die Lobby-Bar und den Wellnessbereich unseres Hotels an. Im unteren Innen- und Außenbereich findet eine Hochzeit statt, sodass auch wir bei Live-Musik den Abend ausklingen lassen können.

Die Krone in Hachenburg, war an dem Samstagabend komplett reserviert. Wer sich auf sein Abendessen in der Krone freut, sollte deshalb am besten vorab reservieren.

Essen Krone Hachenburg

Wandern im Westerwald

Am dritten Tag lassen wir die Fahrräder im Keller und schnüren die Wanderschuhe! Zur Auswahl stehen drei ausgeschilderte Wanderrouten, blau, orange, rot, mit unterschiedlichen Distanzen. Wir wählen die rote Route mit 8 Kilometern.

Die Routen heißen Löwenspur, und sind dementsprechend mit Löwentazen markiert.

Löwenspur rot Hachenburg

Die Wanderung durch den Westerwald startet wieder direkt im Park des Hotels. Erneut geht es in Richtung Altstadt und durch das Wohngebiet, ehe wir die entlegenen Wälder erreichen. Nach etwa drei Kilometer sehen wir eine Kneippanlage, die heute leider ohne Wasser ist. Auf die kühle, aktive Regenration hätten sich unsere Beine sicher gefreut.

Hachenburg

Die Wanderoute führt immer wieder zwischen Wäldern und Feldern, nur ganz selten treffen wir auf andere Menschen. Ist ja aber auch erst kurz nach 7 an einem Sonntagmorgen. Die Luft ist dafür umso erfrischender und außer Vogelgezwitscher und einem leichten Wind ist nichts zu hören.

Nach dem „Andachtwald Hachenburg“ führt uns unsere Route auf den Rückweg nach Hachenburg. Relativ nah zum Ort treffen wir nun auch auf ein paar Joggerinnen und Spaziergänger mit Hunden. Vor dem Ende der acht Kilometer führt unser Weg noch vorbei am Landschaftsmuseum, von dem man Teile auch von außen sehen kann.

Stadt Hachenburg Wald

Wir müssen leider zurück zum Hotel, um auszuchecken. Kurz vor 11 noch schnell einen zweiten Kaffee am Frühstücksbuffet genießen und dann heißt es, Koffer packen. Freundlicherweise dürfen wir aber auch nach dem Checkout noch ein letztes Mal den Wellnessbereich nutzen und unsere letzten Bahnen im Pool ziehen, ehe wir das Parkhotel Hachenburg verlassen und uns auf den Weg zum Pumptrack begeben.

Himmel Hachenburg

Pumptrack Hachenburg

Ein Pumptrack ist eine spezielle angelegte Mountainbikestrecke, zumeist mit eng aufeinanderfolgenden „Wellen“, die man im Idealfall ohne Treten durch Auf- und Ab- Bewegungen absolvieren kann.

Der Pumptrack Hachenburg bietet gleich zwei nebeneinanderliegende Pumptracks, einer mit kleineren, eng beieinander liegenden Wellen und ein größerer. Wir starten mit der kleinen Runde und wechseln dann auf die große, wo bereits ein paar Jungs ihre Runden drehen.

Pumptrack Hachenburg

Das war unsere letzte sportliche Aktivität im Westerwald und wir begeben uns zum Abschluss noch ein letztes Mal zum Alten Markt, um im Flammkuchenrestaurant „La Flamme“: Flammkuchen zu essen 😀 Super lecker und direkt aus dem Holzofen!

Flammkuchen la Flamme

Sportlich und kulinarisch ein sehr gelungener Kurztrip in den Westerwald, oder wie es hier heißt, „auf dem Westerwald“.

„Hui. Wäller? Allemol.“!

Weitere Informationen gibt es auf der Seite des Westerwaldes.

fahrrad Startup

Startup life- 5 Dinge, die ich durch meine Unternehmensgründung gelernt habe

24. März 2021

Über die Gemeinsamkeit einer Startup Gründung und dem Sport.

Diese Artikelreihe wird anders als meine bisherigen Artikel. Wir starten zwar mit dem Fahrradfahren, aber dann geht es um das Thema Gründergeist – speziell in Ostdeutschland -, Investorensuche und wie wir es geschafft haben, in kurzer Zeit zu ersten zahlenden Kunden und einem Team von 11 Mitarbeitern zu gelangen.

Sandro und ich waren schon immer ein gutes Team, jedoch gab es ein Thema, welches bei uns regelmäßig zu Diskussionen geführt hat.
Selbstständigkeit 😉

Für Sandro war nahezu schon immer klar, er möchte selbstständig werden. Für mich war immer schon klar, ich möchte nicht selbstständig sein- Was ich machen möchte, war mir jedoch lange nicht klar.

Als wir Ende 2017 für das Studium nach Thüringen gezogen sind, ist das Thema Gründen immer wieder aufgeflammt. Im Gegensatz zu Baden- Württemberg gab es hier viele spannende Gründerveranstaltungen, für Studenten sogar kostenlos.

So wurde das Thema Gründen immer präsenter und ich war immer mehr fasziniert von der Gründerwelt. Von Gründer/innen, welche mit 23 bereits eine Firma verkauft haben und Investoren, welche meiner Meinung nach hohe Summen in junge Startups investieren, denen sie vertrauen und eine erfolgreiche Firmenführung zutrauen. Aber auch Firmen, deren Altersdurchschnitt bei 25 liegt und Millionen Umsätze generieren.

Danach haben wir immer wieder kleinere Geschäftsideen gehabt. Wirklich nachhaltig und erfolgreich war davon aber keine.

Bis zur Idee der Dashbike 😉

Fahrrad Innenstadt Leipzig, Gründerpaar

Learning Nummer 1 – Motivation

Suche dir ein Thema, was dir wirklich Spaß macht und nicht unbedingt ein Thema, das „nur“ verspricht, viel Geld abzuwerfen. Eine Firma zu gründen und über Jahre durchzuziehen, wird dir alles abverlangen. Denn die „Erfolge über Nacht“ sehen nur von außen so aus und sind die Ernte jahrelanger, harter Arbeit.

Deshalb muss es dir Spaß machen 😊

Du wirst dir immer wieder nach langen Nächten selbst die Frage nach dem „Warum“ stellen. Und die musst du dir selbst beantworten können. Die Antwort wird vieles sein, aber nicht Geld.

Max und Lelia vor der Baumwollspinnerei in Leipzig

Learning Nummer 2 – Kritik

Du brauchst eine wirkliche Passion für dein Thema. Du sollst dich nicht in dein Produkt verlieben, schließlich wirst du jede Menge Kritik einstecken müssen, und offen sein, dein Produkt anzupassen, oder dein Geschäftsmodell umzustellen. Je besser du dich in deinem Bereich und deiner Zielgruppe auskennst, umso wahrscheinlich wirst du Partner und Investoren überzeugen können, dir zu vertrauen.

Lerne zuzuhören, filtere speziell Kritik. Welche Kritik ist konstruktiv, was habe ich noch nicht bedacht, von wem kann ich etwas lernen.

Wenn jemand dein Produkt nicht mag, frag direkt nach dem Warum. Hieraus kannst du am meisten lernen.

Lelia und Sandro beim Investforum Pitchday

Learning Nummer 3 – Keine Eile mit der Gründung

Nimm dir Zeit. Gründer/innen sind oft am Anfang übertrieben motiviert und versuchen, möglichst schnell eine Firma zu gründen und ihr Geschäftsmodell umzusetzen. Aber lass dir Zeit und nimm dir die Zeit. Bei uns hat es 1,5 Jahre bis zur Gründung gedauert und ich würde es jederzeit wieder so machen. Eine Firma wird nicht einfach so kurz gegründet, zumindest nicht in Deutschland. Und es gibt jede Menge rechtliche, bürokratische und steuerliche Fallstricke, welche es dir wirklich nicht leicht machen. Einige Fehler macht jeder, aber versuche durch ein starkes Netzwerk und viel Unterstützung, so viel wie möglich aus den Fehlern anderer zu lernen, um nicht jeden Fehler selbst zu machen.

Gerade bei der Gründung solltest du dich so weitreichend wie möglich austauschen, zwecks Haftung, aber vor allem zwecks Besteuerung.

In manchen Netzwerken kannst du bspw. kostenlose Beratung in Anspruch nehmen. So kannst du dir den 600€ Stundensatz einiger Steuer- und Rechtskanzleien sparen 😉

Du kannst wunderbar mit deinem Geschäft vorankommen, ohne gegründet zu haben.

Learning Nummer 4 – Netzwerk

Nehme am Anfang jede Gründerveranstaltung mit, bau dir ein starkes Netzwerk auf. Bau dir über die Veranstaltungen Wissen auf und investiere in dich. Nirgends wirst du so viel lernen, wie durch reale Erfolgsgeschichten und auch Geschichten über das Scheitern von Firmen. Beispielsweise gibt es spezielle Formate wie die „Fuck up Night“, bei denen Gründer erzählen, warum und wie ihr Geschäftsmodell gescheitert ist.

Networking bei den Investforum Pitchdays in Magdeburg im Jahrtausendturm

Learning Nummer 5 – Sei neugierig

„Solange man selbst redet erfährt man nichts“

  • Marie von Ebner Eschenbach

Bleibe offen, jeden Tag etwas Neues zu lernen, um Hilfe zu bitten und sich Fehler einzugestehen.

Es gibt einige tolle Accelerator (Programme) für Startups, in denen du jede Menge Unterstützung und Wissen bekommst.

Dashbike am Fahrrad

Diese 5 Learnings waren für mich in den letzten Jahren die wichtigsten.

Wir haben aus dem Studium an der Friedrich-Schiller-Universität gegründet. Und wir sind immer noch sehr dankbar für diese Unterstützung. Die Universität hat uns nach reichlicher Prüfung unserer Geschäftsidee und unserem Fortschritt überall geholfen, Studium und Selbständigkeit unter einen Hut zu bekommen.
Dies war für uns absolut wichtig. Ansonsten hätten wir uns viel zu schnell gezwungen entscheiden müssen.

Nach 1,5 Jahren Doppelbelastung, den ersten Umsätzen und einem stetig wachsenden Team, haben wir dann den Entschluss gefasst uns vorübergehend zu exmatrikulieren.

Für mich war diese Entscheidung genau richtig. Gerade im schnelllebigen und stressigen Gründerleben mit vielen Tagen, an denen man 14+ Stunden, 7 Tage die Woche arbeitet, sollte man auf seine Gesundheit achten.

2018 kam es in unserem Radtraining zu vielen, leider extrem gefährlichen Überholvorgängen durch Fahrzeuge, welche den Mindestabstand nicht annähernd eingehalten haben.

Daraufhin begannen wir mit der Recherche zu Actioncams und stellten fest, dass momentan alle Kameras gegen den Datenschutz verstoßen und als Beweismittel im Schadensfall unzulässig sind. Daher begannen wir mit der Entwicklung einer eigenen Kamera inklusive Abstandsmessung. Denn keine Kamera erfasst das größte Ärgernis der Radfahrer/innen, den zu geringen Überholabstand.

Dies war der Beginn unserer Dashbike.

Dashbike Produktfoto

Mittlerweile testen wir in verschiedenen Pilotprojekten, beispielsweise mit der Stadt Leipzig, die Detektion von Gefahrenstellen mithilfe der Dashbike, um die Radinfrastruktur gemeinsam zu verbessern.

In der Zeit von der Firmengründung bis jetzt, ging einiges schief und wir mussten viele Rückschläge einstecken.

Über diese Rückschläge werde ich im nächsten Artikel in der Kategorie Startup Berichten.

Ebenso möchte ich darauf eingehen, wie auch du starten kannst, wenn du eine gute Idee hast, aber dir das nötige Geld oder Wissen dazu fehlt.

Eine Firmengründung und laufende Kosten schrecken viele Menschen vor einer Gründung ab, dabei gibt es mehrere Möglichkeiten, dies zu bewältigen.

Wie du beispielsweise einen Investor findest, oder auch, welche andere Möglichkeiten es zur Finanzierung gibt, möchte ich dir auch noch aufzeigen.

Schlussendlich möchte ich definitiv jeden, der darüber nachdenkt, ermutigen, eine eigene Firma zu gründen und seine Visionen umzusetzen, etwas zu bewegen.

Natürlich mit Plan und Struktur, um die Risiken zu minimieren. Aber du wirst nirgends mehr und schneller lernen, als in der Selbstständigkeit.

Wie mein Professor sagte: „Sie lernen mehr als im gesamten Studium und in 10 Jahren Berufserfahrung.“

Und das Beste: Unternehmer/in zu sein ist im Grunde sehr ähnlich zum

(Leistungs-)Sport!  😊

Du möchtest mehr über uns erfahren? Klicke hier

Dashfactory Team Gruppenfoto

Langlauf „Skating“ – Sommersportler werden im Winter gemacht

14. Januar 2021

Wie du deine Performance auf dem Mountainbike und Rennrad ganz leicht über den Winter steigern kannst

Solltest du dich mit professionellen Radsportlern über das Thema Wintertraining unterhalten, wird früher oder später immer das Wort „Skating“ bzw. „Cross-Country Skiing“ fallen.

Nicht umsonst sagten auch ehemalige XC Weltmeister in einem Interview, dass sie jeden Winter mindestens 1000 Kilometer Skilanglauf als Basis für die nächste Saison betreiben.

Was bei den Profis so gut hilft, dachte ich mir, kann bei mir auch nicht schaden. Und so habe ich 2018 zum ersten Mal auf Skating Ski gestanden.

XC Cross Country Skiing in Meßstetten auf der Nachtloipe

Da ich Abfahrt-Skifahren kann, war ich mir sicher, es würde einfach werden.

War es nicht. Anfangs lag ich mehr im Schnee als zu fahren und durch den enormen Kraftaufwand war ich nach 30 Minuten vollkommen am Ende.

Das ist jetzt aber nicht der Moment, in dem du dich nach einer Alternative umsehen solltest. 😉 Denn ich verspreche dir, auch du wirst es mit ein wenig Geduld und Anleitung lernen. 😊

Aller Anfang ist schwer, besonders beim Skating. Denn fehlende Technik wird durch Kraft ersetzt.

Langlaufen in Burgfelden auf der Schwäbischen Alb

Stück für Stück wirst du dich allerdings sehr schnell verbessern und einen wahnsinnig intensiven Trainingseffekt mitnehmen.

Skating-Skilanglauf unterscheidet sich sehr stark vom klassischen Langlauf. Die Ausrüstung ist meist komplett anders. Die Skating-Ski haben keine sogenannten Schuppen, wie es bei den klassischen Langlaufski der Fall ist, damit der Skating-Ski flüssig vorwärts gleiten kann. Die Grundstellung der Ski beim Skating ist immer im leichten V. Von hier aus gleitest du abwechselnd mit dem linken und rechten Ski nach vorn. Praktisch wie Inliner oder Schlittschuh laufen. Die Stöcke sind beim Skating-Skilanglauf auch länger als in der klassischen Technik, um einen stärkeren Schub mit größerer Armschwingung zu erreichen.

Beim Stockeinsatz (und auch der Beinarbeit) unterscheidet man zwischen dem schnellen 1:1, der 2:1 Pendeltechnik und der 2:1 Bergtechnik. Die schnelle 1:1 Technik bedeutet ein Stockeinsatz und ein Skieinsatz. Setzt der rechte Ski auf, wird rechts „eingestockt“, kommt der linke Ski zum Einsatz, wird links „eingestockt“. Diese Technik ist besonders für die Ebene und den leichten bis mäßigen Anstieg geeignet, um schnell voranzukommen.

Diese Technik ist allerdings auch sehr schwierig, erfordert neben einem ausgeprägten Gleichgewichtssinn und langer Gleitfähigkeit, viel Kraft und Ausdauer.

Deshalb empfehle ich für den Anfang die 2:1 Technik, ganz zu Beginn auch erst einmal, ohne Stöcke zu Laufen, um den sogenannten Schlittschuhschritt zu erlernen. Schließlich kommt bei korrekter Ausführung die meiste Kraft aus den Beinen, die ja auch über einen viel größeren und kräftigeren Muskel verfügen. Der Stockeinsatz kommt unterstützend hinzu und verleiht zusätzlichen Schub und ein etwas Stabilität.

Bei der 2:1 Technik kommt ein Stockeinsatz beider Arme beispielsweise gemeinsam mit dem rechten Ski und der linke Ski wird ohne Stockeinsatz nach vorne geschoben. Auf jeden zweiten Schritt mit dem Ski kommt also einmal die Unterstützung der Arme hinzu. Rechtshänder bevorzugen eher den rechten Stockeinsatz und somit den rechten Armeinsatz als Führungshand, Linkshänder andersrum. 

Je besser deine Technik wird, umso kraftschonender und effektiver wird dein Training. Nebenbei verbessern sich auch mit fortschreitender Technik die Laufgeschwindigkeiten merklich.

Winter Wunderland Meßstetten, klassische und Skating Loipe am Alten Hau

Das Langlauf-skaten ähnelt dem Mountainbiken sehr, wenn man Muskelgruppen und Kraft-Ausdauerverhalten vergleicht. Kraftschnelligkeit ist gefragt, am Berg brauchst du eine starke Explosivität. Die Anstiege beim Skilanglauf sind deutlich kürzer als beim Mountainbiken, stehen sich allerdings bei der Intensität um nichts nach.

Meistens sind die Runden sehr hügelig und du hast nur wenig Zeit, dich zu erholen. Viele Runden ähneln einem XC Kurs mit dem ständigen Auf- und Ab. Dadurch wird das Langlaufen auch sehr kurzweilig. Eine Stunde auf den schmalen Brettern vergeht wie im Flug.

Auch macht es dir das Wetter mal schwerer und mal leichter. Wenn es besonders eisig ist, wirst du deutlich schneller unterwegs sein, wenn du Tiefschnee oder sulzigen Schnee hast, wird es deutlich kraftintensiver und anstrengender.

Der Skating Sport ist bisher der einzige, den ich kenne, bei dem der Fortschritt so offensichtlich ist. Bei jeder zweiten bis dritte Einheit wirst du eine Verbesserung deiner Zeit bemerken. Nach zwei Wochen mit jeweils 4 bis 8 Stunden die Woche, wirst du eine deutlich schnellere Zeit fahren.

Aber auch deine Muskulatur wird sich in kürzester Zeit anpassen. Bereits nach zwei Wochen wirst du den Unterschied im Spiegel sehen. 😊 Und ab dann wird es dir richtig Spaß machen. Neben den Beinen, die durch das Radfahren ganzjährige Belastung gewohnt sind, trainiert Cross-County Skilanglauf zusätzlich die Rumpf-, Rücken- und Oberkörpermuskulatur.

Nichts desto trotz ist XC Skilanglauf eine enorme Belastung für den Körper. Deshalb packe dir immer einen Eiweiß Shake ein, den du direkt auf der Heimfahrt genießen kannst. Umso schneller, umso besser. Schön kühl wird dieser im Auto von selbst. Bei uns fliegen mittlerweile nur noch die Ski ins Auto und dann werden die Shakes verteilt, noch bevor wir wieder im Auto sitzen.

Hier kann ich besonders den Zitrone Quark Shake von 4 you E-Health empfehlen. (Mit „lelia10“ bekommt ihr einen Rabatt)

Durch die hohe Anstrengung wird es während der Aktivität auf den Ski ordentlich warm. Deshalb solltest du dich nicht zu warm anziehen. Eine dicke Ski Jacke wird dich verkochen. Am besten geeignet ist hier eine Primaloft Jacke, da man hier deutlich weniger schwitzt.

Auch das Zwiebel Prinzip ist hier super geeignet, Unterzieh Shirt, Sportpullover und dann Jacke sind bei Temperaturen zwischen -10 Grad bis 0 Grad wirklich angenehm. Bei Temperaturen um 0 Grad reicht auch ein dünnes Sportshirt unter einer Primaloft Jacke oder Wintersportjacke.

Die Stocklänge und Skilänge sollten unbedingt bei jedem Hersteller vorher abgefragt werden, denn hier gibt es enorme Unterschiede. Manche Hersteller gehen auf das Gewicht, manche auf die Größe der Person und manche beides. Auch zwischen Anfänger und Fortgeschrittene wird unterschieden. Ein längerer Ski kann eine längere Gleitphase unterstützen, ist jedoch weniger wendig. Fortgeschrittene greifen eher zu etwas längeren Stöcken, Anfänger wählen besser die kleinere Variante.

Ebenso bei den Schuhen. Unbedingt ausprobieren. Meine Skating-Schuhe sind beispielsweise zwei Größen größer als meine restlichen Schuhe.

Und wichtig: Es gibt verschiedene Bindungen. Beispielsweise die SNS Pro Pilot Bindung von Salomon funktioniert auch mit den richtigen Schuhen von Alpina oder Rossignol. Für andere Schuh-Bindung-Ski-Kombinationen existieren auch Adapterplatten.

Da die Einheiten auf Langlauf-Ski deutlich intensiver sind als Radfahren, benötigst du auch deutlich weniger Zeit für das Training. 1 Stunde XC Skating ist meiner Meinung nach gefühlt wie 2 bis 2.5 Stunden Radfahren. Durch die kürzere Zeit brauchst du dir auch weniger Gedanken um die Verpflegung machen. Für eine Einheit zwischen 1 und 1.5 Stunden brauchst du höchstens einen Trinkrucksack oder Gurt. Zur Not tut´s aber auch mal eine Handvoll Schnee 😉